Perseïden über einem kleinen Planeten

Ein kleiner Planet ist von einem hellen Leuchten umgeben. Oben wölbt sich die Milchstraße, und Tausende Meteore blitzen über den Himmel. Die Bahnen der Meteore sind gekrümmt, wegen der Projektion.
Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Es sieht aus wie ein Blick vom Planeten des Kleinen Prinzen. Das Bild ist eine Rückschau auf den Meteorschauer der Perseïden von 2024. Auf dieser Projektion umrahmen ihn die Bieszczady, ein Gebirgszug der Karpaten in Polen. Am Himmel wölbt sich der Bogen der Milchstraße mit mehreren roten Nebeln und über hundert Meteoren. Sie zeigen zum Radianten im Sternbild Perseus.

Die Perseïden sieht man im Sommer auf der Nordhalbkugel gut. Sie sind sehr beliebt. Meteorströme im Winter zu beobachten ist weniger angenehm. Dieses Jahr bieten sie wohl ein noch beeindruckenderes Spektakel als sonst, denn der Höhepunkt fällt auf den Neumond.

Der Meteorschauer der Perseïden 2026 erreicht heute Nacht seinen Höhepunkt. Wir erwarten 50 bis 100 Meteore pro Stunde. Die Erde durchquert dann auf ihrer Bahn die Staubspur, die der Komet Swift-Tuttle hinterlässt. Die beste Zeit, um die Meteore zu beobachten, ist in der Regel zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen. Um die Meteore zu beobachten, braucht man kein Fernglas. Doch ein Liegestuhl und ein Ort mit dunklem Himmel sind sehr hilfreich.

Heute ist eine totale Sonnenfinsternis! Weitere Info gibt es hier (engl).

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Sechs Saturnmonde

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Bildcredit und Bildrechte: Alexandre Trentini

Wie viele Monde hat der Saturn? Auch wenn die Gesamtzahl wahrscheinlich weiter steigen wird, hat der Ringplanet aktuell 293 bestätigte Monde (Stand Juni 2026). Das sind deutlich mehr als bei jedem anderen Planeten des Sonnensystems. Selbst der Gasriese Jupiter, der größte unserer Planeten, weist derzeit „nur“ 115 bestätigte Monde auf.

Die meisten der bekannten Saturnmonde sind kleine, unregelmäßig geformte Satelliten. Viele haben einen Durchmesser von nur wenigen Kilometern bis zu wenigen Metern. Sie gruppieren sich in geneigten äußeren Umlaufbahnen. Sechs seiner größten Monde sind hier zu sehen. Dieses Familienporträt des Saturn wurde am 5. August 2026 festgehalten.

Größer als der Erdmond und sogar noch etwas größer als der innere Planet Merkur befindet sich Titan mit einem Durchmesser von 5.150 Kilometern unten rechts. Außerdem sind die eisigen Monde Mimas, Tethys, Enceladus, Dione und Rhea im Bild zu erkennen.

Titan wurde 1655 vom niederländischen Astronomen Christiaan Huygens entdeckt. Im Weltraumzeitalter haben Entdeckungen der Voyager- und Cassini-Sonden die bekannte Zahl der Saturnmonde weiter vergrößert.

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Drei Galaxienpaare

Ein dunkles Sternenfeld zeigt drei Galaxien-Paare. Ein Paar liegt oben, eins in der Mitte und eines ist unten zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Rafael Sampaio

Jedes dieser Galaxienpaare ist anders. Die beiden Galaxien oben stehen wahrscheinlich – zumindest derzeit – nicht in Wechselwirkung zueinander. Die obere Galaxie mit dem blauen Streifen, NGC 4650A, ist jedoch eine Polarringgalaxie und könnte das Ergebnis einer vergangenen Galaxienkollision sein.

Die beiden Galaxien in der Mitte des Bildes sehen so aus, als könnten sie in gravitativer Wechselwirkung stehen – doch ihre Relativgeschwindigkeiten machen dies unwahrscheinlich. Die größere der beiden Galaxien ist NGC 4650, eine Spiralgalaxie mit einem hellen Sternenband, das sich quer durch ihr Zentrum zieht.

Die beiden Galaxien unten stehen in aktiver Wechselwirkung zueinander. Möglicherweise werden NGC 4622A und NGC 4622B in ca. einer Milliarde Jahren verschmelzen und zu einer einzigen Galaxie werden.

