Reflexionen der 1970er

Der Reflexionsnebel sieht in der Bildmitte aus wie ein laufender Mann.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Stern

Die 1970er werden manchmal von der Astronomie ignoriert, wie zum Beispiel diese schöne Reflexionsnebelgruppe im Orion: NGC 1977, NGC 1975 und NGC 1973. Oft werden sie neben dem strahlenden Leuchten der nahen Sternbildungsregion, dem bekannten Orionnebel, übersehen. Sie befinden sich in Orions Schwert nördlich vom hellen Orionnebelkomplex.

Die Reflexionsnebel sind auch mit Orions riesiger Molekülwolke verbunden, die etwa 1500 Lichtjahre entfernt ist, sind aber von einer charakteristischen blauen Farbe geprägt. Diese Farbe entsteht, wenn interstellarer Staub das Licht heißer junger Sterne reflektiert.

Auf diesem scharfen Farbbild erscheint ein Teil des Orionnebels am unteren Rand und eine Ansammlung an Reflexionsnebeln in der Bildmitte. NGC 1977 reicht über das Feld unter der Mitte, rechts darüber liegt NGC 1973 und links darüber NGC 1975, beide getrennt durch dunkle Regionen, die von den blassen, rötlichen Emissionen von Wasserstoffatomen gesäumt sind.

Die kombinierten dunklen Bereiche erinnern an den landläufigen Spitznamen der Region: Running-Man-Nebel. In der geschätzten Entfernung von Orions staubiger Molekülwolke wäre dieser laufende Mann etwa 15 Lichtjahre groß.

Zur Originalseite

LDN 1622: Der Butzemann-Nebel

Lynds Dunkler Nebel 1622 im Sternbild Orion ist eine dunle Wolke, die sichtbar ist, weil sie vor einer schwach rot leuchtenden Wasserstoffwolke liegt.

Bildcredit und Bildrechte: Joshua Carter

Manche sehen in der dunklen Gestalt einen mythischen Butzemann. Wissenschaftlich gesehen erscheint Lynds dunkler Nebel (LDN) 1622 vor einem Hintergrund aus schwach leuchtendem Wasserstoff, der nur auf lang belichteten Teleskopaufnahmen der Region zu sehen ist. Der hellere Reflexionsnebel vdB 62 rechts über der Mitte im Bild ist besser erkennbar.

LDN 1622 lieg am Himmel nahe der Ebene unserer Milchstraße und der BarnardSchleife – das ist eine große Wolke, die den reichhaltigen Komplex an Emissionsnebeln in Gürtel und Schwert des Orion umgibt. Der undurchsichtige Staub von LDN 1622 mit zurückgefegten Umrissen ist vermutlich ähnlich weit entfernt, nämlich 1500 Lichtjahre. In dieser Entfernung wäre das 2 Grad weite Sichtfeld etwa 60 Lichtjahre breit. In der dunklen Weite sind junge Sterne versteckt, die auf Infrarotbildern des Weltraumteleskops Spitzer zu sehen sind.

Zur Originalseite

Pferdekopf und Flamme

Der Pferdekopfnebel und der Flammennebel im Sternbild Orion

Bildcredit und Bildrechte: Jason Close

Der Pferdekopfnebel, eine berühmte dunkle Markierung am Himmel, ist auch als Barnard 33 bekannt. Auf dieser scharfen kosmischen Himmelslandschaft sticht er vor dem Hintergrundleuchten aus Emissionsnebeln hervor.

Der Pferdekopf ist ungefähr fünf Lichtjahre „groß“ und befindet sich 1500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Orion. Die Ausdehnung aus undurchsichtigem Staub im fruchtbaren Molekülwolkenkomplex der Region hat aus unserer Perspektive in der Milchstraße gesehen zufällig eine erkennbare Form.

Orions östlichster Gürtelstern, der helle Alnitak, leuchtet links neben der Mitte. Alnitaks energiereiches Ultraviolettlicht befeuert das Leuchten des staubigen Flammennebels NGC 2024 direkt darunter. Der bläuliche Reflexionsnebel NGC 2023 unter dem Pferdekopf vervollständigt die Studie kosmischer Kontrasten. Dieses gut gerahmte Teleskopfeld umfasst am Himmel zirka 3 Vollmonde.

Zur Originalseite

Der Geminid

Das Bild zeigt einen ruhigen See im Tal des Blauen Mondes in der chinesischen Provinz Yunnan, in dem sich ein sternklarer Himmel mit dem Sternbild Orion und einem Meteor der Geminiden spiegelt.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Als das Raumschiff Orion am 11. Dezember von seiner Reise hinter den Mond zurückkehrte, trat es mit fast 11 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein. Es war somit halb so schnell wie das Staubkörnchen, das diesen langen Feuerkugelmeteor auslöste, als es am 13. Dezember um den Höhepunkt des jährlichen Meteorstroms der Geminiden in die Atmosphäre eintrat.

