Polarlichter verzaubern den Himmel

Über der Erde winden sich ströme aus leuchtend grünem Polarlicht. Nach oben steigen grüne und rote Spitzen auf. Die Erde darunter ist zart beleuchtet. Der orangefarbene Rand über der Erde stammt von Luftleuchten.
Bildcredit: Jack Fischer, Expedition 52, NASA

Wie Salsa Verde auf einem Burrito überzieht ein grünes Polarlicht den Himmel. Das Bild entstand am 25. Juni 2017 auf der Internationalen Raumstation ISS. Die Station kreist ca. 400 km über der Erde. Dort befindet sie sich im oberen Bereich der Polarlichter.

Polarlichter leuchten in den typischen Farben, wenn Moleküle und Atome, die mit geringer Dichte verteilt sind, in extremer Höhe angeregt werden. Das Leuchten von atomarem Sauerstoff bestimmt das Bild. Tiefer unten leuchtet der Sauerstoff faszinierend grün. Rötliche Streifen, die man seltener sieht, steigen über dem Horizont der Raumstation auf.

Die Aufnahme entstand, als die Raumstation über einen Punkt südöstlich von Australien flog. Die Sterne rechts über dem Horizont gehören zum Sternbild Canis Major, Orions großem Hund. Sirius ist der hellste Stern im Großen Hund. Er strahlt knapp über dem Horizont der Erde.

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C/2025 R3 (PANSTARRS): Ein Komet im Orion

In einem Sternenfeld mit vielen hellen Sternen schimmern rote Nebel und ein Komet. Vorne ragen schneebedeckte Berge auf. Der Komet links oben hat einen Schweif, der nach rechts oben zieht. Dort trifft er auf einen hellen Stern.

Bildcredit und Bildrechte: Chester Hall-Fernandez

Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) bleibt wohl vor allem als Orion-Komet in Erinnerung. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass der Komet gerade dann am spektakulärsten war – was die Sichtbarkeit seines Schweifs angeht – als er vor dem bekannten Sternbild vorbeizog. Es kommt zwar nur selten vor, aber auch andere helle Kometen haben sich schon in den Orion gewagt. Dazu gehören Lovejoy im Jahr 2015, Hale-Bopp im Jahr 1997 und der große Komet von 1264.

Dieses Bild wurde letzte Woche von der Craigieburn-Bergkette in Neuseeland aus aufgenommen. Im Hintergrund des Bildes stehen der Orionnebel und die Barnardschleife. Der Schweif des Kometen trifft den hellen Stern Saiph. Er ist der sechsthellste Stern im Sternbild Orion. C/2025 R3 (PANSTARRS) wird langsam schwächer. Dabei bewegt er sich weiter nach Süden und tritt in den nächsten Tagen in das Sternbild Einhorn (Monoceros).

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Alle Messier-Objekte im gleichen Maßstab

Alle 110 Objekte des Messier-Katalogs wurden im selben Maßstab fotografiert und zu diesem Raster zusammengefasst. Manche Bildfelder enthalten zwei oder mehr Objekte (z. B.: M31, M32 und M110).
Bildcredit: Sylvain Villet; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Nachts sieht man viele astronomische Objekte. Welche sind besonders interessant? Mit einem guten Fernglas oder einem kleinen Teleskop könnt ihr auf der Nordhalbkugel nach den Objekten im Messier-Katalog suchen, die sehr beliebt sind. Viele davon sieht man auch auf der Südhalbkugel, aber nicht alle.

Der Katalog enthält 110 Objekte. Charles Messier erstellte ihn im 18. Jahrhundert, weil er sich für Kometen interessierte. Dieses Bild zeigt sie alle im gleichen Maßstab. Der Katalog ist eine Liste bekannter Objekte, die Kometen ähnlich sehen. Wenn man Kometen beobachtete oder nach ihnen suchte, sollte man sie vermeiden.

Der Katalog enthält eine Vielfalt an Himmelsobjekten. Dazu zählt zum Beispiel der Krebsnebel (M1), ein Supernovaüberrest. Galaxien wie die Andromeda-Galaxie (M31). Nebel wie der Orionnebel (M42), in dem Sterne entstehen. Oder Sternhaufen wie die Plejaden (M45). Sie sind ein offener Haufen aus hellen jungen Sternen.

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NGC 188: Alter Sternhaufen im New General Catalog

Mitten im Bild liegt ein offener Sternhaufen, der bereits so alt ist, dass viele seiner Sterne zu Roten Riesen wurden. Davor sind blasse interstellare Nebelfetzen verteilt, die dem Bild ein leicht unscharfes Aussehen verleihen.
Bildcredit und Bildrechte: Neven Krcmarek

Der New General Catalog (NGC) der Sternhaufen und Nebel ist eigentlich gar nicht so neu. J. L. E. Dreyer veröffentlichte ihn 1888. Der Katalog sollte komplett und gut verwendbar sein. Dreyer führte darin astronomische Entdeckungen und Messungen von William, Caroline und John Herschel sowie einigen anderen zusammen. Der berühmte Katalog war höchst erfolgreich und ist bis heute in Verwendung. Von ihm erhalten helle Sternhaufen, Galaxien und Nebeln die Bezeichnung „NGC“.

Ein Beispiel ist der Sternhaufen NGC 188 (also der 188. Eintrag in der NGC-Sammlung). Der offene Sternhaufen ist etwa 6000 Lichtjahre entfernt und liegt im nördlichen Sternbild Kepheus. Sein Alter beträgt ca. 7 Milliarden Jahre. Damit ist NGC 188 relativ alt für einen offenen Sternhaufen. Seine alten roten Riesensterne verleihen dieser Farbaufnahme gelbe Töne.

