Blick aus dem Weltraum auf Polarlichter

Videocredit: ESA, NASA, ISS Expedition 74; Aufnahme: Sophie Adenot; Musik: ESA („Circle of Light“ von Patrick Hawes und Grace Davison von Audio Network)

Wie sehen Polarlichter von oben aus? Seht her! Vom Boden aus gesehen tanzen Polarlichter hoch über den Wolken. Dabei sorgen sie oft für spektakuläre Anblicke. Aus dem Weltraum sehen sie etwas anders aus. Die Internationale Raumstation (ISS) umrundet die Erde alle 90 Minuten. Dabei fliegt sie manchmal über Polarlichter, die auf der Nachtseite der Erde aktiv sind.

Dieses Video zeigt Polarlichter in Zeitraffer. Es wurde vor rund zwei Wochen auf der ISS gefilmt. Die ISS und alle Objekte in erdnahen Umlaufbahnen fliegen hoch über grünen Polarlichtern, aber nur ein kleines Stück über rot leuchtenden.

Die Polarlichter bestehen aus Strömen von Elektronen und Protonen. Sie sind zu dünn, um eine Gefahr für die ISS darzustellen, so wie Wolken ungefährlich für Flugzeuge sind. Wenn man Polarlichter aus der Umlaufbahn betrachtet, winden sie sich wie riesige Schlangen und scheinen zu kriechen. Das passiert, wenn die Magnetfelder sich ändern. Die französische Astronautin Sophie Adenot filmte dieses einminütige Video. Sie ist Astronautin der ISS-Expedition 74.

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Perseverance absolviert einen Mars-Marathon

Die bergige, rötliche Oberfläche des Planeten Mars ist aus der Umlaufbahn abgebildet. Eine gelbe Ellipse markiert einen kleinen roten Punkt. Eine dunkle linienförmige Spur führt quer durch das Bild zu dem Punkt.
Bildcredit: NASA, LPL (U. Arizona), MRO, HiRISE

Ein kleiner grüner Punkt auf der Oberfläche des großen Roten Planeten – das ist der Rover Perseverance auf dem Mars. Dieses Bild nahm der Mars Reconnaissance Orbiter mit seiner Kamera HiRISE am 13. Juni auf. Einen Tag später vollendete der Roboter einen Mars-Marathon. Er hat sechs Räder und ist so groß wie ein Auto.

Seit der Rover anfing die Oberfläche des Mars zu erkunden, legte er eine Strecke von insgesamt 42,195 Kilometern zurück. Perseverance erreichte diese Marathon-Entfernung an seinem Missionstag Sol 1890. Ein Sol ist ein Tag auf dem Mars. Die Fahrtdauer entspricht nach irdischem Maßstab rund 5 Jahren und 4 Monaten. Perseverance setzt seine Suche nach möglichen biologischen Spuren fort.

Auf diesem Bild von HiRISE könnt ihr die Spuren des Mars-Rovers erkennen. Sie führen zu seiner Position, die westlich von seiner Landestelle im Krater Jezero nahe einem uralten Flussdelta liegt.

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Venus und Jupiter: Konjunktion über Avebury

Am dämmerigen Abendhimmel leuchten zwei helle Lichter. Im Vordergrund ist eine dunkle Wiese, darauf stehen zwei riesige Steine, die leicht zueinander geneigt sind. Es sind die Megalithe "Adam" und "Eve" der Menhire in Avebury. Am Horizont sind Wolken und die Silhouetten von Bäumen. Direkt neben den Steinen stehen am Himmel zwei helle "Sterne", der hellere steht etwas rechts über dem anderen.
Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Diesen Monat seht ihr Venus und Jupiter ganz ohne Fernglas oder Teleskop. Schaut einfach nach Sonnenuntergang Richtung Westen. Dann seht ihr, wie sie auftauchen, wenn der Himmel dunkler wird. Die beiden hellsten Planeten begegneten sich am 9. Juni bei einer engen Konjunktion. Am Himmel trennten sie aus unserer Sicht weniger als 2 Grad.

