IC 2574: Coddingtons Nebel

Mitten im Bild schwebt die kleine Galaxie IC 2574 hinter lose verteilten Sternen. Sie hat viele rötliche Sternbildungsregionen, die man an ihrem roten Leuchten erkennt.

Bildcredit und Bildrechte: Lorand Fenyes

Große Spiralgalaxien ernten oft scheinbar den ganzen Ruhm. Sie prahlen mit ihren jungen, hellen, blauen Sternhaufen in ihren wunderschönen, symmetrischen Spiralarmen. Aber auch kleine, unregelmäßige Galaxien bringen Sterne hervor.

In der Zwerggalaxie IC 2574 gibt es rötliche Regionen aus leuchtendem Wasserstoff. Dort gibt es klare Anzeichen intensiver Sternbildung. Sternenwinde und Supernova-Explosionen wühlen die turbulenten Regionen in IC 2574, in denen Sterne entstehen, auf. Dabei schleudern sie Material ins interstellare Medium der Galaxie. Das löst weitere Sternbildung aus. Ähnliches geschieht auch in Spiralgalaxien.

IC 2574 ist nur 12 Millionen Lichtjahren entfernt und Teil der M81-Galaxiengruppe. Sie ist im nördlichen Sternbild Großer Bär zu sehen. Das prachtvolle Inseluniversum ist auch als Coddington-Nebel bekannt. Es hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren. Im Jahr 1898 wurde es vom amerikanischen Astronomen Edwin Coddington entdeckt.

Zur Originalseite

Wasserstoffwolken in M33

Die Spiralgalaxie M33 im Dreieck wirkt zerfleddert. Ihre Spiralarme sind lose gewickelt und von vielen roten Sternbildungsregionen gesprenkelt.

Bildcredit und Bildrechte: Pea Mauro

Die prächtige Spiralgalaxie Messier 33 scheint mehr als genug glühenden Wasserstoff zu haben. M33 ist ein prominentes Mitglied der lokalen Galaxiengruppe, auch bekannt als Dreiecksgalaxie, und liegt nur 3 Millionen Lichtjahre entfernt.

Die zentralen etwa 60.000 Lichtjahre der Galaxie sind in diesem scharfen Galaxienporträt zu sehen. Das Porträt zeigt die rötlichen, ionisierten Wasserstoffwolken oder HII-Regionen von M33. Die riesigen HII-Regionen von M33, die sich entlang lockerer Spiralarme ausbreiten, die sich auf den Kern zubewegen, sind einige der größten bekannten stellaren Kinderstuben, in denen kurzlebige, aber sehr massereiche Sterne entstehen. Die intensive ultraviolette Strahlung der leuchtenden, massereichen Sterne ionisiert den umgebenden Wasserstoff und erzeugt schließlich das charakteristische rote Leuchten.

In diesem Bild wurden Breitbanddaten mit Schmalbanddaten kombiniert, die durch einen Filter aufgenommen wurden, der das Licht der stärksten sichtbaren Wasserstoff- und Sauerstoffemissionslinien durchlässt.

Zur Originalseite

Sternenstaub in der Perseus-Molekülwolke

Mitten in braun-grauen Nebelwolken strahlt ein blauer Reflexionsnebel, darunter leuchten ein paar rot leuchtende Stellen aus dunklen Nebeln hervor. Zwischen den braunen Nebelfetzen leuchten dicht verteilte Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Schilling

Wolken aus Sternenstaub durchziehen durch diese lang belichtete Himmelslandschaft in der Perseus-Molekülwolke in etwa 850 Lichtjahren Entfernung. Staubhaltige Nebel, die das Licht eingebetteter junger Sterne reflektieren, dominieren das fast 4 Grad breite Gesichtsfeld.

Der Reflexionsnebel NGC 1333 mit seiner charakteristischen bläulichen Farbe befindet sich in der Nähe der Bildmitte. Spuren kontrastierender roter Emissionen von Herbig-Haro-Objekten, den Jets und dem durch Stoßwellen zum Leuchten angeregten Gas, das von kürzlich entstandenen Sternen ausgeht, sind über die staubige Weiten verteilt. Obwohl sich in der Molekülwolke unzählige Sterne bilden, werden die meisten von ihnen im sichtbaren Licht durch den allgegenwärtigen Staub verdeckt.

