NGC 3521: Galaxie in einer Blase

Vor einem dunklen Sternenhintergrund mit winzigen Galaxien steht eine große Spiralgalaxie. SIe ist von dunklen Staubbändern, rosa Sternentstehungsgebieten und blauen Sternhaufen gezeichnet. Sie is von gräulichen, blasenähnlichen Hüllen umgeben. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Vikas Chander

Die prachtvolle Spiralgalaxie NGC 3521 ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie im Sternbild Löwe, das ihr am nördlichen Frühlingshimmel sehen könnt. NGC 3521 ist am Himmel der Erde relativ hell. Ihr könnt sie mit kleinen Teleskopen gut beobachten. Amateur*innen übersehen sie aber oft, weil sie lieber andere Spiralgalaxien im Löwen wie M66 und M65 fotografieren.

Auf diesem bunten kosmischen Porträt könnt ihr sie aber kaum übersehen. Die Galaxie erstreckt sich über etwa 50.000 Lichtjahre. Sie hat typische fleckige, unregelmäßige Spiralarme. Sie sind von Staub, rosa Gebieten der Sternentstehung und Haufen junger, blauer Sterne durchzogen.

Dieses Bild von NGC 3521 wurde lang belichtet. Die Galaxie ist in schwächere, riesige, blasenähnliche Hüllen eingebettet. Die Hüllen sind wahrscheinlich Ströme von Sternen. Sie sind Überreste von Begleitgalaxien, die einst von Gezeitenkräften auseinandergerissen wurden, als sie in ferner Vergangenheit mit NGC 3521 verschmolzen sind.

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Die 25 hellsten Sterne am Nachthimmel

Collage von 25 einzelnen Bilder von jeweils einem hellen Stern. Die Sterne zeigen vier Beugungsspitzen und sehr unterschiedliche Farben.

Bildcredit und Bildrechte: Tragoolchitr Jittasaiyapan

Kennt ihr die Namen von einigen der hellsten Sterne? Das ist wahrscheinlich, auch wenn einige helle Sterne Namen haben, die sehr alt sind. Sie reichen fast bis zu den Anfängen der Schrift zurück.

In vielen Kulturen haben die hellsten Sterne eigene Namen. Es ist aus kulturellen und historischen Gründen wichtig, sich an sie zu erinnern. Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat damit begonnen, standardisierte Sternnamen zu vergeben. Sie sollen die weltweite Kommunikation vereinfachen.

Hier seht ihr die 25 hellsten Sterne am Nachthimmel. Die Bilder zeigen sie in den Farben, in denen wir Menschen sie sehen können. Die von der IAU anerkannten Namen stehen unter ihrem Bild. Einige Sternnamen haben interessante Bedeutungen: Sirius bedeutet „der Sengende” auf Latein. Wega stammt aus dem Arabischen und heißt „die Fallende”. Antares kommt aus dem Urgriechischen und bedeutet „Gegenmars”. Wahrscheinlich kennt ihr auch den Namen mindestens eines weiteren Sterns. Er ist zu schwach, um in dieser Liste aufzutauchen: der Polarstern.

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Webb zeigt die Spiralgalaxie NGC 2566

Vor dem Sternenhimmel ist eine ovale Galaxie zu sehen. Die äußeren Ringe zeigen viele helle blaue Sterne. In der Mitte ist ein heller Kern mit acht hervorstehenden Spitzen zu erkennen.

Bildcredit: ESA/Webb, NASA und CSA, A. Leroy

Was geht im Zentrum der Spiralgalaxie NGC 2566 vor sich? Die acht Strahlen, die aus der Mitte zu kommen scheinen, sind nicht wirklich vorhanden. Sie sind Beugungsspitzen in diesem Infrarotbild. Sie entstehen durch die mechanische Struktur des Webb-Weltraumteleskops.

