Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Was hier von links oben kommt, ist nur der weit entfernte Mond. Luna sieht hier so groß aus, weil ihr sie durch ein Teleobjektiv seht. Die Erde verursacht den Großteil der Bewegung. Weil sie sich dreht, verschwindet der Mond langsam hinter dem Berg Teide. Der Teide ist ein Vulkan auf den Kanarischen Inseln. Diese gehören zu Spanien und liegen vor der Nordwestküste Afrikas. Die Menschen im Film sind 16 Kilometer entfernt. Viele blicken in Richtung der Kamera, weil die Sonne hinter dem Fotografen aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht. Das liegt daran, dass die Sonne stets gegenüber dem Vollmond am Himmel steht. Dieses Video entstand 2018 während eines Vollmonds im Frühling. Im Englischen trägt dieser die Bezeichnung „Milk Moon“ (Milchmond). Das Video ist kein Zeitraffer. Der Mond ging wirklich so schnell unter.
Titan sehen

Eine dichte Atmosphäre verhüllt die Oberfläche des größten Saturnmonds Titan. Deswegen ist sie sehr schwierig zu sehen. In der oberen Atmosphäre von Titan schweben kleine Teilchen. Sie bilden einen fast undurchdringlichen Nebel. Er streut sichtbares Licht und verbirgt Details auf der Oberfläche vor neugierigen Blicken.
Titans Oberfläche lässt sich im Infraroten besser beobachten. Infrarote Strahlung wird schwächer gestreut und die Atmosphäre verschluckt weniger davon. In der Mitte seht ihr ein Bild von Titan im sichtbaren Licht. Außen sind sechs Bilder des Mondes in Infrarot angeordnet. Sie zeigen den Mond in Falschfarben.
Die Bilddaten in Infrarot wurden 13 Jahre lang mit dem Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS) aufgenommen und einheitlich bearbeitet. VIMS ist ein Spektrometer, das Karten im sichtbaren und infraroten Licht erstellt. Es befand sich an Bord der Raumsonde Cassini, die Saturn von 2004 bis 2017 umrundete.
Für das Jahr 2027 plant die NASA eine revolutionäre Quadrocopter-Mission zu Titan.
Erduntergang am iPhone
Wie sieht ein Erduntergang aus? Reid Wiseman war Kommandant von Artemis II. Er fing beim historischen Flug um den Mond einen weiteren Blick auf die Erde ein. Kommandant Wiseman nahm sein Video mit 8-fachem Zoom auf einem iPhone auf. Es zeigt, wie unser Planet langsam hinter dem Mond verschwindet.
Auf der Erde sinkt die Sonne jeden Tag unter den Horizont. Das liegt daran, dass sich die Erde in rund 24 Stunden einmal um ihre Achse dreht. Der Erduntergang aus Sicht von Artemis II entsteht aber nicht durch die Drehung des Mondes. Vielmehr flog das Raumschiff hinter den Mond (bei ca. 55 Sekunden in diesem Video).
Früher waren Fotos der Erde aus dem All selten. Heute nehmen viele Satelliten sie mehrmals pro Tag auf. Der Satellit SWOT (Surface Water and Ocean Topography) der NASA ist einer von ihnen. Auch die Satelliten Landsat 8 und 9 der USGS gehören dazu. Letztere helfen in der Landwirtschaft bei der Verwaltung von Wasser. Agenturen für Raumfahrt arbeiten heute weltweit zusammen. Dabei liefern sie einzigartige und immer bessere Blicke auf unsere Erde.
Heute ist Tag der Erde
Der Komet R3 (PanSTARRS) wird heller

Komet R3 wird zunehmend heller. Bleibt er bestehen? Der Komet mit der vollständigen Bezeichnung C/2025 R3 (PanSTARRS) wurde seit seiner Entdeckung im letzten Jahr langsam heller. Zudem ist sein Ionenschweif gewachsen. Diesen Monat zeigt sich der zerbröselnde Berg aus schmutzigem Eis am schönsten, denn er erreicht seine geringsten Abstände zur Sonne (am 19. April) und zur Erde (am 25. April).
Dieses Bild zeigt R3 mit seinem Schweif, der sich über mehr als 10 Grad erstreckt. Es entstand vor zwei Nächten in Sitten in der Schweiz. Links seht ihr einen großen Berg mit dem Namen Bietschhorn. Den Kometen R3 könnt ihr Mitte April vor Sonnenaufgang beobachten. Wie sich die Helligkeit von Kometen in der Zukunft entwickelt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Aber R3 ist bereits so hell, dass er leicht zu fotografieren ist. Vielleicht wird er sogar mit freiem Auge sichtbar.
Auch das physische Schicksal von Komet R3 ist ungewiss. Wie zuvor Komet A1 (MAPS) in diesem Monat wird er nah an der Sonne vorbeifliegen. Dabei könnte er – wie Komet A1 – zerfallen. Oder er übersteht die Begegnung und verlässt das Sonnensystem.
Hallo, Welt!

