Himmel mit Zodiakallicht über der Horseshoe Bend

Der türkisblaue Colorado River zieht eine bildgewaltige Schleife in einer tiefen Schlucht aus rotem Gestein, es ist die Horsehoe Bend. Darüber entfaltet sich ein atemberaubender sternklarer Himmel mit Zodiakallicht, Barnardschleife, Milchstraße und Sternen.

Bildcredit und Bildrechte: David Lane

Ein ungewöhnlicher weißer Lichtstrahl steigt mitten am Horizont auf. Wie entstand er? Es ist Staub, der die Sonne umkreist. Zu bestimmten Jahreszeiten sieht man vor Sonnenaufgang dieses markante Staubband. Es befindet sich im Sonnensystem und reflektiert das Licht der Sonne. Man nennt es Zodiakallicht. Der Staub stammt großteils von blassen Kometen der Jupiterfamilie. Er schraubt sich langsam zur Sonne hin.

Vor dem Zodiakallicht zieht der Colorado River eine spektakuläre Schleife. Es ist die Horseshoe Bend. Weit dahinter strahlt ein atemberaubender Himmel mit vielen hellen Sternen. Einer davon ist Sirius. Mehrere blaue Sternhaufen leuchten, unter anderem die Plejaden. Auch eine Auswahl roter Nebel schmückt das Bild, zum Beispiel die Barnardschleife im Orion.

Das Komposit aus 30 Bildern wurde Anfang des Monats bei fast vollständiger Dunkelheit fotografiert. Der Ort war nur sechs Zoll vom Rand einer gefährlichen Klippe entfernt.

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Der Dunkelnebel LDN 1622 und Barnards Schleife

In einem Teppich aus Sternen sind einige hellere Sterne verteilt, oben breitet sich ein rot leuchtender Nebelbogen aus, unten ist eine dunkle Markierung.

Bildcredit und Bildrechte: Leonardo Julio (Astronomia Pampeana)

Die Silhouette des Dunkelnebels LDN 1622 liegt in der kosmischen Szene. Lynds Dunkelnebel (LDN) 1622 liegt unten in der Mitte vor einem blassen Hintergrund aus leuchtendem Wasserstoff. Man erkennt ihn nur auf lang belichteten Aufnahmen der Region, die mit Teleskop fotografiert werden.

LDN 1622 liegt nahe der Ebene unserer Milchstraße. Am Himmel befindet er sich in der Nähe der Barnardschleife. Das ist eine große Wolke um den ergiebigen Komplex aus Emissionsnebeln in Gürtel und Schwert des Orion. Oben verlaufen Bögen eines Segments der Barnardschleife. Der undurchsichtige Staub von LDN 1622 ist vermutlich viel näher als Orions berühmtere Nebel, er ist vielleicht nur 500 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz wäre dieses 1 Grad große Sichtfeld weniger als 10 Lichtjahre breit.

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Orion mit offiziellen Sternennamen

Siehe Erklärung. Das Sternbild Orion ist von der riesigen Barnard-Schleife umgeben, sie leuchtet im Bild rot. Im Sternbild sind viele Nebel und sonstigen Objekte verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Vertraute Sterne am Himmel, die im Orion und in anderen Sternbildern liegen, haben nun offizielle Namen. Letztes Jahr bestätigte die Internationale Astronomische Union IAU viele der Namen, die man schon lange für 227 der hellsten Sterne verwendet. Dazu gehören die Namen der berühmtesten Sterne am Himmel: Sirius, Polaris und Beteigeuze (Betelgeuse). Die IAU ist die einzige Gesellschaft, die Sterne offiziell benennen darf.

Hier wurde das Sternbild Orion mit mehreren der Sternennamen beschriftet, die nun amtlich sind. Das prachtvolle Bild ist etwa 30 Grad breit. Es zeigt das bekannte Sternbild von Kopf bis Fuß (von links nach rechts) und noch mehr. Die gängigen Namen der drei Gürtelsterne im Orion sind nun ebenfalls amtlich. Der Orionnebel ist 1500 Lichtjahre entfernt. Er ist die nächstliegende große Sternbildungsregion. Hier liegt sie rechts unter der Mitte. Man sieht auch den berühmten Pferdekopfnebel und den Hexenkopfnebel.

