Atmosphärenring um die Venus

Sonnenlicht wird bei der unteren Konjunktion der Venus durch die Atmosphäre gebrochen.

Bildcredit und Bildrechte: Pete Lawrence (Digital Sky)

Beschreibung: Warum ist die Venus von einem hellen Ring umgeben? So ein seltener Ring wird manchmal als Feuerring bezeichnet. Er entsteht, wenn Sonnenlicht rund um ein Objekt sichtbar ist. Ein Feuerring ist normalerweise bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis um den Mond zu sehen, man sieht ihn aber auch, wenn Venus oder Merkur vor unserer Sonne vorbeiziehen.

Auf diesem Bild von letzter Woche zog die Venus jedoch nicht direkt vor der Sonne vorbei. Der vollständige Atmosphärenring entstand, indem Sonnenlicht durch die dicke Atmosphäre der Venus gebrochen wurde. Die Venus näherte sich bei ihrer unteren Konjunktion der Sonne weniger als 1 Grad, während sie vom Abend- zum Morgenhimmel wechselte.

Die extreme Helligkeit der nahen Sonne machte die Aufnahme des Bildes sehr schwierig. Dieses Bild zu fotografieren war nur mit einem temporären Filter möglich, der das direkte Sonnenlicht abschirmte. Das Foto entstand in Thorton in Leicestershire im Vereinigten Königreich. Das allgegenwärtige blaue Himmelsleuchten zeigt, dass das Bild tagsüber aufgenommen wurde.

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Merkur trifft die Venussichel

Die sichelförmige Venus und der innerste Planet Merkur teilen sich ein Teleskopsichtfeld in Civitavecchia in Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Meniero

Beschreibung: Was man hier zwischen den Zweigen eines Eukalyptusbaumes sieht, ist kein heller Stern neben einem Sichelmond. Es sind die Venus in einer Sichelphase und Merkur. Nach Sonnenuntergang teilten sich die beiden inneren Planeten am 22. Mai dieses Teleskopsichtfeld nahe am westlichen Horizont, das in Italien auf einem Balkon in Civitavecchia beobachtet wurde.

Die Venus, das sehr helle Himmelslicht, sinkt in der Abenddämmerung immer tiefer. Ihre scheinbare Größe wächst, und ihre Sichel wird dünner, während sie sich der unteren Konjunktion nähert. Am 3. Juni steht sie zwischen Erde und Sonne.

Der Merkur befindet sich in einer volleren Phase und steigt am westlichen Himmel höher. Am 4. Juni erreicht er seine größte Winkeldistanz von der Sonne. Durch diese besonders enge Begegnung mit der gleißenden Venus war Merkur, der normalerweise am Himmel in der hellen Dämmerung leicht übersehen wird, vom Planeten Erde aus leichter zu finden.

Galerie: bei APOD eingereichte Bilder der Venus-Merkur-Konjunktion 2020
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Phasen der Venus

Galileo Galilei beobachtete mit seinem Teleskop, dass der Planet Venus ähnliche Phasenformen annimmt wie der Mond.

Bildcredit und Bildrechte: Richard Addis

Beschreibung: So wie der Mond Phasen durchläuft, nimmt auch die sichtbare sonnenbeleuchtete Halbkugel der Venus zu und ab. Dieser Zusammenschnitt aus Hinterhof-Teleskopbildern zeigt die stetige Veränderung der Venus während ihres aktuellen Auftritts als Abendstern, bei dem der innere Planet größer wird und zu einer Sichel schrumpft. Die Bilder  wurden 2020 fotografiert, und zwar – von unten nach oben – am 27. Februar, am 20. März, am 14. und am 24. April sowie am 8. und am 14. Mai.

Während die Venus auf ihrer Bahn zwischen Erde und Sonne dahinglitt, wurde sie in dieser Zeit größer, weil sie dem Planeten Erde näher kam. Ihre Sichel wurde jedoch schmäler, weil sie sich unserer Sichtlinie zur Sonne näherte. Am 3. Juni kommt die Venus der Linie zwischen Erde und Sonne am nächsten, doch sie zieht – von uns aus gesehen – ungefähr 1/2 Grad nördlich über der Sonne vorbei und erreicht (wertfrei) eine innere Konjunktion. Bald danach leuchtet die Venus in der Morgendämmerung als Morgenstern hell über dem östlichen Horizont des Planeten Erde.

Halten Sie heute nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont Ausschau nach der Venus, dann sehen Sie auch den flüchtigen innersten Planeten Merkur.

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Venus und die Plejaden im April

Die Venus wandert als Abendstern vor dem Sternhaufen der Plejaden vorbei; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Finazzi

Beschreibung: Anfang April sah man am Himmel auf der ganzen Welt, wie die Venus, unser gleißender Abendstern, vor dem hübschen Sternhaufen der Plejaden vorbeiwanderte.

Dieses Zeitrafferbild folgt dem Pfad des inneren Planeten während der hübschen Konjunktion und zeigt seine tägliche Annäherung an die Sterne der sieben Schwestern. Das Sichtfeld zeigt ein Komposit aus Aufnahmen, die mit einem nachgeführten Teleobjektiv gemacht wurden, es passt aber auch für Himmelsbeobachter mit Fernglas.

