Der Mond bedeckt Merkur

Zwei Bilder übereinander. Oben die Sichel des Monds mit Erdschein am dunkelblauen Himmel, direkt daneben ein Stern (der Planet Merkur). Unten die Sichel am dunklen Himmel, rötlich leuchtend. Der helle Stern steht nun weiter weg vom Mondrand.

Bildcredit und Bildrechte: Fabrizio Melandri

In diesem Monat konnten Fans sich des Westhimmels nach Sonnenuntergang eine besondere Ansammlung heller Planeten freuen. Am 18. Februar schien der Planet Merkur an einigen Orten hinter dem Mond zu verschwinden. Ein solches Ereignis heißt Bedeckung durch den Mond.

Diese beiden Bilder entstanden am frühen Abendhimmel. Sie zeigen den Blick durch ein Teleskop vor und nach dem seltenen Verschwinden des sonnennächsten Planeten hinter dem jungen Mond. Im oberen Bild könnt ihr Merkur gerade noch am nördlichen (rechten) Rand der Mondscheibe sehen. Diese ist vom Erdschein beleuchtet. Im unteren Bild ist der Planet am inzwischen dunkleren Himmel wieder aufgetaucht. Er steht nun neben der von der Sonne angestrahlten Mondsichel.

In Sallisaw in Oklahoma auf der Erde dauerte diese Bedeckung von Merkur durch den Mond nur 3 Minuten (Video). Aber auch heute Nacht könnt ihr die Parade der Planeten sehen.

3. März: Totale Mondfinsternis (Verlauf in AT und DE)

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Planetenparade über der Oper von Sydney

Bildcredit und Bildrechte: Prasun Agrawal

Wenn ihr diese Woche zum Himmel blickt, könnt ihr viele Planeten sehen. Dazu schaut ihr kurz nach Sonnenuntergang nach Westen. Dort findet ihr die Planeten Merkur, Venus, Saturn und Jupiter zusammen mit bloßem Auge. Wenn ihr ein Teleskop besitzt, könnt ihr zudem die Planeten Uranus und Neptun sehen.

Vom Horizont nach oben stehen diese Woche Venus (als hellste), Merkur, Saturn, Neptun, Uranus und Jupiter (als zweithellster). Es ist egal, wo auf der Erde ihr lebt. Diese abendliche Planetenparade seht ihr bei klarem Himmel überall. Die Planeten stehen scheinbar fast genau in einer Linie. Denn sie alle umrunden die Sonne in fast derselben Ebene: der Ekliptik.

Dieses Bild zeigt eine ähnliche Parade der Planeten aus dem Jahr 2022. Sie zeigte sich über der Oper von Sidney in Südaustralien. Die Planeten sind die ganze Woche über sichtbar. Aber an diesem Wochenende sind sie am besten zu beobachten.

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Dämmerung mit Mond und Planeten

Foto des Dämmerungshimmels über einer schneebedeckten Landschaft. Am Himmel steht die Mondsichel und drei helle Gestirne, die mit „Saturn“, „Mercury“ und „Venus“ beschriftet sind.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Eine schmale Mondsichel steht auf dieser winterlichen Landschaft in der Dämmerung über dem westlichen Horizont. Das Bild entstand nur zwei Tage nach Neumond und nach der ringförmigen Sonnenfinsternis im Februar. Der Erdschein erhellt die Nachtseite des Mondes.

Der Abendhimmel über dem Dorf Kirazli in der Türkei war weitgehend klar. Der junge Mond steht bei drei hellen Planeten. Den inneren Planeten Venus seht ihr direkt über dem Horizont. Die strahlende Venus steht mitten im Bild im warmen Leuchten des Sonnenuntergangs. Sie beginnt derzeit ihre Vorstellung als Abendstern im Jahr 2026.

Direkt über der Venus könnt ihr den sonnennächsten Planeten Merkur leicht erkennen. Er steht bemerkenswert hoch über dem Horizont, auch wenn es schon dunkel wird. Den äußeren Planeten Saturn findet ihr links neben der Mondsichel, die von der Sonne beleuchtet wird. Er ist der entfernteste Planet, den ihr mit bloßem Auge sehen könnt.

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Krater Galle: Fröhliches Gesicht auf dem Mars

Foto der Marsoberfläche aus dem All. Am rechten Bildrand, nahe der Tag- und Nachtgrenze ist ein runder Einschlagkrater zu sehen. In seinem Inneren sind Strukturen, die ihn wie ein Smiley aussehen lassen.

Bildcredit: NASA, MGS, MSSS

Der Mars hat ein fröhliches Gesicht aufgesetzt. Der Krater Galle auf dem Mars ist berühmt. In seinem Inneren gibt es Strukturen, die ihn wie ein lächelndes und zwinkerndes Gesicht aussehen lassen. Diese Strukturen entdeckte man erstmals in Bildern des Viking-Orbiters in den 1970er-Jahren. Die Sonde Mars Global Surveyor (MGS) umrundete den Mars von 1996 bis 2006. Dieses Bild stammt von ihr.

Der Krater mit dem fröhlichen Gesicht und seine unverwechselbaren Merkmale entstanden durch einen Zufall vor Milliarden von Jahren. Damals schlug ein Asteroid von der Größe einer Stadt auf dem Mars ein. Alle Planeten und Monde unseres Sonnensystems haben Einschlagkrater. Die meisten Krater gibt es auf unserem Mond und dem Planeten Merkur. Gäbe es Wetter und Erosion nicht, hätten Erde und Venus die meisten Krater.

