Opportunity beim Krater Santa Maria

Panorama der Marsoberfläche, in der Mitte ragen unten Teile des Rovers auf, links am Horizont ist eine dunkle Stelle, rechts ein Hügel mit hellen Steinen.

Credit: Mars Exploration Rover Mission, NASA, JPL, Cornell; Bildberabeitung: Marco Di Lorenzo, Kenneth Kremer

Beschreibung: Der Marsforschungsrover Opportunity feiert sein 7-Jahre-Jubiläum auf der Oberfläche des Roten Planeten. Nun steht er fast am Rand des 90 Meter großen Kraters Santa Maria. Opportunity und sein Rovergefährte Spirit waren ursprünglich für eine 3 Monate lange Primärmission vorgesehen.

Der Roboter ist etwa so groß wie ein Golfwagen und forscht immer noch. Zusammen mit seinem Schatten (rechts) steht er im Vordergrund dieser Panoramaansicht von seinem aktuellen Standort. Das Mosaik wurde aus Bildern der Rover-Navigationskamera erstellt.

An seinem 7-Jahr-Jubiläum hat Opportunity eine stolze Gesamtreisestrecke von mehr als 26,7 Kilometern auf der Marsoberfläche zurückgelegt. Nach der Erforschung des Kraters Santa Maria planen Opportunitys Missionsleitende eine Langzeitreise zum Krater Endurance. Das ist ein riesiger 22 Kilometer großer Krater, der etwa 6 Kilometer von Santa Maria entfernt ist.

In den nächsten Tagen wird die Kommunikation mit dem Rover schwieriger, da der Mars vom Planeten Erde aus gesehen in der Nähe der Sonne steht.

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Wissenschaftsmuseum Hubble

In einer Halle Mit Säulen und Bögen und Schachbrettfliesen aus braunem und beigem Marmor wird ein Modell des Weltraumteleskops Hubble präsentiert, in den Bögen hängen Bilder des Weltraumteleskops Hubble. Im Hintergrund stehen Säulen mit Statuen.

Credit: ESA, Hubble

Beschreibung: Endet das Weltraumteleskop Hubble (HST) in einem Museum? Vielleicht nicht, da es nach aktuellen Plänen im Meer zum Absturz gebracht werden soll, sobald es den Geist aufgegeben hat. Doch in Wissenschaftsmuseen auf der ganzen Welt gibt es Modelle des berühmten schwebenden Observatoriums, oft zusammen mit seinen Bildern.

Das oben gezeigte Modell des Teleskops erhielt ein malerisches Umfeld im italienischen Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti im historischen Palazzo Loredan in Venedig, um den 20. Jahrestag von Hubbles Start zu würdigen Die Szenerie dort wirkt ein wenig surreal, da das Weltraumteleskop über einem irdischen Fliesenboden schwebt, umgeben von den Büsten berühmter Denker, und unter Bögen, die an M. C. Escher erinnern.

Mit etwas Glück findet ihr sogar eine Ausstellung von Hubble-Bildern in eurer Nähe. Wenn es dort kein HST-Modell gibt, könnt ihr auch selbst eins bauen.

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APOD ist heute 15 Jahre alt

Das Bild zeigt eine Kombination von Vermeers Astronomen und Geografen, überlagert von APOD-Bildern aus 15 Jahren.

Credit und Bildrechte: Entschuldigung an Vermeers Astronomen und Geografen; Bildpixelung: Rob Stevenson

Beschreibung: Heute ist Astronomy Picture of the Day 15 Jahre alt! APOD ist für manche eine Quelle der Beständigkeit im Netz und ist immer noch hier. In jedem der 15 Jahre wurden Bilder ausgewählt, Texte geschrieben und APOD-Webseiten bearbeitet. Hier seht ihr, wie der gelegentlich fleißige Robert Nemiroff (links) und der häufig ausdauernde Jerry Bonnell (rechts) ein weiteres Bild aus unserem Universum zeigen.

