Messier 99

Messier 99, auch als M99 oder NGC 4254 katalogisiert, ist eine Galaxie des Virgo-Galaxienhaufens im Sternbild Haar der Berenike.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, Janice Lee; Bearbeitung und Bildrechte: Leo Shatz

Beschreibung: Die imposante Spiralgalaxie Messier 99 wirkt majestätisch in einem wahrhaft kosmischen Ausmaß. Dieses kürzlich bearbeitete vollständige Galaxienporträt umfasst mehr als 70.000 Lichtjahre von M99. Die scharfe Ansicht ist eine Kombination aus ultravioletten, sichtbaren und infraroten Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble.

Die von oben sichtbare Spirale ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im gestriegelten Sternbild Haar der Berenike (Coma Bernices). Sie gehört zum nahe gelegenen Virgo-Galaxienhaufen und ist auch als NGC 4254 katalogisiert. Eine enge Begegnung mit einem anderen Mitglied des Virgo-Galaxienhaufens beeinflusste wahrscheinlich die Form ihrer ausgeprägten blauen Spiralarme.

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Die Ausbruchswolken des Sterns AG Car

Dieses Hubble-Bild zeigt AG Carinae im Sternbild Schiffskiel (Carina), einen Leuchtkräftigen Blauen Veränderlichen (LBV) mit einem Nebel, der vermutlich von einem seiner Ausbrüche stammt.

Bildcredit: NASA, ESA, STScI; Bearbeitung: Judy Schmidt; Text: Anders Nyholm

Wie entstanden diese ungewöhnlichen Wolken? Mitten in diesem Hubble-Bild aus dem Jahr 2021 leuchtet AG Carinae. Er ist ein Überriesenstern, der ungefähr 20.000 Lichtjahre entfernt ist. Wir finden ihn im südlichen Sternbild Schiffskiel (Carina). Der Stern strahlt mehr als eine Million Mal so viel Energie ab wie die Sonne. Damit ist AG Carinae einer der leuchtstärksten Sterne in unserer Milchstraße.

AG Carinae und sein Nachbar Eta Carinae gehören zur seltenen Klasse der Leuchtkräftigen Blauen Veränderlichen (LBV). Diese Sterne sind für ihre seltenen, aber heftigen Ausbrüche bekannt. Der Nebel um AG Car ist vermutlich das Relikt eines oder mehrerer solcher Ausbrüche. Der Nebel ist 5 Lichtjahre groß. Er enthält etwa 10 Sonnenmassen Gas und ist mindestens 10.000 Jahre alt.

Dieses Bild von Hubble entstand zur Feier des 31. Jahrestag von Hubbles Start. Es ist das erste Bild, das den ganzen Nebel zeigt. Daher bietet es eine neue Übersicht auf seine Struktur und seinen Staubgehalt. LBV sind ein kurzer Abschnitt in der späten Existenz einiger Überriesensterne. Doch es ist weiterhin schwierig, ihre Unruhe zu erklären, um zu verstehen, wie massereiche Sterne funktionieren.

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Strahlen aus dem Halskettennebel

Dieses Hubble-Bild zeigt den Halskettennebel, ein Planetarischer Nebel im Sternbild Pfeil (Sagitta).

Bildcredit und Bildrechte: ESA, Hubble, NASA; Bearbeitung: K. Noll

Beschreibung: Welcher Himmelskörper trägt den Halskettennebel? Analysen deuten darauf hin, dass die Halskette ein Planetarischer Nebel ist, das ist eine Gaswolke, die von einem Stern an seinem Lebensende ausgestoßen wurde. Was wie Diamanten an der Halskette aussieht, sind helle Knoten aus leuchtendem Gas.

Im Zentrum des Halskettennebels sind wahrscheinlich zwei Sterne, die so eng umeinander kreisen, dass sie eine gemeinsame Atmosphäre besitzen und auf diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble wie ein einziger erscheinen. Die rot leuchtenden Gaswolken links oben und rechts unten sind das Ergebnis von Strahlen aus dem Zentrum. Wann und wie diese hellen Strahlen entstanden sind, wird weiterhin erforscht.

Der Halskettennebel ist nur ungefähr 5000 Jahre alt und fünf Lichtjahre groß. Am besten findet ihr ihn mit einem großen Teleskop im Sternbild Pfeil (Sagitta).

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Planetarischer Nebel Mz3: Der Ameisennebel

Der planetarische Nebel Mz3n sieht aus wie einie riesige Weltraumameise.

Bildcredit: R. Sahai (JPL) et al., Hubble-Vermächtnis-Team, ESA, NASA

Beschreibung: Warum ist diese Ameise keine riesige Kugel? Der planetarische Nebel Mz3 wird von einem sonnenähnlichen Stern ausgestoßen, der sicherlich rund ist. Doch warum bildet das ausströmende Gas einen ameisenförmigen Nebel, der eindeutig nicht rund ist?

Zu den Hinweisen zählen vielleicht die hohe Geschwindigkeit von 1000 km/s des ausgestoßenen Gases, die Länge von Lichtjahren der Struktur und der Magnetismus des hier gezeigten Sterns im Zentrum des Nebels. Eine mögliche Erklärung lautet, dass Mz3 einen zweiten, dunkleren Stern verbirgt, der auf einer engen Bahn um den hellen Stern kreist. Eine andere Hypothese besagt, dass die Eigenrotation und die Magnetfelder des Zentralsterns das Gas kanalisieren.

Da der Zentralstern unserer Sonne ähnlich zu sein scheint, hoffen Astronomen, dass ein besseres Verständnis der Geschichte dieser riesigen Weltraumameise nützliche Hinweise auf die wahrscheinliche Zukunft unserer Sonne und Erde liefert.