Das Zentrum von NGC 2566 ist hell, aber nicht ungewöhnlich. Das bedeutet, dass es wahrscheinlich ein extrem massereiches Schwarzes Loch enthält. Dieses ist derzeit aber nicht sehr aktiv. NGC 2566 ist nur 76 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Deshalb hat sie das Licht, das wir heute von ihr sehen, zu einer Zeit ausgestrahlt, als noch Dinosaurier auf der Erde lebten.

Weil die malerische Galaxie so nah ist, können irdische Teleskope – darunter Webb und Hubble – Details erkennen. Sie können die turbulenten Gas- und Staubwolken, in denen Sterne entstehen können, erkennen. So können die Teleskope die Entwicklung von Sternen untersuchen.

NGC 2566, die in ihrer Größe unserer Milchstraße ähnelt, zeichnet sich durch ihren hellen zentralen Balken und ihre markanten äußeren Spiralarme aus.

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Die Milchstraße über dem Mauna Kea

In einem weiten Sternenfeld wölbt sich ein dunkles und helles Band horizontal über die Mitte. Rechts leuchtet eine bunte, komplexe Nebelwolke. Oben in der Mitte befindet sich eine rote, kreisförmige Nebelwolke.

Bildcredit und Bildrechte: Marzena Rogozinska

Habt ihr schon mal das Band der Milchstraße gesehen? Bei klarem Himmel seht ihr an einem dunklen Ort und zur richtigen Zeit ein schwaches Lichtband am Himmel. Sobald sich eure Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, könnt ihr es zum ersten Mal erahnen. Dann erkennt ihr es immer deutlicher, bis es schließlich spektakulär wirken kann. Ein Grund für das wachsende Erstaunen ist vielleicht, wenn ihr versteht, dass dieser unscharfe Streifen – die Milchstraße – Milliarden Sterne enthält.

Auf diesem Bild steht der Bogen der Milchstraße hoch oben am nächtlichen Himmel. Rechts erkennt ihr die bunten Wolken um Rho Ophiuchi. Der rote, kreisförmige Nebel um Zeta Ophiuchi steht rechts über der Mitte. Das Bild entstand Ende Februar auf dem Mauna Kea auf Hawaii in den USA. Vorne steht das 2,2-Meter-Teleskop der Universität von Hawaii.

Zum Glück müsst ihr nicht auf den Gipfel eines hawaiianischen Vulkans reisen, um die Milchstraße zu sehen.

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NGC 1360: Der Rotkehlchen-Ei-Nebel

Ein dunkles Sternenfeld umgibt eine blaue-rosa Nebelwolke. Mitten in der Nebelwolke verlaufen ein paar dunkle Staubbahnen.

Bildcredit und Bildrechte: Andrea Iorio, Vikas Chander und ShaRA-Team

Dieser schöne Nebel ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt. Seine Form und Farbe erinnern an das Ei einer Wanderdrossel. Die kosmische Wolke ist etwa 3 Lichtjahre groß. Sie liegt im südlichen Sternbild Chemischer Ofen (Fornax). Für die Aufnahme wurde ein Teleskop verwendet.

Der eiförmige Nebel hat die Katalogbezeichnung NGC 1360. Er ist ein planetarischer Nebel. Anders als ein Ei stellt er keinen Anfang dar, sondern die kurze und letzte Phase in der Entwicklung eines Sterns.

Mitten im Nebel leuchtet der Zentralstern von NGC 1360. Er ist ein Doppelstern und besteht wahrscheinlich aus zwei weißen Zwergsternen. Die beiden haben weniger Masse als unsere Sonne, sind aber viel heißer. Ihre intensive, unsichtbare ultraviolette Strahlung verändert die Gashülle um sie herum. Sie hat den Atomen darin Elektronen entrissen. Das Innere von NGC 1360 leuchtet blaugrün. Das Licht entsteht, wenn sich Elektronen mit doppelt ionisierten Sauerstoffatomen verbinden.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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M1: Die unglaublich wachsende Krabbe

