Die Erde rotiert unter den Very Large Telescopes

Credit: S. Guisard und J. F. Salgado, ESO, Bulletpeople.com; Musik: Arcadia (Lizenz: Kevin Macleod)

Beschreibung: Warum bewegt sich auf diesem Video die Erde? Die meisten Zeitraffervideos des Nachthimmels zeigen, wie sich die Sterne und der Himmel über einer fest stehenden Erde bewegen. Doch hier wurden die Bildfelder digital gedreht, sodass die Sterne (fast) ruhig bleiben und die Erde sich unter ihnen dreht.

Das Video zeigt eindrucksvoll die Rotation der Erde, als ob die Kamera frei im Raum schweben würde. Sie wird als tägliche Bewegung bezeichnet. Die Teleskope im Video sind die Very Large Telescopes VLT in Chile. Es sind vier der größten optischen Teleskope, die weltweit betrieben werden.

Wenn ihr das oben gezeigte Zeitraffervideo genau betrachtet, erkennt ihr auch die Verwendung von Laser-Leitsternen, das Zodiakallicht, die Große und die Kleine Magellansche Wolke und schnell wandernde Erdbeobachtungssatelliten, die Sonnenlicht reflektieren. Das Originalvideo, aus dem diese Abschnitte stammen, seht ihr hier.

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Der Kilometersand des Lichts

Auf dem Armaturenbrett eines Fahrzeugs ist der Meilenstand 186.282 zu lesen, dieser wurde in einem Einschub vergrößert. Durch die Windschutzscheibe sieht man die Milchstraße.

Komposit: Bildcredit und -rechte: Dennis L. Mammana (TWAN)

Beschreibung: Wenn ihr in einer sternklaren Nacht auf einer dunklen Straße fahrt, solltet ihr ab und zu den Kilometerstand prüfen. Anfang des Monats tat das der reisende Astronom Dennis Mammana und wurde mit dem bemerkenswerten Stand von 186.282 Meilen überrascht. So viele Meilen legt Licht in einer Sekunde zurück. Wenn ihr Kilometer bevorzugt, wäre die Zahl, die ihr seht, 299.792.

Mammana überlegte, dass er für Fahrten mit seinem altmodischen Sportfahrzeug aus dem Jahr 1998 zu zahllosen Sternwarten, Beobachtungstreffen und nächtlichen Fototerminen mehr als 13 Jahre brauchte, um diese Entfernung zurückzulegen. Sein nächster interessanter Kilometerstand wäre wohl die Entfernung zum Mond.

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Messier-Marathon

Unter einem sternklaren Himmel mit Milchstraße sind Silhouetten von Sternfreunden und rote Lämpchen zu sehen, aus der Menge zielt ein grüner Lichtstrahl schräg nach oben.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Die aktive Szenerie zeigt rote Nachtsichtlichter, grüne Laserzeiger, Silhouetten von Stativen und Teleskopen sowie furchtlose Himmelsbeobachter*, die am 10. Messier-Marathon im Iran teilnahmen. Der Marathon findet jedes Jahr statt.

Der französische Astronom Charles Messier erstellte im 18. Jahrhundert einen Katalog mit 110 Objekten. Bei einem Messier-Marathon muss man alle 110 Objekte in einer einzigen Beobachtungsnacht von Abend- bis Morgendämmerung sehen. Das klingt gewaltig, doch es gibt immer wieder günstige Wochenendtermine für einen Marathon auf der Nordhalbkugel, die etwa zur Frühlings-Tag- und Nachtgleiche auf fast mondlose Nächte fallen, um das zu schaffen.

Diese Gruppe aus etwa 150 Astronomiebegeisterten unternahm im April 2011 in so einer Nacht einen Marathon in der Wüstenregion von Seh Qaleh im Osten des Iran. Die Milchstraße bildete die Kulisse im Hintergrund, rechts seht ihr den Skorpion.

Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt, seht ihr eine Karte des tollen Nachthimmels über dem sehr dunklen Beobachtungsort. Der grüne Laserstrahl zeigte Objekte des Messierkatalogs (zum Beispiel M8) beim galaktischen Zentrum. Babak Tafreshi, Astronom und früherer Organisator des Messier-Marathons, erstellte den Film Sky Gazers, ein Zeitrafferfilm vom Ereignis dieses Jahres.

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Drei Bögen über Utah

Unter einem schwach beleuchteten Steinbogen steigt die Milchstraße auf, dahinter zeichnen sich am Horizont die Silhouette von Felsen vor einem hellen Licht ab.

Credit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

Wie viele Bögen seht ihr auf diesem Bild? Wenn ihr die Brücken des Doppelbogens im Arches-Nationalpark im US-Bundesstaat Utah zählt, dann sind es zwei. Doch dieses Bild wurde in einer klaren, dunklen Nacht aufgenommen. Daher zeigt es einen fotogenen dritten Bogen, der weit entfernt ist. Es ist die Milchstraße, die darüber verläuft. Wir befinden uns mitten in der Spiralgalaxie der Milchstraße. Daher läuft die Zentralscheibe als Band um uns herum.

Wasser erodierte die doppelten Sandsteinbögen. Der größere Bogen ragt mehr als 30 Meter über das umgebende Salzbett hoch. Er hat eine Spannweite von fast 50 Metern. Unten sind dunkle Silhouetten. Es sind 300 Millionen Jahre alte Sandstein-Monolithe. Sie blieben in einem verdunsteten Salzsee mit lehmgefüllten Erdspalten übrig. In der Ferne leuchtet die trübe Flut der Lichtverschmutzung von Moab in Utah.