Alle diese Galaxien gehören wahrscheinlich zum größeren Centaurus-Galaxienhaufen.

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Die Sonne betrachten

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Bildcredit und Bildrechte: Steven Gilbert

Habt ihr in letzter Zeit unseren Heimatstern betrachtet? Dieses Bild zeigt die Sonne. Links oben ist sie teilweise vom Mond verdeckt. Unten stehen Erdlinge vor der Sichel. Sie beobachten die Sonnenfinsternis. Diese Silhouetten wurde 2012 in der Glen Canyon National Recreation Area in der Nähe von Page in Arizona (USA) fotografiert. Dort erklärten Parkranger und Astronomen den Zuschauern das ungewöhnliche Ereignis.

Auf der Scheibe der Sonne erkennt man rechts unter der dunklen Mondscheibe eine schwache Gruppe an Sonnenflecken.

Diese Woche gibt es wieder eine Sonnenfinsternis. Viele Menschen im Nordosten Nordamerikas, in Europa und im Nordwesten von Afrika sehen die Sonne teilweise verfinstert. Auf einem schmalen Streifen auf der Erde erlebt man sogar eine totale Sonnenfinsternis. Dieser Pfad verläuft von Grönland bis Spanien.

Offen bleibt die Frage, ob man während der Totalität Sternschnuppen der Perseïden sieht, die gerade den Höhepunkt erreichen.

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Messier-Moment für Tempel 2

Foto des sternenübersähten Himmels, auf dem lins ein grüner, verwaschener Fleck steht, von dem ein schwacher, verwaschener Streif nach rechts zieht. Am Ende des Streifs steht eine Kugel dicht gepackter, lichtschwacher Sterne, die ähnlich groß wie der grüne Fleck ist.
Bildcredit und Bildrechte: Dan Bartlett

Was ist hier kein Komet? Ihr habt es erraten: Das Objekt rechts ist ein Kugelsternhaufen. Links im Bild seht ihr die diffuse, grünliche Koma des periodischen Kometen 10P/Tempel 2.

Der Kugelsternhaufen ist Messier 30, auch bekannt als M30. Er ist der 30. Eintrag in Charles Messiers Katalog von Objekten, die keine Kometen sind. Dieser bekannte Astronom des 18. Jahrhunderts stellte eine Liste der Objekte auf, die er beobachtete. Er notierte solche, die relativ zu den Hintergrundsternen still standen. Sie konnten dann nicht die Kometen sein, die er suchte. Heute ist seine Liste der berühmte Messier-Katalog von Nebeln und Sternhaufen.

So hätte auch der berühmte Kometenjäger hier die richtige Antwort gefunden. Allerdings hätten in seinem Teleskop 10P/Tempel 2 und der ferne Sternhaufen ähnlich lichtschwach und verwaschen ausgesehen.

Dieses mit einem heutigen Teleskop aufgenommene Bild entstand am 29. Juli. Es zeigt den periodischen Kometen Tempel 2, als dieser am Himmel nah am M30 vorbeizog. Es sieht so aus als würde der schwache, schmale Staubschweif des periodischen Kometen den Kugelsternhaufen aufspießen. Allerdings ist Tempel 2 gerade einmal 3,5 Lichtminuten von der Erde entfernt. Messier 30 hingegen liegt in einer Entfernung von 28.000 Lichtjahren.

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Rubins COSMOS-Feld

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Bildcredit und Bildrechte: NSFDOE Vera-C.-Rubin-Observatorium/NOIRLab/SLAC/AURA; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Im Mittelteil dieses Bildes vom NSF-DOE Vera C. Rubin Observatorium in Chile sind mehr als eine halbe Million Galaxien zu sehen. Es handelt sich um das COSMOS-Feld, einen Himmelsausschnitt, der um ein Vielfaches größer ist als der Vollmond und erstmals vom Hubble-Weltraumteleskop beobachtet wurde.

Mittlerweile wurde es auch vom JWST und anderen Teleskopen ins Visier genommen. Da es vergleichsweise wenige helle Sterne aus unserer eigenen Galaxie enthält, bietet es einen relativ ungehinderten Blick auf andere Galaxien außerhalb der Milchstraße.

Die äußeren Felder, nummeriert von 1 bis 10, zeigen vergrößerte Ansichten der entsprechenden kleinen Bereiche, die im mittleren Feld hervorgehoben sind. Die Vielfalt der Galaxienformen und -größen ist erstaunlich. Einige von ihnen sind so weit entfernt, dass ihr Licht Milliarden von Jahren unterwegs war, bevor es die Erde erreichte.

