Merkur am Horizont

Über einem dunklen Horizont sind die Positionen des Planeten Merkur im März in der Abenddämmerung zu sehen. Wolken am klaren Himmel sind unten von Abendrot beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado

Habt ihr schon einmal den Planeten Merkur gesehen? Merkur kreist sehr nahe um die Sonne. Daher entfernt er sich am irdischen Himmel niemals weit von ihr.

Wenn Merkur hinter der Sonne wandert, steht er kurz nach Sonnenuntergang tief über dem Horizont. Wenn er vor der Sonne läuft, ist Merkur kurz vor Sonnenaufgang sichtbar. Also können gut informierte Himmelsbeobachtende im Lauf des Jahres zu gewissen Zeiten mit etwas Berechnung an einem Beobachtungsort mit freiem Horizont Merkur mit bloßem Auge finden.

Mit viel Berechnung und einigen digitalen Tricks wurden Merkurs fortlaufende Positionen im März 2000 dargestellt. Jedes Bild wurde in Spanien am selben Ort fotografiert, wenn die Sonne 10 Grad unter dem Horizont stand. Dann wurden alle Bilder mit der Aufnahme zur Deckung gebracht, die den fotogensten Sonnenuntergang zeigte.

Derzeit sehen wir Merkur nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont. Er verschwindet aber in wenigen Tagen im gleißenden Licht der Sonne.

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Der große russische Meteor 2013

Videocredit und -rechte: RussiaToday

Was zum Teufel ist das? Tausende Menschen, die in der Nähe des Uralgebirges in Russland leben, sahen letzten Freitag früh einen der spektakulärsten Meteore der Neuzeit über den Himmel blitzen. Mächtige Schallwellen erreichten Minuten später den Boden, verletzten Menschen und zerbrachen Glasscheiben in einem Bereich von Hunderten Kilometern.

Das Video zeigt Aufnahmen von Armaturenbrettkameras. Es sind Echtzeitvideos des fallenden Meteors: treibende Rauchspuren, schnell wandernde Schatten und das Licht des Meteors, das sich in der Rückseite eines Fahrzeugs spiegelt.

Die Feuerkugel entstand vermutlich durch einen Eis- und Gesteinsbrocken, der so groß war wie ein Fahrzeug, als er in die Erdatmosphäre stürzte. Das Ereignis wurde aus vielen verschiedenen Blickwinkeln dokumentiert. Daher konnte man die Bahn des Meteors gut genug berechnen, um festzustellen, woher er kam und wo die übrig gebliebenen Stücke gelandet sein könnten.

Sicher ist, dass dieser Meteor nichts mit dem vielfach größeren Asteroiden 2012 DA14 zu tun hatte, der am selben Tag zu einem späteren Zeitpunkt aus einer anderen Richtung an der Erde vorbeizog. Falls Stücke des Meteors gefunden werden, könnten uns diese mehr über das frühe Sonnensystem verraten, aus dem der Meteor vermutlich stammt.

Galerie: Videos und Bilder von 2012 DA14
Hinweis: Das ursprünglich verlinkte Video ist in AT nicht verfügbar.

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Asteroid 2012 DA14 zieht an der Erde vorbei

Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Da zieht er dahin. Auf diesem Video bewegt sich ein kleiner Punkt vor dem Hintergrund der Sterne. Es ist ein potenziell gefährlicher Asteroid, der über der Erdatmosphäre dahinzieht.

Letzten Freitag verfehlte der 50 Meter große Asteroid 2012 DA14 knapp die Erde. Er passierte nicht nur innerhalb der Mondbahn, was für einen Asteroiden dieser Größe ungewöhnlich nahe wäre. Er kam uns sogar näher als die Bahn geosynchroner Satelliten.

Unglücklicherweise treffen Asteroiden dieser Größe oder sogar noch größere etwa alle 1000 Jahre die Erde. Wäre das mit 2012 DA14 passiert, so hätte er ein Stück Land von der Größe einer Stadt verwüsten können. Wenn er einen Ozean getroffen hätte, wären gefährliche Flutwellen entstanden.