Der Sternhaufen und der Planet waren leicht mit bloßem Auge zu sehen. Die gezackte Erscheinung unseres Schwesterplaneten im Bild ist ein Beugungsmuster, das im Objektiv der Kamera entsteht. Alle Bilder wurden in einem Garten in Chiuduno in der Nähe von Bergamo in der Lombardei (Italien) fotografiert, wo zum Glück die Frühlingsnächte klar und das Wetter gut war.

Interessante APOD-Einsendungen: Galerie – Venus zieht vor den Plejaden vorbei
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Venus und die Schwestern

Der Planet Venus zieht am Sternhaufen der Plejaden vorbei; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Espenak (Bifrost Astronomical Observatory)

Beschreibung: Nachdem sich die Venus am Himmel so weit von der Sonne entfernt hat, wie es nur möglich ist, kreuzen sich nun die Wege des gleißenden Abendsterns und des Sternhaufens der Plejaden. Wenn Sie nach Sonnenuntergang Richtung Westen sehen, teilen Sie die laufende Konjunktion mit Himmelsbeobachtern auf der ganzen Welt.

Dieses Himmelsgruppenfoto vom 2. April zeigt die Sicht von Portal in Arizona (USA). Doch sogar die hellen, mit bloßem Auge sichtbaren Sterne der Plejaden leuchten als viel blasser als die Venus. Die staubige Umgebung des Haufens mit den vertrauten bläulichen Reflexionsnebeln, die auf länger belichteten Teleskopbildern augenfällig sind, sieht man kaum, während die hellere Venus auf dieser Einzelaufnahme fast überbordend hell ist.

Venus und die Schwestern sehen ein bisschen wie Sternenkreuze aus, doch ihre stachelige Erscheinung stammt von Beugungsmustern, die durch die Lamellen in der Öffnung des Teleobjektivs entstehen.

Die letzte ähnliche Begegnung der Venus mit den Plejaden ereignete sich vor fast 8 Jahren.

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Stau im Stier

Stau im Stier - Venus und die Internationale Raumstation ISS beim Sternhaufen der Plejaden; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Lionel Majzik

Beschreibung: Kürzlich gab es im Stier einen Stau. Dieser Ausschnitt zeigt das Tierkreissternbild Stier in der ekliptischen Ebene des Sonnensystems am leicht dunstigen Himmel über Tápióbicske in Ungarn.

Am 1. April sah man dort eine eindrucksvolle Anhäufung. Von rechts nach links sauste die Internationale Raumstation durch den unteren Teil dieses Teleskopsichtfeldes. Der innere Planet Venus, der am Himmel des Planeten Erde so weit von der Sonne entfernt ist, wie es nur geht, steht rechts – überbelichtet und gleißend hell – und nähert sich viel langsamer. Links oben stehen die Schwestersterne der Plejaden.

Doch kein Bestandteil kam bei der engen Begegnung zu Schaden, weil sie einander nicht wirklich nahe war. Die Raumstation, die seit November 2000 ständig besatzt ist, kreist etwa 400 Kilometer über der Oberfläche des Planeten. Die Venus, derzeit der gleißende Abendstern, ist fast 2/3 einer Astronomischen Einheit entfernt. Der Sternhaufen der Plejaden, ein dauerhafter Bewohner des Stiers, ist 400 Lichtjahre entfernt.

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Venus und Plejaden im April

Der Planet Venus zieht als Abendstern vor dem Sternhaufen der Plejaden vorbei; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Illustrationscredit und Bildrechte: Fred Espenak (Bifrost Astronomical Observatory)

Beschreibung: Die Venus leuchtet derzeit als gleißender Abendstern. Überall auf der Welt beginnt die Venus heute Abend, am Himmel vor dem Sternhaufen der Plejaden vorbeizuwandern.

Diese digitale Himmelskarte zeigt den Weg des inneren Planeten während der hübschen Begegnung und zeigt ihre Position am Himmel im Laufe der nächsten Tage. Das Sichtfeld eignet sich gut für Himmelsbeobachter mit Fernglas, doch Sternhaufen und Planet sind auch leicht mit bloßem Auge sichtbar.

Vor 8 Jahren zog die Venus – von unserem Planeten aus gesehen – zuletzt vor den Sternen der sieben Schwestern vorbei und wird das in 8 Jahren wieder tun. Tatsächlich entsprechen 13 Umläufe der Venus um die Sonne – 13 Venusjahre – fast genau 8 Jahren auf dem Planeten Erde. Daher ist zu erwarten, dass unser Schwesterplanet alle 8 Jahre an denselben Ort am Himmel zurückkehrt.

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Venus and Jupiter am Horizont

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Was sind die beiden hellen Objekte am Horizont? Venus und Jupiter. Die beiden hellsten Planeten am Nachthimmel zogen – was die Winkeldistanz betrifft – vor zwei Tagen sehr nahe aneinander vorbei. Im Weltraum waren sie jedoch so weit voneinander entfernt wie sonst auch, da Jupiter (rechts) die Sonne ungefähr siebenmal weiter draußen umrundet als die Venus.

