Elefantenrüssel in Kepheus

Ein rötlicher Nebel vor einem Sternenhintergrund, in dem sich dunkle Strukturen abzeichnen. Der Nebelkomplex ähnelt einem Elefantenrüssel.
Bildcredit und Bildrechte: Eddie Sgarbossa

Er sieht aus wie eine Illustration aus einer Genau-so-Geschichte. Der Elefantenrüsselnebel schlängelt sich durch einen Emissionsnebel und einen jungen Sternhaufen. Diese Objekte tragen die Katalogbezeichnung IC 1396 und befinden sich im Sternbild Kepheus. Der Elefantenrüsselnebel ist auch unter der Bezeichnung vdB 142 bekannt und mehr als 20 Lichtjahre lang. Dieser detaillierte Anblick durch ein Teleskop zeigt die hellen, verwehten Grate und Bereiche aus kühlem Staub und Gas zwischen den Sternen, von denen es dort viele gibt. Die dunklen, rankenförmigen Wolken enthalten das Rohmaterial für die Sternentstehung. In ihnen verstecken sich Protosterne. Der vergleichsweise lichtschwache Komplex IC 1396 ist rund 3000 Lichtjahre entfernt. Er bedeckt eine großen Bereich am Himmel und erstreckt sich über mehr als 5 Grad. Von oben nach unten misst diese rüsselartige Darstellung fast 1 Grad. Das ist etwas weniger als der Winkeldurchmesser von 2 Vollmonden.

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Der Fall eines mysteriösen möglichen Meteors

Videocredit: Juan Pablo Castañeda; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II); Dank an: William Cooke, David Lee, Peter Brown, Denis Vida, Peter Jenniskens

Was war das? Was ist da verschwunden, während es die teilweise verfinsterte Sonne kreuzte? Schauen wir die Fakten an. Das Video zeigt 24 Aufnahmen pro Sekunde. Es wurde am 12. August 2026 um 20:28 Ortszeit in Spanien gefilmt. Die Koordinaten des Ortes lauten 40°34’30.3″N 1°12’28.8″W. Der Meteorschauer der Perseïden erreichte zu dieser Zeit gerade seinen Höhepunkt. Ist das also ein Meteor?

Meteore eines Stroms zeigen rückwärts zu einer Region am Himmel, die man Radiant nennt. Dort kreuzt die Erde die Bahn des jeweiligen Kometen. Der Pfad des Objekts könnte zum Radianten der Perseïden zeigen, der im Sternbild Perseus liegt. Der Winkel am Himmel, den die Spur des Objekts zieht, ist kleiner als 0,5 Grad – das ist die Winkelgröße von Sonne und Mond. Und es ist viel weniger, als man bei einem Meteor erwarten würde.

Seine Helligkeit reicht nicht weit über die Sonne hinaus. Doch wenn ein Meteor am Himmel auflodert, braucht man kein Sonnenlicht, um ihn zu sehen. Vielleicht reflektiert das Objekt Sonnenlicht? Man glich also den Ort, die Zeit und die Region am Himmel mit einer Flugdatenbank ab. Dabei zeigte sich: Der Übeltäter war der Kondensstreifen eines Flugzeugs!

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Perseïden aus dem Sternbild Perseus

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Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák

Dieses Jahr war ein gutes Jahr für den Meteorstrom der Perseiden. Der Hauptgrund dafür war, dass der Mond nicht am Nachthimmel der Erde stand. Da der Himmel nicht vom Mond aufgehellt wurde, waren mehr Sternschnuppen als gewöhnlich zu sehen.

Wo war der Mond? Er war gerade damit beschäftigt, die Sonne zu besuchen. Kurz vor dem Höhepunkt der Perseiden schob sich der Mond direkt vor die Sonne und verursachte eine totale Sonnenfinsternis, die von Grönland und Spanien aus zu sehen war.

