Komet PanSTARRS im Südlichen Fisch

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Bildcredit und Bildrechte: José J. Chambó

Der Komet PanSTARRS (C/2013 X1) kommt unserem Planeten bis zur Nacht von 21. auf 22. Juni immer näher. Er ist dann ungefähr 5,3 Lichtminuten entfernt. Sein Auftritt auf der Nordhalbkugel tief am Morgenhimmel (im Süden steht er hoch) wird jedoch vom Licht des fast vollen Mondes getrübt.

Dieses Porträt entstand mit Teleskop. Die hübsche grüne Koma des Kometen hat etwa die scheinbare Größe des Vollmondes. Es wurde am 12. Juni am Siding Spring Observatory auf der Südhalbkugel fotografiert. Das detailreiche Bild zeigt auch einen breiten, weißlichen Staubschweif. Er zeigt im Bild nach links oben. Der Schweif ist von der Sonne weggerichtet und zieht dem Kometen auf seiner Bahn hinterher. Ein blasserer schmaler Ionenschweif, der vom Sonnenwind getrieben wird, zeigt waagrecht nach rechts.

Der helle Stern links ist der bläuliche Iota Piscis Austrini. Dieser Stern leuchtet mit etwa vierter Größenklasse. Man sieht ihn mit bloßem Auge im Sternbild Südlicher Fisch.

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Komet Linear und der Sternhaufen M 14

Mitten im Bild prangt die ausgedehnte grüne Koma des Kometen Linear. Daneben wirkt der Kugelsternhaufen Messier 14 im Sternbild Schlangenträger fast winzig.

Bildcredit und Bildrechte: José J. Chambó (Cometografia)

Komet Linear wurde unerwartet hell. Der Komet wurde im Jahr 2000 entdeckt. Er passierte letzten Monat die Erde in einer Entfernung von 14 Monddistanzen. Eine Woche davor hatte er einen 100-fachen Ausbruch. Der Komet wurde letzte Woche etwa bei Größenklasse 6 fotografiert. Das war gerade hell genug für das bloße Auge. Dabei zog er gerade am fernen Kugelsternhaufen M 14 vorbei.

Komet 252/P LINEAR gehört zu einer seltenen Gruppe von Kometen, die alle 5 Jahre zwischen Erde und Jupiter hin- und herwandern. Es ist ungewiss, wie sich der Komet entwickelt. Doch es gibt die große Hoffnung, dass er am Nordhimmel noch eine oder zwei Wochen lang ein gutes Objekt für Ferngläser bleibt.

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Naher Komet und Milchstraße

Unter der Milchstraße posiert der Komet 252P/Linear. Das Bild zeigt die eindrucksvollen Dunkelnebel der Milchstraße und die Planeten Mars und Saturn. Sie bilden mit dem hellen Stern Antares ein Dreieck.

Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Auf der weiten südlichen Himmelslandschaft ist die hübsche, grünliche Koma des Kometen 252P/Linear leicht zu sehen. Der Komet war am dunklen Beobachtungsort bei Flinders in Victoria (Australien) mit bloßem Auge sichtbar. Er erscheint hier ohne Schweif. Seine überraschend helle Koma ist ungefähr 1 Grad breit.

Der Komet posiert unter den Nebeln, Sternen und dunklen Rissen der Milchstraße. Die fünf Einzelbilder, aus denen das Weitwinkelmosaik entstand, wurden am 21. März vor der Morgendämmerung fotografiert. Der Mond war schon untergegangen. 24 Stunden später erreichte der Komet seine größte Annäherung an unseren hübschen Planeten. Er war ungefähr 5,3 Millionen km entfernt.

Der Komet zieht schnell über den Himmel, weil er der Erde so nahe ist. In den nächsten Tagen sollten ihn Leute auf der Nordhalbkugel, welche Kometen beobachten, sehen. Der Himmel vor der Morgendämmerung wird vom Mond beleuchtet. Dort wandert der Komet durch die Sternbilder Schütze und Skorpion. Er steht am südlichen Horizont nahe bei einem Dreieck, das ihr links oben im Bild seht. Es besteht aus dem gelblichen Mars, Saturn und Antares.

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Komet 252P/Linear und die Große Magellansche Wolke

Die Große Magellansche Wolke links und der Komet 252P/Linear links oben teilen sich dieses Bildfeld im Sternbild Schwertfisch.

Bildcredit und Bildrechte: Justin Tilbrook (Astronomische Gesellschaft von Südaustralien)

Der Komet 252P/Linear posiert mit seiner überraschend hellen grünen Koma neben der Großen Magellanschen Wolke am südlichen Himmel. Der Bildstapel wurde am 16. März mit Teleobjektiv in Penwortham (Südaustralien) fotografiert. 252P/Linear wurde als periodischer Komet der Jupiterfamilie erkannt. Er kommt unserem hübschen Planeten am 21. März sehr nahe. Er zieht dann etwa 5,3 Millionen Kilometer entfernt vorbei. Das ist ungefähr die 14-fache Erde-Mond-Distanz.

Komet 252P/Linear ist einer von sogar zwei Kometen, die der Erde in den nächsten Tagen sehr nahe kommen. Am 22. März nähert sich der viel blassere Komet Pan-STARRS (P/2016 BA14) auf 3,5 Millionen Kilometer. Das ist die 9-fache Distanz zwischen Erde und Mond. Die beiden haben sehr ähnliche Bahnen. Das legt nahe, dass sie vielleicht ursprünglich Teile desselben Kometen waren. Beide Kometen ziehen schnell über den Himmel, weil sie so nahe an der Erde sind. Bald erreichen sie die Nordhalbkugel.

