Der Pferdekopfnebel

Vor einer magentafarbenen Nebelwand mit Sternen zeichnet sich eine dunkle Wolke ab. Sie hat eine Form, die viele an einen Pferdekopf erinnert.

Bildcredit: CFHT, Coelum, MegaCam, J.-C. Cuillandre (CFHT) und G. A. Anselmi (Coelum)

Der Pferdekopfnebel im Orion gehört zu den Nebeln am Himmel, die man am besten wiedererkennt. Er gehört zu einer großen, dunklen Molekülwolke. Die ungewöhnliche Form ist auch als Barnard 33 bekannt. Sie wurde erstmals Ende der 1880er-Jahre auf einer Fotoplatte entdeckt. Das rote Leuchten stammt vorwiegend von Wasserstoff, der hinter dem Nebel liegt. Er wird vom nahen, hellen Stern Sigma Orionis angeregt.

Der dicke Staub ist der Grund, weshalb der Pferdekopf so dunkel ist. Der untere Teil des Pferdekopfnackens wirft einen Schatten nach links. Gas, das aus dem Nebel strömt, wird von einem starken Magnetfeld kanalisiert. Die hellen Flecken im Sockel des Pferdekopfnebels sind junge Sterne, die gerade entstehen. Licht braucht etwa 1500 Jahre, um vom Pferdekopfnebel zu uns zu gelangen.

Dieses Bild wurde mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop auf Hawaii (USA) fotografiert. Es hat einen 3,6 Meter großen Spiegel.

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Sonnwendsonne und Milchstraße

Mitten n der Milchstraße mit ihren Dunkelwolken nahe dem Zentrum der Galaxis strahlt ein heller Stern. Dort steht heute die Sonne.

Credit und Rechte des Kompositbildes: Stefan Seip (TWAN)

Heute ist Sonnenwende im Dezember. Es ist der erste Tag im Winter des Nordens. Auf der Südhalbkugel beginnt der Sommer. Sonnenwende und Äquinoktium markieren den astronomischen Beginn der Jahreszeiten. Das basiert auf der Position der Sonne auf ihrer jährlichen Reise entlang der Ekliptik am Himmel des Planeten Erde.

Die Sonnenwende findet heute um 16:28 UTC statt. Die Sonne erreicht ihre maximale südliche Deklination von –23,5 Grad. Ihre Rektaszension an der Himmelskugel beträgt 18 Stunden. Damit steht die Sonne im Sternbild Schütze nahe beim Zentrum unserer Milchstraße.

Stellt euch vor, ihr könntet die heutige Sonnwendsonne vor den blassen Sternen und Nebeln dahinter sehen. Das ist wirklich schwierig, denn man sieht es nur tagsüber… Die Aussicht wäre so ähnlich wie dieses Panorama. Dafür wurden Bilder unserer Galaxis am dunklen Nachthimmel in Namibia fotografiert und zu einem Panorama montiert. Die Sonne stammt von einem Schnappschuss vom 21. Dezember 2015. Sie wurde digital als gleißender Stern an die Position der heutigen Wintersonnwende gesetzt. Sie liegt nahe beim Zentrum der Milchstraße.

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Nordamerika und der Pelikan

Die rote Emissionsregion im Bild wird von einer dunklen Staubwolke strukturiert. So erinnert der Linke Teil wie Nordamerika, der rechte Teil an einen Pelikan.

Bildcredit und Bildrechte: Paolo Moroni

Wer unseren hübschen Planeten mag, kennt sicherlich die Umrisse dieser kosmischen Wolken. Links leuchtet die Emissionsregion NGC 7000. Dunkle Staubbahnen ziehen rechts daneben einen Rand. Sie skizzieren die Form eines Kontinents. Daher hat die Emissionsergion den gängigen Namen Nordamerikanebel. Rechts vor der Ostküste des Nordamerikanebels liegt IC 5070. Sein Profil legt den Namen Pelikannebel nahe.

Die beiden hellen Nebel sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt. Sie gehören zur selben großen, komplexen Sternbildungsregion. Diese ist fast so nahe wie der besser bekannte Orionnebel. Bei dieser Entfernung misst das 6 Grad breite Sichtfeld 150 Lichtjahre.

Dieses sorgfältig erstellte kosmische Porträt entstand aus Schmalbandbildern. So wurden die hellen Ionisationsfronten und das charakteristische rote Leuchten des atomaren Wasserstoffs betont. Diese Nebel seht ihr mit Fernglas an einem dunklen Ort. Sucht sie nordöstlich vom hellen Stern Deneb im Sternbild Schwan.

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Alnitak, Alnilam, Mintaka

Die markantesten Sterne im Bild sind die drei Gürtelsterne des Orion. Sie sind von einem Sternenteppich umgeben, rechts unten kommt eine magentafarben leuchtende Wolke dazu, vor der sich winzig der dunkle Pferdekopfnebel als Silhouette abzeichnet.Links neben dem Pferdekopf ist der von mehreren Sternen umgebene Flammennebel.

Bildcredit und Bildrechte: Mohammad Nouroozi

Helle, bläuliche Sterne verlaufen diagonal durch diese kosmische Aussicht. Es sind – von Osten nach Westen (rechts unten nach links oben) – Alnitak, Alnilam und Mintaka. Die drei blauen Überriesensterne sind auch als Gürtel des Orion bekannt. Sie sind viel heißer und massereicher als die Sonne. Die drei Sterne sind zwischen 800 und 1500 Lichtjahren entfernt. Sie entstanden in Orions gut erforschten interstellaren Wolken.