Die Perseiden entstehen dadurch, dass die Erde auf einen Strom von Staubteilchen trifft, die die Sonne umkreisen. Sie stammen vom Kometen Swift-Tuttle. Perseiden-Meteoroide sind üblicherweise nur so groß wie ein Sandkorn. Da die Staubpartikel des Kometen Swift-Tuttle die Sonne teilweise in entgegengesetzter Richtung zur Umlaufrichtung der Erde umkreisen, sind die Perseiden-Sternschnuppen oft auch schnell und hell.

Diese Bildzusammenstellung entstand die über mehrere Nächte hinweg von Jizerka in der Tschechischen Republik aus. Darin lassen sich die Spuren der Perseiden-Sternschnuppen auf einen einzigen Punkt am Himmel zurückverfolgen – ihren Radianten im Sternbild Perseus.

Galerie der Perseïden 2026

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Sonnenfinsternis mit goldener Korona

Die Sonne ist vom Neumond verdeckt. Daher strahlt ihre Korona in der Dunkelheit hell und farbenprächtig hinter dem Mond auf. Links ragt eine rote Protuberanz über den Mondrand.
Bildcredit und Bildrechte: Rui Santos (Living Impressions)

Die totale Sonnenfinsternis war von poetischer Schönheit, und sie war auch wissenschaftlich sehr interessant. Normalerweise ist die Korona der Sonne weiß. Doch einige Beobachter sahen letzte Woche die Korona bei der totalen Sonnenfinsternis in den Farben von Perlen.

In Spanien jedoch strahlte die Korona in ungewöhnlich goldener Farbe. Einerseits liegt das daran, dass die totale Phase der Sonnenfinsternis in Spanien bei Sonnenuntergang stattfand und die Sonne schon nahe am Horizont stand. Das Sonnenlicht legt dort eine längere Strecke durch unsere Atmosphäre zurück. Dadurch wird ein Teil des blauen Lichts an den Teilchen der Luft gestreut. Wegen der Waldbrände in der Umgebung war außerdem ungewöhnlich viel Rauch in der Luft. Das wirkte wie ein zweiter Filter, der den blauen Anteil des Lichts noch stärker streute. Somit erstrahlte die Korona in einem intensiven Goldton.

Dieses Bild entstand aus mehreren Aufnahmen, die als HDR bearbeitet wurden. Es entstand letzte Woche in Benavente in Spanien. Am linken Rand der Sonne schwebt eine glühende Protuberanz aus ionisiertem Wasserstoff. Sie leuchtete nicht golden, sondern behielt ihr ursprüngliches leuchtendes Rosa.

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

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Milchstraße über Yellowstone

Über dem künstlich beleuchteten Silex Spring, dessen türkise Farbe von Bakterien stammt, wölbt sich die Milchstraße. Aus dem Tümpel steigt Dampf aus, weil das Wasser vom Yellowstone-Hotspot erhitzt wird.
Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane

Die Milchstraße entstand nicht aus diesem dampfenden, farbenfrohen Teich. Er ist etwa zehn Meter breit. Man kennt ihn als Silex-Quelle, er befindet sich im Yellowstone Nationalpark in Wyoming in den USA.

Die heiße Quelle wird künstlich beleuchtet. Ihre Farben stammen von Schichten aus Bakterien. Aus der Quelle steigt Dampf auf, weil unterirdisches Magma, das mit dem Yellowstone-Hotspot in Verbindung steht, sie aufheizt. Unabhängig davon biegt sich in weiter Ferne oben das zentrale Band der unserer Galaxis, der Milchstraße. Der Eindruck eines Bandes entsteht durch Milliarden von Sternen. Das Panorama entstand aus 16 einzelnen Aufnahmen aus dem Jahr 2014.

Vor zirka 640.000 Jahren brach der Yellowstone-Hotspot schon einmal als Supervulkan aus. Wenn das wieder passiert, ist ein großer Teil von Nordamerika davon betroffen.

