Erstes Bild vom Horizont eines Schwarzen Lochs

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Bildcredit: Event Horizon Telescope Collaboration

Beschreibung: Wie sieht ein Schwarzes Loch aus? Um das herauszufinden, koordinierten Radioteleskope auf der ganzen Welt Beobachtungen von Schwarzen Löchern mit den größten bekannten Ereignishorizonten am Himmel. Zwar sind Schwarze Löcher einfach schwarz, doch es ist bekannt, dass diese ungeheuren Attraktoren von leuchtendem Gas umgeben sind. Das erste Bild wurde gestern veröffentlicht und löst den Bereich um das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie M87 in einer geringeren Größenordnung auf, als man für seinen Ereignishorizont erwartet hatte.

Die dunkle zentrale Region im Bild ist nicht der Ereignishorizont, sondern eher der Schatten des Schwarzen Lochs – der zentrale Bereich strahlenden Gases, der durch die Gravitation des Schwarzen Lochs abgedunkelt wird. Größe und Form des Schattens werden von hellem Gas in der Nähe des Ereignishorizonts, starke Ablenkung durch Gravitationslinseneffekte sowie die Rotation des Schwarzen Lochs bestimmt.

Durch das Auflösen dieses Schwarzen Lochs lieferte das Event Horizon Telescope (ETH) neue Hinweise, dass Einsteins Gravitationstheorie sogar in extremen Bereichen funktioniert, und lieferte deutliche Indizien, dass M87 ein zentrales rotierendes Schwarzes Loch mit etwa 6 Milliarden Sonnenmassen besitzt. Das EHT ist noch nicht fertig – künftige Beobachtungen sollen sogar eine noch höhere Auflösung liefern, außerdem eine verbesserte Aufzeichnung der Schwankungen sowie die Erforschung der unmittelbaren Umgebung des Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstraße.

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Marsmond Phobos kreuzt die Sonne


Videocredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Curiosity Rover

Beschreibung: Was zieht da vor der Sonne vorbei? Es sieht wie ein Mond aus, doch es kann nicht der Erdmond sein, weil es nicht rund ist. Es ist der Marsmond Phobos. Dieses Video wurde Ende letzten Monats vom Rover Curiosity auf der Marsoberfläche gefilmt. Der Durchmesser von Phobos beträgt 11,5 Kilometer, er ist somit 150 Mal kleiner als Luna (unser Mond), aber auch 50 Mal näher an seinem Planeten.

Phobos kommt dem Mars so nahe, dass er voraussichtlich in den nächsten 50 Millionen Jahren zerbrechen und auf den Mars stürzen wird. In nächster Zeit führt die niedrige Bahn von Phobos zu mehr schnellen Sonnenfinsternissen als auf der Erde. Dieses Video wurde beschleunigt – der Transit dauerte etwa 35 Sekunden. Ein ähnliches Video wurde vom kleineren und weiter entfernten Marsmond Deimos gefilmt, als er die Sonne überquerte. Der Videofilmer – der Roboterrover Curiosity – erforscht weiterhin den Krater Gale und in jüngster Zeit eine Region mit atemberaubenden Ansichten und ungewöhnlicher Felsen, die als Glen Torridon bezeichnet wird.

Rückschau: Frühere APODs vom 10. April.

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Mond bedeckt Saturn

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Bildcredit und Bildrechte: Cory Schmitz

Beschreibung: Manchmal verschwindet Saturn. Er geht zwar nicht fort, wird aber unsichtbar, wenn sich unser Mond davorschiebt. So eine Saturnbedeckung war Ende letzten Monats auf einem kleinen Streifen auf der Erde – von Brasilein bis Sri Lanka – zu beobachten.

Dieses Farbbild ist eine digitale Kombination der schärfsten Bilder, die fotografiert wurden fortlaufender Videos des Ereignisses, aufgenommen in Rot, Grün und Blau. Saturn und der vergleichsweise helle Mond wurden getrennt aufgenommen. Die Aufnahmen entstanden in Südafrika kurz vor der Verfinsterung – und kurz vor Sonnenaufgang. Als Saturn fast zwei Stunden später auf der anderen Seite des Mondes wieder auftauchte, war die Sonne bereits aufgegangen.

Dieses Jahr treten fast monatlich Bedeckungen von Saturn durch den Mond auf, leider sind sie nur für Leute am richtigen Ort bei klarem, dunklem Himmel sichtbar.

APOD auf Instagram: englisch oder persisch

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AZURE-Dampfspuren über Norwegen

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Bildcredit und Bildrechte: Yang Sutie

Beschreibung: Was geschieht am Himmel? Die Atmosphäre über Nordnorwegen sah letzten Freitag etwa 30 Minuten lang ziemlich seltsam aus, als plötzlich farbenprächtige Wolken, Punkte und Schwaden auftauchten. Die Farben stammten vom NASA-finanzierten Auroral Zone Upwelling Rocket Experiment (AZURE), das Gas-Leuchtspuren verteilte, um die Winde in der oberen Erdatmosphäre zu sondieren.

Die Leuchtspuren von AZURE stammten von zwei kurzlebigen Raketensonden, die am Andøya Rakettskytefelt in Norwegen gestartet wurden. Das harmlose Gas Trimethylaluminium sowie eine Barium–Strontium-Mischung wurden in der Ionosphäre in Höhen von 115 und 250 Kilometern freigesetzt. An mehreren Bodenstationen wurde beobacht, wie sich die Dampfspuren verteilten. Das Kartieren der Verteilung von AZUREs Dämpfen sollte das Verständnis der Menschheit verbessern, wie der Sonnenwind Energie auf die Erde überträgt und Polarlichter hervorruft.