Zwar ist die Suche und das Verfolgen potenziell gefährliche Asteroiden ein wichtiges Anliegen der heutigen Astronomie. Weil aber diese kleinen Körper aus Eis und Gestein meist sehr dunkel sind, wurde bisher nur ein kleiner Teil davon entdeckt.

Noch kleinere Brocken aus Eis und Gestein wie die spektakulären Meteore, die in den letzten Tagen über Russland und Kalifornien aufblitzten (sie hängen nicht damit zusammen), sind sogar noch schwieriger zu entdecken. Sie stellen aber eine geringere Gefahr dar.

Galerie: Videos und Bilder von 2012 DA14

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Streifzug über den Südhimmel

Links neben der Kleinen Magellanschen Wolke und dem Kugelsternhaufen 47 Tucanae darunter leuchtet die winzige grüne Koma des Kometen Lemmon (C/2012 F6a)

Bild/Videocredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Derzeit ziehen die Kometen Lemmon (C/2012 F6a) und PanSTARRS (C/2011 L4) über den Südhimmel. Diese Teleobjektivszene zeigt links Lemmons limettengrüne Koma und seinen schmalen Schweif. Das Einzelbild stammt aus einem Zeitraffervideo, das am 12. Februar aufgenommen wurde. Das Video zeigt die Bewegung des Kometen vor den Sternen im Hintergrund.

Komet Lemmons Bahn brachte ihn in die Nähe der Sichtlinie zu markanten Schätzen des Südhimmels. Dazu zählen die Kleine Magellansche Wolke und der Kugelsternhaufen 47 Tucanae (rechts unten).

Komet PanSTARRS zeigt einen breiteren, weißlicheren Schweif. Er wandert auf späteren Bildern des Videos durch das blasse Sternbild Mikroskop. Beide Kometen sind mit Ferngläsern und kleinen Teleskopen zu sehen. Sie werden heller und erreichen in den nächsten Monaten den Nordhimmel.

Videos und Diskussion: Russische Meteorexplosion

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Schatten auf Jupiter

Der Planet Jupiter mit seinen braunen und beigefarbenen Wolkenbändern hat zwei dunkle Flecken. Es sind die Schatten der Monde Ganymed und Io, die links daneben stehe. Am rechten Rand ist der Große Rote Fleck.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Auf dieser gestochen scharfen Teleskopansicht fallen zwei dunkle Schatten auf Jupiters gebänderte, marmorierte Wolkenoberflächen. Die Szenerie wurde am 3. Jänner etwa einen Monat nach der Opposition des mächtigen Gasriesen am Himmel des Planeten Erde fotografiert.

Das Bild zeigt auch die beiden Schattenwerfer. Links sind die großen galileischen Monde Ganymed (oben) und Io sehr detailreich abgebildet. Während die Mondschatten querten, drehte Jupiters schnelle Rotation den berühmten Großen Roten Fleck GRF rechts um den Planetenrand. Dem blassen GRF lief das kleinere, aber ähnlich gefärbte Oval BA voraus. Es trägt den Spitznamen „Kleiner Roter Fleck“.

Da das Bild auf dem Kopf steht, befindet sich der Norden unten.

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Porträt des Sonnensystems

Das Bildmosaik entstand aus 60 Einzelbildern der Weitwinkelkamera der Raumsonde Voyager 1. Es zeigt die Planeten Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Merkur und Mars konnten nicht abgebildet werden, auch Plutos Position wird nicht gezeigt.

Bildcredit: Voyager-Projekt, NASA

An einem anderen Valentinstag, am 14. Februar 1990, blickte die sechs Milliarden Kilometer von der Sonne entfernte Raumsonde Voyager 1 zurück und fotografierte dieses erste Familienporträt unseres Sonnensystems der Geschichte. Das ganze Porträt ist ein Mosaik aus 60 Bildern. Sie wurden an einem Aussichtspunkt fotografiert, der 32 Grad über der Ekliptik lag.

