Sternbildung im Tarantelnebel

Das Bild zeigt ein Gewirr aus Staubfasern in 30 Doradus in der Großen Magellanschen Wolke. Links leuchten die Gasfasern sehr hell und fransen nach rechts in eine dunkle Umgebung mit Sternen aus.

Bildcredit: NASA, ESA, ESO, D. Lennon (ESA/STScI) et al. und das Hubble-Vermächtnisteam (STScI/AURA)

Die größte wildeste Sternbildungsregion in der ganzen Lokalen Gruppe liegt in der Großen Magellanschen Wolke (GMW). Diese ist unserer Nachbargalaxie. Wenn der Tarantelnebel so nahe wäre wie der Orionnebel, würde er den halben Himmel bedecken. Der Orionnebel ist eine nahe gelegene Sternbildungsregion.

Die rote und rosarote Gaswolke wird auch 30 Doradus genannt. Sie besteht aus massereichen Emissionsnebeln, doch es gibt dort auch Supernovaüberreste und Dunkelnebel. Der helle Sternenknoten links neben der Mitte ist R136. Er enthält viele der massereichsten und heißesten Sterne, die wir kennen.

Dieses Bild ist eines der größten Mosaike, die je aus Beobachtungsdaten des Weltraumteleskops Hubble erstellt wurden. Es zeigt beispiellose Details dieser rätselhaften Sternbildungsregion. Das Bild wurde am 22. Jahrestag des Starts des Weltraumteleskops Hubble veröffentlicht.

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Die Spiralgalaxie NGC 1672 von Hubble

Die Galaxie NGC 1672 bildfüllend dargestellt. Die Hubble-Aufnahme zeigt einen langen Zentralbalken, viele rosarote Emissionsregionen und dunkle Fasern von Staubwolken.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnisteam (STScI/AURA); Danksagung: L. Jenkins (GSFC/U. Leicester)

Viele Spiralgalaxien haben Balken in der Mitte. Sogar unsere eigene Galaxis, die Milchstraße, hat vermutlich einen kleinen Zentralbalken. Die Spiralgalaxie NGC 1672 mit wurde mit ihrem markanten Zentralbalken vom Weltraumteleskop Hubble detailreich abgebildet.

Das Bild zeigt dunkle, faserartige Staubbahnen, junge Haufen heller, blauer Sterne, rote Emissionsnebel aus leuchtendem Wasserstoff, einen langen, hellen Balken aus Sternen in der Mitte und einen hellen aktiven Kern, der wahrscheinlich ein sehr massereiches Schwarzes Loch enthält.

Licht braucht etwa 60 Millionen Jahre, um von NGC 1672 zu uns zu gelangen. NGC 1672 ist etwa 75.000 Lichtjahren groß und steht im Sternbild Schwertfisch (Dorado). Die Galaxie wird untersucht, um herauszufinden, auf welche Weise ein Spiralbalken zur Sternbildung in der Zentralregion einer Galaxie beiträgt.

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Im Zentrum des Omeganebels

Das Bild zeigt eine dichte Molekülwolke, die an manchen Stellen leuchtet. Einige Flecken sind rötlich, andere türkis-blau. Die ganze Region ist von dunklen Staubfasern überzogen. Rechts unten leuchtet eine gelblich-weiße Region.

Bildcredit: NASA, H. Ford (JHU), G. Illingworth (UCSC/LO), M.Clampin (STScI), G. Hartig (STScI), ACS-Wissenschaftsteam und ESA

Diese dunklen Wolken aus Staub und molekularem Gas sind der Omeganebel. Tief im Inneren entstehen laufend Sterne. Das Bild der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble zeigt die berühmte Sternbildungsregion sehr detailreich.

Die dunklen Staubfilamente um das Zentrum des Omeganebels entstanden in den Atmosphären kühler Riesensterne und in den Überresten von Supernovaexplosionen. Die roten und blauen Farbtöne stammen von leuchtendem Gas, das durch die Strahlung massereicher Sterne in der Nähe aufgewärmt wird.