Rubin wird im Rahmen seines auf zehn Jahre angelegten „Legacy Survey of Space and Time“ alle paar Tage zum COSMOS-Feld zurückkehren. Dies wird einen dynamischen Einblick in das COSMOS-Feld ermöglichen und zeigen, wie sich der Himmel im Laufe der Zeit verändert.

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Das neue, schärfste Bild der Sonne zeigt Instabilität

Gelbe, glatte Flächen sind stark zerfurcht von dunklen braunen Wirbeln. Es sind Kelvin-Helmholtz-Instabilitäten.
Bildcredit und Bildrechte: NSFNSOAURAMPSInouye Telescope

Was zeigt uns das neue schärfste Bild unserer Sonne? Instabilität. Genauer gesagt: Es zeigt einen ganz bestimmten interaktiven Prozess namens Kelvin-Helmholtz-Instabilität (KHI). Diese Instabilität erzeugt Wellen und Wirbel, wenn zwei Strömungen aneinander vorbeifließen. In diesem Fall sind das veränderliche Ströme im magnetischen Plasma der Sonne.

Schon lange vermutete man Strudel und Ströme der KHI auf der Sonne. Jetzt konnten wir sie endlich in dieser dramatischen Aufnahme in hoher Auflösung nachweisen. Das Bild wurde soeben veröffentlicht. Es wurde mit dem Sonnenteleskop Inouye auf Hawaii in den USA aufgenommen. Das gelbe Falschfarbenbild ist eigentlich blau. Es ist das am höchsten aufgelöste Bild der Sonne im sichtbaren Licht.

Der Bildausschnitt ist etwa so groß wie die Erde. Doch die feinsten Details sind nur so breit wie eine Stadt. Wir sehen glatte Oberflächen in der körnigen Struktur der Sonne, die wir als Granulen bezeichnen. An den Rändern der blumenartigen Strukturen liegen zahlreiche KHI-Wirbel. Zukünftige Forschung könnte erklären, wie diese Kelvin-Helmholtz-Instabilitäten Energie und Magnetfelder bewegen. Vielleicht heizen sie sogar die Korona der Sonne auf.

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Speichen in Saturns B-Ring

Auf Saturns Ringen wandern Schatten vor und zurück, die es so eigentlich nicht geben dürfte. Wir sehen die Ringe seitlich, die Cassini-Teilung ist ein markanter Spalt.
Videocredit und -rechte: Brad Croslin; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Lasst euch nicht von Saturns gespenstischen Speichen erschrecken! Heute zeigen wir einen Zeitraffer von Saturn und seinen Ringen, der fast zwei Stunden zusammenfasst. Er läuft vorwärts und rückwärts in einer Schleife. Ein Tag auf dem Saturn dauert nur 10 Stunden. Daher decken zwei Beobachtungsstunden schon einen beträchtlichen Teil seiner Rotation ab.

Wenn ihr genau hinschaut, erscheint ein unheimlicher Schatten, während sich Saturns B-Ring dreht, und verschwindet wieder. Die Sonden Voyager 2, Cassini und Hubble beobachteten viele Jahrzehnte die Ringe. Dabei zeigte sich, dass sich das Erscheinungsbild von Saturns Speichen mit den Jahreszeiten verändert.

Saturns Rotationsachse ist zu seiner Umlaufbahn um die Sonne geneigt, wie auch die der Erde. Wenn auf Saturn Tag-und-Nacht-Gleiche (Äquinoktium) ist, sind die Ringe weniger stark zur Sonne geneigt. Dadurch fällt das Sonnenlicht in einem flacheren Winkel auf die Ringe.

Vielleicht entstehen Saturns Speichen aus elektrisch geladenem Staub und Eis, den elektromagnetische Kräfte vorübergehend über die Ringe hinausschleudern. Genaues weiß man nicht. Doch folgende Dinge beeinflussen vielleicht das Plasma der Ringe und die Ladungsumgebung: Veränderliche UV-Beleuchtung, Einschläge von Meteoroiden oder indirekte Effekte von Wechselwirkungen zwischen dem Sonnenwind und dem Magnetfeld des Planeten.

Hinweis: Der Originaltext wurde überarbeitet.

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