Hubble zeigt die Spiralgalaxie M96

Die Spiralgalaxie M96 im Sternbild Löwe liegt schräg im Bild. Außen sind markante Sternbildungsregionen. Vorne verlaufen dunkle Staubstraßen.

Bildcredit: ESA/Hubble und NASA sowie das LEGUS-Team; Danksagung: R. Gendler

Das farbige, detailreiche Porträt zeigt das Zentrum des schönen Inseluniversums Messier 96. Staubbahnen wirbeln um den Kern. M96 ist eine Spiralgalaxie. Wenn man die blassen Arme dazuzählt, die über die helle Zentralregion hinausreichen, ist sie ungefähr 100.000 Lichtjahre breit. Damit ist sie etwa so groß wie unsere Milchstraße.

M96 ist auch als NGC 3368 bekannt. Sie ist an die 35 Millionen Lichtjahre entfernt und ein markantes Mitglied der Galaxiengruppe Leo I. Das Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble.

Der Grund für die Asymmetrie von M96 ist unklar. Sie entstand vielleicht durch gravitative Wechselwirkungen mit anderen Galaxien der Leo-I-Gruppe. Doch in den Zwischenräumen der Gruppe fehlt das diffuse Leuchten, das ein Hinweis auf Wechselwirkungen in der jüngsten Vergangenheit wäre. An den Bildrändern sind weit entfernte Galaxien im Hintergrund verteilt.

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NGC 4372 und das Dunkle Dingsda

Ein dunkler Nebel verläuft diagonal durchs Bild. Dahinter sind dichte Sternwolken. Links schimmert der weit entfernte Kugelsternhaufen NGC 4372.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi

Der hübsche dunkle Dingsda-Nebel am Südhimmel ist ein lohnendes Objekt für ein Fernglas. Er befindet sich im Sternbild Fliege (Musca). Die staubige kosmische Wolke liegt vor den dicht gedrängten Sternenfeldern südlich vom bekannten Kohlensacknebel und dem Sternbild Kreuz des Südens.

Die Szenerie ist etwa 3 Grad breit. Sie zeigt das Dunkle Dingsda. Über dem südlichen Ende (links unten) liegt der Kugelsternhaufen NGC 4372, der durch den Hof unserer Milchstraße wandert. Er befindet sich etwa 20.000 Lichtjahre entfernt im Hintergrund und liegt zufällig in einer Sichtlinie mit dem Dunklen Dingsda.

Die klare Silhouette des Dunklen Dingsda gehört zur Musca-Molekülwolke. Der Nebel ist besser unter seinem stabgereimten Spitznamen bekannt. Diesen prägte der Astrofotograf und Autor Dennis di Cicco erstmals 1986, als er im australischen Hinterland den Halleyschen Kometen beobachtete. Das Dunkle Dingsda ist ungefähr 700 Lichtjahre entfernt und mehr als 30 Lichtjahre lang.

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Der dunkle Hai

Der Hainebel ist eine dunkle Molekülwolke im Sternbild Kepheus. Im Bild sind zahlreiche einzeln benannte Strukturen markiert.

Bildcredit und Bildrechte: Maurice Toet

Kein Meer wäre groß genug für diesen dunklen Hai. Die Erscheinung des Jägers ist jedoch keine Gefahr für uns. Sie besteht nur aus interstellarem Gas und Staub.

Dunkler Staub wie dieser hier ähnelt Zigarettenrauch. Er entsteht in den kühlen Atmosphären riesiger Sterne. Zuerst wird er zusammen mit Gas ausgestoßen und durch Gravitation wieder verdichtet. Energiereiches Licht und schnelle Sternwinde sind die Bildhauerwerkzeuge massereicher Sterne. Damit prägen sie komplexe Strukturen in die Wolken in ihrer Umgebung, in denen sie entstanden sind. Durch ihre Hitze verdampfen sie die trüben Molekülwolken. Der Wasserstoff in der Umgebung wird auseinandergetrieben und zu rotem Leuchten angeregt.

Uns Menschen macht es Spaß, bekannte Bilder in diesen zerfallenden prächtigen Wolken zu erkennen. Wir tun das auch bei Wasserwolken auf der Erde. Der dunkle Hai enthält kleinere Staubnebel wie Lynds Dark Nebula 1235 oder Van den Bergh 149 und 150. Er ist ungefähr 15 Lichtjahre groß und liegt etwa 650 Lichtjahre entfernt im Sternbild Kepheus, dem König von Aithiopia.

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Michstraße und südliches Nachthimmelslicht

Über dem Horizont steigt die Milchstraße senkrecht auf, links und rechts ist sie von rotem Nachthimmellicht in Wellen eingerahmt. Links fließt ein Wolkenmeer.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las-Campanas-Observatorium)

Am 1. September flutete nach Sonnenuntergang ein ungewöhnlich intensives rötliches Nachthimmellicht die winterliche nächtliche Landschaft. Sie befand sich in Chile über einem Wolkenmeer. Die Milchstraße war von Luftleuchten gesäumt. Es kräuselt sich in stimmungsvollen Wellen und steigt im Norden vom Horizont auf. Nachthimmellicht entsteht durch Chemilumineszenz. Dabei wird Licht durch chemische Anregung abgestrahlt. Es befindet sich in einer ähnlichen Höhe wie Polarlichter.

