Perseïden-Meteore über Ontario

Vorne links ist ein spiegelglattes Wasser, rechts steht ein Baum. Am Himmel steht das Sternbild Perseus, aus dem scheinbar viele Meteore strömen. Auch die Sternbilder Dreieck und Andromeda sind erkennbar.

Bildcredit und Bildrechte: Darryl Van Gaal; Beschriftung: Judy Schmidt

Woher kommen diese Meteore? Was die Himmelsrichtung betrifft, ist es das Sternbild Perseus. Aus diesem Grund nennt man die Sternschnuppen Perseïden. Sie strömen scheinbar von einem Radianten im Perseus aus. Der Meteorstrom erreichte in den letzten Tagen seinen Höhepunkt.

Dreidimensional gesehen stammen die sandkorngroßen Bruchstücke vom Kometen Swift-Tuttle. Er zieht auf einer klar definierten Bahn um unsere Sonne, und jener Teil der Umlaufbahn, wo ihm die Erde am nächsten kommt, liegt in Richtung Perseus. Daher befindet sich der Radiant der fallenden Bruchstücke im Perseus, wenn die Erde die Kometenbahn kreuzt.

Oben ist ein Komposit aus 13 frühen Bildern des Perseïden-Meteorstroms zu sehen. Es zeigt viele helle Meteore, die in der Nacht des 11. August in der Nähe von Oakland im kanadischen Ontario über den Himmel streiften.

Galerie: Höhepunkte des Perseïden-Meteorstroms 2013

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Die perfekte Spirale M74

Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Spiralgalaxie M74 im Sternbild Fische. Wir sehen sie direkt von oben, ihre Arme sind von Staubbahnen und roten Sternbildungsregionen gesäumt.

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnis (STScI / AURA) – ESA / Hubble-Zusammenarbeit; Danksagung: R. Chandar (Univ. Toledo) und J. Miller (Univ. Michigan)

Wenn schon nicht perfekt, so ist diese Spiralgalaxie zumindest eine der fotogensten. Das Inseluniversum M74 enthält etwa 100 Milliarden Sterne. Es ist 32 Millionen Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Fische. Die Galaxie präsentiert sich von oben. M74 ist vom Aufbau her als Sc-Galaxie klassifiziert. Ihre anmutigen Spiralarme sind von hellen blauen Sternhaufen und dunklen kosmischen Staubbahnen gesäumt.

Das scharfe Kompositbild entstand aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble. Sie wurden 2003 und 2005 mit der Advanced Camera for Surveys aufgenommen. Das Bild ist etwa 30.000 Lichtjahre breit. Es zeigt die Oberseite von M74. Dazu wurden Aufnahmen verarbeitet, welche die Emissionen von Wasserstoffatomen zeigen. Diese markieren das rötliche Leuchten der großen Sternbildungsregionen. Derzeit beobachten viele eine helle Supernova, die in M74 zu sehen war.

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Eine schärfere Ansicht von NGC 3370

Die Galaxie NGC 3370 liegt schräg von oben sichtbar im Bild, im Hintergrund sind weiter entfernte Galaxien zu sehen. Das Bild stammt von der ACS des Weltraumteleskops Hubble.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnis (STScI/AURA); Danksagung: A. Reiss et al. (JHU)

Die Spiralgalaxie NGC 3370 ist fast gleich groß wie unsere Milchstraße und hat einen ähnlichen Aufbau. Sie ist etwa 100 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Löwe. Die schöne Spirale ist von oben sichtbar. Die Advanced Camera for Surveys (ACS) des Weltraumteleskops Hubble bildete die Galaxie sehr detailreich ab. Sie ist ein Blickfang. Das scharfe Bild zeigt auch einige Galaxien im Hintergrund im fernen Universum.

Die Bilddaten von NGC 3370 erwiesen sich als scharf genug, um einzelne veränderliche Sterne zu untersuchen, die als Cepheiden bekannt sind. Mit diesen kann man die Entfernung dieser Galaxie genau bestimmen. NGC 3370 wurde für diese Untersuchung ausgewählt, weil sich 1994 darin eine gut erforschte Sternexplosion ereignete – eine Supernova vom Typ Ia.

