Venus und Plejaden im April

Der Planet Venus zieht als Abendstern vor dem Sternhaufen der Plejaden vorbei; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Illustrationscredit und Bildrechte: Fred Espenak (Bifrost Astronomical Observatory)

Beschreibung: Die Venus leuchtet derzeit als gleißender Abendstern. Überall auf der Welt beginnt die Venus heute Abend, am Himmel vor dem Sternhaufen der Plejaden vorbeizuwandern.

Diese digitale Himmelskarte zeigt den Weg des inneren Planeten während der hübschen Begegnung und zeigt ihre Position am Himmel im Laufe der nächsten Tage. Das Sichtfeld eignet sich gut für Himmelsbeobachter mit Fernglas, doch Sternhaufen und Planet sind auch leicht mit bloßem Auge sichtbar.

Vor 8 Jahren zog die Venus – von unserem Planeten aus gesehen – zuletzt vor den Sternen der sieben Schwestern vorbei und wird das in 8 Jahren wieder tun. Tatsächlich entsprechen 13 Umläufe der Venus um die Sonne – 13 Venusjahre – fast genau 8 Jahren auf dem Planeten Erde. Daher ist zu erwarten, dass unser Schwesterplanet alle 8 Jahre an denselben Ort am Himmel zurückkehrt.

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Venus and Jupiter am Horizont

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Was sind die beiden hellen Objekte am Horizont? Venus und Jupiter. Die beiden hellsten Planeten am Nachthimmel zogen – was die Winkeldistanz betrifft – vor zwei Tagen sehr nahe aneinander vorbei. Im Weltraum waren sie jedoch so weit voneinander entfernt wie sonst auch, da Jupiter (rechts) die Sonne ungefähr siebenmal weiter draußen umrundet als die Venus.

Das Planetenpaar wurde vor zwei Tagen fotografiert, der malerische Himmel bei Sonnenuntergang befindet sich in Llers in der spanischen Region Katalonien zwischen einem Baum und der Tochter des Astrofotografen.

Die beiden Planeten leuchten in den nächsten Tagen weiterhin markant am Abendhimmel im Westen, in der Nähe sind auch eine zunehmende Mondsichel und der blassere Saturn zu sehen. Ende November sinkt Jupiter mit jeder Nacht bei Sonnenuntergang tiefer zum Horizont, während die Venus höher steigt. Die nächste Jupiter-Venus-Konjunktion findet Anfang 2021 statt.

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Begegnung von Mond und Venus über einem Baum

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Dzierba

Beschreibung: Was ist der helle Fleck beim Mond? Die Venus. Vor ungefähr einer Woche stand der Erdmond dem fernen Planeten Venus ungewöhnlich nahe – ein zufälliger Winkeleffekt (Appulse). So eine Zufallsbegegnung ist ähnlich einer Konjunktion (dieser Begriff bezieht sich auf die Koordinaten), bezeichnet aber allgemein, wenn zwei Himmelsobjekte scheinbar nahe beisammen stehen. Diese Begegnung von Mond und Venus – er betrug einmal nur 0,05 Grad – wurde am frühen Morgen bei Aufgang hinter dem KokoKrater auf der Insel O’ahu (Hawaii, USA) fotografiert.

Der Mond war in einer Sichelphase, links unten reflektierte er Sonnenlicht direkt, den Rest des Mondes sieht man im Erdschein – das ist Sonnenlicht, das von der Erde reflektiert wurde. Im Vordergrund sind die Blätter und Zweige eines Kiawebaums als Silhouetten vor der hellen Sichel zu sehen, andere erscheinen vor dem dunkleren Hintergrund weiß wegen des nach vorne gestreuten Lichts. Enge Winkelbegegnungen mit dem Mond treten typischerweise mehrmals pro Jahr auf. Zum Beispiel soll der Mond am 1. März in einem Abstand von weniger als 0,2 Grad am fernen Saturn vorbeiziehen.

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Der Hügel, der Mond und Saturn

Auf einem Hügel stehen zwei Gestalten neben einer Kamera auf Stativ. Hügel und Gestalten sind eine dunkle Silhouette. Rechts leuchtet der Sichelmond über dem Planeten Saturn am dunkelblauen Himmel in der Abenddämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Letzten Sonntag war der Mond noch jung. Seine Sichel, die von der Sonne beleuchtet war, hing im Westen tief am Horizont, als die Sonne unterging. Der Mond war von der Erde beleuchtet, und der helle Planet Saturn begleitete ihn am Abendhimmel. Die schöne Konjunktion war auf dem ganzen Planeten zu sehen.

An diesem klaren Abend standen auf einem Hügel in der Nähe der ungarischen Stadt Veszprém Mutter, Tochter, der helle Planet und der junge Mond. Sie alle wurden auf dieser ruhigen nächtlichen Landschaft mit Teleobjektiv fotografiert. Manchen altert der Mond zu schnell. Heute schon bildet der sonnenbeleuchtete Teil eine Halbmondphase.

Dieses Wochenende können wir uns eine schöne Zeit mit Mond und Sternen machen. Wir erwarten den jährlichen Staubregen eines Kometen, der als Meteorstrom der Leoniden bekannt ist.

Zu Gast in der Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah

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Mond und Venus über Cannon Beach

Aus dem Meer ragen hohe Felsen. Dahinter färbt der Sonnenuntergang den Horizont rötlich. Am blauen Himmel darüber strahlt ein heller Punkt unter dem Sichelmond.
Bildcredit und Bildrechte: James W. Young

Was ist der Punkt neben dem Mond? Die Venus. Vor zwei Tagen zog der Sichelmond langsam an der Venus vorbei und war bei der größten Annäherung nur zwei Grad von ihr entfernt. Diese Konjunktion war aber nur eines von mehreren fotografischen Abenteuern unseres Mondes in diesem Monat (Mon-d), weil am 12. Juli, nur wenige Tage zuvor, eine partielle Sonnenfinsternis stattgefunden hatte.

