Ist das ein Raumschiff oder eine Wolke? Es sieht wie das Schiff von Außerirdischen aus, doch es ist nur eine eindrucksvolle Gewitterwolke. Man bezeichnet sie als Superzelle. So kolossale Sturmsysteme rotieren um Mesozyklone. Das sind rotierende Aufwinde, die mehrere Kilometer groß sind. Sie können zu sintflutartigem Regen, Starkwinden und sogar Tornados führen.
Zerklüftete Wolken schmücken den Rand der Superzelle. In der Mitte sammeln sich Regen und Staub, der vom Wind verweht wurde. Vorne wartet geduldig ein Baum. Diese Superzellenwolke wurde im Juli 2010 westlich von Glasgow in Montana (USA) fotografiert. Sie verursachte geringe Schäden und blieb einige Stunden, ehe sie weiterwanderte.
Dieses Panorama zeigt einen 360-Grad-Blick in die Ebene der Ekliptik. Am sternklaren Himmel stehen sieben Planeten. Die Bilder für das Mosaik wurden von 24.-26. Jänner am Nacpan-Strand von El Nido fotografiert. Er liegt auf der philippinischen Insel Palawan.
Links im Bild ist der östliche Horizont in den dunklen Morgenstunden. Rechts ist der Abendhimmel am westlichen Horizont. Die Ekliptik verläuft durch die Mitte. Sie wird vom blassen Band des Zodiakallichtes gesäumt. Die Milchstraße schneidet schräg ins Bild. Wolken und der Mond begleiten den flüchtigen Planeten Merkur im Osten.
Weiter rechts nahe der Ekliptik liegen der gelbliche Saturn, der helle Stern Antares und Jupiter. Regulus – er ist der Alphastern im Löwen – und der Sternhaufen M44 liegen fast genau auf der Ekliptik. Über dem westlichen Horizont liegen die Abendplaneten entlang der Ekliptik. Es sind der blasse Uranus, der rötliche Mars, die gleißende Venus und sogar der blasse Neptun.
Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt oder diesem Link folgt, seht ihr eine ausführlich beschriftete Version des Panoramas.
Weit hinter der Lokalen Gruppe liegt NGC 3621. Sie ist etwa 22 Millionen Lichtjahre entfernt. Die prächtige Insel im Universum liegt im vielköpfigen südlichen Sternbild Wasserschlange. Ihre gewundenen Spiralarme sind voller leuchtend blauer Sternhaufen. Sie sind von rötlichen Regionen mit Sternbildung und dunklen Staubbahnen gesäumt.
Das schöne Bild von NGC 3621 ist ein Komposit von Teleskopdaten aus dem Weltraum und von der Erde. Es ist etwa 100.000 Lichtjahre breit und zeigt lose Spiralarme, die von den helleren Zentralregionen der Galaxie weit entfernt sind. Die gezackten Sterne liegen im Vordergrund in unserer Galaxis. Auch weiter entfernte Galaxien im Hintergrund sind in der bunten Himmelslandschaft verteilt.
Sieben Welten umkreisen den sehr kühlen Zwergstern TRAPPIST-1. Er ist etwa 40 Lichtjahre entfernt. Im Mai 2016 gaben Forschende die Entdeckung von drei Planeten bekannt. Sie wurden mit dem Transiting Planets and Planetesimals Small Telescope (TRAPPIST) im System TRAPPIST-1 entdeckt.
Kaum war das veröffentlicht, erhöhte sich die Zahl der bekannten Planeten auf sieben. Das wurde durch zusätzliche Bestätigungen und Entdeckungen mit dem Weltraumteleskop Spitzer möglich, unterstützt durch erdgebundenen Teleskope der ESO. Wahrscheinlich sind alle Planeten bei TRAPPIST-1 felsig und ähnlich groß wie die Erde. Sie sind der bisher größte Schatzfund terrestrischer Planeten bei einem einzigen Stern.
Die Planeten kreisen sehr eng um ihren blassen, winzigen Stern. Daher könnte es dort auch Regionen geben, in denen die Temperatur an der Oberfläche flüssiges Wasser erlaubt. Das wäre eine Schlüsselzutat für Leben. Ihre interessante Nähe zur Erde macht sie zu Spitzenkandidaten, wenn es darum geht, Teleskope auf die Atmosphären von Planeten zu richten, die möglicherweise bewohnbar sind.
Diese Illustration zeigt alle sieben Welten. Das Bild ist eine erdachte Ansicht durch ein fiktives mächtiges Teleskop in der Nähe des Planeten Erde. Die Größen der Planeten und ihre relativen Positionen zeigen die Maßstäbe der Beobachtungen mit Spitzer. Die inneren Planeten des Systems ziehen vor ihrem dämmrigen roten Heimatstern vorbei, der fast so groß ist wie Jupiter.
Was geschieht hier mit den Saturnringen? Nicht viel. Nur ein kleiner Mond schlägt Wellen. Der Mond ist der 8 km große Daphnis. Er schlägt mit seiner Gravitation Wellen in der Keeler-Teilung der Saturnringe, während er auf- und abhüpft: hinein und hinaus.
Daphnis wurde 2005 auf Bildern von Cassini entdeckt. 2009 war auf Saturn Tag- und Nachtgleiche. Die Ringebene zeigte direkt zur Sonne. So sah man, dass der Mond so hohe Hügel aus Ringteilchen anhäufte, dass sie deutliche Schatten warfen.
Zu Beginn der Nacht leuchten links Scheinwerfer. Satelliten schießen vorbei, sie umkreisen die Erde und reflektieren Sonnenlicht. Eine lange, dünne Wolke zieht langsam über den Himmel. Links geht die Große Magellansche Wolke auf. Das ausgedehnte zentrale Band unserer Milchstraße wölbt und dreht sich, während die Erde rotiert. Die Magellan-Teleskope schwenken und erstarren wieder. Dabei erforschen sie zuvor bestimmte Stellen am Nachthimmel. Jede Nacht ändert sich jeder Himmel auf andere Weise. Doch die Phänomene sind meist die gleichen.
Wie kann ein Komet drei Schweife haben? Für gewöhnlich hat ein Komet zwei Schweife: einen Ionenschweif und einen Staubschweif. Der Ionenschweif besteht aus geladenen Teilchen des Kometen, die vom Sonnenwind fortgetrieben werden. Der Staubschweif besteht aus kleinen Teilchen, die hinter dem Kometen auf seiner Bahn herziehen. Er wird bis zu einem gewissen Grad ebenfalls vom Sonnenwind hinausgetrieben.
Wirkt diese seltsame dunkle Kugel irgendwie vertraut? Vielleicht, denn es ist unsere Sonne. Die detailreiche Ansicht wurde 2012 in einer speziellen Farbe des roten Lichts fotografiert. Das Bild wurde schwarz-weiß gefärbt und farbinvertiert. Danach wurde ein Negativ eines Sternenfeldes hinzugefügt.
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