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Der verlorene Marsmond Phobos

Der rötliche Himmelskörper ist von vielen Kratern zernarbt und hat eine grob kugelähnliche Form. Einige der Krater sind sehr groß. Von rechts laufen parallele Rillen über die Oberfläche.

Bildcredit: NASA, LPL (U. Arizona), MRO, HiRISE

Dieser Mond ist dem Untergang geweiht. Der rote Planet Mars ist nach dem römischen Kriegsgott benannt. Er hat zwei winzige Monde: Phobos und Deimos. Ihre Namen stammen aus dem Altgriechischen und bedeuten „Furcht“ und „Schrecken“. Diese Marsmonde sind vielleicht eingefangene Asteroiden aus dem Hauptgürtel. Dieser befindet sich zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Sie könnten aber auch aus noch weiter entfernten Regionen unseres Sonnensystems stammen.

Der größere Mond Phobos ist von Kratern übersät und ähnelt in der Tat einem Asteroiden. Dieses beeindruckende Farbbild zeigt Phobos im Blick des Mars Reconnaissance Orbiter. Diese robotische Raumsonde kann kleine Details fotografieren, die gerade einmal 10 Meter groß sind.

Phobos‘ Bahn verläuft sehr eng um den Mars, nur 5800 Kilometer über der Oberfläche des Planeten. Unser Mond ist rund 400.000 Kilometer von der Erde entfernt. Deswegen ziehen Gezeitenkräfte den Marsmond zum Planeten. In vielleicht 50 Millionen Jahren zerfällt Phobos voraussichtlich. Danach werden seine Trümmer einen Ring um den Planeten bilden.

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M104: Die Sombrero-Galaxie im Infrarotlicht

Ein rot leuchtender, scheinbar schwebender Ring umläuft eine bläulich leuchtende, transparente ovale Wolke. Vor dem schwarzen Hintergrund sind außerde, einzelne Lichtpunkt zu sehen.

Bildcredit: NASA, JPL, Caltech, SSC, R. Kennicutt (Steward Obs.) et al.

Dieser schwebende Ring ist so groß wie eine Galaxie. Er ist in der Tat eine Galaxie – oder zumindest ein Teil davon, denn er gehört zur fotogenen Sombrero-Galaxie. Sie ist eine der größten Galaxien im nahe gelegenen Virgo-Galaxienhaufen. Im sichtbaren Licht verfinstert das dunkle Staubband den mittleren Teil der Sombrero-Galaxie. Im Infrarotlicht leuchtet es hell.

Dieses Bild wurde digital nachgeschärft. Es zeigt dieses Infrarotleuchten. Das Weltraumteleskop Spitzer hat es vor kurzem aufgenommen. Ihr seht es hier zusammen mit einem Falschfarben-Bild des NASA-Weltraumteleskops Hubble im sichtbaren Licht.

Die Sombrero-Galaxie hat die Katalogbezeichnung M104. Ihr Durchmesser beträgt rund 50.000 Lichtjahre. Sie ist etwa 28 Millionen Lichtjahre von und entfernt. Ihr könnt M104 mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Jungfrau beobachten.

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IC 342: Versteckte Galaxie im Sternbild Giraffe

Vor einem sternenbedeckten, dunklen Himmel, steht formatfüllend eine Spiralgalaxie mit klar erkennbaren Armen und einem gelblich leuchtenden Kernbereich.

Bildcredit und Bildrechte: Gaetan Maxant

IC 342 ist so groß wie die hellen Spiralgalaxien in unserer Nachbarschaft: Sie ist gerade einmal 10 Millionen Lichtjahre entfernt. Wir finden sie im Sternbild Giraffe (Camelopardalis). Die riesige Welteninsel müsste eigentlich eine auffällige Galaxie am Nachthimmel sein. Doch sie versteckt sich vor unseren Blicken. Wir können sie nur erahnen, da sie sich hinter einem Schleier aus Sternen, Gas und Staubwolken befindet, der sich über die Ebene unserer Milchstraße ausbreitet.

Das Licht von IC 342 wird durch diese kosmischen Wolken abgeschwächt und gerötet. Dennoch zeigt dieses scharfe Bild, das mit einem Teleskop aufgenommen wurde, viele Details. Ihr erkennt in den Spiralarmen, die sich weit weg vom Kern der Galaxie erstrecken, verdunkelnden Staub, junge Sternhaufen und leuchtende Regionen mit Sternentstehung.

In IC 342 gab es vor Kurzem einen Ausbruch der Sternbildung. Sie ist nah genug an der Lokalen Gruppe und der Milchstraße, um deren Entwicklung beeinflusst zu haben.

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Polar-Korona

Panoramaufnahme einer isländischen Landschaft mit See im Vordergrund. Am Himmel ist sehr helles Polarlicht in rot, grün, und violett zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Roi Levi

Dank des Maximums des 25. Sonnenzyklus war das Jahr 2025 großartig für Nordlichter (und Südlichter). Die starke Aktivität der Sonne dürfte im Jahr 2026 noch andauern. Genießt dieses spektakuläre Polarlicht, während ihr den Beginn des neuen Jahrs feiert. Das Nordlicht erfüllte den sternenbedeckten Nachthimmel über dem Kirkjufell in Island.

Die eindrucksvolle Polarlicht-Korona strahlte während eines starken geomagnetischen Sturms. Er entstand im März 2025 durch intensive Sonnenaktivität während der Tagundnachtgleiche. Wenn ihr direkt von unten in die Schleier eines Polarlichts blickt, könnt ihr so eine Korona sehen. Das Panorama der nordischen Landschaft und des eindrucksvollen Schauspiels am Himmel besteht aus 21 Einzelbildern.

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