Die chaotische Umgebung von NGC 1333 ähnelt möglicherweise der Umgebung, in der sich unsere Sonne vor über 4,5 Milliarden Jahren entstanden ist. Bei der geschätzten Entfernung der Perseus-Molekülwolke wäre diese kosmische Szene etwa 80 Lichtjahre breit.

Galerie: Komet ATLAS (G3)

Zur Originalseite

M83: Das südliche Feuerrad

Mitten im Bild ist eine Spiralgalaxie mit einem wolkigen Äußeren und stark strukturierten Spiralarmen im Inneren. In den Spiralarmen sind rötliche Sternbildungsregionen.

Bildcredit: CTIO, NOIRLab, DOE, NSF, AURA; Bearbeitung: T. A. Rector (U. Alaska Anchorage/NOIRLab), D. de Martin und M. Zamani (NOIRLab)

Die wunderschöne und helle Spiralgalaxie M83 ist etwa zwölf Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegt nahe der südöstlichen Spitze des sehr langen Sternbilds Wasserschlange (Hydra).

Markante Spiralarme werden von dunklen Staubbahnen und blauen Sternhaufen durchzogen. Sie geben der Galaxie ihren umgangssprachlichen Namen „Das Südliche Windrad“. Doch die rötlichen Sternentstehungsregionen, die in diesem kosmischen Windrad verteilt sind, haben zu einem weiteren Spitznamen geführt: Tausend-Rubine-Galaxie.

Mit einem Durchmesser von nur 40.000 Lichtjahren ist M83 kleiner als die Milchstraße. Sie gehört zu einer Galaxiengruppe, zu der auch die aktive Galaxie Centaurus A gezählt wird. Tatsächlich ist der Kern von M83 selbst im Röntgenbereich hell. Er hat eine hohe Konzentration an Neutronensternen und Schwarzen Löchern, die von einer intensiven Phase der Sternentstehung übrig geblieben sind.

Das scharfe Farbbild zeigt auch zackige Vordergrund-Sterne der Milchstraße und ferne Galaxien im Hintergrund. Die Bilddaten wurden mit der Dark Energy Camera und dem Blanco 4-Meter-Teleskop am Cerro Tololo Inter-American Observatory aufgenommen.

Zur Originalseite

Junge Sterne, dunkle Nebel

Im Sternbild Stier ist eine dunkle Staubwolke in einer unscheinbaren Himmelsregion. In ihrem Inneren entstehen T-Tauri-Sterne, ihr gelbliches schwaches Leuchten ist im Bild verteilt. Am oberen Bildrand ist die dunkle Markierung Barnard 209.

Bildcredit und Bildrechte: Long Xin

Diese dunklen, staubigen Nebel liegen in einer unscheinbaren Region im Sternbild Stier (Taurus). Der Taurus-Molekülwolkenkomplex ist an die 450 Lichtjahre entfernt. Sterne entstehen darin in Mehrfachsternsystemen. Sie sind noch relativ jung und in der Szenerie verteilt. Ihr zartes Alter beträgt Millionen Jahre.

Die Sterne der sogenannten T-Tauri-Klasse befinden sich in späten Phasen ihres Gravitationskollapses. Ihre Helligkeit variiert. Sie sind eher blass und leuchten im Bild gelblich. V773 (auch HD283447) ist einer der hellsten T-Tauri-Sterne im Stier. Er leuchtet mitten im Teleskopbild, das einen Grad breit ist. Die dichte, dunkle Markierung oben im Bild ist als Barnard 209 katalogisiert.

Zur Originalseite

Die prachtvolle Spiralgalaxie NGC 5643

Die Seyfertgalaxie NGC 5643 Sternbild Wolf ist von oben zu sehen. Das Porträt aus Daten des Weltraumteleskops Hubble zeigt die inneren 40.000 Lichtjahre der Sterneninsel.

