Sonnenfinsternis mit goldener Korona

Die Sonne ist vom Neumond verdeckt. Daher strahlt ihre Korona in der Dunkelheit hell und farbenprächtig hinter dem Mond auf. Links ragt eine rote Protuberanz über den Mondrand.
Bildcredit und Bildrechte: Rui Santos (Living Impressions)

Die totale Sonnenfinsternis war von poetischer Schönheit, und sie war auch wissenschaftlich sehr interessant. Normalerweise ist die Korona der Sonne weiß. Doch einige Beobachter sahen letzte Woche die Korona bei der totalen Sonnenfinsternis in den Farben von Perlen.

In Spanien jedoch strahlte die Korona in ungewöhnlich goldener Farbe. Einerseits liegt das daran, dass die totale Phase der Sonnenfinsternis in Spanien bei Sonnenuntergang stattfand und die Sonne schon nahe am Horizont stand. Das Sonnenlicht legt dort eine längere Strecke durch unsere Atmosphäre zurück. Dadurch wird ein Teil des blauen Lichts an den Teilchen der Luft gestreut. Wegen der Waldbrände in der Umgebung war außerdem ungewöhnlich viel Rauch in der Luft. Das wirkte wie ein zweiter Filter, der den blauen Anteil des Lichts noch stärker streute. Somit erstrahlte die Korona in einem intensiven Goldton.

Dieses Bild entstand aus mehreren Aufnahmen, die als HDR bearbeitet wurden. Es entstand letzte Woche in Benavente in Spanien. Am linken Rand der Sonne schwebt eine glühende Protuberanz aus ionisiertem Wasserstoff. Sie leuchtete nicht golden, sondern behielt ihr ursprüngliches leuchtendes Rosa.

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

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Rote Sonne hinter dem Rauch der Waldbrände

Die Szene wirkt wie die Animation eines roten Zwergsterns, den man auf einem fiktiven Exoplaneten sieht. Doch der Stern ist unsere Sonne. Sie leuchtet rot, weil die Rauchwolken eines Waldbrandes sie verdunkeln.
Bildcredit und Bildrechte: Debra Ceravolo; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Das könnte die Aussicht auf einem Exoplaneten sein, der um einen roten Zwergstern kreist. Doch es ist unsere Sonne. Dieses Bild entstand am 22. Juli 2026 in der Region Okanagan. Sie liegt in der Provinz British Columbia in Kanada. Der Rauch der Waldbrände im pazifischen Nordwesten wirkt wie ein Sonnenfilter. So konnte die Fotografin die Sonne direkt fotografieren.

Das schaurige Bild zeigt mehrere Sonnenflecken. Der Rauch besteht aus winzigen Teilchen, die Licht mit kurzer Wellenlänge blockieren und streuen. Daher ist das Licht, das von der Sonne kommt, dunkler und röter als sonst. Doch es ist niemals sicher, direkt zur Sonne zu blicken! Der Rauch macht die Auf- und Untergänge der Sonne farbiger.

In etwa ungefähr 6 Milliarden Jahren wird die Sonne tatsächlich röter. Sie erreicht dann die Phase eines Roten Riesen.

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Kamin mit Raketentriebwerk

Im Bild ist ein Kamin mit Feuer zu sehen, das Feuer stammt aber von einem Raketentriebwerk im Kamin. Links neben der Öffnung liegt ein Bild der Raumkapsel Orion.

Bild- und Videocredit: NASA

Man sollte meinen, dass ein Blick aus nächster Nähe auf Raketentriebwerke, die 8,8 Millionen Pfund Schub erzeugen, nicht gerade beruhigend wirkt. Aber das hier ist etwas anderes: Tatsächlich kann einem zumindest gedanklich wohlig warm werden, wenn man nur einen kurzen Moment den NASA-Raketenmotor-Kamin beobachtet.

