Staubig mit Aussicht auf Staub

Die rötlich-braune Landschaft im Bild ist verschwommen und wirkt nebelig, weil die Atmosphäre voller Staub ist.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Auf dem Mars ist es stürmisch. „Staubig mit Aussicht auf Staub“ lautet der Wetterbericht für den Krater Gale. Der Staubsturm wütet derzeit auf dem ganzen Planeten. Am 10. Juni fotografierte die Mastcam des Rovers Curiosity dieses Bild seiner Umgebung. Der Blick reichte zum ostnordöstlichen Rand des Kraters Gale, der etwa 30 km entfernt ist.

Der Rover Opportunity ist mehr als 2000 Kilometer entfernt und stellte inzwischen seine wissenschaftlichen Aktivitäten ein. Der Sturm wurde dort dichter. Der Standort des Rovers liegt am westlichen Rand des Kraters Endeavour. Er beendete seine Kommunikation und wartet das Ende des Sturms ab.

Curiosity bezieht seine Energie aus einem thermoelektrischen Generator, der mit Radioisotopen arbeitet. Doch der kleinere Rover Opportunity ladet seine Batterien mit Solarpaneelen auf. Der Mangel an Sonnenlicht wird immer ernster. Er führt dazu, dass seine Batterien leer werden.

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Landschaft mit Mars und Milchstraße

Hinter fernen Hügeln leuchtet Mars, der Rote Planet. Die Milchstraße wölbt einen Bogen vom Horizont nach rechts.
Bildcredit und Bildrechte: Jose Luis Hernandez Verdejo

Der Planet Mars leuchtet gerade hell am Himmel der Erde. Er hat einen gelblichen Farbton. Hier geht er hinter den fernen Hügeln einer ruhigen Landschaft mit Nachthimmel auf. Dieses Panorama wurde letzten Monat in Spanien im Nationalpark Cabañeros fotografiert.

Auch die Milchstraße steigt hinter den Hügeln zum sternklaren Himmel auf. Ihre blassen, rosaroten Nebel, die kosmischen Gräben und Staubflüsse mischen sich mit dem blassen, diffusen Leuchten des Sternenlichtes. Der helle Stern Antares imitiert den gelblichen Farbton des Mars. Er leuchtet rechts neben den Sternwolken der zentralen Milchstraße. CubeSats von der Erde sind auf dem Weg zum Roten Planeten.

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Marsannäherung

Diese 11 Bilder des Planeten Mars wurden von Jänner bis April fotografiert. Sie zweigen, wie der Planet immer größer wird, während er sich der Erde nähert. Auf der Oberfläche sind dunkle Flecken, unten hat der Mars eine markante Polkappe.
Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Die Entfernung zwischen Erde und Mars ändert sich drastisch, während die Planeten um die Sonne kreisen. Daher ändert sich auch das Aussehen des Mars dramatisch. Mars leuchtet derzeit hell und wird immer heller. Bis Ende Juli geht er auf seiner Bahn der Opposition 2018 entgegen und damit seiner größten Annäherung an die Erde.

Oben ist eine Abfolge scharfer Teleskopbilder. Sie zeigt, wie der Rote Planet in den Monaten Jänner (links oben) bis April immer größer wird. Gleichzeitig schrumpfte seine Entfernung zur Erde. Im Jänner beträgt sie 284 Millionen Kilometern, im April nur noch 129 Millionen Kilometer. Seine scheinbare Größe hat sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt.

Wenn der Mars seine größte Annäherung erreicht, ist er nur etwa 58 Millionen Kilometer entfernt. Dann ist er scheinbar mehr als doppelt so groß wie die Scheibe rechts unten. Seine scheinbare Helligkeit am Nachthimmel der Erde konkurriert dann mit dem Glanz von Jupiter. Glaubt aber keinesfalls, was in einem unverwüstlichen Internetschwindel behauptet wird.

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Der Krater Stickney

Der Krater Stickney auf dem Marsmond Phobos füllt das Bild. Vorne in der Mitte ist das Material am Kraterwall hell. Rillen laufen vorne außen am Mond entlang. Am rechten Rand des Kraters laufen Streifen nach innen, als wäre Material die Kraterwand hinabgerutscht.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Stickney ist der größte Krater auf dem Marsmond Phobos. Er wurde nach der Mathematikerin Chloe Angeline Stickney benannt. Stickney war mit dem Astronomen Asaph Hall verheiratet, der die beiden Monde des Roten Planeten 1877 entdeckte. Der Krater ist mehr als 9 km breit, also fast halb so groß wie Phobos selbst. Vermutlich hätte der Einschlag, der den Krater schlug, den winzigen Mond beinahe zerstört.

Das farbverstärkte Bild zeigt Stickney und seine Umgebung. Es stammt von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter, der im März 2008 weniger als etwa 6000 Kilometer entfernt an Phobos vorbeiflog.