Wenn unser schöner Planet wie jedes Jahr den Staubschweif des rätselhaften Asteroiden 3200 Phaethon durchquert, strömen die parallelen Spuren aller Meteore der Geminiden von einem Punkt im Sternbild Zwillinge aus. Doch die Sterne der Zwillinge verstecken sich auf dieser Nachthimmelslandschaft links hinter den Bäumen. Das Bild entstand im Tal des blauen Mondes in der chinesischen Provinz Yunnan.

In der Mitte steigen Sterne des Orion auf und spiegeln sich im ruhigen Wasser des Bergsees. Der strahlende Mars ist noch immer das hellste Himmelslicht der Szene.

Zur Originalseite

Orion und das Meer der Stürme

Eine Kamera an Bord des Raumschiffs Orion zeigt einen Teil der Kapsel vor der Mondoberfläche

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Eine Kamera an Bord des unbesatzten Raumschiffs Orion fotografierte diese Ansicht vom 5. Dezember, als sich Orion bei ihrem Rückkehr-Vorbeiflug dem Mond näherte. Unter einem von Orions großflächigen Solarpaneelen liegt das dunkle, glatte Gelände am westlichen Rand des Oceanus Procellarum (Meer der Stürme).

Das markante Meer der Stürme auf der Mondvorderseite ist das größte der lavagefluteten Mondmeere. Der Terminator des Mondes – die Schattenlinie zwischen Tag und Nacht auf dem Mond – verläuft am linken Bildrand. Über der Mitte befindet sich der 41 Kilometer große Krater Marius. Der Strahlenkrater Kepler lugt rechts neben dem Solarpaneel ins Bild. Keplers helle Strahlen reichen bis nach Norden und Westen zum dunklen Boden des Kraters Marius.

Aktuell ist das Raumschiff Orion unterwegs zu seiner Wasserung am 11. Dezember im wasserüberfluteten Pazifik des Planeten Erde.

Zur Originalseite

Artemis 1: Flugtag 13

Das Bild zeigt das Raumschiff Orion im Vordergrund, dahinter sind der Erdmond und der Planet Erde in großer Entfernung zu sehen.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Am Flugtag 13 (28. November) der Mission Artemis 1 erreichte die Raumkapsel Orion ihre größte Entfernung zur Erde. Ihr retrograder Orbit war mehr als 430.000 Kilometer von der Erde entfernter und brachte Orion sogar fast 70.000 Kilometer an den Mond heran.

Im Video-Einzelbild vom Flugtag 13 seht ihr den Planeten und seinen riesigen natürlichen Satelliten im selben Sichtfeld. Die beiden erscheinen aus der Perspektive des besatzungslosen Raumschiffs sogar fast gleich groß.

Heute, am 1. Dezember, soll Orion ihren fernen retrograden Orbit verlassen. Auf dem Weg zum Planeten Erde führt sie einen zweiten Vorbeiflug am Mond durch. Die Wasserung auf ihrer Heimatwelt ist für 11. Dezember geplant.

Zur Originalseite

Meteore der Leoniden im Orion

Das Kompositbild zeigt viele Meteorspuren die über einen Himmel mit dem bekannten Sternbild Orion ziehen. Im Vordergrund sitzen zwei Personen auf nebeneinander stehenden Stühlen, einer von ihnen hält einen Stab mit einem leuchtenden Stern am Ende.

Bildcredit und Bildrechte: Luo Hongyang

Wo werden die nächsten Meteore aufleuchten? Sogar während eines Meteorschauers ist es praktisch unmöglich, das zu wissen. Daher genießt man einen Meteorstrom am besten, indem man einen Ort sucht, wo man bequem sitzen kann und einen Ausblick über einen großen, dunklen Himmelsbereich hat. Außerdem ist es vielleicht erfreulich, die Erfahrung mit anderen zu teilen.

Hier ist ein Bild vom Meteorstrom der Leoniden 2022 zu sehen, dieser erreichte zu Beginn des Monats seinen Höhepunkt. Die Aussicht reicht von Hainan in China über das südchinesische Meer. Im Laufe einiger Stunden wurden Meteorspuren aufgenommen, dann isoliert und zu einem zuvor fotografierten Vordergrundbild hinzugefügt.

An diesem Ort und zu dieser Zeit zeigen die Spuren der Leoniden-Meteore rückwärts zum Sternbild Löwe. Sie zogen auch über andere Sternbilder, zum Beispiel Orion. Am oberen Bildrand leuchtet der hellrote Planet Mars. Die beiden hier abgebildeten Meteorfreunde verbindet die Liebe zur Astronomie. Sie feierten diesen Monat ihren gemeinsamen Geburtstag und sind inzwischen verheiratet.

Zur Originalseite

Erduntergang von Orion

Das Bild zeigt, wie die Erde aus der Perspektive des Raumschiffs Orion gerade hinter dem Mond verschwindet.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Auf diesem Schnappschuss aus dem Weltraum verschwinden gerade acht Milliarden Menschen. Ihre Heimatwelt, die am 21. November, dem sechste Tag der Mission Artemis 1, fotografiert wurde, geht von einer externen Kamera am auswärts reisenden Raumschiff Orion aus gesehen hinter dem hellen Mondrand unter. Die Orion war auf dem Weg zu einem Vorbeiflug, der sie bis auf 130 Kilometer an die Mondoberfläche heranführte.

