Schiffswrack bei Monduntergang

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Bildcredit und Bildrechte: Vikas Chander

Beschreibung: Im Westen sinkt auf dieser Meereslandschaft mit Nachthimmel der Sichelmond unter den Horizont. Das stimmungsvolle Foto wurde am 11. September am Wüstenstrand an der Skelettküste von Namibia fotografiert.

Das Mondlicht ist so kurz vor Monduntergang durch die niedrige, lange Sichtlinie über dem Atlantik gerötet und gedämpft. Doch nahe der Bildmitte leuchtet die Venus noch hell, ihr Licht spiegelt sich im ruhigen Ozean. Die Himmelsbake über dem gleißenden Abendstern ist der helle Planet Jupiter. Namibias Skelettküste erhielt diesen Namen wegen der vielen Robben- und Walknochen, die einst am Strand verstreut lagen. In jüngerer Zeit ist sie eher für Schiffswracks bekannt.

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Guten Morgen, Leonid

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Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (Nuits sacrées), TWAN

Beschreibung: Am 17. November blitzte eine Stunde vor Sonnenaufgang dieser helle, farbenprächtige Meteor in der Dämmerung über den klaren Himmel. Dieser beeindruckende Augenblick wurde am Herbstmorgen über einem Wolkenmeer in Hochblauen fotografiert, einem markanten 1165 Meter hohen Gipfel im Schwarzwald. Sirius und die vertrauten Sterne des Orion leuchten in der Dämmerung über dem südwestlichen Horizont, der Meteor fliegt scheinbar direkt zu Gürtel und Schwert des Jägers.

Da der Meteor zum jährlichen Leoniden-Meteorstrom gehört, zeigt die Meteorspur rückwärts zum Radianten des Stroms. Das Sternbild Löwe steht hoch über dem Horizont und links oben außerhalb des Bildes.

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Porträt von NGC 281

Der Pac-Man-Nebel im Bild leuchtet hier innen blau und ist von einem Rand aus orange leuchtenden Nebeln umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Jeremiah Roth

Beim Blick durch die kosmische Wolke mit der Katalognummer NGC 281 überseht ihr vielleicht die Sterne im offenen Haufen IC 1590. Die jungen, massereichen Sterne dieses Haufens sind im Nebel entstanden. Sie liefern die Energie für das überall vorhandene Nebelleuchten.

Die augenfälligen Formen auf diesem Porträt von NGC 281 sind die Silhouetten von Säulen und dichten, staubhaltigen Bok-Globulen, die von den starken energiereichen Winden und der Strahlung der heißen Haufensterne erodiert wurden. Wenn sie lange genug überleben, könnten in den staubigen Strukturen künftig auch Sterne entstehen.

NGC 281 wird wegen seiner Gesamtform verspielt Pac-Man-Nebel genannt. Er ist ungefähr 10.000 Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Kassiopeia. Dieses scharfe Kompositbild entstand mit Schmalbandfiltern. Es kombiniert die Emissionen der Wasserstoff- und Sauerstoffatome im Nebel und zeigt sie in roten, grünen und blauen Farben. Bei der geschätzten Entfernung von NGC 281 ist der Nebel größer als 80 Lichtjahre.

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Juno zeigt Wirbel und Farben auf Jupiter

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Bildcredit: NASA, Juno, SwRI, MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Matt Brealey, Seán Doran

Beschreibung: Wie entstehen die Farben in Jupiters Wolken? Das ist nicht sicher. Jupiters dicke Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium, doch diese Elemente sind bei den niedrigen Temperaturen in Jupiters Wolkenoberflächen farblos. Welche Spurenelemente die Farben liefern, wird weiterhin erforscht. Kleine Mengen Ammoniumhydrogensulfid sind ein vielversprechender Kandidat.

Was aus diesem farbverstärkten Bild – und vielen ähnlichen Bildern – hervorgeht, ist, dass hellere Wolken typischerweise höher oben sind als dunklere. Hier ist zu sehen, wie helle Wolken rechts unten um rötliche Regionen wirbeln, während sie anscheinend rechts oben über einige dunklere Bereiche wehen. Dieses Bild fotografierte die Roboter-Raumsonde Juno zu Beginn dieses Jahres bei ihrem 14. niedrigen Flug über Jupiter. Juno fährt mit ihren lang gezogenen elliptischen Umrundungen fort, schießt alle 53 Tage nahe am riesigen Planeten vorbei und erforscht bei jeder Runde einen leicht abweichenden Sektor.

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Der interstellare Asteroid ‚Oumuamua hat eine unerwartete Flugbahn

Videocredit: NASA, JPL, Caltech

Warum weicht ‚Oumuamua von der Flugbahn ab, die man erwartet hatte? Letztes Jahr wurde 1I/2017 U1 ‚Oumuamua zum ersten Asteroiden, von dem wir wissen, dass er aus dem interstellaren Raum kam und durch unser Sonnensystem sauste. Vor etwas mehr als einem Jahr zog der taumelnde interstellare Gesteinsbrocken sogar recht nahe an der Erde vorbei.

