Mare Tranquillitatis und Serenitatis

Ein Detail der Mondoberfläche füllt das Bild. In der Mitte ist links ein dunkler, grauer Krater mit wenig Einschlägen, rechts daneben ist eine bläulich gefärbte dunkle Ebene, die mehr Einschläge enthält als der Krater links, aber weniger als die hellere graue Landschaft außen.
Bildcredit und Bildrechte: Nyêrdson Ferreira

Die Meere der Ruhe und der Heiterkeit sind tatsächlich ruhig. Das sind sie allerdings fast immer, denn sie sind Mondmeere, also basaltische Lavaströme, die große Einschlagbecken auf dem Mond gefüllt haben.

Die Aufnahme entstand mit einem Teleskop. Die glatten, dunklen „Meere“ im Bild tragen auch lateinische Namen. Rechts ist das Mare Tranquillitatis, links das Mare Serenitatis. Beide bilden einen starken Kontrast zu den hellen Mondhochländern, die sie umgeben, und die von Kratern übersät sind. Ihre Namen basieren auf den historischen Bezeichnungen für Mondmeere aus einer Zeit vor der Erfindung des Teleskops. Diese weitläufigen Strukturen auf der Vorderseite des Mondes sind mit bloßem Auge gut zu erkennen. Daher stellte man sie sich ähnlich wie die weiten Ozeane der Erde vor.

Am 20. Juli 1969 landete die Mondlandefähre Eagle der Mission Apollo 11 im Mare Tranquillitatis. Die Landestelle liegt rechts unten. Dort errichteten Astronauten die Tranquility-Basis. Sie ist erste menschliche Präsenz auf dem Mond.

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Westlicher Mond, östliches Meer

Der Mond ragt von links unten ins Bild. Unten am linken Bildrand ist ein kleiner heller Krater, der von Strahlen umgeben ist. Dunkle Strukturen zeichnen sich oben am Mondrand ab. Dort liegt das Mare Orientale, das man von der Erde aus nur selten sieht.
Bildcredit und Bildrechte: Guy Bardon

Das Mare Orientale, das östliche Meer, ist eine der auffälligsten großen Strukturen auf dem Mond. Es ist das jüngste der großen Einschlagbecken. Allerdings sieht man es von der Erde aus nur sehr schwer. Doch am 7. Juli gelang eine Aufnahme mit dem Teleskop während einer günstigen Neigung oder Libration des Mondes. Das östliche Meer liegt in diesem Bild am oberen Rand. Das große Mare läuft den westlichen Mondrand entlang und erscheint extrem verkürzt.

Das Becken mit fast 1000 Kilometern Durchmesser entstand vor mehr als 3 Milliarden Jahren, als ein Asteroid einschlug. Seine konzentrischen Kreisstrukturen bilden Wellen in der Mondkruste. Nur auf direkten Aufnahmen aus dem Orbit um den Mond erkennt man sie etwas leichter.

Doch warum liegt das östliche Meer am westlichen Mondrand? Das Mare Orientale wurde vor 1961 benannt. In diesem Jahr wurde der Standard der Beschriftung von Ost und West auf Mondkarten umgedreht.

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Iapetus: Saturns bemalter Mond

Der Saturnmond Iapetus füllt das Bild. Rechts (Osten) ist er dunkel gefärbt. Es wirkt, als wäre er bespritzt worden. Unten ist ein riesiger Krater mit Zentralberg, der von einem älteren Krater überlagert wird. Oben ist der Mond am hellsten.
Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini-Bildgebungsteam

Was ist mit dem Saturnmond Iapetus geschehen? Weite Regionen dieser fremdartigen Welt sind dunkel wie Kohle, andere schimmern hell wie Schnee. Um diesen ungewöhnlich getönten Mond besser zu verstehen, schickte die NASA im Jahr 2007 die robotische Sonde Cassini bei Saturn dorthin. Sie näherte sich dem Mond bis auf 2000 km.