Dieser Schnappschuss aus dem All zeigt unseren schönen Planeten von Pol zu Pol. Auf dem eindrucksvollen Bild seht ihr den Blick aus einem Fenster der Orion-Raumkapsel Integrity. Aus der Sicht des Raumschiffs steht die Sonne rechts unten hinter dem hellen Rand der Erde. Auf der Oberfläche des blassblauen Planeten seht ihr Afrika und die Iberische Halbinsel. Polarlichter krönen die Erde über dem Südpol rechts oben und dem Nordpol links unten.
Reid Wiseman, der Kommandant der Mission Artemis II, nahm das historische Bild auf. Es entstand am 2. April, dem zweiten Flugtag der Mission. Zuvor hatte eine geplante Zündung der Triebwerke die Mission in Richtung Mond gebracht. Diese Zündung beschleunigte das Raumschiff und die Besatzung aus der Erdbahn heraus auf eine Bahn, die sie um den Mond herum und wieder zurück bringt. Menschen haben diese Reise zuletzt vor mehr als 50 Jahren gemacht.
Hinweis: Das Bild wurde stark aufgehellt. Hier ist das Originalbild
Eine Gravitationskarte der Erde
Videocredit: NASA, GSFC, GRACE, SVS
Ist die Schwerkraft überall auf der Erde gleich stark? Nein. Ihr seid an manchen Orten etwas schwerer als an anderen. Dieses Video zeigt in Farbe und überhöhtem Relief, wo das Schwerefeld der Erde relativ stark oder schwach ist. Eine tief gelegene und blau gefärbte Gegend liegt vor der Küste von Indien. Dort wärt ihr etwas leichter. Einen relativ hoch gelegenen Punkt findet ihr in den Bergen von Chile in Südamerika.
Nicht immer erkennt man den Grund für diese Abweichungen an der Oberfläche. Forschende vermuten, dass Strukturen tief im Erdmantel eine Rolle spielen. Sie hängen vielleicht mit dem Aussehen der Erde vor langer Zeit zusammen.
Diese Karte entstand aus Daten des Satelliten-Tandems GRACE der NASA. Es umrundete die Erde von 2002 bis 2017. GRACE hat die Schwerkraft der Erde kartiert. Dafür erfasste die Mission sorgfältig winzige Änderungen des Abstands zwischen den beiden Satelliten.
Webb zeigt den Cranium-Nebel
Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; Bearbeitung: J. DePasquale (STScI)
Was geht diesem Nebel durch den Kopf? Er heißt Cranium-Nebel, weil er einem menschlichen Gehirn ähnelt. Seine Entstehung ist ein Rätsel. Der Cranium-Nebel trägt auch die Bezeichnung PMR 1.
Einer Idee nach ist er ein planetarischer Nebel um einen Weißen Zwerg. Der einst sonnenähnliche Stern stieß demnach seine äußere Atmosphäre ab. Das geschah, als ihm der Brennstoff für die Kernfusion ausging und der Stern in sich zusammenfiel. Eine andere Theorie besagt, dass der zentrale Stern viel mehr Masse hat. Vielleicht ist er ein Wolf-Rayet-Stern. Dieser stößt mit seinen turbulenten Sternwinden Gas und Staub aus. Die dunkle, vertikale Teilung und die dünne äußere Hülle aus Gas machen all das noch mysteriöser.
Das Webb-Weltraumteleskop nahm dieses Bild im mittleren Infrarotbereich auf. Das zweite Bild, das ihr als Rollover seht, entstand im nahen Infrarot. Das System erinnert an ein Hirn. Es wird weiterhin beobachtet. Das könnte klären, ob es still und leise verschwindet oder ob es in vielen Jahren als Supernova explodiert.
Der ringförmige planetarische Nebel Shapley 1

Was euch hier ansieht, ist kein kosmisches Auge. Das ist Shapley 1, ein wunderschön symmetrischer planetarischer Nebel. Shapley 1 trägt auch den Namen „Schöner-Ring-Nebel“ und die Bezeichnung PLN 329+2.1. Er ziert das Sternbild Winkelmaß am Südhimmel.
Der Nebel entstand, als einem Stern der Brennstoff ausging. Dieser Stern war ungefähr so schwer wie die Sonne und stieß seine äußeren Schichten ab. Sauerstoff aus diesen Schichten bringt den kreisrunden Schein zum Leuchten. Der helle Punkt in der Mitte ist ein Doppelsternsystem. Es besteht aus einem Weißen Zwerg und einem zweiten Stern, die einander alle 2,9 Tage umrunden. Der Weiße Zwerg ist der Sternenkern, der zurückblieb, nachdem die äußeren Schichten ins All geschleudert wurden.
Shapley 1 sieht für uns ringförmig aus, weil wir von oben auf das System blicken. Wir erfahren daher etwas darüber, wie zentrale Sterne die Struktur planetarischer Nebel beeinflussen.