Die Bilder stammen von Voyagers Weitwinkelkamera und zeigen links das innere Sonnensystem bis hinüber zum Gasriesen Neptun auf der rechten Seite. Er war damals der äußerste Planet des Sonnensystems.

Die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind mit Buchstaben markiert. Die Sonne ist der helle Punkt etwa in der Mitte des Bogens aus Einzelbildern. Die eingefügten Bildfelder für jeden Planeten stammen von Voyagers Teleobjektiv-Kamera.

Der Merkur ist auf diesem Porträt unsichtbar. Er stand für ein Foto zu nahe an der Sonne. Auch Mars ist nicht abgebildet. Er war hinter dem Sonnenlicht versteckt, das von der Kameraoptik gestreut wurde. Die Position des kleinen, blassen Pluto ist nicht gezeigt.

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Infraroter Orion von WISE

In grün gefärbten Sternwolken leuchtet in der Mitte ein rötlicher Nebel um eine helle Lichtquelle. Das Bild ist in Falschfarben dargestellt.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA

Der große Nebel im Orion ist ein faszinierender Ort. Mit bloßem Auge erscheint er als kleiner, verschwommener Fleck im Sternbild Orion.

Dieses Bild ist ein Falschfarbenkomposit. Es wurde mit dem WISE-Observatorium in der Erdumlaufbahn in vier Farben des infraroten Lichts aufgenommen. Der Orionnebel wird hier als betriebsamer Ort mit kürzlich entstandenen Sternen, heißem Gas und dunklem Staub gezeigt.

Die Energie für einen Großteil des Orionnebels (M42) liefern die Sterne im Trapez-Sternhaufen. Auf diesem Weitwinkelbild ist er in der Mitte zu sehen. Die hellen Sterne sind von einem unheimlichen grünen Leuchten umgeben. Es ist ihr eigenes Sternenlicht, das von komplexen Staubfasern reflektiert wird, die einen Großteil der Region bedecken.

Zum Wolkenkomplex um den Orionnebel gehört auch der Pferdekopfnebel. Die Molekülwolken werden in den nächsten 100.000 Jahren langsam verdampfen.

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Reflektiertes Polarlicht über Alaska

In einem von Seerosen bedeckten Teich spiegeln sich rote und grüne Polarlichter am Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Todd Salat (AuroraHunter); Himmelsbeschriftung: Judy Schmidt

Manche Polarlichter erkennt man nur mit einer Kamera. Dann bezeichnet man sie als subvisuell, weil sie zu blass für das bloße Auge sind. Das grüne Polarlicht im Bild war gut sichtbar, das rote Polarlicht kam erst nach einer Belichtungszeit von 20 Sekunden zum Vorschein. Der Grund dafür ist, dass das menschliche Auge das Licht nur im Bruchteil einer Sekunde aufnimmt, während der Verschluss einer Kamera viel länger geöffnet sein kann.

Die malerische Szene entstand letzten Herbst bei Anchorage im US-amerikanischen Alaska. Beim Fotografieren hielt eine Kamera sowohl das sichtbare grüne als auch das unsichtbare rote Polarlicht fest. Die Lichter spiegelten sich in einem See, der mit Seerosen bedeckten war. Hoch oben leuchteten Tausende Sterne, darunter der Sternhaufen der Plejaden. Rechts über den Wolken am Horizont posierte der Planet Jupiter.

Polarlichter entstehen, wenn energiereiche Teilchen von der Sonne auf die Magnetosphäre der Erde treffen. Dabei werden Elektronen und Protonen zu den Polen der Erde gelenkt und treffen auf Luft. Rote und grüne Polarlichter entstehen meist durch angeregte Sauerstoffatome. Die roten Emissionen treten – wenn sichtbar – in größerer Höhe auf. Polarlichter können viele Formen und Farben annehmen.

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