Der dreieckige Schatten eines riesigen Vulkans

Hinter einem felsigen Vordergrund ragt der Schatten eines Berges bis zum Horizont. Darüber geht der Mond im Abendrot auf.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Warum ist der Schatten dieses Vulkans dreieckig? Der Vulkan Teide hat keine exakte Pyramidenform, wie sein geometrischer Schatten vermuten lässt. Das Phänomen des dreieckigen Schattens beschränkt sich nicht auf den Teide. Auch bei den Gipfeln anderer großer Berge und Vulkane ist es häufig zu beobachten.

Ein Hauptgrund für die seltsame, dunkle Form ist, dass der Beobachter die ganze lange Strecke eines Sonnenuntergangs- oder Sonnenaufgangsschattens bis zum Horizont entlang blickt. Sogar wenn der riesige Vulkan ein perfekter Würfel wäre und der von ihm geworfene Schatten ein langes Rechteck, würde das Rechteck am oberen Ende scheinbar zusammenlaufen, weil der Schatten bis in weite Ferne reicht, wie parallele Eisenbahnschienen. Die Dreiecksform ist ein perspektivisches Phänomen.

Dieses spektakuläre Bild zeigt im Vordergrund den Krater Pico Viejo auf Teneriffa, eine der Kanarischen Inseln von Spanien. Der fast volle Mond steht kurz nach der totalen Mondfinsternis letzten Monat in der Nähe.

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Mond und Venus in der Dämmerung

Im Vordergrund ist ein Stausee, dahinter eine Stadt und noch weiter entfernt ein Gebirge. Darüber leuchtet Abendrot, das in nellblau übergeht. An der Grenze des Abendrots steht eine schmale Mondsichel und der Planet Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Die gleißende Venus und ein dünner Sichelmond standen am 30. Juni kurz vor Sonnenaufgang zusammen über dem Osthorizont. Diese farbige Himmelsansicht in der Dämmerung mit Blick über ein Staubecken bei Izmir in der Türkei zeigt das hübsche Himmelspaar. Für manche war die nahe Begegnung am Tageshimmel als Bedeckung zu sehen.

Die Venus nähert sich dem Ende ihres aktuellen Auftritts als Morgenstern auf dem Planeten Erde. Auch die alte Mondsichel verabschiedet sich etwa 24 Stunden vor Neumond in der Dämmerung. In zwei Nächten ist kurz nach Sonnenuntergang ein junger Mond zu sehen. Haltet Ausschau nach einem dünnen, sonnenbeleuchteten Band am Westhorizont, ganz in der Nähe des hellen Planeten Merkur.

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Finsternis über der Akropolis

Über einem nächtlichen, beleuchteten Hügel mit historischen Gebäuden - der Akropolis - findet eine Mondfinsternis statt, die in vielen einzelnen Aufnahmen in einem Bogen über den schwarzen Himmel zieht.

Bildcredit und Bildrechte: Elias Politis

Beschreibung: Die totale Phase der Finsternis am 15. Juni dauerte eindrucksvolle 100 Minuten. Dieses Komposit entstand aus digitalen Aufnahmen, die in regelmäßigen Abständen fotografiert wurden. Es zeigt die ganze Dauer und folgt der dunklen Mondscheibe, die in einem Bogen über der Akropolis in Athen in Griechenland zog.

Auch der griechische Astronom Aristarch beobachtete etwa im Jahr 270 v. Chr. die Dauer von Mondfinsternissen. Er hatte jedoch nicht den Vorteil digitaler Uhren und Kameras. Dennoch entwarf er anhand der Geometrie einen einfachen, aber eindrucksvoll genauen Weg, um anhand der Dauer einer Finsternis die Entfernung des Mondes in der Größenordnung von Erdradien abzuleiten.

Ein griechischer Astronom jüngerer Zeit, Elias Politis, nannte diese Finsternisdauerstudie und das dazugehörige Youtube-Zeitraffervideo „Acropoclipse“.

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Verfinstertes Mondlicht

Der Mond in der Bildmitte ist ungewöhnlich dunkel, selbst für eine Mondfinsternis. Links unten ist ein heller, bläulicher Rand.

Credit und Bildrechte: Javier Algarra

Beschreibung: Die totale Mondfinsternis am 15. Juni war ein himmlisches Vorspiel auf die heutige Sonnenwende. Sie war eine der längsten Mondfinsternisse der letzten Jahre. Die Finsternis war auch eine der dunkelsten, aber sie war nicht völlig dunkel.

Sogar bei der Totalität war die düstere, rote Mondscheibe am sternklaren Nachthimmel zu sehen. Sie reflektierte das rötliche Licht, das auf seine Oberfläche fiel. Vom Mond aus gesehen stammt die rote Beleuchtung von all den Sonnenaufgängen und -untergängen am Rand der Silhouette der Erde.

Dieses scharfe Porträt des verfinsterten Mondes wurde im spanischen Granada fotografiert. Darauf reflektiert der Mondrand auch einen bläulichen Farbton im Kernschatten der Erde.

Auch das bläuliche Licht wird durch die Erdatmosphäre gefiltert. Es stammt jedoch von Sonnenstrahlen, die durch höher liegende Schichten in der oberen Stratosphäre dringen. Dieses Licht ist durch Ozon gefärbt, das rotes Licht absorbiert und bläulichere Farbtöne durchlässt.

