Nacht über dem Half Dome

Über einem Panorama des Yosemite-Nationalparks wölbt sich die Milchstraße. Links ziehen Sturmwolken ab. In der Bildmitte blitzt ein Meteor der Eta-Aquariiden.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Dieses Mosaik aus acht Bildern wurde letzten Mai in einer einzigen Nacht fotografiert. Es beginnt links am Northside Drive, der durch den Yosemite-Nationalpark führt. Und es endet Tausende Lichtjahre entfernt, weit hinter dem felsigen Horizont des Parks. Dort wölbt sich der Bogen der Milchstraße nach rechts zum Zentrum der Galaxis.

Die Nacht war noch mondlos. Sturmwolken zogen sich zurück, und die felsigen Vorderseiten der Berge waren von Lagerfeuern und künstlichem Licht beleuchtet. Links sind die Yosemite-Wasserfälle. Die Granitvorderseite des Half Dome ragt mitten im Bild über dem fernen Horizont auf. Der markante Blitz darüber ist ein heller Meteor. Der farbige Streifen gehört zum jährlichen Meteorstrom der Eta-Aquariiden. Seine Spur zeigt nach oben zum Radianten des Stroms im Sternbild Wassermann.

Die Eta-Aquariiden erreichen dieses Jahr am 6. Mai ihren Höhepunkt in den mondlosen frühen Morgenstunden. Dann pflügt die Erde durch den Staub aus dem Schweif des Kometen Halley.

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Lyriden am Südhimmel

Über der chilenischen Pazifikküste strömen Meteore der Lyriden vom Radianten im Sternbild Leier aus.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las-Campanas-Observatorium, Carnegie-Institut)

Auf der Erde findet jedes Jahr der Meteorstrom der Lyriden statt. Er erreichte am 22. April vor der Dämmerung seinen Höhepunkt. Dabei pflügte unser Planet durch Staub aus dem Schweif des langperiodischen Kometen Thatcher. Sogar in der trockenen, dunklen Atacamawüste an der Pazifikküste von Chile hellte das Licht des abnehmenden Halbmondes den Nachthimmel auf und ließ die Meteorspuren verblassen.

Doch die helleren Lyriden-Meteore boten eine eindrucksvolle Schau. Auf dieser kombinierten Ansicht von Erde und Himmel strömten sie in den frühen Morgenstunden vom Radianten aus. Der Radiant des Schauers liegt nahe bei Wega, des Alpha-Sterns in der Leier. Der Radiant entsteht durch die Perspektive, da die parallelen Meteorspuren scheinbar in der Ferne zusammenlaufen. Die reichhaltigen Sternenfelder und Staubwolken unserer Galaxis bedecken den Hintergrund.

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Wolken und Kreuze über Haleakala

Am hawaiianischen Himmel wölbt sich die Milchstraße. Links ist das Kreuz des Nordens - der Schwan, rechts das Kreuz des Südens, und oben leuchten der Rote Planet und der rote Riese Antares.

Bildcredit und Bildrechte: Wally Pacholka (TWAN)

Aloha und Willkommen unter einer atemberaubenden Himmelslandschaft. Das traumhafte Panoramabild vom 27. März zeigt die Aussicht vom 3055 Meter hohen Gipfel des Haleakala auf Maui (Hawaii). Eine Wolkenschicht zieht über den Rand des Vulkankraters. Oben wölbt sich die Milchstraße in der sternklaren Nacht.

Der Kopf der Sterngruppe Kreuz des Nordens ist der Superriesenstern Deneb. Er ist links und näher bei uns als die Staubbahnen und Nebel der Milchstraße. Von dort aus folgt dem Bogen der Milchstraße bis zu den Sternen des kompakteren Kreuz des Südens. Es ist rechts am Horizont. Der gelbliche Mars steht rechts oben. Er konkurriert mit dem Roten Riesen Antares, der unterhalb näher an der Zentralwölbung der Milchstraße strahlt.

