NGC 4676: Wenn Mäuse kollidieren

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Credit: ACS Wissenschafts- und Technik-Team, Hubble-Weltraumteleskop, NASA

Beschreibung: Diese beiden gewaltigen Galaxien reißen sich gegenseitig auseinander. Sie sind als „die Mäuse“ bekannt, weil sie so lange Schweife haben; anscheinend ist jede Spiralgalaxie bereits durch die andere hindurchgewandert. Wahrscheinlich werden sie immer und immer wieder kollidieren, bis sie schließlich verschmelzen. Die langen Schweife entstehen durch die Differenz der Gravitation zwischen den nahen und den fernen Teilen jeder Galaxie. Weil die Entfernungen so groß sind, findet das kosmische Spektakel in Zeitlupe statt – im Laufe Hunderter Millionen Jahre. NGC 4676 liegt etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices) und gehört wahrscheinlich zum Coma-Galaxienhaufen. Dieses Bild wurde mit der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble aufgenommen; diese Kamera ist lichtempfindlicher und bildet größere Bildfelder ab als frühere Hubble-Kameras. Die gesteigerte Empfindlichkeit der Kamera bildete auch weit entfernte Galaxien ab, die hier über den Hintergrund verstreut sind.

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Stereo-Weltraumstation

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Credit: STS-122, NASA – Anaglyphenbild: Patrick Vantuyne

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blaue Brille zur Hand und schwweben Sie über der Internationalen Raumstation (ISS), dem größten künstlichen Mond der Erde. Diese 3D-Ansicht entstand aus Teilen zweier Einzelbilder (S122-E-009880, S122-E-009893) und einem zusätzlichen Hintergrundbild, das entstand, als die Raumfähre Atlantis am 18. Februar von der ISS abdockte. Atlantis und die ISS reisten gemeinsam mit mehr als 7500 Metern pro Sekunde in einer Höhe von etwa 350 Kilometern. Das leuchtende, 7 Meter lange Modul, das aus dem rechten unteren Ende der Station ragt, ist das Columbus-Labor der ESA, das von der Atlantis angeliefert und von Astronauten bei Außenbordmanövern installiert worden war. Nach einer erfolgreichen 13-Tage-Mission zur ISS landete die Atlantis am Mittwoch im Kennedy Space Center.

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Verfinstertes Mondlicht

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Credit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Beschreibung: Mondbeobachter in Amerika, Europa, Afrika oder Westasien, die mit etwas Glück einen klaren Himmel hatten, genossen diese Woche eine totale Mondfinsternis. Astrofotograf Jerry Lodriguss fing das verfinsterte Mondlicht ein und fotografierte diese Ansicht des beeindruckenden Himmelsereignisses mit dem abgeschatteten Mond, der links vom wandernden Planeten Saturn begleitet wird, darüber steht der helle Regulus, Alpha-Stern des Sternbildes Löwe. Das hübsche Kompositbild entstand durch Kombination einer gefilterten Teleaufnahme des Mondes mit dem umgebenden Sternfeld, das mit Teleskop aufgenommen wurde. Die Kombination stellt das gerötete Mondlicht dramatisch zur Schau, da es deutlich die Helligkeitsabstufungen und unterschiedlichen Farbtöne im nicht ganz so dunklen Erdschatten über der Mondoberfläche zeigt.

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Der Pferdekopfnebel im Orion

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Credit und Bildrechte: Victor Bertol

Beschreibung: Der Pferdekopfnebel ist einer der berühmtesten Nebel am Himmel. Er ist eine dunkle Markierung im roten Emissionsnebel links unter der Bildmitte. Der hellste Stern auf der linken Seite befindet sich im Gürtel des bekannten Sternbildes Orion. Die Pferdekopf-Struktur erscheint dunkel, weil sie eine undurchsichtige Staubwolke ist, die vor dem hellen roten Emissionsnebel liegt. Ähnlich wie Wolken in der Erdatmosphäre hat diese kosmische Wolke zufällig eine wiedererkennbare Form. Nach vielen Tausenden von Jahren werden die Bewegungen im Inneren der Wolke ihre Erscheinung verändern. Die rote Farbe des Emissionsnebels wird durch Elektronen verursacht, die mit Protonen rekombinieren, um Wasserstoffatome zu bilden. Auch blaue Reflexionsnebel befinden sich im Bild, die vorzugsweise das blaue Licht nahe gelegener Sterne reflektieren.