Der Krebsnebel M1 wurde so vom James-Webb-Weltraumteleskop aufgenommen. Das überlagerte Bild ist derselbe Krebsnebel, aber vom Hubble-Weltraumteleskop. Das Webb-Bild wurde im nahen Infrarotlicht aufgenommen, das Hubble-Bild wurde im sichtbaren Licht aufgenommen.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; Jeff Hester (ASU), Allison Loll (ASU), Tea Temim (Princeton-Universität)

Der Krabbennebel trägt die Bezeichnung M1. Er ist der erste Eintrag in Charles Messiers berühmter Liste von Objekten, die keine Kometen sind. Beim Krabbennebel handelt es sich um der Überrest einer Supernova. Er ist eine sich ausdehnende Wolke aus Gas und Staub. Sie entstand am Ende der Existenz eines massereichen Sterns. Astronomen beobachteten die dramatische Entstehung des Krabbennebels im Jahr 1054.

Der Nebel hat einen Durchmesser von rund 10 Lichtjahren. Er dehnt sich noch immer mit einer Geschwindigkeit von etwa 1.500 Kilometern pro Sekunde aus. Ihr könnt diese Ausdehnung erkennen. Vergleicht dafür diese scharfen Bilder der dynamischen, zerbrochenen Filamente des Krabbennebels. Das Hubble-Weltraumteleskop hat sie im Jahr 2005 im sichtbaren Licht aufgenommen. Die Aufnahme des James-Webb-Weltraumteleskops im Infrarotlicht stammt aus dem Jahr 2023.

Dieses kosmische Krustentier befindet sich etwa 6500 Lichtjahre von uns entfernt in Richtung des Sternbilds Stier.

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Fröhlicher Himmel über dem mexikanischen Bufa-Hügel

Am Dämmerungshimmel stehen eine Mondsichel und zwei Planeten über einem felsigen, hohen Hügel.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Korona

Manchmal scheint sogar der Himmel zu lächeln. Vor einigen Tagen war in weiten Teilen der Welt eine ungewöhnliche Konstellation zu sehen. Mit den Planeten Venus und Saturn ergab unser Mond einen ikonischen Gesichtsausdruck. Die Mondsichel sah zusammen mit den scheinbar nahe beieinander stehenden Planeten wie ein fröhliches Gesicht am Nachthimmel aus.

Das Bild zeigt diese Szene über Zacatecas in Mexiko. Im Vordergrund befindet sich der markante Bufa-Hügel. Ganz rechts und am weitesten entfernt seht ihr den Planeten Saturn. Deutlich näher und links über Saturn seht ihr die Venus, den hellsten Planeten am Himmel. Direkt über dem Horizont befindet sich unser Mond als abnehmende Sichel. Für dieses gigantische Motiv muss die Mondphase in die richtige Richtung lächeln.

Welche Mondphase ist dieses Jahr am Geburtstag?

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Webb zeigt eine Galaxie, die eine Galaxie bricht

Eine elliptische hell leuchtende Galaxie ist von einem verzerrt wirkenden Spiralgalaxie in blauen und roten Farbtönen umgeben.

Bildcredit: ESA/Webb, NASA und CSA, G. Mahler

Ist das eine Galaxie oder sind es zwei? Auch wenn es wie eine scheint, sind es zwei. Ein möglicher Grund dafür: Eine kleine Galaxie stößt mit einer größeren zusammen und landet in deren Zentrum.

In diesem Bild seht ihr etwas Selteneres. Hier ist die zentrale helle, elliptische Galaxie viel näher als die blau und rot gefärbte Spiralgalaxie um sie herum. Das kann passieren, wenn nahe und ferne Galaxien genau auf einer Linie stehen. Dann kann die Schwerkraft der nahen Galaxie das Licht der fernen Galaxie um sich herum biegen. Dieses Phänomen heißt Gravitationslinse.

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat die doppelte Galaxie aufgenommen. Das Bild zeigt einen vollständigen Einstein-Ring und viele Details in beiden Galaxien. Solche Galaxien mit Gravitationslinsen liefern neue Informationen: Zum einen über die Verteilung der Masse in der Galaxie im Vordergrund und zum anderen über die Verteilung der Helligkeit der Galaxie im Hintergrund.

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