Videocredit: Juan Pablo Castañeda; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II); Dank an: William Cooke, David Lee, Peter Brown, Denis Vida, Peter Jenniskens
Was war das? Was ist da verschwunden, während es die teilweise verfinsterte Sonne kreuzte? Schauen wir die Fakten an. Das Video zeigt 24 Aufnahmen pro Sekunde. Es wurde am 12. August 2026 um 20:28 Ortszeit in Spanien gefilmt. Die Koordinaten des Ortes lauten 40°34’30.3″N 1°12’28.8″W. Der Meteorschauer der Perseïden erreichte zu dieser Zeit gerade seinen Höhepunkt. Ist das also ein Meteor?
Meteore eines Stroms zeigen rückwärts zu einer Region am Himmel, die man Radiant nennt. Dort kreuzt die Erde die Bahn des jeweiligen Kometen. Der Pfad des Objekts könnte zum Radianten der Perseïden zeigen, der im Sternbild Perseus liegt. Der Winkel am Himmel, den die Spur des Objekts zieht, ist kleiner als 0,5 Grad – das ist die Winkelgröße von Sonne und Mond. Und es ist viel weniger, als man bei einem Meteor erwarten würde.
Seine Helligkeit reicht nicht weit über die Sonne hinaus. Doch wenn ein Meteor am Himmel auflodert, braucht man kein Sonnenlicht, um ihn zu sehen. Vielleicht reflektiert das Objekt Sonnenlicht? Man glich also den Ort, die Zeit und die Region am Himmel mit einer Flugdatenbank ab. Dabei zeigte sich: Der Übeltäter war der Kondensstreifen eines Flugzeugs!