Herz, Seele und Doppelhaufen

Links sind zwei rot leuchtende Nebel, sie sind als Herz- und Seelennebel bekannt. Rechts ist der Doppelsternhaufen h und χ Persei.

Bildcredit und Bildrechte: Adrien Klamerius

Dieses reiche Sternfeld liegt am Himmel in den nördlichen Sternbildern Kassiopeia und Perseus. Es ist fast 10 Grad breit. Links sind die herzförmigen kosmischen Wolken IC 1805 und IC 1848. Sie sind als Herz- und Seelennebel bekannt. Rechts sind die Sternhaufen NGC 869 und NGC 884. Man kann sie leicht erkennen. Sie heißen h und χ Persei oder einfach „der Doppelsternhaufen im Perseus“.

In Herz und Seele sind junge Sternhaufen eingebettet. Sie sind etwa eine Million Jahre alt. Beide sind größer als 200 Lichtjahre. Sie sind sechs- bis siebentausend Lichtjahre entfernt. Die Nebel gehören zu einem großen aktiven Gebiet, in dem Sterne entstehen. Es liegt im Perseus-Spiralarm unserer Milchstraße.

Der Doppelhaufen ist etwa gleich weit entfernt wie Herz- und Seelennebel. h und χ Persei sind nur wenige Hundert Lichtjahre voneinander entfernt. Sie liegen also physisch nahe beisammen und sind zirka 13 Millionen Jahre alt. Weil die Haufen so nahe beisammen liegen und ihre Sterne ähnlich alt sind, vermutet man, dass sie wahrscheinlich in derselben Sternbildungsregion entstanden sind.

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Gammastrahlen und Kometenstaub

Über den dunklen Silhouetten der MAGIC-Teleskope auf La Palma wölbt sich die Milchstraße. Aus dem Sternbild Perseus zischen zahlreiche Meteore der Perseiden.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Gammastrahlen und der Staub des periodischen Kometen Swift-Tuttle pflügten in der Nacht von 11. auf 12. August durch die Atmosphäre des Planeten Erde. Die Staubkörnchen des Kometen schlugen mit etwa 60 km/sec ein. Das führte zum Perseïden-Meteorschauer, der dieses Jahr sehr aktiv war.

Im weitwinkeligen Bildkomposit sind die Meteore des Stroms ausgerichtet. Es zeigt einen Zeitraum von 4,5 Stunden in dieser Perseïdennacht. Die Spuren der Meteor im Bild führen rückwärts zum Ursprung des Stroms am Himmel. Der Radiant liegt in der Milchstraße im Sternbild Perseus. Er zeigt die Richtung zur Bahn des periodischen Kometen.

Auch kosmische Gammastrahlen erzeugen Schauer aus energiereichen Teilchen, wenn sie mit Lichtgeschwindigkeit auf die Erdatmosphäre treffen. Wie die Spuren von Meteoren zeigen auch sie zu ihrem Ursprung. Anhand der sogar noch kürzeren Lichtblitze der Teilchen kann man die Richtung eines Teilchenstroms am Himmel rekonstruieren. So findet man den Ursprung von eintreffenden Gammastrahlen.

Anders als die Meteore sieht man die unglaublich schnellen Blitze eines Teilchenstroms nicht mit den Augen. Doch an den Schüsseln im Vordergrund sind Kameras montiert, die mit Hochgeschwindigkeit arbeiten. Die Schüsseln gehören zu einem erdgebundenen Gammastrahlen-Observatorium auf der kanarischen Insel La Palma. Es sind die MAGIC-Teleskope (Major Atmospheric Gamma Imaging Cherenkov). Sie bestehen aus mehreren Spiegeln und können beidem folgen.