Den Orionnebel und die hellen Sterne sieht man leicht mit bloßem Auge. Doch die Staubwolken und die Emissionen im ausgedehnten interstellaren Gas, das sich im nebelreichen Komplex befindet, sind zu blass. Man erkennt sie nicht so leicht.

Die Teleskopbilder für dieses Mosaik wurden mit Breitbandfiltern aufgenommen. Sie wurden mit Bilddaten kombiniert, die mit einem Schmalbandfilter fotografiert wurden, der durchlässig für H-alpha-Licht war. Das betont die Ranken aus angeregtem atomarem Wasserstoff, die alles durchdringen. Dazu gehört der Bogen der riesigen Barnard-Schleife.

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Orion in Rot und Blau

Der Nebel im Bild ist so quietschbunt, dass man ihn kaum erkennt. Oben in der Mitte leuchtet der bekannte Orionnebel in blauen Farbtönen. Darunter breitet sich die riesige Barnardschleife in Rot aus.

Bildcredit und Bildrechte: David Lindemann

Seit wann ist Orion so quietschbunt? Die farbige Darstellung zeigt einen Teil des Sternbilds Orion. Das rote Licht wird von Wasserstoff und Schwefel (SII) abgestrahlt. Das blau-grüne Licht stammt von Sauerstoff (OIII). Die Farbtöne wurden digital neu zugewiesen. Daher erkennt man auf diesem Bild ihr Ursprungselement. Außerdem wirkt das Bild dadurch für das menschliche Auge sehr eindrucksvoll.

Das atemberaubende Komposit wurde sorgfältig aus Hunderten Bildern erstellt. Die Beschaffung der Aufnahmen dauerte fast 200 Stunden. Unten verläuft die Barnard-Schleife. Sie umschlingt scheinbar interstellare Gebilde wie den komplexen Orionnebel, der rechts neben der Mitte leuchtet.

Auch der Flammennebel ist leicht erkennbar. Doch man braucht ein scharfes Auge, um die leichte Einkerbung des dunklen Pferdekopfnebels zu erkennen. Was Orions Glanz betrifft: Eine der besten Erklärungen für den Ursprung der Barnard-Schleife ist die Explosion einer Supernova vor etwa zwei Millionen Jahren.

Den Himmel teilen: NASA – offene API

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Orion, 212 Stunden belichtet

Das Bild zeigt das Sternbild Orion, umgeben von weitläufigen Nebelbahnen. Links läuft die Barnardschleife um die Gürtelsterne bis zuj Stern Rigel, oben ist der Kopfstern ebenfalls von einem rot leuchtenden Nebel umgeben. Links ist der Rosettennebel markiert.

Bildcredit und Bildrechte: Stanislav Volskiy, überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Das Sternbild Orion bietet viel mehr als drei Sterne in einer Reihe. Es ist eine Richtung im Weltraum mit vielen beeindruckenden Nebeln. Um diese bekannte Schneise am Himmel zu würdigen, entstand in den Jahren 2013 und 2014 im Laufe vieler klarer Nächte eine extrem lange Belichtung. Nach 212 Stunden Kamerazeit und einem weiteren Jahr der Bearbeitung entstand eine Collage aus 1400 Bildern. Sie ist breiter als der 40 Winkeldurchmesser des Mondes und hier abgebildet.

Zu den vielen interessanten Details, die man hier sieht, zählt die auffällige Barnardschleife. Sie ist der helle, rote runde Bogen, der sich von der Mitte nach unten krümmt. Der Rosettennebel ist nicht der riesige rote Nebel am oberen Bildrand. Er ist der größere, aber weniger bekannte Nebel Lambda Orionis. Doch man sieht auch den Rosettennebel: Es ist der rot-weiße Nebel links oben. Der orangefarbene Stern über der Bildmitte ist Beteigeuze. Der helle, blaue Stern rechts unten ist Rigel.

Weitere berühmte Nebel im Bild sind der Hexenkopfnebel, der Flammennebel, der Fuchsfellnebel und – wenn man weiß, wo man suchen muss – der vergleichsweise kleine Pferdekopfnebel. Die berühmten drei Sterne im Gürtel des Jägers Orion sind auf diesem belebten Bild schwer zu erkennen. Ein geübtes Auge findet sie rechts unter der Bildmitte.

