Überwiegend Perseiden

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Bildcredit und Bildrechte: Jakub Koukal (Valašské Meziříčí Observatory)

Vier verschiedene Kameras, deren Hauptzweck das Monitoring von Meteoren ist, nahmen dieses Bild in der Nacht vom 12 – 13 August in Tschechien auf. Um das Bild zu erstellen, mussten die vier Einzelbilder ausgerichtet und schließlich vereinigt werden.

In dieser Nacht wurden 1706 Meteore gezählt. Da diese Nacht mit dem Höhepunkt des Perseiden Sternschnuppenschauers im Jahr 2026 zusammenfiel, sind auch die meisten hier abgebildeten Meteore Perseiden. Ihre große Anzahl macht es einfach, sie zu sehen. Die Perseiden scheinen alle aus einem einzigen Punkt, dem Radianten, am oberen rechten Bildrand zu kommen. Dieser Punkt befindet sich im Sternbild Perseus.

Aber auch Meteore anderer Sternschnuppenschauer ziehen ihre Spuren über das Bild: Ein solcher Strom hat seinen Radianten im Sternbild Schwan (Cygnus). Er ist auch bekannt unter dem Namen Kappa Cygnids. Der Antihelion Komplex, eine Gegend nahe dem Sternbild Wassermann und somit gegenüber der Sonne, lässt sich ebenfalls als ein Radiant für einen schwachen Sternschnuppenstrom identifizieren.

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Perseïden über einem kleinen Planeten

Ein kleiner Planet ist von einem hellen Leuchten umgeben. Oben wölbt sich die Milchstraße, und Tausende Meteore blitzen über den Himmel. Die Bahnen der Meteore sind gekrümmt, wegen der Projektion.
Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Es sieht aus wie ein Blick vom Planeten des Kleinen Prinzen. Das Bild ist eine Rückschau auf den Meteorschauer der Perseïden von 2024. Auf dieser Projektion umrahmen ihn die Bieszczady, ein Gebirgszug der Karpaten in Polen. Am Himmel wölbt sich der Bogen der Milchstraße mit mehreren roten Nebeln und über hundert Meteoren. Sie zeigen zum Radianten im Sternbild Perseus.

Die Perseïden sieht man im Sommer auf der Nordhalbkugel gut. Sie sind sehr beliebt. Meteorströme im Winter zu beobachten ist weniger angenehm. Dieses Jahr bieten sie wohl ein noch beeindruckenderes Spektakel als sonst, denn der Höhepunkt fällt auf den Neumond.

Der Meteorschauer der Perseïden 2026 erreicht heute Nacht seinen Höhepunkt. Wir erwarten 50 bis 100 Meteore pro Stunde. Die Erde durchquert dann auf ihrer Bahn die Staubspur, die der Komet Swift-Tuttle hinterlässt. Die beste Zeit, um die Meteore zu beobachten, ist in der Regel zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen. Um die Meteore zu beobachten, braucht man kein Fernglas. Doch ein Liegestuhl und ein Ort mit dunklem Himmel sind sehr hilfreich.

Heute ist eine totale Sonnenfinsternis! Weitere Info gibt es hier (engl).

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NGC 1275 im Perseus-Galaxienhaufen

Viele elliptische Galaxien füllen das Bild, nur einige wenige haben eine Spiralstruktur. In der Mitte ist eine besonders auffällige Galaxie, weil rote und blaue Fäden von ihr ausgehen. Es ist die aktive Galaxie NGC 1275 im Perseus-Galaxienhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Michal Wierzbinski, Hellas-Sky

Die aktive Galaxie NGC 1275 ist das zentrale große Mitglied im großen Perseus-Galaxienhaufen, der relativ nahe ist. Schon im sichtbaren Licht erscheint sie fast „wild“. Die aktive Galaxie ist eine gewaltige Quelle für Röntgenstrahlung und Radiowellen. NGC 1275 sammelt Materie an, indem ganze Galaxien in sie hineinfallen. Sie speisen am Ende ein sehr massereiches Schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie.