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Blick Richtung M101

Rechts breitet Komet Catalina seine Schweife aus. Links unten ist die Spiralgalaxie M101.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Komet Catalina (C/2013 US10) zieht über den nördlichen Himmel. Er erreichte am 17. Jänner die größte Annäherung und zog an unserem hübschen Planeten vorbei. Er war dabei etwa 6 Lichtminuten entfernt. Staub- und Ionenschweif sind auf dieser irdischen Ansicht klar getrennt.

Der Komet posierte hier für einen Messiermoment nahe der Sichtlinie zu M101, einer Grand-Design-Spiralgalaxie im Großen Bären. M101 ist das kosmische Windrad links unten. Sie ist fast doppelt so groß wie unsere Milchstraße und an die 270.000 Lichtjahrhunderte entfernt. Galaxie und Komet sind relativ hell und leichte Ziele für ein Fernglas.

Nun zieht Komet Catalina aus dem inneren Sonnensystem hinaus. In den nächsten Monaten verblasst er langsam. Dieses Teleskopmosaik aus zwei Bildern ist am Himmel ungefähr 5 Grad breit, das ist so viel wie 10 Vollmonde.

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Die Kometen und ein heller Stern

Das hochformatige Panorama zeigt oben den kleinen Kometen Borrelly und unten den hellen Kometen Catalina rechts neben dem hellen Stern Arkturus. Auf halber Höhe zischt ein heller Meteor durchs Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Dieses morgendliche zweiteilige Teleskopmosaik ist etwa 10 Vollmonde hoch. Es wurde in der Morgendämmerung am Himmel des Planeten Erde fotografiert, und zwar Anfang des Jahres auf der Kanarischen Insel Teneriffa. Beim oberen Rand schimmern die blasse Koma und der Schweif des Kometen Borrelly (P/19). Der Komet Borrelly hat eine Umlaufzeit von sieben Jahren. Sein Kern wurde Anfang des 21. Jahrhunderts von der ionengetriebenen Raumsonde Deep Space 1 besucht.

Komet Catalina (C/2013 US10) ist ein Erstbesucher aus der Oortschen Wolke. Der gleißende Stern Arkturus (Alpha Bootis) und Catalina verankern die Szenerie unten. Catalinas gelblicher Staubschweif zeigt nach rechts unten. Der komplexe Ionenschweif wird von Sonnenwinden und -stürmen getrieben. Er reicht über das Sichtfeld nach rechts oben.

Die Einzelbilder der Komposition wurden je 30 Sekunden belicht. Interessanterweise zeigt eine der Aufnahmen auch die Spur eines hellen Meteors. Er zieht zwischen den Kometen und dem hellen Stern nach links.

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Die Schweife des Kometen Catalina

Der Komet Catalina leuchtet rechts im Bild mit grüner Koma. Nach unten fächert sich ein kurzer Staubschweif aus, der Ionenschweif reicht weit nach rechts oben.

Bildcredit und Bildrechte: José J. Chambó

Komet Catalina (C/2013 US10) ist das Neujahrsgeschenk 2016 für Leute mit Ferngläsern. Er zieht in der Morgendämmerung beim hellen Stern Arkturus über den Himmel des Planeten Erde. Arkturus ist der hellste Stern im Bärenhüter. Dieses Teleskopmosaik stammt vom 21. Dezember. Es zeigt die hübschen Schweife des Kometen in einem Sichtfeld, das so breit ist wie 10 Vollmonde. Im Hintergrund sind ferne Galaxien und blasse Sterne verteilt. Sie befinden sich im Sternbild Jungfrau.

Catalinas Staubschweif zieht hinter dem Kometen her. Er fächert sich nach links unten auf. Der Ionenschweif wird vom Sonnenwind getrieben und zeigt von der Sonne weg nach rechts oben. Am 17. Jänner erreicht der Besucher aus der Oortschen Wolke auf dem Weg nach draußen den erdnächsten Punkt seiner Bahn. Dieser ist etwa 110 Millionen Kilometer entfernt. Der Komet ist dann in der Nähe der hellen Deichselsterne im Großen Wagen zu sehen.

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Komet Catalina betritt die Bühne

Komet Catalina ist links im Bild und fächert seine Schweife weit aus, sie reichen nach oben links und steil nach unten. Hinten sind wenige kleine Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Komet Catalina ist für Nahaufnahmen bereit. Der riesige Schneeball aus dem äußeren Sonnensystem ist formal als C/2013 US10 (Catalina) bekannt. Er umrundete letzten Monat die Sonne. Nun zieht er weiter zur größten Annäherung an sie Erde, die er im Jänner erreicht. Derzeit gibt es auch keinen störenden Mondschein. Daher genießt man auf der Nordhalbkugel der Erde jetzt die beste Sicht auf den neuen Kometen.

Komet Catalina ist keine Enttäuschung. Er ist zwar nicht so hell, wie man früher vermutete. Doch der Komet zeigt sowohl Staub– (links unten) als auch Ionenschweife (rechts oben). Damit ist er ein eindrucksvolles Objekt für Fernglas und Kameras mit langer Belichtung. Das Bild entstand letzte Woche auf den Kanarischen Inseln vor der Nordwestküste von Afrika. In den nächsten Monaten folgen weltweit Leute dem Kometen, um zu sehen, wie er sich entwickelt.

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