Das Bild zeigt die Seite von Iapetus, die beim Umlauf stets hinten liegt, aus einer Entfernung von ca. 75.000 km. Der große Einschlagskrater im Süden ist 500 km groß. Ein älterer Krater, der ähnlich groß ist, überlagert ihn.

Das dunkle Material bedeckt nach Osten hin mehr und mehr von Iapetus. Es verdunkelt dort Krater und Hochländer gleichermaßen. Eine führende Hypothese lautet, dass das dunkle Material auf dem Boden viel Kohlenstoff enthält. Es blieb vermutlich übrig, als relativ warmes, mit dem Material vermengtes Eis sublimierte. Eine erste Schickt des dunklen Materials stammt vielleicht von Trümmern, die durch Einschläge von Meteoriten auf anderen Monden ausgeschleudert wurden und sich auf Iapetus ablagerten.

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Vorbeiflug am Neptunmond Triton

Videocredit: NASA; JPL, Voyager 2, Digital-Komposition: Paul Schenk (LPI, USRA)

Was würde man wohl sehen, wenn man an Triton vorbeifliegen könnte? Nur eine einzige Raumsonde hat das bislang geschafft. Dieses Video zeigt die Bilder der dramatischen Begegnung. Triton ist der größte Mond des Planeten Neptun und etwas kleiner als der Erdmond. Im Jahr 1989 raste die Sonde Voyager 2 mit geöffneten Kameras durch das Neptunsystem. Seine Oberfläche ist reich an gefrorenem Stickstoff, und es gibt Kryovulkanismus.

Der erste Abschnitt im Video zeigt, wie sich Voyager 2 Triton nähert. Der Mond erscheint – abgesehen von einem allgemein falschen Grünton – fast in Echtfarben. Unter der Sonde ist das mysteriöse „Honigmelonen-Gelände“ zu sehen. Es wechselte von hell nach dunkel, als unten der Terminator vorbeizog. Der Terminator ist die Grenze zwischen Licht und Schatten.

Nach der größten Annäherung schwenkte Voyager 2 noch einmal zurück und erfasste den Mond, der sich entfernte. Er war als Sichel zu sehen, die immer kleiner wurde. Im Jahr 2015 flog die robotische Raumsonde New Horizons an Pluto vorbei. Das öffentliche Interesse an der Begegnung war groß. Der Zwergplanet Pluto ist ähnlich groß wie Triton.

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Keogramm: Der Himmel im Jahr 2025

Im Jahr 2025 wurde alle 15 Minuten in den Niederlanden ein Bild des Himmels fotografiert. Dieses Bild kombiniert all diese Aufnahmen. Wir sehen Nacht, Tag, Sonnenwenden, Tagundnachtgleichen, Mondschein, die blaue Stunde und vieles mehr. Das Bild ist waagrecht gestreift, die Nächte zeichnen sich links neben der Mitte als sanduhrförmiges Gebilde ab, das von Blau umgeben ist.

Bildcredit und Lizenz: Cees Bassa (Niederländisches Institut für Radioastronomie)

Was wäre, wenn man den ganzen Himmel – auf einen Blick – ein ganzes Jahr lang sehen könnte? Ungefähr das sieht man hier. 2025 fotografierte eine Allsky-Kamera in den Niederlanden alle 15 Sekunden den ganzen Himmel. Die Zeilen in der Mitte all dieser Bilder wurden ausgerichtet und zu einem Keogramm kombiniert. Oben ist Januar und Dezember ist unten. Die Mitte der Nacht läuft senkrecht links neben der Bildmitte.

Was sehen wir? Das Offensichtlichste ist, dass der Tageshimmel meist blau ist. Die Nachtstunden erscheinen überwiegend schwarz. Zwölf helle Bänder kreuzen den Nachthimmel. Sie stammen vom Schein des Mondes. Zur Sommersonnenwende ist die schwarze Sanduhrform am schmalsten – wie z. B. heute, wenn die Tage am längsten sind. Der breiteste Teil tritt zur Wintersonnenwende auf.