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Helle Perseïden über Schweden

In der dämmrigen Landschaft im Vordergrund spiegelt sich der Himmel in einem ruhigen Gewässer. Vor der zart erkennbaren Milchstraße und dicht verteilten Sternen zischen einige Meteore über den Himmel. Hinter einem Wald ist der Horizont hell beleuchtet.
Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Der jährliche Meteorschauer der Perseiden ist bekannt für seine hellen und raschen Sternschnuppen. Sie scheinen alle aus dem Sternbild Perseus kommend in die Erdatmosphäre einzutreten. Dieses Spektakel am Nordhimmel wird von Staubkörnchen verursacht, welche der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Umlaufbahn um die Sonne verliert. Beim Eintreten in die Erdatmosphäre verglühen diese Staubkörnchen und ziehen kurze, aber wunderschöne Spuren durch die Nacht.

Dieses Bild wurde zum Höhepunkt des Meteorschauers in der Nacht des 12. Augusts aus mehreren Einzelaufnahmen erstellt. Zwei besonders helle Perseiden ziehen über den Himmel, so hell, dass sogar ein Spiegelbild im Wasser zu sehen ist. Der Aufnahmeort ist der Küstenort Grisslehamn in Schweden.

Der hellste Stern dieser Szene ist Altair – nur wenig heller als die zwei hellsten Perseiden. Viele weitere Sternschnuppen ziehen ihre Spur über das schwache Band der Milchstraße. Da der Höhepunkt heuer mit dem Neumond zusammenfiel, störte kein helles Mondlicht diese Beobachtungen. Für viele Astronomiebegeistere bildete der Sternschnuppenschauer dieses Jahr auch den krönenden Abschluss eines Beobachtungsabends, der mit der Sonnenfinsternis begann!

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

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Totale Sonnenfinsternis über Grönland

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Bildcredit und Bildrechte: Aditya Madhavan

Am 12. August 2026 verdunkelte der Schatten des Mondes Teile der Erde. Ausgehend vom Arktischen Ozean strich er über Teile Grönlands, Islands, den Atlantik und schließlich Portugal und Spanien. Für einige Momente konnten die Erdbewohner unter einem klaren Himmel eine totale Sonnenfinsternis bewundern.

Nachdem der Fotograf dem schlechten Wetter auf hoher See ausgewichen und er am Rype Fjord an der Ostküste Grönlands (71,07055N und 27,71252W) gelandet war, entstand um 17:33:26 dieser harterkämpfte Schnappschuss. Der Aufnahmeort befand sich ganz am Anfang eines Schönwetterstreifens entlang des Totalitätspfades. Das Foto dürfte für dieses Jahr das erste ungestörte Bild der komplett verdunkelten Sonne überhaupt sein! Das atemberaubende Bild zeigt auch die kurzlebigen Diamantringe und die Sonnenkorona, welche erst sichtbar wird wenn die Sonnenscheibe komplett verdeckt ist.

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Totale Sonnenfinsternis über Spanien

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Bildcredit und Bildrechte: Ruiyu Zhang; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Am 12. August 2026 verdunkelte der Mond die Sonne vollständig und warf seinen Schatten über Sibirien, Grönland, Island, Spanien und Portugal. Das heutige Bild zeigt zwei totale Sonnenfinsternisse aus Zaragoza in Spanien: einmal über der Basílica del Pilar und ein weiteres Mal als Spiegelung im Fluss Ebro. Für einen kurzen Moment erlebte Spanien seine erste große totale Sonnenfinsternis seit 1905.

Wer die Totalität miterlebt, spürt womöglich eine plötzliche Kühle in der Luft, das Verstummen der Vögel, das verwirrte Zirpen der Insekten und das gemeinsame Staunen vieler Menschen. Wenn die helle Sonnenscheibe vom Mond verdeckt wird, schlägt die Stunde der Korona.

Sonnenfinsternisse werden unter anderem erforscht, weil sie Wissenschaftler:innen helfen zu verstehen, warum die Korona Millionen Grad heißer ist als die Sonnenoberfläche. Begeisterte Hobby-Astronom:innen können zu diesen Studien beitragen, indem sie das Verhalten von Tieren aufzeichnen, die Korona fotografieren sowie die Lufttemperatur und die Bewölkung beobachten.

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