Phobos erinnert stark an einen Asteroiden. Die Gravitation an seiner Oberfläche beträgt weniger als ein Tausendstel der Erdbeschleunigung. Die Streifen sehen aus, als wäre mit der Zeit loses Material an den Kraterwänden hinabgerutscht. Die hellblauen Bereiche am Kraterrand sind vielleicht ein Hinweis auf eine relativ frisch freigelegte Oberfläche. Wie die merkwürdigen Rillen auf der Oberfläche entstanden sind, ist ein Rätsel. Es wäre möglich, dass es einen Zusammenhang mit dem Einschlag gibt.

5. Mai: Start der Landesonde Mars InSight

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Wanderer

Videocredit: Bildmaterial: Erik Wernquist; Musik: Christian Sandquist; Worte und Stimme: Carl Sagan

Wie weit dringen Menschys vor? Dieses Video kombiniert echte Bilder aus dem All mit fiktiven Visualisierungen. Vielleicht stimmen die darin gezeigten Vermutungen. Dann lautet die Antwort: zumindest bis an den Rand des Planetensystems.

Das Video zeigt fantastische Szenen. Menschys treiben durch die Saturnringe, erforschen Jupiter mit einem Raumfahrzeug oder springen in der geringen Gravitation eines Uranusmondes von einer hohen Klippe.

Niemand kennt die Zukunft. Doch das Wandern und Forschen über physische und intellektuelle Grenzen ist Teil des menschlichen Geistes. Es hat unsere Spezies bisher meistens gut gedient.

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Mars-Chiaroscuro

Diese Sanddünen auf dem Mars zeigen starke Kontraste, weil die Sonne sehr tief steht. Sie liegen im Marswinter, daher sind sie teilweise von Frost bedeckt.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Diese hoch aufgelöste Nahaufnahme der Marsoberfläche zeigt tiefe Schatten und starke Kontraste von Hell und Dunkel. Die Szene ist ungefähr 1,5 Kilometer breit. Sie wurde am 24. Jänner 2014 mit der HiRISE-Kamera aufgenommen, die sich an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters befindet.

Die Kamera blickt aus einer Höhe von 250 km auf den Roten Planeten herab. Dort liegt in einem südlichen Hochlandkrater ein Feld mit Sanddünen. Zur Zeit der Aufnahme stand die Sonne etwa 5 Grad über dem örtlichen Horizont. Daher sind nur die Dünenkämme von der Sonne beleuchtet. Auf der Südhalbkugel bricht ein langer, kalter Winter an. Die Marsdünen sind von hellen Graten aus saisonalem Frost gesäumt.

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M22 und die Wanderer

Die Planeten Mars (rechts unten) und Saturn (oben) bilden ein Dreieck mit dem Kugelsternhaufen M22 (links unten) im Sternbild Schütze.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Die hellen Planeten Mars und Saturn wanderten durch das Sternbild Schütze. In den letzten Wochen traten sie gemeinsam am Morgenhimmel auf. Diese Aufnahme vom 31. März ist drei Grad breit. Die Planeten bilden hier am Himmel ein enges Dreieck mit dem großen Kugelsternhaufen Messier 22.

Der Sternhaufen M22 steht links unten. Die riesige Kugel ist etwa 10.000 Lichtjahre entfernt. Sie enthält über 100.000 Sterne, die viel älter sind als unsere Sonne. Der blassgelbe Saturn leuchtet oben, indem er Sonnenlicht reflektiert. Er ist etwa 82 Lichtminuten entfernt. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr den großen Mond Titan. Er ist ein winziger Lichtpunkt etwa auf der 5-Uhr-Position, den man im Glanz der überbelichteten Saturnscheibe kaum sieht. Der Planet Mars ist 9 Lichtminuten entfernt. Er ist etwas heller und röter.

Beide Planeten nähern sich ihrer Oppositionen. Dabei wird Mars im Juli noch viel heller. Um seine Opposition 2018 bietet er gute Ansichten im Teleskop. Er ist dann nur 3,2 Lichtminuten vom Planeten Erde entfernt.

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Opportunity zeigt den Krater Intrepid auf dem Mars

Das Bild ist ein horizontal komprimiertes Panorama. In der Mitte ist ein großer Krater, der von Steinen umgeben ist. Hinten ragen Berge auf.

Bildcredit: NASA, JPL, Cornell, Opportunity-Roverteam

Der Roboter-Rover Opportunity fährt manchmal an kleinen Kratern auf dem Mars vorbei. 2010 entstand dieses Bild des Kraters Intrepid. Das 20 Meter große Einschlagsbecken ist etwas größer als der Krater Nereus, an dem Opportunity früher vorbeikam.

Das Bild zeigt annähernd echte Farben. Es ist waagrecht verkürzt, um das Weitwinkel-Panorama unterzubringen. Der Krater wurde nach dem Mondmodul Intrepid benannt. Es brachte vor 49 Jahren zwei Astronauten von Apollo 12 zum Erdmond. Hinter dem Krater Intrepid und langen Flecken rostiger Marswüste ragen am Horizont die Gipfel am Wall des großen Kraters Endeavour auf. Der Rover Opportunity erforscht weiterhin den Mars. Kürzlich vollendete er 5000 Marstage auf dem Roten Planeten.

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