Der Hügel, der Mond und Saturn

Auf einem Hügel stehen zwei Gestalten neben einer Kamera auf Stativ. Hügel und Gestalten sind eine dunkle Silhouette. Rechts leuchtet der Sichelmond über dem Planeten Saturn am dunkelblauen Himmel in der Abenddämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Letzten Sonntag war der Mond noch jung. Seine Sichel, die von der Sonne beleuchtet war, hing im Westen tief am Horizont, als die Sonne unterging. Der Mond war von der Erde beleuchtet, und der helle Planet Saturn begleitete ihn am Abendhimmel. Die schöne Konjunktion war auf dem ganzen Planeten zu sehen.

An diesem klaren Abend standen auf einem Hügel in der Nähe der ungarischen Stadt Veszprém Mutter, Tochter, der helle Planet und der junge Mond. Sie alle wurden auf dieser ruhigen nächtlichen Landschaft mit Teleobjektiv fotografiert. Manchen altert der Mond zu schnell. Heute schon bildet der sonnenbeleuchtete Teil eine Halbmondphase.

Dieses Wochenende können wir uns eine schöne Zeit mit Mond und Sternen machen. Wir erwarten den jährlichen Staubregen eines Kometen, der als Meteorstrom der Leoniden bekannt ist.

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Komet 46P/Wirtanen

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Der periodische Komet 46P/Wirtanen ist derzeit der hellste Komet am Nachthimmel, für das bloße Auge ist er jedoch zu blass. Doch an Orten mit dunklem Himmel könnte er knapp hell genug werden, weil er bei seinem 5,4 Jahre dauernden Umlauf Mitte Dezember den erdnächsten und sonnennächsten Punkt seiner lang gezogenen Bahn erreicht.

Seine kugelförmige Koma fluoresziert im Sonnenlicht, ihre Winkelgröße beträgt auf dieser Teleskopansicht, die am 7. November auf der Südhalbkugel fotografiert wurde, ungefähr die Hälfte des Vollmondes. Der Komet war zirka 2 Lichtminuten oder 35 Millionen Kilometer von erdgebundenen Teleskopen entfernt, somit ist die hübsche grünliche Koma, die man hier sieht, ungefähr 150.000 Kilometer groß, das ist etwa die Größe von Jupiter. Der Stapel digitaler Bilder zeigt auch einen sehr blassen Schweif auf der 4-Uhr-Position und eine ferne Galaxie im Hintergrund, die links oben erkennbar ist. Als regelmäßiger Besucher des inneren Sonnensystems war Komet 46P/Wirtanen einst das bevorzugte Ziel der ESA-Kometenforschungsmission Rosetta.

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Der Höhlennebel in Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel

Von einem blauen Schimmer umgeben ragt eine dunkle Wolke in die Höhe, die von oben beleuchtet ist. Außen herum sind dunkle Nebel verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Chuck Ayoub

Was ist in dieser kosmischen Höhle? Eine 10 Lichtjahre große Region, in der Sterne entstehen. Der staubige Nebel Sh2-155 markiert diese Landschaft am Nachthimmel – es ist der Höhlennebel. Die Daten für dieses Teleskopbild entstanden mit Schmalbandfiltern, die das Leuchten von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel im Nebel aufzeichnen. Diese Farben bilden die Hubble-Palette.

Die Szene ist etwa 2400 Lichtjahre entfernt. Sie liegt in der Ebene der Milchstraße im nördlichen Sternbild des Königs Kepheus. Als man die Region astronomisch erforschte, zeigte sich, dass sie am Rand der massereichen Molekülwolke Kepheus B entstand. Dort befinden sich die heißen jungen Sternen der Kepheus-OB3-Assoziation.

Die Strahlung der Sterne, allen voran des hellen Sterns links beim Höhleneingang, liefert die Energie für den hellen Grat aus ionisiertem Wasserstoff. Die Strahlung führt zu ionisierten Fronten. Dabei kollabieren wahrscheinlich Kerne, die neue Sternbildung auslösen.

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Der rotierende Asteroid Bennu von OSIRIS-REx


Bildcredit: NASA, GSFC, U. Arizona

Beschreibung: Kann dieser nahe Asteroid jemals die Erde treffen? Vielleicht – aber das Zeitfenster dafür ist vermutlich nicht sehr groß, auch wenn der Asteroid im nächsten Jahrhundert voraussichtlich innerhalb der Mondbahn vorbeizieht. Um die Natur und Bahnen aller erdnahen Asteroiden besser zu verstehen, startete die NASA die Robotersonde Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security, Regolith Explorer (OSIRIS-REx), die einen davon erforschen soll: den 500 Meter großen Asteroiden 101955 Bennu.

OSIRIS-REx startete 2016 und nähert sich nun Bennu. Als Erstes soll sie die raue Oberfläche des Kleinplaneten kartieren. Dieses Zeitraffervideo wurde zu Beginn des Monats aufgenommen und komprimiert Bennus 4,25-Stunden-Rotation auf etwa 7 Sekunden. Bennus diamantartige Erscheinung ähnelt dem Asteroiden Ryugu, der aktuell von der japanischen Raumsonde Hayabusa2 besucht wird.

Bennus exakte künftige Bahn ist etwas unsicher. Der Grund dafür sind die nahen Begegnungen mit der Erde sowie der Jarkowski-Effekt: eine geringe Kraft, die durch das asymmetrische infrarote Leuchten entsteht, das durch die Rotation eines Objekts hervorgerufen wird.