Dieses Bild ähnelt zwar dem launigen Vermeer-Komposit, das zu APODs fünftem Jahrestag gezeigt wurde, doch aufmerksame Beobachter merken, dass das Bild in dieses Jahr neu digital verpixelt wurde. Viele der mehr als 5000 APOD-Bilder, die seit dem Bestehen erschienen sind (zum Teil auch in deutscher Übersetzung) wurden verwendet. Findet ihr interessante APOD-Bilder?

Wieder einmal danken wir von APOD unseren Leserinnen und Lesern herzlich für euer anhaltendes Interesse, eure Unterstützung und die vielen freundlichen Mitteilungen.

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Schnitzeljagd in der sternklaren Nacht

Im Bild "Sternennacht" von Vincent v. Gogh sind zahlreiche Himmelsbilder versteckt.

Credit und Bildrechte: Originalgemälde: Vincent van Gogh; digitale Collage: Ronnie Warner

Beschreibung: Wusstet ihr, dass das Gemälde „Sternklare Nacht“ von van Gogh den Kometen Hale-Bopp zeigt? Hoffentlich nicht, denn das ist nicht der Fall. Doch er ist im Bild oben.

Das heute gezeigte Gemälde ist auf den ersten Blick eine digitale Reproduktion der originalen Sternennacht, doch bei genauem Hinsehen ist es eine moderne Interpretation, die nicht nur eines der berühmtesten Gemälde des zweiten Jahrtausends würdigt, sondern es ist auch eine Schnitzeljagd. Findet ihr im Bild einen Kometen, eine Spiralgalaxie, einen offenen Sternhaufen und einen Supernova-Überrest?

Zu einfach? Gut, dann sucht die Ringe der Supernova 1987A, den Nebel NGC 2392, den Krebsnebel, Thors Helm, die Wagenradgalaxie und den Ameisennebel. Immer noch zu einfach? Dann sucht alle weiteren versteckten Bilder, die hier nicht erwähnt wurden – und das sind mehrere. Der Urheber der Collage versteckte auch die Fotomontage vom 10. APOD-Jahrestag, zur Feier des morgigen 15. Jahrestags von APOD.

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Die Staubsäulen des Carinanebels

Vor einem blauen Nebel-Hintergrund mit wenigen Sternen türmt sich von unten ein Staubberg auf, gekrönt von einem Wesen, aus dessen Kopf nach links und rechts ein Strahl strömt.

Credit: NASA, ESA, M. Livio und das Team von Hubbles 20-Jahre-Jubiläum (STScI)

Beschreibung: Im Kopf dieses interstellaren Monsters befindet sich ein Stern, der diesen Kopf langsam zerstört. Das Monster rechts oben ist in Wirklichkeit eine leblose Säule aus Gas und Staub, die länger ist als ein Lichtjahr. Der Stern ist im undurchsichtigen Staub verborgen und bricht teilweise heraus, indem er energiereiche Teilchenströme ausstößt.

Ähnlich gewaltige Kämpfe werden im ganzen Sterne bildenden Carinanebel ausgetragen. Die Sterne gewinnen am Ende und zerstören im Laufe der nächsten 100.000 Jahre die Säulen ihrer Sternbildung. Das Ergebnis wird ein neuer offener Sternhaufen sein. Die rosaroten, im Bild verteilten Flecken sind neu entstandene Sterne, die schon aus ihrem Entstehungsmonster befreit sind.

Dieses Bild wurde letzte Woche zum 20-jährigen Betriebsjubiläum des Weltraumteleskops Hubble veröffentlicht. Die Sternstrahlen werden als Herbig-Haro-Objekte bezeichnet. Wie ein Stern Herbig-Haro-Strahlen erzeugt, wird weiterhin erforscht, doch wahrscheinlich gehört dazu eine Akkretionsscheibe, die um einen Zentralstern wirbelt. Ein zweiter eindrucksvoller Herbig-Haro-Teilchenstrahl verläuft diagonal nahe der Bildmitte.

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Mondaufgang über der Türkei

Der Mond geht über einer Bucht auf, am hinteren Ufer liegt Izmit in der Türkei.

Credit und Bildrechte: Tahir Sisman

Ist der Mond größer, wenn er nahe am Horizont steht? Nein. Oben seht ihr, dass der Mond immer fast gleich groß erscheint, egal wo er am Himmel steht. Es ist seltsam, dass die Ursachen für die bekannte Mondtäuschung immer noch diskutiert werden.