In einer modernen Sammlung blasser Himmelsobjekte wird NGC 188 als Caldwell 1 bezeichnet. Der Sternhaufen liegt weit über der Ebene der Milchstraße. Wir sehen ihn nahe beim Himmelsnordpol der Erde. Deshalb nennt man ihn manchmal auch Polarissima.

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Konjunktion von Komet R3 PANSTARRS und Orionnebel

Das Panorama zeigt links den rosa-lila Orionnebel, rechts fächert sich der Schweif des Kometen PANSTARRS nach unten auf.
Bildcredit und Bildrechte: Julien De Winter, Sascha Ebeler; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Diese Fotomontage zeigt etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes und etwas Blaues.1 Komet R3 PANSTARRS zieht sich rechts durch das Bild. Er kommt vermutlich aus der Oortschen Wolke. Das heißt, er ist ein altes Objekt, das im Sonnensystem vor Milliarden von Jahren entstand. Sein heller, langer Ionenschweif leuchtet blau, weil das Gas, das aus dem Kern des Kometen austritt, vom Sonnenlicht ionisiert wird.

Kometen faszinieren aus mehreren Gründen. Sie sind unberührte Zeitkapseln und enthalten die Bausteine der Planeten im Sonnensystem. Kometen brachten womöglich Wasser auf die junge Erde. Das Verhalten des Kometenschweifs lässt auf Wechselwirkungen mit dem Wind und der Strahlung der Sonne schließen.

Im Hintergrund zeigt das Bildmosaik den Orionnebel (M42). Es wurde im Laufe von zwei Beobachtungsnächten aufgenommen. Der Komet wurde in der dritten Nacht fotografiert. Der Orionnebel ist das uns am nächsten gelegene Gebiet, in dem Sterne entstehen. Es ist mit etwa 2 Millionen Jahren noch relativ neu bzw. jung.

Der Komet R3 PANSTARRS ist nur geborgt. Er ist nun etwa 127,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und verlässt unser Sonnensystem wieder.

  1. Der Reim lautet:
    Something old,
    something new,
    something borrowed,
    something blue,
    and a sixpence in her shoe.
    ↩︎

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Der Mond geht hinter dem Vulkan Teide unter

Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Piano della Moon (Dan Silva)

Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Was hier von links oben kommt, ist nur der weit entfernte Mond. Luna sieht hier so groß aus, weil ihr sie durch ein Teleobjektiv seht. Die Erde verursacht den Großteil der Bewegung. Weil sie sich dreht, verschwindet der Mond langsam hinter dem Berg Teide, einem Vulkan auf den Kanarischen Inseln. Diese gehören zu Spanien und liegen vor der Nordwestküste Afrikas.

Die Menschen im Film sind 16 Kilometer entfernt. Viele blicken zur Kamera, weil hinter dem Fotografen die Sonne aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht. Das liegt daran, dass die Sonne am Himmel stets gegenüber dem Vollmond steht. Dieses Video entstand 2018 während eines Vollmonds im Frühling. Im Englischen trägt dieser die Bezeichnung „Milk Moon“ (Milchmond). Das Video ist kein Zeitraffer. Der Mond ging wirklich so schnell unter.

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Komet R3 PANSTARRS und Orion

Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) zieht mit einem langen Schweif durch ein Sternfeld. Der Schweif reicht von unten nach links oben. Links neben dem Kometen leuchtet der helle Stern Rigel. Rechts über dem Kometen schimmert der rot-weiße Orionnebel.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Noch nie hatte Orion so ein Schwert. Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) zieht nun aus dem inneren Sonnensystem ab. Dabei bietet er ein wahres Spektakel, wenn man ihn lange mit einer Kamera belichtet. Gerade sieht man ihn beim Sternbild des Jägers Orion. Rechts oben schimmert der ferne Orionnebel.

Komet R3 PANSTARRS hat nun zwei getrennte Schweife. Ein kurzer Staubschweif zeigt zum oberen Bildrand und ein langer, sehr welliger Ionenschweif zieht nach links oben. Der Ionenschweif zeigt von der Sonne fort. Er leuchtet blau, weil die Sonne das Kohlenmonoxid darin anregt (ionisiert). Große Teilchen im Staubschweif widerstehen dem Strahlungsdruck, der sie von der Sonne forttreibt. Daher sie folgen dem Kometen kurze Zeit auf seiner Bahn. Der Staubschweif glänzt, weil er Sonnenlicht reflektiert.

Dieses Bild wurde vor ein paar Tagen auf der französischen Insel Reunion fotografiert. Sie liegt im südlichen Indischen Ozean.

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Die Messier-Krater in Stereo

Zwei Krater sind auf einem Ausschnitt der Mondoberfläche dargestellt. Sie liegen waagrecht nebeneinander und sind Cyan und Magenta gefärbt, sodass man sie mit 3D-Brillen betrachten kann.
Bildcredit: Apollo 11, NASA; Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Nachthimmel listete der Astronom Charles Messier in seinem berühmten Katalog. Aber auch zwei große und beeindruckende Krater tragen seinen Namen. Sie sind markante Strukturen im sonst flachen Mare Fecunditatis (Meer der Fruchtbarkeit). Der linke Krater ist Messier, er ist 15 mal 8 Kilometer groß. Messier A ist rechts und misst 16 mal 11 Kilometer.

Die leicht längliche Form wurde durch einen Einschlag im flachen Winkel verursacht. Dieser Einschlag verursachte auch zwei helle Spuren aus Auswurfmaterial, welche sich über die Mondoberfläche (rechts vom Bild) erstrecken. Das Bild soll mit 3D Brillen (rot-blau, wobei rot am linken Auge sein soll) betrachtet werden. Es entstand aus hochaufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304 und AS11-42-6305) die während der Apollo 11 Mission zum Mond aufgenommen wurden.

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