Die Lichtpunkte sind die jungen Sterne. Einige davon sind heller als 100 Sonnen. Dunkle Globulen sind Hinweise auf sogar noch jüngere Systeme. Es sind Wolken aus Gas und Staub, die gerade kondensieren. Später entstehen darin Sterne und Planeten.

Der Omeganebel ist etwa 5000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schütze (Sagittarius). Diese Region ist etwa 3000-mal so breit wie unser Sonnensystem.

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Nahaufnahme von M106

Die Galaxie im Bild besitzt dunkle Staubwolken, rötliche Sternbildungsregionen, blaue Sternhaufen und ein helles, gelbliches Zentrum.

Bildcredit: KompositbilddatenHubble-Vermächtnisarchiv; Adrian Zsilavec, Michelle Qualls, Adam Block / NOAO / AURA / NSF; BearbeitungAndré van der Hoeven

Dieses Himmelswunder liegt nahe bei der Großen Bärin (Ursa Major). Es ist von den Sternen der Jagdhunde (Canes Venatici) umgeben und wurde 1781 vom metrischen französischen Astronomen Pierre Mechain entdeckt. Später nahm es sein Freund und Kollege Charles Messier als M106 in seinen Katalog auf.

Aktuelle Ansichten, die mit Teleskop fotografiert werden, zeigen viele Details dieser Insel im Universum. M106 ist eine Spiralgalaxie mit einem Durchmesser von etwa 30.000 Lichtjahren. Sie liegt nur zirka 21 Millionen Lichtjahre hinter den Sternen der Milchstraße. Dieses farbige Kompositbild zeigt junge blaue Sternhaufen und rötliche Sternschmieden in den Spiralarmen der Galaxie, markante Staubbahnen und einen hellen zentralen Kern.

Das hoch aufgelöste Galaxienporträt ist ein Mosaik. Es entstand aus Daten von Hubbles scharfer ACS-Kamera, die mit Farbbilddaten von der Erde kombiniert wurden. M106 ist auch als NGC 4258 bekannt. Sie ist eine nahe gelegene, aktive Seyfertgalaxie und leuchtet im ganzen Spektrum an Strahlung, das von Radiowellen bis Röntgenstrahlung reicht. Die Energie der lebhaften aktiven Galaxien stammt von Materie, die in ein massereiches Schwarzes Loch im Zentrum fällt.

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Verdampfende BLOBs im Carinanebel

Dieser Ausschnitt des Carinanebels zeigt rechts oben sogenannte BLOBs, das sind dichte, undurchsichtige Molekülwolken. Der Hintergrund des Bildes leuchtet blau, rechts unten ist ein Stück von einem weißlich-rotbraunen Nebel zu sehen.

Bildcredit: ESA/Hubble, NASA

Nein, sie leben nicht, sie vergehen. Die ungewöhnlichen BLOBs im Carinanebel beschreibt man am besten als verdampfend. Einige schweben rechts oben. Energiereiches Licht und die Winde von nahen Sternen trennen die dunklen Staubkörnchen, welche die ikonischen Formen undurchsichtig machen. BLOBs werden auch als dunkle Molekülwolken bezeichnet. Ironischerweise entstehen im Inneren von BLOBs häufig jene Sterne, die sie später zerstören.

Das Bild entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit. Die darin treibenden Weltraumberge sind wenige Lichtmonate groß. Der Carinanebel hat einen Durchmesser von etwa 30 Lichtjahren und ist 7500 Lichtjahre entfernt. Man sieht ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Schiffskiel (Carina).

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M57: Der Ringnebel

Der Ringnebel im Bild ist von wenig vertrauten und bekannten roten Schleifen umgeben, die auf den meisten Bildern von M57 im Sternbild Leier nicht zu sehen sind.