Dieses scharfe Teleskopbild entstand aus Schmalband-Bilddaten. Sie betonen die galaktischen Trümmer und Filamente aus leuchtendem Gas, die bei dem Tumult entstehen. Einige davon sind bis zu 20.000 Lichtjahre lang. Die Filamente in NGC 1275 bleiben bestehen, obwohl die heftigen galaktischen Kollisionen sie eigentlich zerstören müssten.

Was hält diese Filamente zusammen? Die Aktivität des Schwarzen Lochs drückt die Strukturen vom dem Zentrum der Galaxie nach außen. Es gibt Hinweise aus Beobachtungen, dass Magnetfelder diese Strukturen stabilisieren. NGC 1275 ist auch als Perseus A bekannt. Sie ist mehr als 100.000 Lichtjahre breit und etwa 230 Millionen Lichtjahre entfernt.

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NGC 1333: Sternbildung im Perseus

In einem Meer aus dunkelbraunen Staubwolken schimmert ein blauer Nebel. Darüber leuchten rötliche Flecken. Sie sind Hinweise auf Sternbildung.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Eder

NGC 1333 ist im sichtbaren Licht ein Reflexionsnebel. Die bläulichen Farbtöne, die ihn prägen, sind typisch für interstellaren Staub, der das Licht von Sternen reflektiert. Der Nebel ist 1000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im heroischen Sternbild Perseus am Rande einer großen Molekülwolke, in der Sterne entstehen.

Diese Nahaufnahme entstand mit Teleskop. Sie ist am Himmel zwei Vollmonde breit. Das entspricht in der geschätzten Entfernung von NGC 1333 etwas mehr als 15 Lichtjahren. Das Bild zeigt viele Details in der staubigen Region. Es gibt klare Hinweise auf kontrastreiche rote Emissionen von Herbig-Haro-Objekten. Das sind Strahlströme mit erschüttertem, leuchtendem Gas. Sie strömen von kürzlich entstandenen Sternen aus.

NGC 1333 enthält Hunderte Sterne, die weniger als eine Million Jahre alt sind. Die meisten kann man wegen des allgegenwärtigen Sternenstaubs mit optischen Teleskopen noch nicht sehen. Die chaotische Umgebung ähnelt vielleicht jener, in der unsere Sonne vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren entstanden ist.

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Perseiden aus dem Perseus

Über einer Wiese mit Hügeln am Horizont strahlt ein Sternhimmel. Das Band unserer Milchstraße zieht sich in einem Bogen nach rechts. Von einer Stelle der Milchstraße knapp über dem Horizont strömen viele Lichtspuren aus.

Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński

Woher kommen all diese Meteore? In Bezug auf die Richtung am Himmel lautet die präzise Antwort: aus dem Sternbild Perseus. Deshalb nennt man den Meteorschauer, der heute Nacht seinen Höhepunkt erreicht, auch Perseïden. Die Meteore strömen scheinbar alle aus einem Punkt im Perseus, dem sogenannten Radianten.

Doch was ihren Ursprung betrifft, stammt der sandkorngroße Staub, aus dem die Perseïden entstehen, vom Kometen Swift-Tuttle. Dieser Komet folgt einer genau definierten Umlaufbahn um unsere Sonne. Der Teil dieser Bahn, der der Erde am nächsten kommt, liegt vor dem Sternbild Perseus. Daher liegt der Radiant der herabfallenden Teilchen im Perseus, wenn die Erde diese Umlaufbahn kreuzt.

Dieses Bild ist eine Komposition mit über 100 Meteoren. Sie wurden in sechs Nächten beim Perseïden-Schauer im August 2018 aufgenommen. Am Himmel über den Bieszczady-Bergen in Polen leuchteten viele helle Meteore. Die Perseïden sind üblicherweise einer der besten Meteorschauer des Jahres. Heuer konkurrieren sie mit dem hellen Mond, der an vielen Orten kurz nach Sonnenuntergang aufgeht.

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Der Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus

h und χ Persei ist ein berühmter Doppelsternhaufen. Im Bild sind die beiden Haufen dicht nebeneinander zwischen lose verteilten Sternen. Beschreibung im Text.

