Der Himmel über Hongkong

Über einer hell beleuchteten Stadt blicken wir über ein Gewässer auf eine Brücke. Links steigen Lichtstreifen auf, rechts verläuft ein breiter heller Streifen schräg nach links zur oberen Mitte. Ganz rechts stehen Hochhäuser.

Credit und Bildrechte: Peter Lau

Beschreibung: Diese interessante Szenerie besteht aus mehreren kombinierten Aufnahmen, die am Abend des 18. Januar im chinesischen Hongkong an der Küste aufgenommen wurden. Sie zeigt die Spur des jungen Sichelmondes und des hellen Planeten Jupiter links daneben, die zusammen am westlichen Himmel untergingen. Ihre beiden hellen Spuren verlaufen parallel zu den schwachen Spuren von Hintergrundsternen. Leichter sind die kurzen, hellen Flugzeugspuren erkennbar, die beim Internationalen Flughafen Hongkong am Horizont zusammenlaufen. Er wirkt wie eine hektische Imitation der Himmelsspuren. Auf der Wasseroberfläche sind Reflexionen der Stadtlichter und des Bootsverkehrs. Streifen von Fahrzeuglichtern markieren den Bereich der Ting-Kau-Schrägseilbrücke.

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Ein Kügelchen vom Erdmond

Die Kugel im Bild ist an vielen Stellen beschädigt, nach rechts verläuft sie undefiniert. Das Schwarz-Weiß-Bild wurde mit einem Elektronenmikroskop aufgenommen.

Credit: Timothy Culler (UCB) et al., Besatzung Apollo 11, NASA

Beschreibung: Wie kommt es, dass dieses Kügelchen auf dem Mond war? Wenn ein Meteorit den Mond trifft, schmilzt die Energie des Einschlags etwas von dem zerschmetterten Stein, und ein Bruchteil davon könnte zu winzigen Glasperlen auskühlen. Viele dieser Glaskügelchen waren in Mondbodenproben zu finden, die mit den Apollo-Missionen zur Erde gebracht wurden. Oben ist ein solches Glaskügelchen mit einem Durchmesser von nur einem Viertelmillimeter abgebildet. Dieses Kügelchen ist besonders interessant, weil es Opfer eines noch kleineren Einschlags wurde. Oben links ist ein Miniaturkrater zu sehen, umgeben von einer zersplitterten Fläche, die durch die Stoßwellen des kleinen Einschlags entstand. Durch die Datierung vieler dieser Einschläge können Astronomen die Geschichte der Kraterbildung auf unserem Mond abschätzen.

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Die Messier-Krater in Stereo

Mit rot-blauen Brillen wirkt dieses Bild von zwei Kratern auf einer relativ glatten Oberfläche auf dem Mond dreidimensional.

Credit: Apollo 11, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am irdischen Himmel sind mit dem Namen des Astronomen Charles Messier verbunden. Sie sind in seinem berühmten Katalog aus dem 18. Jahrhundert gelistet. Sein Name wurde verewigt, indem man ihn diesen beiden großen, interessanten Krater auf dem Mond gab.

Die Krater Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten lunaren Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis auf. Sie messen 15 mal 8 und 16 mal 11 Kilometer. Ihre längliche Form kann man durch die Flugbahn des Einschlagkörpers erklären. Er zog von links nach rechts und schlug die Krater in einem extrem flachen Winkel. Der flache Einschlag verursachte auch die beiden Strahlen aus hellem Material. Sie breiten sich außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche aus.

Das eindrucksvolle Stereobild zeigt das Kraterpaar dreidimensional, wenn man es das mit rot-blauen Brillen (rot am linken Auge) betrachtet. Es entstand aus hochaufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305), die bei der Mission Apollo 11 zum Mond fotografiert wurden.

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Wasser im Mondschatten entdeckt

Das Schwarzweiß-Bild zeigt einen sehr kleinen Ausschnitt der Mondoberfläche mit Kratern und Felsen.

Credit: LCROSS, NASA

Warum gibt es Wasser auf dem Mond? Letzten Monat brachte die Mission LCROSS einen riesigen Stoßkörper zum Absturz. Das Ziel war ein Krater, der ständig im Schatten liegt. Er liegt nahe beim Südpol des Mondes. Beim Absturz stieg eine Staubfahne auf, die für den Satelliten sichtbar war. Von der Erde aus sah man sie allerdings kaum.

Das Bild oben zeigt die Wolke im sichtbaren Licht. Letzte Woche kamen die Ergebnisse einer vorläufigen chemischen Analyse. Sie lieferten einen klaren Hinweis darauf, dass die Staubfahne Wasser enthielt. Solches Wasser ist nicht nur für ein Verständnis der Geschichte des Mondes wichtig. Es ist auch ein mögliches Reservoir für künftige Astronaut*innen, die für längere Zeit auf dem Mond bleiben wollen. Nun erkundet man die Quelle des lunaren Wassers. Mögliche Ursprünge sind viele kleine Meteorite, Kometen oder der ursprüngliche Mondboden.

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Die große Korona

Die dunkle Scheibe in der Mitte ist der Mond, der die Sonne verdeckt, er ist von einer gefaserten Sonnenkorona umgeben.