Der innere Planet Venus ist heller und läuft schneller als Jupiter um die Sonne. Deswegen holt sie den äußeren Planeten ungefähr alle 13 Monate auf der Ekliptik ein und zieht dann an ihm vorbei. Etwa alle drei Jahre ist der Abstand dieser Konjunktion zur Sonne so groß, dass man sie in der Dämmerung gut beobachten kann.

Das Bild zeigt den „kosmischen Kuss“ der beiden Himmelslichter am 9. Juni neben zwei großen Megalithen. Sie sind die Überreste einer Menhire in einem Steinkreis. Er steht im britischen Avebury und ist 4000 Jahre alt. Avebury Henge ist größer als Stonehenge und gilt als eine der wichtigsten Kultstätten der Jungsteinzeit auf der Erde.

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Charon, einer von Plutos Monden

Der graue, gefurchte Mond Charon hat eine bräunliche Polkappe. Er füllt fast das ganze Bild. Links oben ist ein kleineres, sehr körniges Bild mit einem ausgebeulten schwarzen Fleck eingeschoben.
Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institute, U.S. Naval Observatory

Dieses Bild zeigt Charon, Plutos größten Mond. An seinem Nordpol liegt eine dunkle und rätselhafte Region. Sie trägt den inoffiziellen Namen Mordor Macula. Am 14. Juli 2015 nahm die interplanetare Raumsonde New Horizons das hoch aufgelöste Bild auf. Zu dem Zeitpunkt kam sie dem fernen Pluto am nächsten.

Das Bild entstand aus Daten im Blauen, Roten und Infraroten. Deren Verarbeitung verstärkt die Farben und zeigt Details auf Charons Oberfläche, die gerade einmal 2,9 Kilometer groß sind. Wir sehen die Seite von Charon, die immer zu Pluto zeigt. Ein Gürtel aus Rissen und Schluchten umspannt den Mond. Er trennt scheinbar die flachen Ebenen im Süden von der Landschaft im Norden, die mehr Abwechslung bietet.

Charon hat einen Durchmesser von 1214 Kilometern. Das entspricht einem Zehntel der Größe der Erde. Allerdings ist Charon halb so groß wie Pluto selbst. Damit ist Charon im Vergleich zu seinem Hauptkörper der größte Satellit im Sonnensystem. Die körnige Negativaufnahme links oben zeigt den Mond dennoch nur als kleine Beule auf der Ein-Uhr-Position. Sie entstand am US-Marine-Observatorium in Flagstaff. Darauf entdeckten James Christy und Robert Harrington den Mond Charon im Juni 1978.

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Messier 2

Eine zur Mitte konzentrierte, kugelförmige Wolke aus unzähligen einzelnen Sternen.
Bildcredit und Bildrechte: ESA/Hubble und NASA, G. Piotto et al.

Dieser riesige Sternhaufen ist nach dem Krebsnebel der zweite Eintrag in Charles Messiers Katalog. Der Astronom stellte im 18. Jahrhundert eine berühmte Liste von Himmelsobjekten auf, die keine Kometen sind. M2 ist einer der größten Kugelsternhaufen. Wie wir heute wissen, tummeln sich diese im Halo unserer Milchstraße.

Messier beschrieb M2 ursprünglich als Nebel ohne Sterne. Doch dieses atemberaubende Bild von Hubble zeigt einzelne Sterne im Zentrum des Haufens. Es ist rund 40 Lichtjahre groß. Insgesamt enthält er fast 150.000 Sterne, die sich in einem Durchmesser von rund 175 Lichtjahren befinden.

Der uralte Bewohner der Milchstraße befindet sich im Sternbild Wassermann und ist rund 55.000 Lichtjahre entfernt. Er trägt die Katalogbezeichnung NGC 7089 und ist 13 Milliarden Jahre alt. Kürzlich stellte sich heraus, dass zu Messier 2 ein ausgedehnter Strom aus Sternen gehört. Dieser ist ein Hinweis auf eine Störung durch Gezeitenkräfte in der Vergangenheit.