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Himmelsspektakel im Skorpion

Das Sternbild Skorpion ist hier viel prachtvoller abgebildet, als man es mit bloßem Auge sieht.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard, TWAN

Wenn der Skorpion mit bloßem Auge betrachtet so interessant wäre, würden die Menschen ihn besser kennen. Doch der Skorpion ist Form eher weniger heller Sterne in einem gut bekannten Sternbild im Tierkreis, das selten ins Blickfeld rückt. Für ein so eindrückliches Bild braucht man eine gute Kamera, Farbfilter und digitale Bildbearbeitung.

Für die Details in diesem Bild wurden nicht nur lang belichtete Aufnahmen in mehreren Farben verwendet. Es entstand auch eine Aufnahme in einer sehr speziellen roten Farbe, die von Wasserstoff abgestrahlt wird. Das Bildergebnis zeigt viele atemberaubende Details. Links verläuft ein Teil der Ebene unserer Milchstraße senkrecht durchs Bild. Dort ballen sich gewaltige Wolken heller Sterne und lange Streifen aus dunklem Staub.

Aus der Milchstraße ragen mitten im Bild diagonale dunkle Staubbahnen. Sie sind als „Dunkler Fluss“ bekannt. Der Fluss ist eine Verbindung zu mehreren hellen Sternen rechts. Sie bilden Kopf und Krallen des Skorpions. Dazu gehört auch der helle Stern Antares. Rechts über Antares strahlt der noch hellere Planet Jupiter. Durchs ganze Bild ziehen viele rote Emissionsnebel und blaue Reflexionsnebel.

Der Skorpion steht in der Jahresmitte nach Sonnenuntergang markant am Südhimmel.

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Die ISS, von Wallasey aus gesehen

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Bildcredit und Bildrechte: Richard Addis

Beschreibung: Am 28. März nach Sonnenuntergang stieg – von Wallasey in England aus gesehen, an der Mündung des Flusses Mersey – die Internationale Raumstation im Westen über den Horizont. Die schnell wandernde ISS leuchtete etwa 400 Kilometer über dem Planeten Erde noch im Sonnenlicht und wurde mit einem kleinen Gartenteleskop und einer Digitalkamera mit Bildfrequenz händisch nachgeführt.

Während des sieben Minuten langen sichtbaren ISS-Durchgangs wurden insgesamt 2500 Bilder fotografiert, 100 davon zeigten die Raumstation. Diese sind die vier besten Bilder, sie zeigen beachtliche Details der ISS im niedrigen Erdorbit. Nahe dem Höhepunkt ihrer Bahn – etwa 60 Grad über dem Horizont – war die ISS heller als der hellste Stern am Himmel und nur 468 Kilometer von dem Garten in Wallasey entfernt.

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Pan-STARRS am Himmel

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Bildcredit: R. White (STScI) und das PS1 Science Consortium

Beschreibung: Diese astronomische Ansicht zeigt den ganzen Himmel. Sie ist ein Mosaik aus Bildern des Pan-STARRS-Observatoriums, die mit seinem 1,8-Meter-Teleskop aufgenommen wurden, das auf dem Gipfel des Haleakala auf der Insel Maui auf dem Planeten Erde steht. Bei dieser Projektion des ganzen Himmels ist der Himmelsnordpol der Erde zentriert. Der südliche Horizont hat eine Deklination von -30 Grad, er ist von der hawaiianischen Insel Maui aus gesehen die Grenze und definiert den kreisrunden äußeren Rand.

Über die Szenerie breiten sich überfüllte Sternfelder und kosmische Staubwolken in der Ebene unserer Milchstraße aus. Die helle Wölbung des Zentrums unserer Galaxis liegt unten. Die Bilddaten wurden in einem Zeitraum von vier Jahren gesammelt, sie sind die zweite Datenausgabe von Pan-STARRS (Panoramic Survey Telescope & Rapid Response System), der aktuell größten digitalen Himmelsdurchmusterung des Planeten. 2017 wurde mithilfe von Pan-STARRS die erste interstellare Reise von ‚Oumuamua, Besucher unseres Sonnensystems entdeckt.

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Messier 2

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Bildcredit: ESA/Hubble und NASAk, G. Piotto et al.

Beschreibung: Nach dem Krebsnebel M1 ist dieser riesige Sternhaufen der zweite Eintrag der berühmten Liste des Astronomen Charles Messier (18. Jh.) an Dingen, die keine Kometen sind. M2 ist einer der größten Kugelsternhaufen, von denen wir wissen, dass sie den Hof unserer Milchstraße durchwandern.

Messier beschrieb ihn ursprünglich als „Nebel ohne Sterne“, doch dieses atemberaubende Hubblebild zeigt Sterne der inneren 40 Lichtjahre von M2. Seine Population an Sternen umfasst an die 150.000, die in einem Gesamtdurchmesser von ungefähr 175 Lichtjahren versammelt sind. Dieser urzeitliche Bewohner der Milchstraße ist auch als NGC 7089 bekannt, er liegt 55.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann (Aquarius) und ist 13 Milliarden Jahre alt.

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