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Perseïdennacht bei Yosemite

Über dem Yosemite-Nationalpark strömten die Meteore der Perseïden scheinbar aus dem Sternbild Perseus. Die Straße unten wird von einem Fahrzeug beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Shaw

Der Meteorstrom der Perseïden war in der Nacht von 11. auf 12. August 2016 sehr ergiebig. Der Himmel wurde an dem unvergesslichen Abend an einem Aussichtspunkt im Yosemitetal auf der Erde fotografiert. Die Bildserie entstand im Lauf einer ganzen Nacht. Für diese Szenerie wurden 25 Einzelbilder gewählt. Jedes Bild zeigt einen einzelnen Meteor und wurde an den Sternen im Hintergrund ausgerichtet.

Die digitale Manipulation gleicht die Erdrotation aus. Das ermöglicht den perspektivischen Blick auf eine Explosion farbiger Spuren, die vom Radianten ausströmen. Der Radiant liegt im Sternbild Perseus. Das letzte Abendrot leuchtet nach Sonnenuntergang sanft auf die Westseite von El Capitan.

Kurz vor Sonnenaufgang schimmert Zodiakallicht neben dem Half Dome. Es verläuft im Osten am fernen Horizont vom Tal aufwärts. Das Zodiakallicht heißt auch „falsche Dämmerung“. Scheinwerfer beleuchten die Straße im Tal. Das Bild der Perseïdennacht ist voller Himmelsschätze. Dazu zählten die Milchstraße und der Sternhaufen der Plejaden.

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Perseïden von Torralba del Burgo

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo

Letzte Nacht regneten Perseïden auf den Planeten Erde. Dieses Jahr erzeugte der Staubstrom des periodischen Kometen Swift-Tuttle einen erstaunlich aktiven Schauer heller kosmischer Streifen.

Diese Aufnahme wurde 25 Sekunden belichtet. Leute in Torralba del Burgo im spanischen Soria beobachteten den Nachthimmel. Sie sahen die helle Perseïdenspur im Bild. Der Meteor war schnell und farbig und endete mit einer kleinen Explosion. Tief unter der ersten verläuft eine zweite, blassere Meteorspur. Wenn man beide verlängert, schneiden sie sich beim Radianten des Meteorstroms. Er liegt bei den helleren Sternen im heroischen Sternbild Perseus.

Die Aktivität des Meteorstroms nimmt zwar schon ab. Auch in den nächsten Tagen blitzen nachts noch Perseïden auf. Wenn ihr aber nicht hinausgeht und hinaufschaut, seht ihr sie nicht.

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Perseïden über dem Mount Shasta

Hinter einem ruhigen Bergsee ragt ein ferner Gipfel am Horizont auf. Darüber zischen Meteore über den Himmel, an dem die Milchstraße senkrecht aufsteigt.

Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

Woher kommen all diese Meteore? Was die Himmelsrichtung betrifft, lautet die Antwort: vom Sternbild Perseus. Deshalb nennt man den Meteorstrom, der Ende dieser Woche seinen Höhepunkt erreicht, die Perseïden. Die Meteore strömen scheinbar allesamt von einem Radianten im Perseus aus.

Was den Ursprungskörper betrifft, stammen die sandkorngroßen Teile der Perseïden vom Kometen Swift-Tuttle. Der Komet folgt einer klar definierten Bahn um die Sonne, und der Teil der Bahn, welcher der Erde nahekommt, liegt vor dem Sternbild Perseus. Wenn die Erde diese Bahn kreuzt, liegt der Radiant der fallenden Teile deshalb dort.

Dieses Kompositbild zeigt mehr als 60 Meteore der Perseïden vom letzten Jahr. Viele helle Sternschnuppen zogen über den kalifornischen Mount Shasta. Dieses Jahr sollten die Perseïden der beste Meteorstrom des Jahres werden.

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Der Kaliforniennebel

Ein rot leuchtendes Staubband zieht sich diagonal durchs Bild. Es ist in viele kleine Sterne eingebettet.