Braucht ihr Hilfe, um die Objekte zu erkennen? Schiebt einfach den Mauspfeil über das Bild, oder ladet dieses beschriftete Panorama.

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Milchstraße in der Dämmerung

Die Fischaugen-Ansicht zeigt den ganzen dunkelblauen Himmel am Paranal in der Atacama in Chile. In der Mitte verläuft diagonal die Milchstraße. Am Rand stehen die vier 8-Meter-Teleskope des VLT. Oben gleißen Mond und Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN), ESO Ultra HD Expedition

Als am 27. März die Dämmerung anbrach, stand das Zentrum der Galaxis fast genau über dem Paranal-Observatorium der Europäischen Südsternwarte ESO. Die astronomische Ansicht wurde mit Fischauge fotografiert. Sie zeigt den trockenen, klaren Himmel der chilenischen Atacamawüste.

Die staubige zentrale Wölbung wird von den vier 8-Meter-VLT-Einheiten am Paranal flankiert. Oben am östlichen Horizont strahlt die Venus. Der gleißende Morgenstern leuchtet neben dem abnehmenden Sichelmond. Daneben steht ein Teleskopgebäude. Obwohl das Paar im Osten so hell ist, tritt die Milchstraße markant hervor.

Das Zentrum unserer Galaxis ist von Staubbändern geteilt. Wolken aus Sternen und schimmernde Nebeln breiten sich darin aus. Die Milchstraße verläuft über den dunklen Zenit. Das Mondlicht hellt den tiefblauen Himmel auf und beleuchtet die Gebäude.

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Gekrümmter Himmel: Strichspuren über dem Arches-Nationalpark

Hinter geschichteten Sandsteingebilden ziehen Strichspuren von Sternen in gekrümmten Bögen über den Himmel. In der Bildmitte wölbt sich die Milchstraße. Das Bild ist ein 360-Grad-Panorama, das waagrecht komprimiert wurde.

Bildcredit und Bildrechte: Vincent Brady

Was ist mit dem Himmel passiert? Es gab eine Art Zeitkrümmung und eine digitale Raumkrümmung. Die Zeitkrümmung entsteht, weil das Bild mit einer einzigen Aufnahme fotografiert wurde. Es ist eine zweieinhalbstündige Belichtung des Nachthimmels. Ein Ergebnis sind die markanten Strichspuren.

Die Raumkrümmung entsteht, weil das Bild eigentlich ein vollständiges 360-Grad-Panorama ist. Es wurde waagrecht verkürzt. Während die Erde rotiert, umkreisen die Sterne den Himmelsnordpol links und zugleich den Himmelssüdpol rechts. Er liegt unter dem Horizont.

Das Panorama wurde vor zwei Wochen in den frühen Morgenstunden fotografiert. Es entstand im Arches-Nationalpark im US-Bundesstaat Utah. Die augenfällige Struktur von urzeitlichem geschichtetem Sandstein ist im Bild vorne. Rechts steht der zwanzig Meter hohe Delicate Arch. Der ferne Bogen unserer Milchstraße wölbt sich in der Bildmitte.

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Dunkle Materie im Zentrum der Galaxis?

Das linke der beiden Bilder ist ein Rohbild vom galaktischen Zentrum. Rechts wurden Gammaquellen abgezogen. Dabei blieb ein Überschuss. In den Bildmitten sind bunte Kerne, die von lila und blauen Nebeln umgeben sind.

Bildcredit: T. Daylan et al., Weltraumteleskop Fermi, NASA

Wie entstehen Gammastrahlen im Zentrum der Milchstraße? Die Spannung steigt. Eine Erklärung könnte lauten: durch schwer fassbare Dunkle Materie. In den letzten Jahren kartierte das Gammastrahlen-Weltraumteleskop Fermi das Zentrum der Galaxis in Gammastrahlen. Wiederholte detailreiche Analysen zeigen: Der Bereich um das galaktische Zentrum wirkt zu hell, als dass man es mit bekannten Gammastrahlen-Quellen erklären könnte.