Wenn man die Entfernung, die anhand der Cepheiden-Messungen bestimmt wurde, und die Standardkerzen-Supernova mit Beobachtungen weiter entfernter Supernovae kombiniert, kann man die Größe und Ausdehnungsrate des ganzen Universums kalibrieren.

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Tanz mit NGC 3718

Im Bild sind verzerrte Galaxien im Sternbild Ursa Major verteilt. In der Mitte ist eine senkrecht in die Länge gezogene, verzerrte Spiralgalaxie mit bläulichen Spiralarmen und einem gelblichen Kern, vor dem eine dunkle Staubwolke verläuft.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh (Heaven’s Mirror Observatory)

Ein genauer Blick auf dieses farbenprächtige kosmische Bild zeigt eine überraschende Anzahl naher und ferner Galaxien im Sternbild Große Bärin (Ursa Major). Die auffälligste ist NGC 3718, sie ist die gekrümmte Spiralgalaxie nahe der Mitte.

Die Spiralarme von NGC 3718 wirken verbogen und in die Länge gezogen. Sie sind von jungen blauen Sternhaufen gesprenkelt. Herausgezogene Staubbahnen verdecken die gelbliche Zentralregion. Etwa 150.000 Lichtjahre rechts daneben befindet sich NGC 3729, eine weitere große Spiralgalaxie. Die spezielle Erscheinung von NGC 3718 lässt vermuten, dass die beiden durch Gravitation verbunden sind. Das Galaxienpaar ist etwa 52 Millionen Lichtjahre entfernt.

Oben ist die interessante Hickson Group 56 über NGC 3718 abgebildet. Die Hickson Group 56 besteht aus fünf miteinander wechselwirkenden Galaxien. Sie ist mehr als 400 Millionen Lichtjahre entfernt. Dieses Bild gewann den David-Malin-Astrofotografiewettbewerb 2013.

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Hoags Objekt: Eine seltsame Ringgalaxie

Hoags Objekt im Bild ist eine Galaxie, sie hat einen Kranz aus jungen blauen Sternen und eine diffuse, gelb leuchtende Kugel im Inneren. Dazwischen ist eine Lücke, durch die eine weitere Ringgalaxie zu sehen ist.

Bildcredit: R. Lucas (STScI/AURA), Hubble-Vermächtnisteam, NASA

Ist das eine Galaxie, oder sind es zwei? Diese Frage stellte sich 1950. Damals stieß der Astronom Art Hoag zufällig auf dieses ungewöhnliche extragalaktische Objekt. Außen verläuft ein Ring mit hellen blauen Sternen. In der Mitte ist eine Kugel mit viel rötlicheren Sternen. Diese sind wahrscheinlich wesentlich älter. Dazwischen ist ein fast völlig dunkler Spalt.

Wie Hoags Objekt entstand, ist nicht bekannt. Inzwischen wurden ähnliche Objekte entdeckt. Sie werden kollektiv als Ringgalaxien bezeichnet. Eine Entstehungshypothese vermutet eine Galaxienkollision vor Milliarden Jahren. Dazu kommt der Gravitationseffekt eines inzwischen verschwundenen Zentralbalkens.

Dieses Bild entstand im Juli 2001 mit dem Weltraumteleskop Hubble. Es zeigt beispiellose Details in Hoags Objekt. Aktuelle Beobachtungen im Radiobereich lassen vermuten, dass Hoags Objekt in den letzten Milliarden Jahren keine kleinere Galaxie aufgenommen hat.

Hoags Objekt ist etwa 100.000 Lichtjahre groß. Es ist etwa 600 Millionen Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Schlange (Serpens). Zufällig ist im Spalt etwa bei der Ein-Uhr-Position eine zweite, viel weiter entfernte Ringgalaxie zu sehen.