Credit und Bildrechte: Koen van Gorp

Die meisten Fotos zeigen die Sonnenkorona nicht in voller Pracht. Den besten Blick hat man, wenn man die Korona während einer totalen Sonnenfinsternis direkt beobachtet. Das menschliche Auge erkennt meist viel mehr Strukturen und Bereiche, als ein Fotofilm abbilden kann.

Willkommen im digitalen Zeitalter! Dieses Bild ist ein Komposit aus dreiunddreißig Fotos. Sie wurden digital bearbeitet, um auch zarte Strukturen der totalen Finsternis im März 2006 zu zeigen. Die Bilder der Sonnenkorona wurden digital bearbeitet, um die schwachen, weit außen liegenden Wellen und Fasern zu betonen. Schattensucher brauchen sich dennoch nicht zu ärgern. Auch die beste digitale Bildbearbeitung kann nicht den Spaß vermitteln, den man hat, wenn man eine totale Finsternis direkt beobachtet.

Letzte Woche fand über Südasien die längste totale Sonnenfinsternis des 21. Jahrhunderts statt. Die nächste totale Sonnenfinsternis ist am 11. Juli 2010 im Südpazifik zu sehen.

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Der Adler steigt auf

Das Stereobild in Rot und Cyan zeigt das Mondlandemodul vor dem riesigen Mond, links am Rand taucht die Erde auf.

Credit: Apollo 11, NASAStereobild-Bildrechte: John Kaufmann (ALSJ)

Nehmt eure rot-blauen Brillen und schaut dieses interessante Stereobild aus dem Mondorbit an. Die 3D-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634), die der Astronaut Michael Collins vor 40 Jahren bei der Mission Apollo 11 im Jahr 1969 fotografierte.

Das Bild zeigt die Aufstiegsstufe des Mondmoduls „Adler“. Sie steigt auf und trifft bald das Kommandomodul im Mondorbit. An Bord der Aufstiegsstufe sind Neil Armstrong und Buzz Aldrin. Sie sind die ersten Menschen, die den Mond betraten. Das glatte, dunkle Gelände auf der Mondoberfläche ist Mare Smythii. Es liegt knapp unter dem Äquator weit östlich auf der Seite des Mondes, die zur Erde zeigt. Am Mondhorizont ist unser hübscher Planet Erde.

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Apollo 12 und Surveyor: 3D-Ansicht

Das Bild wurde schräg fotografiert. Im Vordergrund steht ein Astronaut bei einer Raumsonde, im Hintergrund am Horizont steht das Landemodul. Mit rot-grünen Brillen wirkt das Bild dreidimensional.

Credit: Apollo 12, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blauen Brillen und betrachten Sie diese beeindruckende Stereoansicht von der Oberfläche des Mondes. Die 3D-Szenerie zeigt den Apollo 12-Astronauten Pete Conrad, wie er im November 1969 die Raumsonde Surveyor 3 besuchte. Das Bild wurde sorgfältig aus zwei Einzelbildern erstellt (AS12-48-7133, AS12-48-7134), die auf der Mondoberfläche aufgenommen wurden. Sie zeigen die Szene von zwei geringfügig verschiedenen Standpunkten, deren Abstand jenem menschlicher Augen nahekommt. Wenn man Bilder korrekt versetzt zusammenfügt, eines rot gefärbt und das andere blau-grün, entsteht der 3D-Effekt, wenn man rot-blaue Brillen verwendet, den roten Filter über dem linken Auge. Die Farbefilter bewirken, dass jedes Auge nur jenes Bild sieht, das dem korrekten Blickpunkt entspricht. Das hier gewählte Bildpaar erforderte außerdem eine leichte Verkippung um den Stereoeffekt zu optimieren. Wenn Sie schon diese Brillen tragen: es gibt weitere Internetseiten für Astronomie- und Weltraum-Stereobilder, darunter das Mars-Pathfinder-Archiv, eine 3D-Reise durch das Sonnensystem und einen Satz Stereobilder der Apollo-Mondmissionen des Stereo-Experimentators Patrick Vantyune.

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Schloss und Vollmond

Über einer beleuchteten Burgruine auf einem Berg leuchtet der Vollmond, über dem ein Wolkenschleier liegt.

Credit und Bildrechte: Paolo Tanga, Observatoire de la Cote d’Azur

Die Wolken konnten diesen hellen Vollmond nicht verstecken, als er letzte Woche über der mittelalterlichen Burg von Tourrette-Levens in der Nähe der französischen Stadt Nizza aufging. Er war genau am 9. April um 14:56 UT voll und folgte auf die Tag- und Nachtgleiche im März. Somit war er der erste Vollmond des Frühlings im Norden und des Herbstes auf der Südhalbkugel.

Dieser Vollmond war der Ostervollmond, der das Datum des christlichen Osterfestes bestimmt. Es findet am Sonntag nach dem ersten Vollmond im nördlichen Frühling statt¹. Im Norden wird er auch Grasmond oder Eiermond genannt. Auf der Südhalbkugel leuchtet dieser Vollmond nach der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche die ganze Nacht und wird Jagdmond genannt.

¹ Tatsächlich ist es etwas komplizierter

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