Bildcredit: ESA / Hubble und NASA

Die prachtvolle Spiralgalaxie NGC 5643 ist von oben sichtbar. Das farbige kosmische Porträt ist ein festlicher Anblick. Die Galaxie ist an die 55 Millionen Lichtjahre entfernt und mehr als 100.000 Lichtjahre breit. Sie liegt im südlichen Sternbild Wolf (Lupus).

Dieses Komposit entstand aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble. Es zeigt die inneren 40.000 Lichtjahre sehr scharf und detailreich. Die prachtvollen Spiralarme der Galaxie winden sich von einer gelblichen Zentralregion fort. Das Zentrum wird von alten Sternen gefärbt. Die Spiralarme dagegen sind von Staubbahnen, jungen blauen Sternen und rötlichen Sternbildungsregionen gesäumt.

Der helle, kompakte Kern von NGC 5643 ist eine starke Quelle von Radiowellen und Röntgenstrahlung. NGC 5643 ist eines der nächstliegenden Beispiele einer Klasse von Galaxien: der Seyfertgalaxien. Bei diesen fallen vermutlich riesige Mengen an Staub und Gas in ein zentrales, massereiches Schwarzes Loch.

Zur Originalseite

Fuchsfell, Kegel und Weihnachtsbaum

Ein Sternenfeld mit buntem Gas und dunklem Staub zeigt oben im Bild einen kegelförmigen Nebel. In der Mitte befindet sich eine Nebelstruktur, die an ein Fuchsfell erinnert. Ein breiter Bereich ähnelt der Form eines Christbaums.

Bildcredit und Bildrechte: Tim White

Was haben diese Dinge gemeinsam: ein Kegel, ein Fuchsfell und ein Weihnachtsbaum? Antwort: Es gibt sie alle im Sternbild Einhorn (Monoceros).

Dieser Trödel-Komplex aus kosmischem Gas und Staub ist als NGC 2264 katalogisiert. Er gilt als Sternentstehungsgebiet und ist rund 2700 Lichtjahre entfernt. Auf Fotos erscheint er als Ansammlung von dunklen Wolken aus interstellarem Staub und rötlichen Emissionsnebeln, die von energiereichem Licht einiger neu entstandener Sterne zum Leuchten angeregt werden.

Der Winkeldurchmesser dieses Bildes ist breiter als der Vollmond. Das entspricht in der Entfernung von NGC 2264 einem Durchmesser von über 50 Lichtjahren.

Die Auswahl an kosmischen Charakteren hierin enthält (a) den Fuchsfell-Nebel. Seine verschlungene Fellstruktur liegt links neben der Bildmitte. (b) den hellen veränderlichen Stern S Mon genau rechts neben dem Fuchsfell und (c) den Kegelnebel am oberen Bildrand.

Die ganze leuchtende Region mit dem Konusnebel an der Spitze trägt auch den Namen Weihnachtsbaumhaufen. Die Sterne bilden den Baumschmuck.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

Zur Originalseite

Die Polarringgalaxie NGC 660

Um die Galaxie NGC 660 im Sternbild Fische ist ein Ring aus Sternen und Staubwolken gewickelt.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby

Was ist das für eine seltsame Galaxie? Diese seltene Struktur ist eine Polarring-Galaxie. Sie hat anscheinend zwei verschiedene Ringe aus Sternen. In der Galaxie NGC 660 erscheint ein Ring aus hellen Sternen, Gas und dunklem Staub fast senkrecht. Ein zweiter ähnlicher, aber kürzerer Ring verläuft diagonal von links oben.

Wie polare Ringgalaxien ihr auffälliges Aussehen erhalten, wird noch erforscht. Doch eine führende Theorie besagt, dass sie in der Regel bei der Kollision zweier Galaxien mit unterschiedlichen zentralen Ringebenen entstehen.

NGC 660 ist etwa 50.000 Lichtjahre breit. Sie liegt etwa 40 Millionen Lichtjahren entfernt im Sternbild Fische (Pisces). Dieses Bild wurde kürzlich vom Observatorio El Sauce in Chile aufgenommen.

Zur Originalseite