Das Video zeigt in einer Dauerschleife, wie die Haupttriebwerke der RS-25-Trägerrakete des Space Launch System hochfahren und laufen. Feststoffraketen flankieren die Rakete. Sie ist von einem gemauerten Kamin eingerahmt. Die begleitende Tonspur mischt die deutlich gedämpften Geräusche der startenden Raketentriebwerke mit den vertrauteren Geräuschen eines knisternden Holzfeuers.

Das Video enthält außerdem KI-Elemente sowie ein Bild und das Logo der Mission Artemis I. Die unbemannte Artemis-I-Mission zum Mond und wieder zurück startete im November 2022 mit einer Space-Launch-System-Rakete.

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Komet ZTF und der Flammensternnebel

Das Bild zeigt zwei rote Nebel links und in der Mitte, und rechts ein Kometen mit einer grünen Koma und einem langen blauen Ionenschweif.

Bildcredit und Bildrechte: Thomas Röell

Steht der Stern AE Aurigae in Flammen? Nein. Zwar wird AE Aurigae Flammenstern genannt, und der ihn umgebende Nebel IC 405 heißt Flammensternnebel, weil er manche an eine flackernde Flamme erinnert, doch es gibt dort kein Feuer. Feuer ist die rasante Aufnahme von molekularem Sauerstoff. Es entsteht nur, wenn genug Sauerstoff vorhanden ist, und spielt in einer so energiereichen, sauerstoffarmen Umgebung wie in Sternen keine Rolle.

Der helle Stern AE Aurigae leuchtet mitten im Flammensternnebel. Er ist so heiß, dass er blau leuchtet. Das Licht, das er abstrahlt, ist so energiereich, dass es Elektronen aus dem umgebenden Gas schlägt. Wenn ein Proton ein Elektron einfängt, wird Licht abgestrahlt, was man im umgebenden Emissionsnebel sieht.

Hier wurde der Flammensternnebel vor drei Wochen fotografiert. Ihr seht ihn in der Mitte des Kompositbildes zwischen dem roten Kaulquappennebel links und dem Kometen ZTF blauem Schweif rechts. Der Flammensternnebel ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt und 5 Lichtjahre breit. Ihr seht ihn mit einem kleinen Fernrohr im Sternbild Fuhrmann (Auriga).

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Feuer im All

Verbrennung in der Mikrogravitation der Raumstation ISS.

Bildcredit: NASA

Beschreibung: Wie sieht Feuer im All aus? Im Schwerefeld der Erde steigt heiße Luft auf und dehnt sich aus, dadurch haben Flammen die Form von Tropfen. Doch in der Mikrogravitation der mit Luft gefüllten Internationalen Raumstation (ISS) sind Flammen kugelförmig. Feuer ist die rasche Aufnahme von Sauerstoff, und im All treffen neue Sauerstoffmoleküle auf die Flamme, indem sie zufällig aus allen Richtungen einströmen – so entsteht die einhüllende Kugel.

Auf diesem Bild, das in der Verbrennungsversuchsanlage der ISS fotografiert wurde, umhüllt eine kugelförmige Flamme ein Büschel aus heißem, leuchtendem Ruß. Ohne Sauerstoff – zum Beispiel im Vakuum des leeren Weltraums – würde Feuer sofort erlöschen.

Die vielen chemischen Reaktionen, die mit Feuer einhergehen, sind komplex. Die Erforschung dieser Reaktionen in der Mikrogravitation hilft der Menschheit, besser zu verstehen, wie Feuer entsteht und wie man es wieder löschen kann.

