
Der New General Catalog der Sternhaufen und Nebel ist eigentlich gar nicht so neu. Er wurde 1888 von J. L. E. Dreyer herausgegeben. Dreyer wollte damit die Arbeit von William, Caroline und John Herschel sowie einigen anderen Astronomen in einem brauchbaren, kompletten Katalog von astronomischen Entdeckungen und Messungen zusammenführen. Seine Arbeit war höchst erfolgreich und ist bis heute wichtig. Der berühmte Katalog ist nach wie vor in Verwendung und verleiht hellen Sternhaufen, Galaxien und Nebeln die Bezeichnung „NGC“.
Ein Beispiel ist der Sternhaufen NGC 188 (Eintrag Nr. 188 in der NGC Sammlung). Der offene Sternhaufen liegt in etwa 6000 Lichtjahren Entfernung im nördlichen Sternbild Cepheus. Mit ca. 7 Milliarden Jahren ist NGC 188 relativ alt für einen offenen Sternhaufen. Seine alten, weit entwickelten Roten Riesensterne zeigen sich in dieser Farbaufnahme in Gelbtönen.
In einer modernen Sammlung von Deep Sky Objekten hat NGC 188 die Bezeichnung Caldwell 1. Der Sternhaufen liegt weit abseits der Ebene der Milchstraße. Er ist in Richtung des Himmelsnordpols der Erde zu sehen. Deshalb wird er auch manchmal Polarissima genannt.