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Eine Reise über den Nachthimmel

Das Bild zeigt den ganzen Himmel, In der Mitte verläuft waagrecht die Milchstraße mit ihren vielen Dunkelwolken.

Bildcredit und Bildrechte: Nick Risinger (Photopic Sky Survey)

Beschreibung: Majestätische Nebel und Sterne der Milchstraße breiten sich über dieses Panoramabild des ganzen Nachthimmels aus. Das 5-Gigapixel-Mosaik wurde aus mehr als 37.000 Bildern zusammengeheftet. Es ist das Ergebnis eines jahrelangen Einsatzes mit fast 100.000 Reisekilometern. Die Reise auf der Suche nach einem dunklen Himmel im amerikanischen Westen und dem Westkap von Südafrika folgte den Jahreszeiten.

Das gut geplante Projekt kombinierte viele Aufnahmen, die an dunklen Orten entstanden sind. Es sollte eine Ansicht der Nacht zu entstehen, die mit der Helligkeit des Tages vergleichbar ist. Eine interaktive Reise durch die Szenerie zeigt eine Anhäufung zahlloser Sterne und riesiger Wolken aus Gas und Staub, die über die galaktische Ebene und die zentrale Wölbung der Milchstraße verstreut sind, und die zu blass für das bloße Auge sind. Die kosmische Ansicht zeigt auch Galaxien aus Sternen außerhalb unserer Milchstraße.

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Zeitraffer: Wolken und Himmel über den Kanarischen Inseln

Credit und Bildrechte: Daniel López, IAC; Musik: Matti Paalanen, Angel’s Tear (Aeon 2)

Beschreibung: Was seht ihr, wenn ihr euch zurücklehnt und den ganzen Tag Wolken und Himmel beobachtet? Eine Antwort wurde auf der Insel Teneriffa im Lauf eines Jahres gefilmt. Der Film zeigt atemberaubende und zugleich aufschlussreiche Abschnitte.

Das Zeitraffervideo zeigt Wolken, die wie Wasser fließen, eine untergehende Sonne mit Grünen Blitzen, die Milchstraße, die hinter hohen Pflanzen untergeht, eineinen bunten Nebelbogen, Lenticulariswolken in der Nähe von Berggipfeln und eine farbenprächtige Mondkorona.

Dieses Video wurde auf der Kanarischen Insel Teneriffa im spanischen Nationalpark El Teide vor der Nordwestküste von Afrika aufgenommen. Einige Szenen im Video zeigen auch eine ungewöhnliche Pflanzenart – erkennt ihr sie?

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Naturschauspiel und Rätsel über dem Very Large Telescope

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Was ist der helle, orangefarbene Punkt rechts über dem großen Teleskop? Sogar erfahrene Himmelsbeobachter könnten über die Natur der orangen Scheibe grübeln, die zu sehen ist, wenn Sie dieses Panoramabild weiterschieben, das letzten Dezember fotografiert wurde.

Vielleicht hilft es, wenn bekannte Objekte benannt werden. Links verläuft ein diagonales Lichtband, das als Zodiakallicht bekannt ist: Es ist Sonnenlicht, das von Staub reflektiert wird, der im inneren Sonnensystem kreist. Der helle, weiße Punkt links über dem Horizont ist die Venus, die ebenfalls im reflektierten Sonnenlicht leuchtet.

Rechts neben der Venus steigt das Band der Milchstraße diagonal vom Boden auf. Im Bild wölbt sich das Band, das normalerweise hoch am Himmel steht, über dem chilenischen Hochland. Links unter dem Bogen der Milchstraße leuchten die Große und die Kleine Magellansche Wolke, während rechts das Sternbild Orion steht. Es ist vom roten Ring der Barnards Schleife umgeben. Am Boden behalten die vier Very Large Telescopes das ferne Universum im Auge.

Der orangefarbene Punkt ist der Mond. Das Bild wurde während einer totalen Mondfinsternis fotografiert, als sich der sonst gleißend helle Vollmond im Erdschatten und durch die dazwischenliegende Erdatmosphäre in eine matte, orangefarbene Scheibe verwandelte.

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Die Milchstraße über Teneriffa

Die Milchstraße wölbt sich in diesem Nachthimmelsbild über einer mondbeschienen Landschaft.

Credit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Habt ihr schon einmal das Band unserer Milchstraße gesehen? So wie im Bild habt ihr es wohl noch nie so gesehen – das wäre auch unmöglich. Bei klarem Himmel sieht man an einem dunklen Ort zur richtigen Zeit ein zartes Lichtband am Himmel. Dieses Band ist die Scheibe unserer spiralförmigen Galaxis. Da wir uns in dieser Scheibe befinden, umkreist das Band die ganze Erde.

Dieses tolle Bild des Milchstraßenbogens zeigt mehr, als das bloße Auge sieht. Das Bild ist eine detaillierte Kombination aus neun Fotos. Es ist ein vollständiges 360-Grad-Panorama und wurde kürzlich im Teide-Nationalpark auf der Kanarischen Insel Teneriffa (Spanien) aufgenommen. In der Bildmitte ragt der Vulkan Teide auf, hinter einer vulkanischen Landschaft mit vielen großen Felsen.

Hinter diesen irdischen Gebilden seht ihr viele Himmelswunder, die mit bloßem Auge sichtbar sind: Das Band der Milchstraße, der helle, zunehmende Mond im Bogen und der offene Sternhaufen der Plejaden (findet ihr ihn?). Die detailreiche Aufnahme zeigt auch Himmelswunder, die normalerweise für Menschen nicht sichtbar sind; viele davon sind auf der kommentierten Bildversion beschriftet, zum Beispiel die Barnardschleife, sie ist der rote Halbring oben unter dem Band der Milchstraße.

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