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Leoniden und Freunde

Am Himmel über einer Gartensternwarte in Onrario fallen Meteore vom Himmel. Dort leuchtet das Sternbild Orion mit der Barnardschleife und ganz oben der Sternhaufen der Hyaden.

Bildcredit und Bildrechte: Malcolm Park (North York Astronomical Association)

Diese Woche regneten die Meteore der Leoniden auf den Planeten Erde, wie jedes Jahr um diese Zeit. Es ist ein Strom aus Staub und Teilchen, die aus der Bahn des Kometen 55P/Tempel-Tuttle stammen. Auf diesem Kompositbild fallen die Leoniden vom Himmel. Vorne steht eine Sternwarte in einem Garten im Süden von Ontario.

Die Einzelbilder wurden mit einer Kamera auf einem Stativ fotografiert. Sie zeigen die Aktivität der hellen Meteore. Sie dauerte die ganze Nacht von 16. auf 17. November. Es war etwa einen Tag vor dem moderaten Höhepunkt des Stroms.

Die Einzelbilder sind auf das Sichtfeld fixiert. Daher sind nicht alle Meteorspuren am Sternfeld im Hintergrund ausgerichtet. Das Panorama wurde am Abend fotografiert, als Orion im Süden über dem Horizont stand. Daher laufen die Spuren nicht beim Radianten des Meteorstroms im Löwen zusammen. Der Löwe liegt links außerhalb des Bildes.

Doch einige Strichspuren zeigen Meteore der Tauriden. Dieser Strom ist ebenfalls im November aktiv. Sogar spontane Meteore traten auf, zum Beispiel eine helle Feuerkugel mit Reflexionen nahe am Horizont.

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Suche die Venus unter dem Spitzkoppe-Bogen

Durch eine natürliche Felsbrücke sieht man die gleißende Venus und einen Astrofotografen. Am Himmel leuchten viele Himmelsikonen.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek; Rollover-Beschriftung: Judy Schmidt

Was ist da am Himmel? Dieses Panorama entstand in den frühen Morgenstunden eines Tages Ende September, und es gab hier so vieles zu sehen. Doch das hellste Objekt am Himmel war eindeutig die Venus.

Das Bild zeigt die Venus unter einer malerischen natürlichen Felsbrücke in Spitzkoppe in Namibia. Der Planet lugt links durch die Öffnung. Rechts bildete die Silhouette eines Astrofotografen eine Ergänzung. Hinter der Felsbrücke leuchteten viele berühmte Ikonen am dunklen Nachthimmel. Von links nach rechts waren es der Sternhaufen der Plejaden, der Orionnebel, der helle Stern Sirius sowie die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Diese Woche bleibt die Venus im Osten vor der Dämmerung am Himmel. Mars steht in knappem Winkelabstand daneben und ergänzt den Anblick.

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Orion über und unter Tibet

Über dem Himalaja geht das Sternbild Orion auf, zusammen mit der Barnardschleife, Rigel und Beteigeuze. Der Himmel spiegelt sich in einem ruhigen See im Vordergrund.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai

Diese Nacht war so klar, dass man sah, wie Orion nach unten aufging. Das ungewöhnliche Schauspiel wurde auf dieser Einzelaufnahme festgehalten. Oben zeigt sie sehr detailreich den Himmel um das berühmte Sternbild Orion. Unten spiegelt sich der Himmel in einem friedlichen See im tibetischen Gyirong-Tal.

Das Bild wurde letztes Jahr zu dieser Zeit fotografiert. Die drei Gürtelsterne in Orion verlaufen fast senkrecht in einer Reihe über und unter dem Himalaja. Rechts neben den Gürtelsternen leuchtet der komplexe Orionnebel. Die rot leuchtende runde Struktur um Orion ist Barnards Schleife. Der helle, rote Stern Beteigeuze links im Bild ist doppelt zu sehen. Auch der strahlend blaue Stern Rigel ist zweimal rechts im Bild.

Das bekannte Sternbild Orion ist ab jetzt immer besser zu sehen, während auf der nördlichen Halbkugel der Winter naht und im Süden der Sommer.

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