Das Planetenpaar wurde vor zwei Tagen fotografiert, der malerische Himmel bei Sonnenuntergang befindet sich in Llers in der spanischen Region Katalonien zwischen einem Baum und der Tochter des Astrofotografen.

Die beiden Planeten leuchten in den nächsten Tagen weiterhin markant am Abendhimmel im Westen, in der Nähe sind auch eine zunehmende Mondsichel und der blassere Saturn zu sehen. Ende November sinkt Jupiter mit jeder Nacht bei Sonnenuntergang tiefer zum Horizont, während die Venus höher steigt. Die nächste Jupiter-Venus-Konjunktion findet Anfang 2021 statt.

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Begegnung von Mond und Venus über einem Baum

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Dzierba

Beschreibung: Was ist der helle Fleck beim Mond? Die Venus. Vor ungefähr einer Woche stand der Erdmond dem fernen Planeten Venus ungewöhnlich nahe – ein zufälliger Winkeleffekt (Appulse). So eine Zufallsbegegnung ist ähnlich einer Konjunktion (dieser Begriff bezieht sich auf die Koordinaten), bezeichnet aber allgemein, wenn zwei Himmelsobjekte scheinbar nahe beisammen stehen. Diese Begegnung von Mond und Venus – er betrug einmal nur 0,05 Grad – wurde am frühen Morgen bei Aufgang hinter dem KokoKrater auf der Insel O’ahu (Hawaii, USA) fotografiert.

Der Mond war in einer Sichelphase, links unten reflektierte er Sonnenlicht direkt, den Rest des Mondes sieht man im Erdschein – das ist Sonnenlicht, das von der Erde reflektiert wurde. Im Vordergrund sind die Blätter und Zweige eines Kiawebaums als Silhouetten vor der hellen Sichel zu sehen, andere erscheinen vor dem dunkleren Hintergrund weiß wegen des nach vorne gestreuten Lichts. Enge Winkelbegegnungen mit dem Mond treten typischerweise mehrmals pro Jahr auf. Zum Beispiel soll der Mond am 1. März in einem Abstand von weniger als 0,2 Grad am fernen Saturn vorbeiziehen.

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Mond und Venus über Cannon Beach

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Bildcredit und Bildrechte: James W. Young

Beschreibung: Was ist der Punkt neben dem Mond? Die Venus. Vor zwei Tagen zog der Sichelmond langsam an der Venus vorbei und war bei der größten Annäherung nur zwei Grad von ihr entfernt. Diese Konjunktion war aber nur eines von mehreren fotografischen Abenteuern unseres Mondes in diesem Monat (Mon-d), weil am 12. Juli, nur wenige Tage zuvor, eine partielle Sonnenfinsternis stattgefunden hatte.

Derzeit wird der Mond – von der Erde aus gesehen – immer heller, während der von der Sonne beleuchtete Anteil seiner Vorderseite größer wird. In wenigen Tagen erscheint der Mond mehr als halb voll und erreicht somit seine Dreiviertelphase. Nächste Woche wird die Vorderseite des Mondes, die immer zur Erde gerichtet ist, von der Erde aus gesehen vollständig von der Sonne beleuchtet. Auch diese volle Phase sorgt für ein Abenteuer, denn am 27. Juli findet eine totale Finsternis dieses Donnermondes statt.

Machen Sie sich aber keine Sorgen, dass unsere Luna langweilig wird. Nächsten Monat (Mon-d) – genau am 11. August – wird sie wieder neu, und genau dann folgt eine weitere partielle Sonnenfinsternis. Auf diesem Bild wurden Mond und Venus bei Cannon Beach über einer Felsformation vor der Küste von Oregon (USA) fotografiert, die als „die Nadeln“ bekannt ist. Etwa eine Stunde nach Aufnahme dieses Bildes waren Venus und Mond durch die Erdrotation untergegangen.

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Kometenkonjunktion

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Bildcredit und Bildrechte: Jose J. Chambo (Cometografia)

Beschreibung: Dieses hübsche Sternfeld vom Morgen des 17. September zeigt eine Kometenkonjunktion. Links unten steht Komet C/2017 O1 ASASSN, entdeckt wurde er im Juli bei einer robotischen Himmelsdurchmusterung, die nach Supernovae sucht. Das sichtbare grünliche Leuchten seiner Koma entsteht durch Fluoreszenz diatomischer Kohlenstoffmoleküle im Sonnenlicht. Der Fernglaskomet nähert sich seinem sonnennächsten Punkt, er war nur etwa 7,2 Lichtminuten von der Erde entfernt. Im gleichen Teleskopsichtfeld befindet sich der langschweifige, auswärts wandernde Komet C/2015 ER61 PanSTARRS rechts oben, er ist fast 14 Lichtminuten entfernt. Im Hintergrund liegen Sterne, manche davon Lichtjahre entfernt, und blasse, staubige Nebel der Milchstraße. Der bekannte Sternhaufen der Plejaden liegt außerhalb des rechten Bildrandes.

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