Meist schimmert Nachthimmellicht auf Bildern von empfindlichen Digitalkameras grünlich. Diese rötlichen Emissionen stammen von OH-Molekülen und Sauerstoffatomen bei extrem geringer Dichte. Das rötliche Licht war in den letzten Jahren auf der Südhalbkugel nachts häufig zu sehen. In dieser Nacht sah man es mit bloßem Auge, es war aber farblos.

Oben steht Antares. Die zentrale Milchstraße steigt senkrecht auf. Links leuchtet der helle Stern Arkturus. Am Horizont rahmen Wega, Deneb und Atair die Milchstraße. Man kennt sie in nördlichen Nächten als das Sommerdreieck.

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Der Blitz und die Galaxie

Vom Horizont steigt die Milchstraße auf. Unten steht eine Person, die auf einen Iridiumblitz rechts oben zeigt.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Mark

Wirft diese Person einen Blitz? Nein, sie zeigt auf einen hellen Iridiumblitz. Er ist die flüchtige Reflexion von Sonnenlicht auf einem Kommunikationssatelliten im Orbit. Der Iridiumsatellit zog seine Bahn entlang. Dabei richteten sich die spiegelnden Teile zwischen Beobachter und Sonne aus. So entstand ein Blitz, der heller war als jeder Stern am Nachthimmel.

IridiumBlitze dauern meist einige Sekunden. Das ist länger als der kurze Blitz der meisten Meteore. Anders als Meteore sind diese Blitze symmetrisch und vorhersagbar. Der Blitz stammt vom Iridiumsatelliten 15. Er war letzte Woche über dem Süden von Estland zu sehen. Im Hintergrund des gut geplanten Bildes ist ein atemberaubender Nachthimmel. Das Zentralband der Milchstraße verläuft senkrecht durch die Bildmitte.

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Kometenstaub über Enchanted Rock

Über kahlen Bäumen in einem Nationalpark steigt die Milchstraße mit ihren markanten Staubwolken auf. Oben zischt ein heller Meteor über den Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Jared Tennant

Diese Woche fegte der Planet Erde Staub und Geröll des periodischen Kometen Swift-Tuttle auf. Die winzigen Körnchen verdampfen in der dichten Atmosphäre bei 59 km/s. Sie erzeugten den Meteorstrom der Perseïden.

Diese Aufnahme wurde 20 Sekunden belichtet. Dabei blitzte ein heller, bunter Perseïden-Meteor auf. Seine flüchtige Erscheinung war am 12. August nach Mitternacht am mondlosen Himmel zu sehen. Er leuchtete über der breiten Granitkuppe der Enchanted Rock State Natural Area in Zentraltexas in den USA. Unter dem Meteor stehen die Silhouetten von Bäumen. Hinten am Horizont leuchten Stadtlichter und die blasse Milchstraße. Sie ist von dunklen Wolken aus interstellarem Staub durchzogen.

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Dreiergruppe im Schützen

Der Bildausschnitt ist voller Sternenfelder der Milchstraße. Darin treten der Lagunennebel M8, der Trifidnebel M20, der offene Sternhaufen M21 und NGC 6559 markant hervor. Dazwischen verlaufen dunkle Staubranken.

Bildcredit und Bildrechte: Christian vd Berge (DSLR-Astrofotografie)

Diese drei hellen Nebel sieht man oft bei Teleskopreisen im Sternbild Schütze und in den überfüllten Sternfeldern der zentralen Milchstraße. Charles Messier war ein kosmischer Tourist im 18. Jahrhundert. Er katalogisierte zwei davon: M8, den großen Nebel links neben der Mitte und den bunten Nebel M20 rechts. Der dritte Nebel, NGC 6559, liegt über M8. Er ist durch eine dunkle Staubbahn mit dem größeren Nebel verbunden.

Alle drei Nebel sind Orte der Sternbildung. Sie sind etwa 5000 Lichtjahre entfernt. Der ausgedehnte M8 ist mehr als 100 Lichtjahre groß. Man kennt ihn auch als Lagunennebel. Der landläufige Name von M20 ist Trifid. Leuchtender Wasserstoff erzeugt die markante rote Farbe der Emissionsnebel. Blaue Farbtöne bilden dazu im Trifid einen starken Kontrast. Sie stammen von Staub, der Sternenlicht reflektiert.

Die bunte Himmelslandschaft wurde mit Teleskop und Digitalkamera fotografiert. Sie zeigt auch einen von Messiers offenen Sternhaufen, M21. Er liegt knapp über Trifid.

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Die Milchstraße über dem Uluṟu

Aus einer weiten Ebene ragt der Uluru hoch, er ist ein australisches Wahrzeichen. Darüber steigt schräg die Milchstraße auf, sie ist von markanten dunklen Staubwolken strukturiert.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Diese Landschaft mit Nachthimmel zeigt die Zentralregion unserer Milchstraße. Sie steigt schräg über dem Uluṟu auf. Die Aufnahme entstand am 13. Juli. Die bekannteste Geländeform in Australien ist die Silhouette vor dem zarten Nachthimmellicht am Horizont.

Die kosmischen Staubwolken der Milchstraße sind ebenfalls Silhouetten. Es sind dunkle Risse in den zart leuchtenden Sternenmassen der Galaxis. Über der zentralen Wölbung laufen beim hellen gelblichen Überriesenstern Antares Flüsse aus kosmischem Staub zusammen. Links von Antares leuchtet der wandernde Saturn.

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