Das Rohbild links oben zeigt die galaktische Zentralregion in Gammastrahlen. Im rechten Bild wurden alle bekannten Quellen abgezogen. Dabei blieb ein unerwarteter Überschuss. Ein faszinierendes hypothetisches Modell könnte das Ausmaß erklären. Es enthält eine Art Dunkler Materie, die als WIMPs bekannt sind. Es sind Teilchen, die mit sich selbst kollidieren und dabei die Gammastrahlen erzeugen könnten, die beobachtet wurden.

Diese Hypothese ist allerdings umstritten. Es gibt Diskussionen und detailreichere Untersuchungen. Die Natur Dunkler Materie zu erkennen ist eine der großen Aufgaben moderner Wissenschaft. Denn diese ungewöhnliche Art kosmologisch allgegenwärtiger Materie macht sich nur durch Gravitation bemerkbar.

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Blick aus der Zone

Über dem Horizont strahlt die Venus unter der Milchstraße am sternklaren Himmel. Vorne spült das Meer Wellen an den Sandstrand.

Bildcredit und Bildrechte: Jack Fusco

Die gleißende Venus und die zentrale Milchstraße gingen in den frühen Morgenstunden des 1. März über dieser Meeres- und Himmelslandschaft auf. Die Szenerie blickt über einen Strand bei Sea Isle City im US-amerikanischen New Jersey. Die Erde kreist in der habitablen Zone des Sonnensystems. Es ist Goldlöckchens Zone: nicht zu nahe an der Sonne, aber auch nicht zu weit von ihr entfernt. So macht die Temperatur flüssiges Wasser an der Oberfläche möglich.

Die Venus ist ähnlich groß wie die Erde. Sie liegt knapp im Innenrand der habitablen Zone. Das Licht unseres unwirtlichen Schwesterplaneten spiegelt sich im Wasser. Die Venus leuchtet über einem ruhigen, kalten Ozean und einer niedrigen Wolkenbank.

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Polarlicht über Neuseeland

Die Himmelslandschaft über dem neuseeländischen Lake Tekapo hat viel zu biegen: Die Milchstraße, Wolken und Strahlenbüschel, die vom Mond ausgehen, ein Polarlicht und die Große Magellansche Wolke. Links vorne ist der See, rechts stehen Kuppeln des Mount-John-Observatoriums.

Bildcredit und Bildrechte: David Weir (Earth and Sky Ltd.)

Manchmal sieht man immer mehr, je länger man ein Bild ansieht, vielleicht auch auf diesem Nachtpanorama. Es wurde letzte Woche in Neuseeland fotografiert. Links sind gewöhnliche Wolken. Durch die digitale Kombination von 11 jeweils 20 Sekunden belichteten Einzelbildern sind sie leicht verschoben.

Rechts im Bild glimmt ein auffälliges breites rosarotes Polarlicht. Der wenig alltägliche Farbton entsteht wahrscheinlich durch angeregte Sauerstoffatome in der oberen Erdatmosphäre. Wenn ihr genauer hinschaut, seht ihr vielleicht links ein helles Licht hinter dem Berg. Hier geht der Mond auf. Wenn ihr noch genauer hinseht, erkennt ihr zarte Wolkenstrahlen, die vom Mond ausgehen.

In der Bildmitte bemerkt ihr vielleicht das zentrale Band der Milchstraße. Sie trennt scheinbar fast senkrecht die Wolken links vom Polarlicht rechts. Nimmt man den oberen rechten Teil des Bildes unter die Lupe, zeigt sich ein verschwommener Fleck hoch am Himmel. Das ist die Große Magellansche Wolke. Zahllose Sterne bevölkern den fernen Hintergrund.

Im Vordergrund auf der Erde stehen zwei Kuppeln des Mount-John-Observatoriums und eine Kamera auf einem Stativ. Sie fotografierte den Großteil dieser Szenerie über dem ruhigen Lake Tekapo.

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