
Wann sieht ein Nebel wie ein Komet aus? Das dichte Sternfeld im Sternbild Schwan (Cygnus), das hoch am Himmel steht, ist mehr als zwei Grad breit. Darin zieht der kosmische Kokon-Nebel den Blick auf sich. Rechts unten setzt er einen Akzent im kompakten Sternbildungsgebiet. Sein Nebel leuchtet hell in Emission und Reflexion. Doch nach links zieht sich ein langer Schweif aus interstellaren Staubwolken. Dadurch wirkt der gesamte Komplex beinahe wie ein Komet.
Der helle zentrale Kopf des Nebels ist als IC 5146 katalogisiert. Er misst etwa 10 Lichtjahre. Der dunkle, staubige Schweif ist fast 100 Lichtjahre lang. Beide sind rund 2.500 Lichtjahre von uns entfernt. Ein heller Stern nahe beim Zentrum des farbigen Nebels liefert wahrscheinlich die Energie für das Leuchten und trägt dazu bei, ihn auszuhöhlen.
Die Aufnahme wurde im sichtbaren Licht fotografiert. Darauf sind die langen, staubigen Filamente im Schweif dunkel. Doch sie verbergen Sterne, die gerade eben entstehen. Das Bild entstand im Juli im Death Valley in Kalifornien (USA).