Derzeit wird der Mond – von der Erde aus gesehen – immer heller, denn der Teil der Vorderseite, den die Sonne beleuchtet, wird größer. In ein paar Tagen ist der Mond mehr als halb beleuchtet. Nächste Woche ist die Vorderseite des Mondes, die immer zur Erde zeigt, ganz von der Sonne beleuchtet. Auch bei dieser vollen Phase gibt es ein Abenteuer. Am 27. Juli findet eine totale Finsternis des Donnermondes statt.

Macht euch aber keine Sorgen, dass es mit Frau Luna langweilig wird. Nächsten Monat – am 11. August – wird sie wieder neu. Und genau dann folgt eine weitere partielle Sonnenfinsternis. Dieses Bild zeigt Mond und Venus bei Cannon Beach vor der Küste von Oregon in den USA. Die Felsformation im Vordergrund nennt man „Die Nadeln„. Etwa eine Stunde später gingen Venus und Mond durch die Erdrotation unter.

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Planeten am Flügel

Über einem Flugzeugflügel leuchten die Planeten Mars und Jupiter sowie der Stern Zubenelgenubi im Sternbild Waage. Unten leuchten die Lichter von Prag. Das Bild entstand in der Morgendämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Seit Kurzem sieht man morgens den hellen Jupiter und den schwächeren Mars ganz leicht. Am 7. Jänner erreichen die beiden Planeten, die man mit bloßem Auge sieht, in der Morgendämmerung eine enge Konjunktion am Horizont. Sie stehen am östlichen Himmel nur einen Viertelgrad voneinander entfernt. Die scheinbare Distanz ist ungefähr ein halber Winkeldurchmesser eines Vollmondes.

Der Schnappschuss entstand am frühen Morgen des 5. Jänner hinter dem Flügel eines Flugzeuges. Die Planeten Jupiter (links) und Mars (Mitte) stehen in einer Reihe mit dem ausgewogenen Stern Zubenelgenubi (rechts). Er ist der Alphastern in der Waage (Libra). Darunter leuchten die Lichter von Prag in Tschechien.

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Ein fröhlicher Himmel über Los Angeles

Über einer lichtverschmutzten Stadt, die bis zum Horizont reicht, leuchtet ein Sichelmond, links darüber stehen die Planeten Venus und Jupiter.

Bildcredit und Bildrechte: Dave Jurasevich (Mt.-Wilson-Observatorium)

Manchmal lächelt der Himmel über weiten Teilen der Erde. An einem Tag im Jahr 2008 zeigte er weltweit eine seltene Anordnung. Sie bestand aus dem Mond und den Planeten Venus und Jupiter. Bilder, die zur rechten Zeit fotografiert wurden, zeigen den Sichelmond. Er war von den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Die beiden standen scheinbar nahe beisammen. Alle drei Lichter bildeten ein Lächeln.

Diese Szene entstand am 30. November 2008 nach Sonnenuntergang am Mt.-Wilson-Observatorium. Der Blick reichte über Los Angeles in Kalifornien (USA). Am höchsten steht der Planet Jupiter, er ist auch am weitesten entfernt. Deutlich näher steht links unter Jupiter die Venus. Sie wirkt durch die Wolken in der Erdatmosphäre ungewöhnlich blau. Rechts daneben steht der Mond in zunehmender Sichelphase über dem Horizont.

Dünne Wolken werden vom Mond beleuchtet. Sie sind ungewöhnlich orange gefärbt. Am unteren Bildrand breiten sich die Hügel von Los Angeles aus. Viele sind mit einem zarten Dunst bedeckt. Ganz links stehen die Wolkenkratzer von LA.

Stunden nach Aufnahme dieses Bildes näherte sich der Mond dem fernen Duo. Er bedeckte kurz die Venus und wanderte dann weiter. Diese Woche gibt es eine ähnliche Konjunktion von Venus und Jupiter. Man sieht sie auf weiten Teilen des Planeten Erde kurz vor Sonnenaufgang im Osten.

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Konjunktion von Kometen

Zwei Kometen ziehen durch dieses dicht gefüllte Sternfeld.

Bildcredit und Bildrechte: Jose J. Chambo (Cometografia)

Das hübsche Sternfeld wurde morgens am 17. September fotografiert. Es zeigt eine Konjunktion von Kometen. Links unten steht Komet C/2017 O1 ASASSN. Im Juli entdeckte ihn eine robotische Durchmusterung des Himmels, die nach Supernovae sucht. Seine Koma leuchtet grünlich, weil diatomische Kohlenstoffmoleküle im Sonnenlicht fluoreszieren. Der Komet ist mit Fernglas sichtbar. Er nähert sich dem sonnennächsten Punkt seiner Bahn. Im Bild war er nur etwa 7,2 Lichtminuten von der Erde entfernt.

Im selben Teleskopfeld liegt rechts oben der Komet C/2015 ER61 PanSTARRS. Er ist fast 14 Lichtminuten entfernt und wandert aus dem Sonnensystem hinaus. Hinten leuchten Sterne, manche davon Lichtjahre entfernt, und blasse, staubige Nebel in der Milchstraße. Der bekannte Sternhaufen der Plejaden liegt rechts außerhalb des Bildes.

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