Bildcredit und Bildrechte: Farmakopoulos Antonis

Was macht Kalifornien im Weltall? Diese kosmische Wolke treibt zufällig durch den Orionarm der Milchstraße, die eine Spiralgalaxie ist. Sie hat die Umrisse von Kalifornien an der Westküste der Vereinigten Staaten. Auch unsere Sonne liegt im Orionarm der Milchstraße. Sie ist nur etwa 1500 Lichtjahre vom Kaliforniennebel entfernt. Der klassische Emissionsnebel ist auch als NGC 1499 bekannt. Er ist etwa 100 Lichtjahre lang.

Das auffälligste Leuchten des Kaliforniennebels auf diesem Bild ist rotes Licht. Es ist typisch für die Rekombination von Wasserstoffatomen, wenn sie sich mit lange verlorenen Elektronen verbinden. Die Elektronen wurden von energiereichem Sternenlicht abgestreift. Dabei wurden die Atome ionisiert.

Der helle, heiße, bläuliche Stern Xi Persei leuchtet rechts neben dem Nebel. Er liefert das energiereiche Sternenlicht, das wahrscheinlich einen Großteil des Nebelgases ionisiert hat. Der Kaliforniennebel ist ein beliebtes Ziel in der Astrofotografie. Mit einem Weitwinkelteleskop und bei dunklem Himmel sieht man ihn im Sternbild Perseus in der Nähe der Plejaden.

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NGC 1333: Sternfabrik in Perseus

Mitten im Bild leuchtet ein blauer Reflexionsnebel. Er ist von dunklen Staubwolken umgeben. Rechts unter dem blauen Nebel sind kleine rote Lichter, es sind Anzeichen von Sternbildung.

Bildcredit und Bildrechte: Agrupació Astronòmica d’Eivissa/Ibiza (AAE), Alberto Prats Rodríguez

NGC 1333 ist im sichtbaren Licht ein Reflexionsnebel. Seine markanten bläulichen Farbtöne sind typisch für Sternenlicht, das von interstellarem Staub reflektiert wird. Er ist an die 1000 Lichtjahre entfernt und liegt am Rand einer großen Molekülwolke, in der Sterne entstehen. Wir finden ihn im heroischen Sternbild Perseus.

Diese Nahaufnahme ist am Himmel ungefähr zwei Vollmonde breit. Das entspricht in der geschätzten Entfernung von NGC 1333 etwas mehr als 15 Lichtjahren. Das Bild zeigt Details der staubhaltigen Region und Spuren roter Emissionen von Herbig-Haro-Objekten, die einen Kontrast bilden. HH-Objekte sind Teilchenstrahlen und komprimiertes leuchtendes Gas, das von neu entstandenen Sternen ausströmt.

NGC 1333 enthält Hunderte Sterne, die weniger als eine Million Jahre alt sind. Die meisten davon sind noch hinter Sternenstaub vor optischen Teleskopen verborgen, der hier überall verteilt ist. Die chaotische Umgebung ist vielleicht ähnlich wie jene, in der unsere Sonne vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren entstanden ist.

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Sternenstaub im Perseus

In einem Feld voller bräunlicher, teils sehr dunkler Nebel sind zahllose Sterne versprenkelt, links oben leuchten einige hellere Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Lynn Hilborn

Die kosmische Weite ist am Himmel etwa 6 Grad breit. Sie besteht aus Staub, Gas und Sternen und liegt im heroischen Sternbild Perseus. In der prächtigen Himmelslandschaft liegt links oben der junge Sternhaufen IC 348. Daneben befindet sich der Fliegender-Geist-Nebel. Rechts seht ihr das Objekt NGC 1333. Die Sternbildungsregion ist über dunkle, staubige Ranken mit dem Rand der gewaltigen Perseus-Molekülwolke verbunden.

Das Bild zeigt staubige Nebel und den blassen, rötlichen Schimmer von Wasserstoff. Der kosmische Staub versteckt neue Sterne und junge stellare Objekte (Protosterne) vor optischen Teleskopen. Protosterne entstehen, wenn dichte Kerne in staubigen Molekülwolken unter der eigenen Schwerkraft kollabieren.

Die breite aktive Sternbildungsregion ist etwa 850 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung ist das Sichtfeld fast 90 Lichtjahre breit.

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