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Die verborgene Galaxie IC 342

Hinter einem Perlenvorhang aus bunten Sternen leuchtet eine von oben sichtbare Spiralgalaxie, im Bild leuchtet sie gelb mit einigen rötlichen Sternbildungsregionen.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Leshin

IC 342 ist ähnlich groß wie andere helle Spiralgalaxien in unserer Nachbarschaft. Sie ist etwa 10 Millionen Lichtjahre entfernt. Wir finden sie im langhalsigen nördlichen Sternbild Giraffe (Camelopardalis). IC 342 ist ein ausgedehntes Inseluniversum. Sie wäre eine auffällige Galaxie am Nachthimmel, wenn sie direkt zu sehen wäre. Sie ist aber von einem Schleier aus Sternen, Gas- und Staubwolken in unserer Milchstraße verdeckt.

Das Licht von IC 342 wird von dazwischen liegenden kosmischen Wolken gedämpft. Trotzdem zeigt dieses detailreiche Teleskopbild undurchsichtigen Staub, blaue Sternhaufen und leuchtende rosarote Sternbildungsregionen in den Spiralarmen der Galaxie. Die Arme winden sich weit vom Galaxienkern fort. IC 342 hat vielleicht kürzlich einen Ausbruch an Sternbildungsaktivität erlebt. Sie ist nahe genug, dass sie die Entwicklung der Lokalen Gruppe und der Milchstraße gravitativ beeinflusst haben könnte.

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Die Sombrero-Galaxie von Hale

Zwischen lose verteilten Sternen schwebt die Galaxie M104. Sie liegt schräg im Raum und zeigt fast mit der Kante auf uns. Ihr Aussehen erinnert an einen Sombrero.

Bildcredit und Bildrechte: Caltech/Palomar Observatory/Paul Gardner, Salvatore Grasso und Ryan Hannahoe

Was geschieht im Zentrum dieser Spiralgalaxie? M104 wurde wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem Hut Sombrero-Galaxie genannt. Sie hat einen markanten Staubstreifen und einen hellen Hof aus Sternen und Kugelsternhaufen. Gründe für die hutähnliche Erscheinung des Sombreros sind eine ungewöhnlich große, ausgedehnte zentrale Wölbung aus Sternen sowie dunkle markante Staubstreifen in einer Scheibe. Die Scheibe zeigt fast mit der Kante zu uns.

Milliarden alter Sterne verursachen das diffuse Leuchten der ausgedehnten Zentralwölbung. Sie ist auf dem Bild des 200-Zoll-Hale-Teleskops zu sehen. Eine genaue Untersuchung der Zentralwölbung zeigt auch viele Lichtpunkte. Es sind Kugelsternhaufen. Die spektakulären Staubringe von M104 enthalten viele junge helle Sterne. Sie zeigen komplexe Details, die Astronomen noch nicht vollständig verstehen.

Das Zentrum des Sombreros leuchtet im gesamten elektromagnetischen Spektrum. Es enthält wahrscheinlich ein großes Schwarzes Loch. Das Licht der Sombrero-Galaxie ist fünfzig Millionen Jahre alt. Die Galaxie ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Jungfrau zu sehen.

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NGC 6384: Spirale hinter den Sternen

Im Bild breitet sich die Zentralregion der Galaxie NGC 6384 aus. Die Spiralgalaxie liegt im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Das Bild des Weltraumteleskops Hubble zeigt prächtige Spiralarme und eine gelbliche diffuse Zentralregion.

Bildcredit: ESA, Hubble, NASA

Das Universum ist voller Galaxien. Doch um sie zu sehen, müssen Astronomen hinter die Sterne unserer Milchstraße blicken. Dieses farbige Porträt des Weltraumteleskops Hubble zeigt die Spiralgalaxie NGC 6384. Sie ist etwa 80 Millionen Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Schlangenträger. In dieser Entfernung ist NGC 6384 etwa 150.000 Lichtjahre breit. Die Hubble-Nahaufnahme zeigt einen Ausschnitt der Zentralregion dieser Galaxie. Er ist etwa 70.000 Lichtjahre breit.

Das scharfe Bild zeigt Details in den blauen Sternhaufen der fernen Galaxie. Die prächtigen Spiralarme sind von Staubbahnen gesäumt. Der helle Kern wird von gelblichem Sternenlicht geprägt. Die Einzelsterne im Bild befinden sich allesamt im relativ nahen Vordergrund. Sie gehören zu unserer Galaxis. Die helleren Sterne der Milchstraße zeigen auffällige Lichtkreuze, sie entstehen im Teleskop.

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