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Fäden in NGC 1947

NGC 1947 liegt 40 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwertfisch..

Bildcredit: ESA/Hubble und NASA, D. Rosario; Danksagung: L. Shatz

Beschreibung: NGC 1947 befindet sich tief am Südhimmel im Sternbild Schwertfisch. Sie ist etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt. Undurchsichtige Spuren aus kosmischem Staub verlaufen als Silhouetten vor dem Sternenlicht des hellen Kerns dieser merkwürdigen Galaxie.

Normalerweise folgt die Rotation von Gas und Staub, welche die Arme von Spiralgalaxien säumen, den Sternen, doch in NGC 1947 ist das nicht der Fall. Die eher komplizierte Bewegung der sichtbaren Staub- und Gassträhnen in dieser Galaxie lässt vermuten, dass sie von einer Gebergalaxie stammen, die in den letzten 3 Milliarden Jahren der Entwicklung dieser merkwürdigen Galaxie von NGC 1947 aufgenommen wurde.

Dieses scharfe Hubble-Bild mit gezackten Milchstraßensternen im Vordergrund und weiter entfernten Galaxien, die im Hintergrund verstreut sind, zeigt ungefähr 25.000 Lichtjahre des Zentrums von NGC 1947.

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Schleiernebel: Strähnen eines explodierten Sterns

Der Schleiernebel im Sternbild Schwan (Cygnus) ist 1400 Lichtjahre entfernt und entstand aus einer Supernova vor 7000 Jahren.

Bildcredit: ESA/Hubble und NASA, Z. Levay

Beschreibung: Strähnen wie diese sind alles, was von einem Milchstraßenstern sichtbar bleibt. Vor ungefähr 7000 Jahren explodierte dieser Stern als Supernova und hinterließ den Schleiernebel. Zu dieser Zeit war die expandierende Wolke wahrscheinlich so hell wie eine Mondsichel und war wochenlang sichtbar für die Menschen, die am Beginn der Menschheitsgeschichte lebten.

Der entstandene Supernovaüberrest ist auch als Cygnusbogen bekannt. Er ist inzwischen verblasst und nur noch mit einem kleinen Teleskop in Richtung des Sternbildes Schwan (Cygnus) sichtbar. Doch der Schleiernebel ist physikalisch gesehen riesig. Obwohl er ungefähr 1400 Lichtjahre entfernt ist, ist er mehr als fünfmal so groß wie der Vollmond.

Dieses Bild ist ein Mosaik aus sechs Bildern des Weltraumteleskops Hubble, die zusammen nur zirka zwei Lichtjahre abdecken, das ist ein kleiner Teil des ausladenden Supernovaüberrestes. Auf Bildern des ganzen Schleiernebels, können sogar erfahrene Leser*innen nicht alle abgebildeten Fasern bestimmen.

Samstag, 10. April, 19h: Frühlingssternbilder – online via Zoom – Eintritt frei!

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Das Zentrum der Lagune in Infrarot

Das Zentrum des Lagunennebels im Schützen mit dem massereichen jungen Stern Herschel 36.

Bildcredit und Lizenz: NASA, ESA, Hubble; Datenarchiv: MAST, Bearbeitung: Alexandra Nachman

Beschreibung: Diese sternengefüllte Infrarotansicht umfasst vier Lichtjahre im Zentrum des Lagunennebels. Bilder in sichtbarem Licht zeigen das leuchtende Gas und die undurchsichtigen Staubwolken, die in der Szene markant verteilt sind. Doch dieses Infrarotbild, das aus Daten des Weltraumteleskops Hubble erstellt wurde, späht tiefer ins Zentrum der aktiven Sternbildungsregion und zeigt neu entstandene Sterne, die darin verteilt sind. Dahinter liegt ein dicht gefülltes Sternenfeld im Zentrum unserer Milchstraße.

Die Zentralregion dieses turbulenten Sternentstehungsgebietes werden vom massereichen jungen Herschel 36 geformt und mit Energie versorgt, er ist der helle Stern mitten im Sichtfeld. Herschel 36 ist eigentlich ein Mehrfachsystem aus massereichen Sternen. Der massereichste Stern im System besitzt mehr als die 30-fachen Masse der Sonne, und sein Alter beträgt weniger als eine Million Jahre. Er sollte ein stellares Alter von fünf Millionen Jahren erreichen. Im Vergleich dazu hat die Sonne ein Alter von fast fünf Milliarden Jahren, und erst in weiteren etwa 5 Milliarden Jahren wird sie sich in einen Roten Riesen verwandeln.

Der Lagunennebel ist auch als M8 bekannt und liegt etwa 4000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schütze.

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Säulen des Adlernebels in Infrarot

Die Säulen der Schöpfung sind in sichtbarem Licht undurchsichtig, in Infrarotlicht kann man in sie hineinblicken.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung: Luis Romero

Im Adlernebel entstehen neue Sterne, weil Gas und dichter Staub in den Säulen durch die Schwerkraft kollabieren. Die intensive Strahlung der neu entstandenen hellen Sterne verdampft die Materie, die sie umgibt. Das Bild entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble in nahem Infrarotlicht. Damit kann man durch einen Großteil des dichten Staubs blicken. In sichtbarem Licht sind die Säulen undurchsichtig.

Die riesigen Strukturen sind Lichtjahre lang. Landläufig nennt man sie „Säulen der Schöpfung„. Der Adlernebel steht in Verbindung mit dem offenen Sternhaufen M16. Beide sind ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt und liegen in einem nebelreichen Teil des Himmels. Für kleine Teleskope ist der Adlernebel ein leichtes Ziel im geteilten Sternbild Schlange (Serpens Cauda).

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