Die Bahn des Asteroiden sollte man mit der Standardgravitation leicht berechnen können. Doch ‚Oumuamuas Bahn wich leicht davon ab. Diese Animation zeigt, wie sich ‚Oumuamua der Sonne und ihrer Umgebung nähert. Dann verlässt er sie wieder. Zwei Bahnen sind dargestellt und beschriftet. Die eine Bahn wurde anhand der Gravitation berechnet, die andere Bahn hat man beobachtet. Die führende natürliche Hypothese besagt, dass der Asteroid unerwartet abwich, weil Gas ausströmte, als ihn die Sonne erwärmte und er aktiv wurde. Doch es gibt noch weitere Vermutungen und Simulationen mit Computern.

‚Oumuamua kehrt nie wieder zurück. Doch heutzutage wird der Himmel überwacht. Daher findet man sicherlich in den nächsten Jahren weitere interstellare Asteroiden und verfolgt sie.

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Dreiviertelmond hinter einem Berg in Schweden

Ein verschneiter Berghang fällt nach rechts ab. In der Bildmitte leuchtet der zu drei Vierteln beleuchtete Mond. Darüber zieht ein Flugzeug einen Streifen aus Abgasen.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Das ist ein Dreiviertelmond. Erdlinge kennen eher den Vollmond. Dann ist Lunas ganze Vorderseite von der Sonne beleuchtet. Auch der Sichelmond ist vertraut, wenn nur der Rand auf der Vorderseite des Mondes beleuchtet ist. Wenn mehr als die Hälfte, aber noch nicht der ganze Mond in der Sonne liegt, könnte man diese Phase als Dreiviertel bezeichnen. Ein Dreiviertelmond wird selten im Videos oder in Filmen gezeigt. Man sieht sie aber ziemlich häufig am Nachthimmel.

Dieses Bild wurde Ende letzten Monats im schwedischen Jämtland fotografiert. Der Dreiviertelmond war ein paar Tage später ein Sichelmond. Dann wurde er ein Neumond, später wieder eine Sichel, und vor ein paar Tagen war er wieder gewölbt. Diesen Dreiviertelmond sehen wir heute Nacht. Freitagnacht wird er ein voller Bibermond. Der Fotograf hatte seine Ausrüstung aufgebaut, um eine malerische Landschaft mit Dreiviertelmond zu fotografieren. Dabei überraschte ihn ein Flugzeug, das weit im Vordergrund scheinbar darüberflog.

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Polarlichtkreatur über Norwegen

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Bildcredit und Bildrechte: Ole C. Salomonsen (Arctic Light Photo)

Beschreibung: Es war der Abend vor Allerheiligen, und der Himmel sah aus wie ein Untier. Nur welches Wesen, wusste der Astrofotograf war nicht genau (aber vielleicht schlagen Sie eines vor). Aber was diese schaurige Erscheinung 2013 hervorrief, war klar: eines der besten Polarlichtereignisse der letzten Jahre.

Dieses spektakuläre Polarlicht war ungewöhnlich detailreich. Die hier abgebildeten lebhaften grünen und violetten Polarlichtfarben entstehen durch Sauerstoff und Stickstoff hoch oben in der Atmosphäre, die mit einem Schauer an eintreffenden Elektronen reagieren. Die Bäume in Tromsø (Norwegen) bildeten einen ebenso schaurigen Vordergrund. Kürzlich wurden geomagnetische Stürme von neuen fotogenen Polarlichtern begleitet.

Immer noch aktiv: der Meteorstrom der Leoniden

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Der Tarantelnebel

Mitten im Bild leuchtet eine magentafarbene, zerfledderte Wolke, die an ein Spinnentier erinnert.

Bildcredit und Bildrechte: Peter Ward (Barden-Ridge-Observatorium)

Der Tarantelnebel ist auch als 30 Doradus bekannt. Er ist eine riesige Region mit Sternbildung und mehr als 1000 Lichtjahre breit. Der Tarantelnebel liegt in einer nahen Begleitgalaxie, der Großen Magellanschen Wolke (GMW). Er ist ungefähr 180.000 Lichtjahre entfernt und die größte, gewaltigste Region mit Sternbildung, die wir in der gesamten Lokalen Gruppe kennen.

Das kosmische Spinnentier breitet sich im Bild aus. Die Daten dafür wurden mit Schmalbandfiltern fotografiert. Diese speziellen Filter waren nur für das Leuchten ionisierter Wasserstoffatome durchlässig.

Die Tarantel hat den Katalogeintrag NGC 2070. Der junge Haufen im Zentrum ist als R136 katalogisiert. Die intensive Strahlung seiner Sterne, die Sternwinde und die Stoßwellen von Supernovae liefern die Energie für das Leuchten in NGC 2070 und formen die spinnenartigen Fasern. In der Umgebung der Tarantel liegen noch mehr Regionen mit Sternbildung und jungen Sternhaufen, Fasern und blasenartigen Wolken.

Das Bild zeigt auch den Ort der nächstgelegenen Supernova in jüngster Vergangenheit: SN 1987A liegt links neben der Mitte. Das reiche Sichtfeld im südlichen Sternbild Schwertfisch ist etwa 1 Grad breit, das sind 2 Vollmonde nebeneinander. Wenn der Tarantelnebel näher wäre, sagen wir 1500 Lichtjahre wie der Orionnebel, in dem auch Sterne entstehen, wäre er so groß wie der halbe Himmel.

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Immer noch aktiv: der Meteorstrom der Leoniden

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