Wenn alles nach Plan läuft, landet OSIRIS-REx im Jahr 2020 sogar auf dem Asteroiden, um Bodenproben zu sammeln und diese 2023 zur genauen Analyse zur Erde zu bringen.

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Der Lagunennebel – Sterne, Gas und Staub

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Bildcredit und Bildrechte: Nelson Ortega

Beschreibung: Der stattliche Lagunennebel ist mit heißem Gas gefüllt und Heimat vieler junger Sterne. Der Lagunennebel hat einen Durchmesser von 100 Lichtjahren und ist nur ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Er ist so groß und hell, dass er ohne Teleskop im Sternbild Schütze (Sagittarius) sichtbar ist. Man sieht viele helle Sterne in NGC 6530, einem offenen Haufen, der vor wenigen Millionen Jahren im Nebel entstand. Der größere Nebel wird auch als M8 und NGC 6523 bezeichnet und wird wegen des Staubbandes links neben der Haufenmitte „Lagune“ genannt.

Dieses Bild wurde in drei Farben fotografiert, die Details wurden in Licht, das von Wasserstoff abgestrahlt wird, herausgearbeitet. Im Lagunennebel findet weiterhin Sternbildung statt, das die vielen dunklen staubbeladenen Globulen darin bezeugen.

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Astronautenforschung: Panorama von Apollo 15

Das Panorama entstand aus mehreren Einzelbildern. Links neben dem Rover ist der Astronaut David Scott. Der Schatten von James Irwin fällt rechts neben dem Rover auf den Boden. Ganz rechts steht die Sonne über dem Mondgelände.

Bildcredit: NASA, USGS, Besatzung Apollo 15

Wie ist es, wenn man den Mond erforscht? Die Apollo-Missionen der NASA in den späten 1960er- und den frühen 1970er-Jahren boten Menschen diese Chance. Vor allem die Mission Apollo 15 hatte das Ziel, die Mondoberfläche durch Erforschung der Berge, Täler, Mare und Hochländer besser zu verstehen.

Die Astronauten David Scott und James Irwin verbrachten fast drei Tage auf dem Mond. Alfred Worden kreiste oben im Kommandomodul. Die Mission hob am 26. Juli 1971 mit Getöse von der Erde ab. Sie war die erste, bei der ein Lunar Roving Vehicle verwendet wurde. Dieses digital kombinierte Panorama zeigt David Scott. Er erforscht seine Umgebung und untersucht einen Felsen vor dem Gipfel des Mons Hadley Delta. Daneben fällt der Schatten von James Irwin auf den Boden. Rechts verläuft gut beleuchtetes, vielfältiges Mondgelände.

Die Mission Apollo 15 brachte ungefähr 76 kg Mondgestein für genaue Untersuchungen zurück. Für die Zukunft planen die NASA und andere Raumfahrtagenturen, den Mond, den Mars und weiter entfernte Regionen noch besser zu erforschen.

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Der alte Mond in den Armen des neuen Mondes

Am Horizont ragen die Silhouetten zahlreicher Radioteleskope auf. Der Himmel dahinter leuchtet dunkelrot und wird nach oben hin dunkelblau. Rechts oben leuchtet ein junger Sichelmond, dessen Nachtseite von der Erde beleuchtet wird.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Heute Nacht ist der Mond wieder jung, doch dieses faszinierende Bild eines jungen Mondes nahe dem westlichen Horizont wurde am 10. Oktober kurz nach Sonnenuntergang fotografiert. Die sonnenbeleuchtete, nur zwei Tage alte Sichel umarmt auf der Mondscheibe den Erdschein, das ist Erdlicht, das von der Nachtseite des Mondes reflektiert wird.

Am Horizont vor der abklingenden Dämmerung stehen die Silhouetten der Antennenschüsseln von Radioteleskopen des Very Large Array in New Mexico, Planet Erde.

Die Aussicht auf dem Mond wäre ebenfalls beeindruckend. Wenn der Mond am Erdhimmel als schmale Sichel erscheint, wäre auf der Mondoberfläche eine strahlend helle, fast volle Erde zu sehen. Vor 500 Jahren beschrieb Leonardo da Vinci den Erdschein als Sonnenlicht, das von den Ozeanen der Erde reflektiert wird und die dunkle Mondoberfläche beleuchtet.

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Ausblick auf einem kleinen Planeten

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Bildcredit und Bildrechte: Gyorgy Soponyai

Beschreibung: Keine Angst. Diese Projektion eines kleinen Planeten wirkt verwirrend, aber eigentlich ist es nur ein digital verzerrtes und kombiniertes, auf den Nadir zentriertes Bildmosaik, das fast 360×180 Grad abdeckt. Die Bilder wurden am 31. Oktober nachts auf einem 30 Meter hohen Aussichtsturm auf einem Hügel in der Nähe von Tatabánya in Ungarn (Planet Erde) fotografiert.

Die geklammerte Aussichtsturmkonstruktion entstand aus einem umgebauten Minenlift. Da der Planet Erde rotiert, zeigen die 126 Bildfelder, die jeweils 75 Sekunden belichtet wurden, ebenfalls gekrümmte konzentrische Strichspuren. Der Himmelsnordpol steht links, der Himmelssüdpol steht an diesem Ort rechts neben der Mitte, aber unter dem Horizont des kleinen Planeten.

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