Zwei der häufigsten Erklärungen von früher hängen mit der Illusion zusammen, dass Objekte im Vordergrund den Mond am Horizont breiter erscheinen lassen. Die gängigste Erklärung lautete, dass der Verstand weiter entfernte Objekte als größer interpretiert. Dazu gibt es eine aktuellere Deutung, dass die Illusion der Distanz sogar dazu führt, dass das Auge anders fokussiert. Wie dem auch sei – der Winkeldurchmesser des Mondes beträgt immer etwa 0,5 Grad.

Diese Bildfolge des Mondes entstand 2007. Eine Aufnahme wurde länger belichtet und zeigt vorne die Bucht von Izmit in der Türkei. Zum 14. Jahrestag von APOD danken die Herausgeber allen Mitarbeitenden und Übersetzenden. Ihr ehrenamtlicher Einsatz bringt die Wunder der Astronomie Millionen von Menschen auf der ganzen Welt näher. Besonderer Dank geht an die Betreiber der türkischen Site für den Gruß. Er erscheint, wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Seepferdchen in der Großen Magellanschen Wolke

Vor einem leuchtend türkisen Hintergrund zeichnen sich Dunkelwolken ab, eine davon erinnert an ein Seepferdchen.

Credit: NASA, ESA und Mario Livio (STScI)

Mache erkennen hier ein großes Ungeheuer im Weltraum. Doch es ist viel größer als ein Monster. Anderen erscheint es wie ein grasendes Seepferdchen. Aber das dunkle Objekt rechts ist eigentlich eine leblose Säule aus rauchartigem Staub. Sie ist etwa 20 Lichtjahre lang.

Die seltsame Staubform liegt in der benachbarten Großen Magellanschen Wolke in einer Sternbildungsregion neben dem Tarantelnebel. Der energiereiche Nebel erzeugt einen Sternhaufen. Er wird als NGC 2074 bezeichnet. Sein Zentrum liegt beim Hals des Seepferdchens.

Dieses Bild in zugewiesenen Farben entstand letztes Jahr mit der WFPC2 zu Ehren von Hubbles 100.000. Umlauf um die Erde. Die Weitwinkel-Planetenkamera 2 befand sich an Bord des Weltraumteleskops Hubble. Im Haufen entstehen junge Sterne, deren Licht und Winde gleichzeitig im Lauf der nächsten Millionen Jahre langsam die Staubsäulen erodieren.

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Im Inneren des Coma-Galaxienhaufens

Im Bild sind Galaxien verteilt.

Credit: NASA, ESA, Hubble Heritage (STScI/AURA); Dank an D. Carter (LJMU) et al. und das Coma HST ACS Treasury Team

Beschreibung: Fast jedes Objekt auf diesem Foto ist eine Galaxie. Der Coma-Galaxienhaufen ist einer der dichtesten bekannten Haufen – er enthält Tausende Galaxien. Jede dieser Galaxien enthält Milliarden Sterne – wie auch unsere Galaxis, die Milchstraße. Verglichen mit anderen Haufen ist der Coma-Haufen nahe, doch sein Licht ist Hunderte Millionen Jahre bis zu uns unterwegs.

Der Coma-Haufen ist so groß, dass Licht Millionen Jahre braucht, um von einem Ende zum anderen zu gelangen. Dieses Mosaik aus Bildern zeigt einen kleinen Ausschnitt des Coma-Haufens. Es wurde beispiellos detailreich mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen, um herauszufinden, wie Galaxien in reichhaltigen Haufen entstehen und sich entwickeln.

Die meisten Galaxien in Coma und anderen Haufen sind elliptisch, doch einige der hier abgebildeten sind eindeutig Spiralen. Die Spiralgalaxie links oben im Bild ist auch eine der blaueren Galaxien in diesem größeren Bildfeld. Im Hintergrund leuchten Tausende einzelne Galaxien, die im weit entfernt im Universum verteilt sind.

Jubiläum: APOD begann heute vor 13 Jahren.
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