Auch Tagundnachtgleichen sind im Keogramm erkennbar. Beispielsweise liegt das Äquinoktium im Frühling von letztem Jahr auf der Nordhalbkugel bei ungefähr drei Vierteln der Höhe.

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Tagesmond trifft den Abendstern

Hinter dramatischen Wolken leuchtet der von Kratern übersäte Sichelmond am blauen Himmel. Oben gleißt ein heller Lichtpunkt. Es ist die Venus, die bald vom Mond verdeckt wird.
Bildcredit und Bildrechte: Debra Ceravolo

Die Venus betritt gerade die himmlische Bühne der Erde als strahlender Abendstern. Mit dem Mond, anderen Planeten und hellen Sternen gleißt sie abends im Westen am Himmel. Als die Sonne am 17. Juni unterging, begleitete das himmlische Leuchtfeuer den jungen, schmalen Sichelmond. An einigen Orten sah man, wie der Mond die Venus verdeckte und vor ihr vorbeizog.

In einer Sternwarte in einem Garten südlich von British Columbia in Kanada fand die Bedeckung durch den Mond bei Tage statt. Diese Aufnahme mit Teleskop zeigt das Ereignis am dramatisch bewölkten Himmel. Die Venus verschwand für eine Stunde. Dann tauchte sie am dunklen Rand des Mondes wieder auf.

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Sternennacht II

Über dem dunklen, schrägen Horizont steigt der Abendhimmel auf. Links steht ein hoher Baum. Der Himmel ist teilweise bewölkt. Rechts oben hängt der junge Sichelmond. Rechts neben dem Baum strahlt ein heller Planet. Vorne steht rechts neben dem Baum eine Staffelei mit dem berühmten Gemälde

Bildcredit und Bildrechte: Rodrigo Guerra, Original-Gemälde: Vincent van Gogh

Kommt euch diese Szene bekannt vor? Es ist eine moderne Nachbildung des berühmten Gemäldes La nuit étoilée von Vincent van Gogh. Sowohl das Bild als auch das Gemälde zeigen einen hohen Baum auf der linken Seite, einen Sichelmond oben rechts, den Planeten Venus direkt rechts neben dem Baum, einen im Vordergrund von links nach rechts ansteigenden Horizont und Wolken über dem Horizont.

Zu den Unterschieden gehört, dass das Foto Mitte April dieses Jahres in Cascavel, Brasilien, aufgenommen wurde, während das Gemälde 1889 in Saint-Rémy-de-Provence in Frankreich entstand. Viele sehen die originale Sternennacht als eines der drei berühmtesten Gemälde der heutigen Zeit. Es ist ein Statement über die Wunder des Nachthimmels. Heute jährt sich (ungefähr) der Morgen, an dem van Gogh den Himmel sah, den er später in seiner Version der Sternennacht malte.

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Saturn und Monde, Ringe, Schatten und Wolken (Cassini)

Wir sehen Saturn aus nächster Nähe. Die Ringebene läuft von rechts unten diagonal nach oben. Zwei Monde zeichnen sich vor dem Planeten ab. Die dunkeln Streifen oben sind die Schatten der Ringe auf Saturns Wolkenoberflächen.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaften

Eine Reise um den Saturn bietet malerische Ausblicke auf Monde, Ringe und Schatten. So ein eindrucksvoller Anblick bot sich im Jahr 2005. Die Raumsonde Cassini, die um Saturn kreiste, fing ihn ein. Das Bild zeigt die Monde Mimas (links) und Tethys (rechts) zu beiden Seiten der dünnen Saturnringe, die man fast von der Seite sieht. Nach oben hin die fallen die dunklen Schatten der breiten Ringe auf Saturn. Sie offenbaren ihre beeindruckende Komplexität.

Das Bild entstand in violettem Licht und bringt die Textur im Hintergrund zur Geltung: Es sind Saturns Wolken. Cassini umkreiste Saturn von 2004 bis Mitte 2017. Dann wurde das robotische Raumschiff angewiesen, in den Saturn zu tauchen. So wollte man eine Kontamination der Monde verhindern.

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