Bildcredit: Kompositbilddaten: Subaru-Teleskop (NAOJ), Hubble-Vermächtnisarchiv; Bearbeitung und zusätzliche Bildbearbeitung: Robert Gendler

Neben Saturns Ringen ist der Ringnebel M57 der berühmteste Ring am Himmel. Seine klassische Erscheinung entsteht vermutlich durch die Perspektive: Unser Blick vom Planeten Erde zeigt in die Mitte einer tonnenförmigen Wolke aus leuchtendem Gas. Doch die ausgedehnten Gasschleifen auf diesem Kompositbild reichen weit über die bekannte Zentralregion des Ringnebels hinaus.

Das Komposit entstand aus Aufnahmen erdgebundener Teleskope, des Weltraumteleskops Hubble und Schmalband-Bilddaten von Subaru. M57 ist ein gut erforschtes Beispiel eines planetarischen Nebels. Auch bei ihm stammt die leuchtende Materie nicht von Planeten, sondern von gasförmigen Hüllen, die der vergehende sonnenähnliche Stern im Zentrum abgestoßen hat.

Das intensive Ultraviolettlicht des heißen Zentralsterns ionisiert die Atome im Gas. Ionisierte Sauerstoffatome erzeugen das grünliche Leuchten. Ionisierter Wasserstoff sorgt für das markante rötliche Licht.

Der Zentralring des Ringnebels hat einen Durchmesser von etwa einem Lichtjahr und ist 2000 Lichtjahre von uns entfernt. Er leuchtet im nördlichen Sternbild Leier und begleitet die Sternschnuppen heute Nacht.

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Balkenspiralgalaxie NGC 1300

Bildfüllend ist die Balkenspiralgalaxie NGC 1300 dargestellt. Sie hat zwei ausgeprägte Spiralarme und einen sehr markanten Zentralbalken, der von Staubbahnen durchzogen sind.

Bildcredit: Hubble-Vermächtnisteam, ESA, NASA

Die große, prachtvolle Balkenspiralgalaxie NGC 1300 ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt am Ufer des Sternbildes Eridanus. Das Kompositbild des prächtigen Inseluniversums wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Es ist eines der größten Hubblebilder, die je von einer einzelnen Galaxie gemacht wurden.

NGC 1300 ist breiter als 100.000 Lichtjahre. Das Hubblebild zeigt viele Details im markanten Zentralbalken der Galaxie und in den majestätischen Spiralarmen. Bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass sich auch im Kern der klassischen Balkenspirale eine markante Region mit Spiralstruktur befindet. Sie ist etwa 3000 Lichtjahre groß.

NGC 1300 besitzt – anders als andere Spiralgalaxien wie unsere Milchstraße – nach derzeitigen Erkenntnissen kein massereiches zentrales Schwarzes Loch.

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Nahaufnahme von Messier 9

Der Kugelsternhaufen M9 füllt das Bild. Er enthält sehr viele Sterne, die im Bild teils gelblich, teils bläulich leuchten. Die Sterne sind bis ins Zentrum hinein gut erkennbar.

Bildcredit: ESA/Hubble, NASA

Charles Messier, ein angesehener Astronom des 18. Jahrhunderts, beschrieb diesen 9. Eintrag in seinem berühmten astronomischen Katalog als „Nebel, ohne Stern, im rechten Bein des Ophiuchus …“. Doch Messier 9 (M9) besitzt Sterne. Heute ist M9 als Kugelsternhaufen bekannt. Er enthält mehr als 300.000 Sternen in einem Bereich von etwa 90 Lichtjahren. M9 ist etwa 25.000 Lichtjahre entfernt und befindet dich nahe der zentralen Wölbung unserer Milchstraße.

Diese Nahaufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt etwa 25 Lichtjahre vom Zentrum des Haufens in hoher Auflösung. Die Sterne im Haufen sind mindestens doppelt so alt wie die Sonne. Sie besitzen nur einen geringen Anteil an schweren Elementen. Die Farben zeigen ihre Temperatur. Rötliche Sterne sind kühler, bläulichere Sterne heißer. Viele der kühlen roten Riesensterne im Haufen haben auf diesem scharfen Hubblebild einen gelblichen Farbton.

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