Wanderer

Videocredit: Bildmaterial: Erik Wernquist; Musik: Christian Sandquist; Worte und Stimme: Carl Sagan

Wie weit dringen Menschys vor? Dieses Video kombiniert echte Bilder aus dem All mit fiktiven Visualisierungen. Vielleicht stimmen die darin gezeigten Vermutungen. Dann lautet die Antwort: zumindest bis an den Rand des Planetensystems.

Das Video zeigt fantastische Szenen. Menschys treiben durch die Saturnringe, erforschen Jupiter mit einem Raumfahrzeug oder springen in der geringen Gravitation eines Uranusmondes von einer hohen Klippe.

Niemand kennt die Zukunft. Doch das Wandern und Forschen über physische und intellektuelle Grenzen ist Teil des menschlichen Geistes. Es hat unsere Spezies bisher meistens gut gedient.

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Saturns Ringe wie eine Harfe spielen

Die interaktive Grafik ist hier: apod.nasa.gov/apod/image/1804/saturn-harp/

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Klar habt ihr Saturns Ringe schon einmal gesehen. Aber habt ihr sie auch schon mal gehört? Wenn nicht, nützt diese Gelegenheit und spielt auf Saturns Ringen wie auf einer Harfe. Die Klangdarstellung spielt die Regionen von Saturns zentralem B-Ring als immer höhere Töne ab, je heller sie gefärbt sind.

Klickt zu Beginn im Webbrowser irgendwo ins Bild. Zupft Saiten nacheinander, indem ihr den Mast des Magnetometers am Bild der Raumsonde über die Saiten schiebt. Es gibt einen automatischen und einen manuellen Modus.

Das Bild in natürlichen Farben entstand im Juli 2017 gegen Ende der Mission Cassini. Dabei streifte die Sonde die Saturnringe und nahm die bisher am höchsten aufgelösten Bilder der Ringe auf. Die Ringe bestehen großteils aus Wassereis. Derzeit wird noch erforscht, warum sie bräunlich sind und nicht weiß. Wenn ihr die Moll-Tonart wählt, erscheint eine andere Falschfarbenversion des Bildes. Sie zeigt Regionen mit höherem Wassereisgehalt röter.

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Flug über Jupiters Nordpol in Infrarot


Animationscredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, ASI, INAF, JIRAM

Was sieht man, wenn man über Jupiters Nordpol fliegt? Eine fiktive Animation aus echten Bildern und Daten der NASA-Raumsonde Juno zeigt eine Antwort. Da der Pol derzeit im Schatten liegt, nützt das Video Infrarotlicht, das von Jupiter abgestrahlt wird, und zwar eine Farbe von Infrarot, in der die wärmsten Strukturen am hellsten leuchten.

Zu Beginn der Animation vergrößert Juno die gewaltige Welt. Bald sieht man einen der acht Wirbelstürme, die um den Nordpol kreisen. Alle acht Wirbelstürme um den Pol werden besichtigt, und zwar einer nach dem anderen. Jeder ist so groß wie ein ganzer Kontinent auf der Erde und enthält böige, bruchstückhafte Spiralwände. Am Ende der virtuellen Reise weitet sich das Sichtfeld.

Wenn man Jupiters Wirbelstürme erforscht, hilft das der Menschheit, auch gefährliche Sturmsysteme hier auf der Erde besser zu verstehen. Juno führte kürzlich einen weiteren nahen Vorbeiflug an Jupiter durch. Es war Perijovum 12. Anscheinend ist die Sonde fit genug, um noch ein paar weitere Umläufe zu vollenden. Jeder Umlauf dauert zwei Monate.

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Jupiter als Gemälde

Dieses Bild des Planeten Jupiter wurde von der Raumsonde Juno aufgenommen und mit dem Digital-Filter für Ölmalerei digital verfremdet.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Rick Lundh

Pinselstriche malen typische Bänder und Wirbel in der Atmosphäre des Planeten Jupiter. Sie prägen dieses Kunstwerk im Stil des Post-Impressionismus. Es entstand aus aktuellen Daten der Raumsonde Juno, die mit der JunoCam aufgenommen wurden. Die Malerei entstand auf einer digitalen Leinwand. Dafür wählte man ein Bild mit hellen und dunklen Tönen und bearbeitete es mit einem Softwarefilter für Ölmalerei.

Die Bilddaten entstanden bei Junos Perijovum 10. Die Sonde zog am 16. Dezember 2017 nahe am größten Gasriesen im Sonnensystem vorbei. Dabei flog sie in einer Distanz von etwa 13.000 km über die nördlichen Oberflächen von Jupiters Wolken.

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Ich hab dir den Mond gebracht

Unter einer Silhouette eines dunklen Baumes leuchtet eine Mondsichel mit Erdschein. Der Mond wird scheinbar von einer Person hochgehalten.

Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo

Ich mag dich sosehr, also habe ich dir den Mond gebracht.
Bitte nimm ihn, bevor sich dieser Baum mehr dafür interessiert.
Außerdem ist der Mond schwerer, als ich dachte.
Und ich hab ihn versehentlich an der heißen Seite gehoben.
Doch er ist für dich und alle, die dieses APOD sehen.
Versprich mir, dieses Bild – unser Bild – an einem sicheren Ort aufzubewahren.
Denk daran, dass es eine geplante Einzelaufnahme aus dem spanischen Valladolid ist.
Bitte nimm es und behalte es als Zeichen von Zuneigung und – hm – als Aprilscherz.

I love you so much that I brought you the Moon.
Please take it before this tree becomes more interested.
Also the Moon is heavier than I thought.
And I foolishly picked it up by the hot side by mistake.
But it is for you and, well, the others reading this APOD.
Promise to keep this image – our image – in a safe place, and know that it was taken in a single, well-planned exposure in Valladolid, Spain.
Please take it and keep it always as a token of our love and, well, April Fool’s Day.

Rückschau: 1. April auf APOD

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Der Blaue Mond und der Baum

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Houck

Gibt es so eine Anordnung nur alle heiligen Zeiten? Nein. Doch diese Einzelaufnahme wurde bei „blauem Mond“ fotografiert. Ende Jänner knipste der Fotograf diese Anordnung bei Vollmond. Es war der zweite des Monats und wird daher als „blauer Mond“ bezeichnet. Für die Aufnahme lief er schnell umher, um einen Punkt zu finden, wo der Mond im Hintergrund hinter dem Bogen eines Baumes im Vordergrund zu sehen war.

Leider gab es keine andere Möglichkeit, als sich in den Schlamm zu werfen und die Kamera auf einem Zaun aus Stacheldraht abzustellen. Zuvor schufen hungrige Kühe den Bogen in der Eiche, die in Knight’s Ferry in Kalifornien in den USA steht.

Solche skurrilen Anordnungen mit Mond und Baum gibt es bei jedem Vollmond, wenn man genug Zeit und Planung investiert. Eine neue Gelegenheit bietet sich dieses Wochenende. Dann geht wieder ein „blauer Mond“ auf. Es ist schon der zweite „blaue“ Mond des Jahres 2018. Somit ist dieser Monat der zweite des Jahres, in dem zwei Vollmonde auftreten. Jahre mit zwei blauen Monden sind recht selten. Das letzte solche Jahr war 1999, das nächste ist 2037.

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Die Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra ist grünlich und mit goldenen Symbolen verziert. Man erkennt einen Kreis und eine Sichel, die wahrscheinlich beide den Mond darstellen. Oben sind mehrere Sterne, vielleicht die Plejaden. Auf der ganzen Scheibe sind goldene Punkte verteilt, vermutlich sind es Sterne. Unten ist ein Bogen, vielleicht eine Sonnenbarke. Links und rechts sind Bögen (der linke ging verloren), die vermutlich der Winkelmessung dienten.

Bildcredit: Dbachmann, Wikipedia

Das ist vermutlich die älteste bekannte Darstellung des Nachthimmels. Doch was zeigt sie, und warum wurde sie geschaffen? 1999 fanden Schatzsucher die Himmelsscheibe in der Nähe von Nebra in Deutschland mit einem Metalldetektor. Sie lag zwischen mehreren Waffen aus der Bronzezeit. Das urzeitliche Artefakt ist zirka 30 Zentimeter groß. Es wurde der Aunjetitzer Kultur zugeordnet, die 1600 v. Chr. Teile von Europa bewohnte.

Die Punkte Sterne sind wahrscheinlich Sterne, und der Sternhaufen stellt wohl die Plejaden dar. Der große Kreis und die Sichel symbolisieren nach aktueller Auffassung den Mond. Der Zweck der Scheibe bleibt unbekannt. Einige Hypothesen vermuten eine astronomische Uhr, ein Kunstwerk oder ein religiöses Symbol. Ihr Wert liegt bei 8,9 Millionen Euro. Manche glauben, die Himmelsscheibe von Nebra wäre nur eine von zweien, und die zweite warte noch auf ihre Entdeckung.*

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*Dafür gibt es keine Belege; Anm. d. Übersetzerin

Der Sternenhimmel von März bis Mai

Eine komplexe Infografik visualisiert die Himmelsereignisse im Frühjahr 2018. Unten in der Mitte steht eine Figur mit Teleskop.

Bildcredit und Bildrechte: Universe2go.com

Was sieht man in den nächsten Monaten am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt ein paar Höhepunkte. Die Grafik ist wie ein halbes Ziffernblatt, die Mitte liegt unten. Links sind die Himmelsereignisse im März gelistet, April ist oben und Mai rechts. Unten steht eine Person mit Teleskop. Doch man sieht fast alle dargestellten Ereignisse ohne Fernrohr. Wenn ein Objekt der Erde relativ nahe ist, liegt es näher bei der Figur in der Mitte.

Ein paar Höhepunkte am Himmel sind dieses Frühjahr die helle Venus am Abendhimmel im März, der Meteorstrom der Lyriden im April und Jupiter, der im Mai den Abendhimmel erreicht. In jeder Jahreszeit seht ihr manchmal, wie die Internationale Raumstation (ISS) über den Himmel zieht, wenn ihr wisst, wann ihr wohin gucken müsst.

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