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Die Aerosole der Erde

Die nächtliche Erde ist auf dieser Visualisierung von roten, violetten, weißen und blauen Wolken überzogen, die verschiedene Arten von Aerosolen zeigen.
Credit Modellvisualisierung: NASA Earth Observatory, GEOS FP, Joshua Stevens

Diese Visualisierung stammt vom 23. August 2018 und reicht um die ganze Erde. Sie zeigt, wie die Aerosole in der Atmosphäre verteilt sind. Das Modell des Goddard Earth Observing System Forward Processing (GEOS FP) wird in Echtzeit erstellt. Es kombiniert Daten von Satelliten, welche die Erde beobachten, und Daten vom Boden. Damit berechnet man, wie verschiedener Arten von Aerosolen verteilt sind. Aerosole sind winzige feste Teilchen und Tröpfchen aus Wasser. Sie kreisen um den ganzen Planeten.

Dieses Modell vom 23. August zeigt schwarze Kohlenstoffteilchen, die von Verbrennung stammen, in Rot. Sie stammen zum Beispiel vom Rauch der Brände in den Vereinigten Staaten und Kanada. Feuer breiten sich über große Landstriche in Nordamerika und Afrika aus. Aerosole von Meersalz sind blau dargestellt. Sie wirbeln über drohenden Taifunen in der Nähe von Südkorea und Japan sowie dem Wirbelsturm, der nahe bei Hawaii aufzieht. Der violette Staub weht über afrikanischen und asiatischen Wüsten. Städte und Gemeinden erkennt man an der Konzentration von Licht. Die Daten dafür stammen von Satellitenbildern der Erde bei Nacht.

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Feuer auf der Erde

In einem Fluss stehen zwei Hirsche. Sie sind auf der Flucht vor einem Waldbrand, der im Hintergrund wütet und sich im Wasser spiegelt.
Bildcredit: John McColgan (AFS, BLM)

Manchmal fangen Gebiete auf dem Planeten Erde Feuer. Es ist die rasante Aufnahme von Sauerstoff, der ein Schlüsselindikator für Leben ist. Daher wäre Feuer auf jedem beliebigen Planeten ein Indikator für Leben. Auf der Erde wurde ein Großteil des Festlandes irgendwann in der Vergangenheit von Feuer verbrannt.

Feuer verursacht viele Tragödien. Doch es gehört an vielen Orten der Erde zum natürlichen Kreislauf des Ökosystems. Meist verursachen Menschen oder Gewitter die großen Waldbrände auf der Erde. Man sieht sie sogar in der Umlaufbahn. Dieses Bild aus dem Jahr 2000 zeigt verängstigte Hirsche vor einem Feuer flüchten, indem sie sich in einen Bach stellen. Die Flammen fegen durch das Bitterroot Valley in Montana.

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AE Aurigae und der Flammensternebel

In einer Umgebung von braun leuchtenden Nebeln schimmert hinten wie durch eine Öffnung ein blauer Nebel mit einem helleren Stern in der Mitte hervor.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Warum nennt man AE Aurigae den Flammenstern? Der Nebel IC 405 um den Stern heißt Flammensternnebel, weil es in der Region scheinbar Rauch gibt, obwohl nichts brennt, auch nicht der darin liegende Stern AE Aurigae.

In der Regel definiert man Feuer als schnelle molekulare Aufnahme von Sauerstoff. Sie tritt nur dann auf, wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist. In so einer Umgebung mit viel Energie und wenig Sauerstoff gibt es also kein Feuer. Das Material, das an Rauch erinnert, ist großteils interstellarer Wasserstoff. Er enthält aber dunkle Fasern aus kohlenstoffreichen Staubkörnern, die wie Rauch aussehen.

Der helle Stern AE Aurigae strahlt nahe beim Zentrum des Nebels. Er ist so heiß, dass er blau leuchtet. Sein Licht hat so viel Energie, dass es Elektronen aus den Atomen im Gas hinausstößt, das den Stern umgibt. Wenn ein Atom mit einem Elektron rekombiniert, wird Licht abgestrahlt. Das erzeugt den Emissionsnebel.

Der Flammensternnebel ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt. Er ist mehr als 5 Lichtjahre breit. Mit einem kleinen Teleskop sieht man ihn im Sternbild Fuhrmann (Auriga).

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