Bildcredit und Bildrechte: Ron Brecher

Dieses tolle Sternfeld erstreckt sich über eine Spanne von drei Vollmonden (1,5 Grad). Es liegt im nördlichen Sternbild Perseus. Das Bild zeigt den berühmten Doppelsternhaufen h und χ Persei. Die beiden offenen Sternhaufen tragen auch die Bezeichnungen NGC 869 (rechts) und NGC 884 (links). Beide sind etwa 7000 Lichtjahren von uns entfernt und enthalten Sterne, die viel jünger und heißer als die Sonne sind.

Die Distanz zwischen den Sternhaufen beträgt nur ein paar Hundert Lichtjahre. Beide Sternhaufen sind 13 Millionen Jahre alt. Das kann aus dem Alter der einzelnen Sterne bestimmt werden und weist darauf hin, dass beide Haufen wahrscheinlich in demselben Sternentstehungsgebiet entstanden.

Der Doppelsternhaufen ist immer ein lohnender Anblick im Fernglas oder in einem kleinen Fernrohr. An sehr dunklen Orten ist er sogar mit freiem Auge zu sehen.

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Vera Rubins Galaxie

Die Galaxie im Bild ist gewaltig groß. Sie ist 8 Mal so breit wie die Milchstraße und enthält 10 Mal so viele Sterne. Ihre Rotation ist nur mit Dunkler Materie erklärbar.

Bildcredit: NASA, ESA, B. Holwerda (Universität von Louisville)

Die hell funkelnden Sterne liegen im Vordergrund innerhalb unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße. Die Aufnahme stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Wir blicken hier zum Sternbild Perseus. Weit dahinter befindet sich UGC 2885, eine riesige Spiralgalaxie, die etwa 232 Millionen Lichtjahre entfernt ist.

UGC 2885 hat einen Durchmesser von 800.000 Lichtjahren. Sie enthält sie etwa 1 Billion Sterne. Das sind etwa 10 Mal so viele Sterne wie in der Milchstraße, die einen Durchmesser von ca. 100.000 Lichtjahren hat.

Diese und andere Galaxien wurden genau untersucht. Man wollte verstehen, wie Galaxien so groß werden können. Weiters war sie Teil der bahnbrechenden Studie „An interesting Voyage“ (deutsch: „Eine interessante Reise“). In dieser Studie erforschte die US-amerikanische Astronomin Vera Rubin die Rotation von Spiralgalaxien. Ihre Arbeit war die erste, welche die starke Präsenz dunkler Materie im Universum überzeugend belegen konnte.

Zu Ehren von Vera Rubin wurde eine neue US-Münze geprägt. Am 23. Juni zeigt das Vera C. Rubin-Observatorium Bilder von seinem ersten Blick in den Kosmos.

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NGC 1499: Der Kaliforniennebel

Der leuchtend rote Nebel im Bild erinnert wegen seiner Form an den US-Bundesstaat Kalifornien. In der Mitte liegt ein blauer Nebel mit einem orangegelben Streifen links daneben.

Bildcredit und Bildrechte: Toni Fabiani Mendez

Gibt es die mythische Insel der Königin Calafia eventuell im All? Das vielleicht nicht. Aber zufällig erinnert der Umriss dieser Molekülwolke im Weltraum an die Form des US-Bundesstaats Kalifornien. Unsere Sonne ist nur etwa 1000 Lichtjahre vom Kaliforniennebel entfernt im Orionarm der Milchstraße.

Der klassische Emissionsnebel ist auch als NGC 1499 bekannt. Er ist ungefähr 100 Lichtjahre lang. Im Bild stammt das markanteste Leuchten im Kaliforniennebel von rotem Licht. Es ist charakteristisch für Wasserstoffatome, die mit lang verlorenen Elektronen rekombinieren. Die Elektronen wurden zuvor von energiereichem Sternenlicht abgestreift, dabei wurden die Atome ionisiert.

Sehr wahrscheinlich liefert der heiße, bläuliche Stern Xi Persei das energiereiche Sternenlicht, das einen Großteil des Gases im Nebel ionisiert. Er strahlt rechts neben dem Nebel. Der Kaliforniennebel ist ein häufiges Ziel in der Astrofotografie. Mit einem Weitwinkelteleskop erkennt man ihn bei dunklem Himmel im Sternbild Perseus. Er ist nicht weit von den Plejaden entfernt.

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