Komet Lulin kommt näher

Vor einem Hintergrund mit Sternen leuchtet ein grünlicher Komet, dessen Schweif nach rechts oben verläuft und nur schwer erkennbar ist.

Credit und Bildrechte: Paolo Candy (Astronomisches Observatorium Cimini)

Wie hell wird Komet Lulin? Das ist noch nicht sicher. Zwar ist es schwierig, die Helligkeit neu entdeckter Kometen genau vorherzusagen. Doch Komet Lulin könnte gegen Ende des Monats mit bloßem Auge gut sichtbar werden. Wenn Komet Lulin Mitte Februar zum nördlichen Himmel wechselt und um Mitternacht herum aufgeht, sollten ihn zumindest Kometenbeobachter*innen mit Fernglas und einer guter Sternkarte entdecken können.

Der Komet hat die offizielle Bezeichnung C/2007 N3 (Lulin). Beobachtungen zur Bestimmung seiner Bahndaten zeigen, dass er an der Sonne vorbeigezogen ist. Er nähert sich der Erde auf seiner Bahn Ende Februar weniger als eine halbe Astronomische Einheit. Komet Lulins Bahn zeigt, dass dies wahrscheinlich seine erste Reise ins innere Sonnensystem ist.

Der Komet wurde von Quanzhi Ye an der Sun-Yat-sen-Universität entdeckt, und zwar auf Bildern, die Chi-Sheng Lin am Lu-Lin Observatory der National Central University machte. Dieses Bild wurde letzten Freitag in Italien fotografiert. Es zeigt Komet Lulins Koma und Schweife. Ein Schweif zeigt von der Sonne weg, und ein Gegenschweif zeigt scheinbar zur Sonne. Beide bestehen aus Staub, der dem Kometen auf seiner Bahn nachzieht.

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Der goldene Komet Holmes

Die runde Koma des Kometen Holmes leuchtet golden. Falls der Komet einen Schweif hat, ist er für uns unsichtbar, weil er hinter der Koma liegt.

Credit und Bildrechte: Don Goldman

Komet Holmes überraschte alle. Er bleibt als runde, unscharfe Wolke im nördlichen Sternbild Perseus gut sichtbar. Leute mit Teleskopen, Ferngläsern und alle, die einfach hinauf schauen, sehen das jüngste Wunderkind im Sonnensystem. Es gleitet etwa 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt außerhalb der Marsbahn dahin. Holmes dehnt sich immer noch aus. Er hat schon fast ein Drittel der Winkelgröße des Vollmondes.

Viele berichten von einem gelblichen Farbton in der staubigen Koma. Ein goldener Farbton prägt diese Teleskopansicht vom 1. November. Sie zeigt Strukturen im hellen Zentrum der Koma. Doch wo ist der Schweif des Kometen? Wie bei jedem guten Kometen wäre Homes‘ Schweif von der Sonne abgewandt. Das wäre fast genau die Sichtrichtung hinter dem Kometen. Daher ist der Schweif sehr schwierig zu beobachten.

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