Die beim Vorbeiflug-Manöver gewonnene Geschwindigkeit wird genützt, um einen fernen retrograden Orbit um den Mond zu erreichen. Die Umlaufbahn gilt als fern, weil sie weitere 92.000 Kilometer über den Mond hinausreicht, und als retrograd, weil die Raumsonde in die entgegengesetzte Richtung der Mondbahn um den Planeten Erde verläuft.

Orion tritt am Freitag, 25. November, in seinen fernen retrograden Orbit ein. Bei der Umrundung des Mondes erreicht Orion am Montag, 28. November, die größte Entfernung von der Erde (etwas mehr als 400.000 Kilometer) und bricht den Rekord von Apollo 13 für das am weitesten entfernte Raumschiff zur Erforschung des Weltraums durch Menschen.

Zur Originalseite

Die Mondfahrt von Artemis 1

Das Bild zeigt die SLS-Rakete beim Start des Raumschiffs Orion, als sie am Mond vorbeiflog.

Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Wenn das Raumschiff Orion der Artemis-1-Mission am 21. November am Mond vorbeifliegt, sehen Erdlinge eine abnehmende Mondsichel. Auf seinem Weg zu einem fernen retrograden Orbit, der bis ungefähr 70.000 Kilometer über die Mondbahn hinausreicht, nähert sich das Raumschiff der Mondoberfläche bis auf etwa 130 Kilometer.

Beim Start am 16. November stand in den dunklen frühen Stunden nach Mitternacht ein abnehmender Halbmond nahe am Horizont. Ihr seht ihn hier am Himmel über dem Kennedy-Raumfahrtzentrum neben den SLS-Raketen- und Feststoffbooster-Triebwerken, welche das besatzungslose Raumschiff Orion in den Weltraum transportierten.

Der ausgefranste helle Rand auf der sonnenbeleuchteten Mondvorderseite entstand, als die Druckwellen, die durch den Vorbeiflug der Rakete entstanden, den Brechungsindex in der Sichtlinie der Kamera änderten.

Zur Originalseite

Planet Erde von Orion

Das Bild zeigt die Triebwerke des Manöversystems des Raumschiffs Orion und ein Solarpaneel, im Hintergrund leuchtet die Erde.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Am Mittwoch, dem 16. November, verließ um 1:47 Uhr EST eine Space Launch System-Rakete bei der Mission Artemis 1 mit dem Raumschiff Orion den Planeten Erde. Es war der erste umfassende Test der NASA-Systeme zur Erforschung des Weltraums. Mehr als eine Stunde nach dem Start am historischen Startkomplex 39B des Kennedy-Raumfahrtzentrums zeigte eine von Orions externen Videokameras diese Ansicht ihrer neuen Perspektive im Weltraum.

Im Vordergrund seht ihr Orions Triebwerke des Orbitalen Manövriersystems am Fuß des europäischen Servicemoduls. Hinter einem der sieben Meter langen ausgefahrenen Solarpaneele des Moduls liegt die wunderschöne Heimatwelt des Raumschiffs. Die Mission Artemis 1 dauert fast vier Wochen, in denen die Möglichkeiten zur Erkundung von Mond und Mars durch Menschen getestet wird.

Das Raumschiff Orion ist ohne Besatzung auf den Weg in eine retrograde Umlaufbahn, die 70.000 Kilometer über die Mondbahn hinausreicht. Voraussichtlich am 21. November zieht sie am Mond vorbei und nähert sich dabei der Mondoberfläche.

Zur Originalseite

Finsternis in der Stadt

Das Bild zeigt eine Mondfinsternis über Manhattan, am Himmel sieht man die Plejaden, das Sternbild Orion und die Leuchtspur der Internationalen Raumstation.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Auf dieser nächtlichen Himmelslandschaft geht über Manhattan ein dunklerer Mond unter. Das Komposit wurde aus 16 nacheinander fotografierten Einzelbildern der totalen Mondfinsternis am 8. November montiert. Während der Mond in den Erdschatten getaucht ist, ziehen Sterne kurze Spuren über der Stadtkulisse der Zeitraffer-Szene.

Doch die Internationale Raumstation zog gerade aus dem Schatten in sonnenbeleuchteten Teil ihrer Bahn im niedrigen Erdorbit. Von New York aus gesehen beginnt die sichtbare Spur dieses ISS-Überflugs bei einem Stern im Stier und zieht von rechts nach links durch den Gürtel des Orion und über Sirius, den Alphastern in Großen Hund. Die Lücken in den hellen Spuren des schnellen Außenpostens im Orbit (und eines Flugzeugs, das näher am Horizont fliegt) markieren die Zeit zwischen den Einzelaufnahmen der Sequenz.

Am oberen Bildrand zieht der helle Planet Mars seine Spur. Der Sternhaufen der Plejaden zieht hoch über dem verfinsterten Mond und dem Empire State Building.

Zur Originalseite