Die Wolken aus Gas und Staub in dieser Region haben einige überraschend vertraute Formen. Dazu gehören der dunkle Pferdekopfnebel und der Flammennebel rechts unten bei Alnitak. Der berühmte Nebel im Orion liegt vom bunten Sternfeld aus gesehen rechts außerhalb des Bildes. Das schön komponierte Teleskopmosaik entstand aus zwei Bildern. Es ist am Himmel ungefähr vier Grad breit.

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Nahaufnahme von NGC 1055

Im Bild schwebt eine Galaxie, die wir fast von der Seite sehen. Sie hat einen sehr markanten dunklen Staubrand, in dem Sterne entstehen. Diese Regionen leuchten rötlich. Die Galaxie ist von hellen Sternen umgeben, die in der Milchstraße liegen. Auch ein paar weiter entfernte Galaxien sind zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Bearbeitung: Robert Gendler, Roberto Colombari; Daten: Europäische Südsternwarte ESO, Subaru-Teleskop (NAOJ) et al.

Die große, schöne Spiralgalaxie NGC 1055 ist sehr markant und gehört zu einer kleinen Galaxiengruppe. Sie ist etwa 60 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt bedrohlichen Sternbild Walfisch, das im Wasser wohnt.

Wir sehen die Universumsinsel von der Seite. Sie mehr als 100.000 Lichtjahre breit, also etwas größer als unsere Milchstraße. Die farbigen Sterne auf dieser kosmischen Nahaufnahme von NGC 1055 sind viel näher als die Galaxie, sie liegen in der Milchstraße. In den gewundenen Staubbahnen der dünnen Scheibe der fernen Galaxie sind verräterische rötliche Regionen mit Sternbildung verteilt.

Das detailreiche Bild zeigt Galaxien im Hintergrund, die noch weiter entfernt sind. Ein kastenförmiger Hof reicht weit über und unter die Zentralwölbung und die Scheibe von NGC 1055. Der Hof ist von blassen, schmalen Strukturen gesäumt. Er besteht vielleicht aus Teilen einer Begleitgalaxie, die durchmischt und ausgestreut wurden. Sie wurde vor etwa 10 Milliarden Jahren von der größeren Spirale zerrissen.

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Lynds Dunkelnebel 183

Eine braune Wolke verdeckt Sterne. Es ist Lynds Dunkelnebel 183. Rechts daneben leuchten helle blaue Sterne. Der Hintergrund ist von kleineren Sternen übersät.

Bildcredit und Bildrechte: Fabian Neyer

Beverly Lynds Dunkelnebel 183 ist an die 325 Lichtjahre entfernt. Er treibt hoch über der Ebene unserer Milchstraße. Die dunkle, staubige Molekülwolke wirkt, als wäre sie sternenlos. Sie verdeckt das Licht der Sterne, die dahinter liegen, wenn man sie in sichtbaren Wellenlängen betrachtet. Doch im fernen Infrarot zeigen sich dichte Klumpen im Inneren. Wahrscheinlich sind es Sterne im frühen Stadium der Entstehung. Größere Regionen in der Wolke erfahren einen Kollaps durch Gravitation.

LDN 183 ist eine der nächstliegenden Molekülwolken. Sie liegt im Sternbild Kopf der Schlange (Serpens Caput). Das scharfe kosmische Porträt der Wolke ist am Himmel etwa ½ Grad breit. Das entspricht in der Distanz von Lynds Dunkelnebel 183 etwa 3 Lichtjahren.

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Ein schöner Trifid

Diese Bildkombination zeigt den Größenvergleich zwischen Trifidnebel und dem Vollmond.

Bildcredit und Bildrechte: Chamaeleon Team – Franz Hofmann, Wolfgang Paech

Der schöne Trifidnebel ist eine kosmische Kontraststudie. Er ist auch als M20 bekannt und ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Man findet ihn im nebelreichen Sternbild Schütze. Der Trifid ist eine Region mit Sternbildung in der Ebene unserer Galaxis. Er vereint drei verschiedene Arten astronomischer Nebel:

Das Licht der Atome von Wasserstoff prägt die roten Emissionsnebel. Blaue Reflexionsnebel bestehen aus Staub, der Sternenlicht reflektiert. Dunkle Nebel sind dichte Staubwolken, sie zeichnen sich als Silhouetten ab. Die rote Emissionsregion wird von dunklen Staubbahnen grob in drei Teile gespalten. Sie gab Trifid seinen bekannten Namen.

Neu entstandene Sterne formten die Säulen und Strahlen links unter der Mitte. Das Weltraumteleskop Hubble machte von dieser Regionen berühmte Nahaufnahmen. Der Trifidnebel ist etwa 40 Lichtjahre groß. Er ist etwas zu blass für das bloße Auge. Am Himmel ist er fast gleich groß wie der Mond.

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Milchstraße, Zodiakallicht und die australischen Pinnacles

Über den Pinnacles in Westaustralien wölbt sich die Milchstraße. Am Horizont steigt Zodiakallicht auf.

Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang

Was ist das für eine seltsame Welt? Es ist die Erde. Vorne im Bild stehen die Pinnacles. Sie sind ungewöhnliche Felsnadeln im Nambung-Nationalpark in Westaustralien. Diese malerischen Zinnen sind so groß wie eine Frau. Wie sie aus urzeitlichen Meeresmuscheln (Kalkstein) entstanden sind, wird weiterhin erforscht.

Das Panorama wurde letzten Monat fotografiert. Ein Strahl aus Zodiakallicht steigt nahe der Bildmitte vom Horizont auf. Zodiakallicht ist Sonnenlicht, das von Staubkörnchen reflektiert wird, die auf Bahnen in der Ebene der Planeten um die Sonne kreisen. Oben wölbt sich das zentrale Band unserer Milchstraße. Hinten sieht man auch die Planeten Jupiter und Saturn sowie mehrere berühmte Sterne am Nachthimmel.

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