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Gewitterfinsternis auf dem Planeten der Ziegen

Hinter einer dunklen, schroffen Felskante reicht das Meer bis zum Horizont, hinter dem Rand leuchten Blitze eines Gewitters. Rechts über der Mitte leuchtet der rot verfinsterte Mond.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Beschreibung: Gewitter verdarben am 15. Juni beinahe diese Ansicht der spektakulären totalen Mondfinsternis. Doch während der Totalitätsphase teilten sich die Gewitterwolken für 10 Minuten, und die Blitze sorgten für einen dramatischen Himmel. Die Szenerie wurde etwa 30 Sekunden lang belichtet. Außerdem regte sie nach Meinung der Herausgeber zum vielleicht bisher besten Bildtitel in der 16-jährigen Geschichte von Astronomy Picture of the Day an (Titel-Credit: Chris K.).

Der Bezug auf die Blitze ist eindeutig gegeben, und das Schattenspiel der dunklen Mondfinsternis wurde in weiten Teilen der Erde in Europa, Afrika, Asien und Australien beobachtet. Dieses Bild wurde auf der griechischen Insel Ikaria bei Pezi fotografiert. Diese Region ist wegen ihrem rauen Gelände und den seltsam geformten Felsen als „Planet der Ziegen“ bekannt.

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Spielewiese des Geodäten über Wyoming

Links gdht der Mond unter, mitsamt Mondhof und Mondkorona. Rechts wölbt sich die Milchstraße über dem Ames-Monument in Wyoming.

Credit und Bildrechte: Robert Arn (Colorado St. U.)

Beschreibung: Wenn ihr euch mehrere Kilometer von einer Fernststraße durch Wyoming entfernt, seht ihr vielleicht etwas Ungewöhnliches. Bei Buford im US-amerikanischen Bundesstaat Wyoming stoßt ihr vielleicht auf das geometrische Ames-Monument; es steht rechts und wurde zum Gedenken an die Geldgeber einer historischen transkontinentalen Bahnlinie durch Nordamerika errichtet.

Dieses Weitwinkelmosaik zeigt noch weitere geometrische Anordnungen, viele davon sind weit entfernt. Links zum Beispiel umgibt ein Mondhof eine Mondkorona um den Mond, der gerade untergeht. Rechts wölbt sich der Bogen des zentralen Bandes unserer Milchstraße über dem pyramidenartigen Gebäude. Rechts neben dem Denkmal leuchten die Stadtlichter von Cheyenne am Horizont.

Die Bilder für dieses 360-Grad-Panorama wurden in einer einzigen Nacht fotografiert. Doch das digitale Zusammenfügen der Bilder, die über einen so langen Zeitraum aufgenommen wurden, führte zu einigen unnatürlichen Land- und Himmelsausrichtungen geführt. Findet ihr welche?

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Sonnenfinsternis um Mitternacht

Über ein paar von hinten beleuchteten Wolken leuchtet eine breite Sonnensichel am dunklen Himmel.

Credit und Bildrechte: Catalin Beldea (Stiinta si Tehnica Team)

Beschreibung: Am 1. Juni warf der Neumond bei der zweiten partiellen Sonnenfinsternis des Jahres seinen Schatten auf ein Land der Mitternachtssonne. Das Bild des geozentrischen Himmelsereignisses nördlich vom Polarkreis wurde kurz vor Mitternacht im Norden von Finnland am Kaunispää in Lappland fotografiert. Auch Rentiere in der Region konnten sehen, wie der Mond die Sonne am Nordhorizont knapp über einer Wolkenbank berührte.

Die Finsternis war auch in Teilen von Alaska und Kanada zu sehen. Sie begann um 19:25 UT in Sibirien und Nordchina bei Sonnenaufgang und endete etwa 3,5 Stunden später nördlich von Neufundland im Atlantischen Ozean.

Nur einen Mondzyklus später, am 1. Juli, erreicht der Schatten des Neumondes die Erde noch einmal bei einer partiellen Sonnenfinsternis. Die Sichtbarkeit dieser Finsternis ist auf eine relativ kleine Region im Südpolarmeer beschränkt. Auf die Julifinsternis folgt am 25. November die vierte und letzte partielle Sonnenfinsternis des Jahres 2011. Diese Finsternis ist dann in einem südlichen Land der Mitternachtssonne sichtbar.

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Himmelsspuren über Griechenland

vimeo.com/23152199

Credit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky); Musik: Undisclosed Desires (Muse), WMG

Wenn ihr den Horizont zur richtigen Zeit am richtigen Ort beobachtet, erlebt ihr spannende Anordnungen von Erde und Himmel. Dieses Video zeigt Sterne, Mond und sogar eine teilweise verfinsterte Sonne, die über griechischen Sehenswürdigkeiten auf- und untergehen.

Das Video zeigt hübsche, aber trügerische Strichspuren, weil Sterne üblicherweise fast die gleiche Helligkeit behalten, während sich die Erde unter ihnen dreht. Durch die Zeitraffer springen Wolken im Video scheinbar und verschwinden auf ungewohnte Weise. Mehrere Standbilder der Szenen wurden schon auf APOD veröffentlicht: die partielle Sonnenfinsternis über dem Tempel des Poseidon, Wolken und Strichspuren über einer verlassenen Kirche oder Strichspuren über einem alten Schiff. Weitere Schauplätze sind eine alte Kirche auf dem Peloponnes, eine Steinbrücke in Ioannina, eine fränkische Burg auf Euböa und ein malerischer Sonnenuntergang über dem Lykabettus in Athen.

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