
Anfang dieses Monats flog die japanische Raumsonde Hayabusa2 am Asteroiden 98943 Torifune vorbei und machte dabei Fotos. Beobachtungen von der fernen Erde aus ließen eine längliche Form vermuten. Doch Hayabusa2 fand heraus, dass Torifune aus zwei verbundenen Teilen besteht.
Der Weltraumbrocken hat eine Länge von vier Fußballfeldern. Auf seinem Orbit um die Sonne kommt er der Erde zwar immer wieder nahe, doch er stellt keine Bedrohung dar.
Abgesehen von den zwei Teilen sieht man auf Torifune viele große Felsbrocken. Überraschenderweise gibt es keine deutlichen Krater, vermutlich weil die Oberfläche eine Geröllhalde ist. Wie beim Asteroiden Arrokoth scheint jeder der beiden Teile separat entstanden zu sein. Erst später kollidierten sie und blieben aneinander haften.
Hayabusa2 ist bekannt für den Besuch beim Asteroiden Ryugu im Jahr 2018. Nun ist die Sonde auf dem Weg zu einer Begegnung mit 1998 KY26 im Jahr 2031. Dabei handelt es sich um einen kleineren Asteroiden, der ungewöhnlich schnell rotiert und der möglicherweise größere Mengen Eis enthält.