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Der Mond geht hinter dem Vulkan Teide unter

Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Piano della Moon (Dan Silva)

Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Was hier von links oben kommt, ist nur der weit entfernte Mond. Luna sieht hier so groß aus, weil ihr sie durch ein Teleobjektiv seht. Die Erde verursacht den Großteil der Bewegung. Weil sie sich dreht, verschwindet der Mond langsam hinter dem Berg Teide, einem Vulkan auf den Kanarischen Inseln. Diese gehören zu Spanien und liegen vor der Nordwestküste Afrikas.

Die Menschen im Film sind 16 Kilometer entfernt. Viele blicken zur Kamera, weil hinter dem Fotografen die Sonne aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht. Das liegt daran, dass die Sonne am Himmel stets gegenüber dem Vollmond steht. Dieses Video entstand 2018 während eines Vollmonds im Frühling. Im Englischen trägt dieser die Bezeichnung „Milk Moon“ (Milchmond). Das Video ist kein Zeitraffer. Der Mond ging wirklich so schnell unter.

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Titan sehen

Sieben Bilder des Mondes Titan. In der Mitte als gelblich-verwaschene Scheibe. Außenrum als Kugel mit vielen Oberflächendetails, gesehen aus sechs verschiedenen Richtungen.
Bildcredit: VIMS Team, Univ. Arizona, U. Nantes, ESA, NASA

Eine dichte Atmosphäre verhüllt die Oberfläche des größten Saturnmonds Titan. Deswegen ist sie sehr schwierig zu sehen. In der oberen Atmosphäre von Titan schweben kleine Teilchen. Sie bilden einen fast undurchdringlichen Nebel. Er streut sichtbares Licht und verbirgt Details auf der Oberfläche vor neugierigen Blicken.

Titans Oberfläche lässt sich im Infraroten besser beobachten. Infrarote Strahlung wird schwächer gestreut und die Atmosphäre verschluckt weniger davon. In der Mitte seht ihr ein Bild von Titan im sichtbaren Licht. Außen sind sechs Bilder des Mondes in Infrarot angeordnet. Sie zeigen den Mond in Falschfarben.

Die Bilddaten in Infrarot wurden 13 Jahre lang mit dem Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS) aufgenommen und einheitlich bearbeitet. VIMS ist ein Spektrometer, das Karten im sichtbaren und infraroten Licht erstellt. Es befand sich an Bord der Raumsonde Cassini, die Saturn von 2004 bis 2017 umrundete.

Für das Jahr 2027 plant die NASA eine revolutionäre Quadrocopter-Mission zu Titan.

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Erduntergang am iPhone

Videocredit: NASA, Reid Wiseman; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Wie sieht ein Erduntergang aus? Reid Wiseman war Kommandant von Artemis II. Er fing beim historischen Flug um den Mond einen weiteren Blick auf die Erde ein. Kommandant Wiseman nahm sein Video mit 8-fachem Zoom auf einem iPhone auf. Es zeigt, wie unser Planet langsam hinter dem Mond verschwindet.

Auf der Erde sinkt die Sonne jeden Tag unter den Horizont. Das liegt daran, dass sich die Erde in rund 24 Stunden einmal um ihre Achse dreht. Der Erduntergang aus Sicht von Artemis II entsteht aber nicht durch die Drehung des Mondes. Vielmehr flog das Raumschiff hinter den Mond (bei ca. 55 Sekunden in diesem Video).

Früher waren Fotos der Erde aus dem All selten. Heute nehmen viele Satelliten sie mehrmals pro Tag auf. Der Satellit SWOT (Surface Water and Ocean Topography) der NASA ist einer von ihnen. Auch die Satelliten Landsat 8 und 9 der USGS gehören dazu. Letztere helfen in der Landwirtschaft bei der Verwaltung von Wasser. Agenturen für Raumfahrt arbeiten heute weltweit zusammen. Dabei liefern sie einzigartige und immer bessere Blicke auf unsere Erde.

Heute ist Tag der Erde

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