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Schmale Mondbahn

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Um eine geruhsame Mondfinsternis zu genießen, braucht man keine Spezialfilter – nicht einmal ein Teleskop. Diese regelmäßigen Himmelsschauspiele, die auf der ganzen Nachtseite des Planeten Erde zu sehen sind, haben schon viele Gelegenheits-Himmelsbeobachter unterhalten. Dieses auffällige Bild einer Mondfinsternis sieht ungewöhnlich aus. Für die Aufnahme montierte der Astrofotograf Stefan Seip seine Kamera auf ein Stativ und öffnete den Verschluss während der ganzen totalen Mondfinsternis am 3. März 2007. Das so entstandene Bild zeichnet die Bahn des Mondes und schmalere Strichspuren von Sternen auf, die durch die Nacht gleiten. Die üblichen Rottöne während der Totalitätsphase einer Mondfinsternis sind im dunkleren, schmaleren Abschnitt der Mondspur gut erkennbar. Zumindest ein Teil der Mondfinsternis von heute Nacht ist bei klarem Himmel über Amerika, Europa, Afrika und Westasien sichtbar. Die Finsternis dauert von Anfang bis Ende länger als drei Stunden, die Totalität etwa 50 Minuten. Es ist die letzte totale Mondfinsternis bis Dezember 2010.

Mondfinsternis: Zeiten | Webcast | Fototipps
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Columbus-Labor an der Internationalen Raumstation montiert

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Credit: Besatzungen STS-122 und Expedition 16, ESA, NASA

Beschreibung: Die Internationale Raumstation (ISS) wurde mit einem leistungsfähigen neuen Wissenschaftslabor ausgerüstet. Die Raumfähre Atlantis brachte das Labor Columbus zur ISS und montierte letzte Woche das sieben Meter lange Modul. Columbus enthält zehn Halterungen für Experimente, die entweder von der Raumstation oder dem Columbus-Kontrollzentrum in Deutschland aus kontrolliert werden können. Das erste Satz an Experimenten enthält das Fluid Science Laboratory, das die Eigenschaften von Flüssigkeiten in der Mikrogravitation des niedrigen Erdorbits untersucht, sowie Biolab, das Experimente mit Mikroorganismen unterstützt. Zukünftige Columbus-Experimente sind unter anderem eine Atomuhr,  die winzige Zeiteffekte misst, einschließlich jener, die laut Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie zu erwarten sind. Das Bild zeigt den Missionsspezialisten Hans Schlegel, der an der Außenseite von Columbus arbeitet. Wissenschaftler aus der ganzen Welt können Experimente für die zehn Jahre dauernde Mission dieses Labors vorschlagen und abwickeln.

Totale Mondfinsternis in der Nacht vom 20. auf 21. Februar!
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BLG-109: Eine ferne Version unseres Sonnensystems

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Illustrationscredit: KASI, CBNU, ARCSEC, NSF

Beschreibung: Wie häufig sind Planetensysteme wie das unsere? Vielleicht sind sie ziemlich häufig. Mit einer neu adaptierten Technik, mit der bisher erst sechs Planetensysteme untersucht wurden, entdeckte man das erste Planetensystem, das unserem Sonnensystem gleicht. Die Technik wird als Mikrolinseneffekt bezeichnet, sie sucht nach aussagekräftigen Helligkeits­änderungen, die im Licht eines Sterns messbar sind, wenn ein Vordergrund-Stern mit Planeten zufällig fast genau vor einem weiter entfernten Stern vorbeizieht. Das Licht des weiter entfernten Sterns wird auf eine vorhersagbare Weise von der Gravitation des näher liegenden Systems abgelenkt. Kürzlich brachte eine genaue Untersuchung des Mikrolensing-Systems OGLE-2006-BLG-109 Helligkeitsschwankungen mit zwei Planeten in Verbindung, die Jupiter und Saturn in unserem Sonnensystems ähnlich sind. Diese Entdeckung erlaubt die Vermutung, dass innere Planeten, vielleicht auch erdähnliche Planeten, ebenfalls weit verbreitet sein könnten. Diese Abbildung zeigt eine künstlerische Darstellung, wie das Planetensystem BLG-109 aussehen könnte.

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M1: Der Krebsnebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, J. Hester, A. Loll (ASU); Dank an: Davide De Martin (Skyfactory)

Beschreibung: Dieses Durcheinander bleibt übrig, wenn ein Stern explodiert. Der Krebsnebel ist das Ergebnis einer Supernova, die 1054 n. Chr. zu sehen war, er ist mit rätselhaften Fasern gefüllt. Diese Filamente sind nicht nur ungeheuer komplex, sondern scheinen auch weniger Masse zu besitzen, als von der ursprünglichen Supernova ausgeworfen wurde, sowie eine höhere Geschwindigkeit, als man von einer freien Explosion erwarten würde. Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen und in drei wissenschaftlich zugeordneten Farben dargestellt. Der Krebsnebel ist 10 Lichtjahre groß. Im Zentrum des Nebels liegt ein Pulsar – ein Neutronenstern mit der Masse der Sonne, aber nur so groß wie eine kleine Stadt. Der Krebs-Pulsar rotiert etwa 30 Mal in der Sekunde.

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Large Binocular Telescope

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Ein sternklarer Himmel mit Mondlicht am Horizont und die nördliche Milchstraße bilden den Hintergrund für diese dramatische Ansicht der Welt bei Nacht. Das imposante Bauwerk im Vordergrund enthält das Large Binocular Telescope (LBT) auf dem Mount Graham in Arizona. Die beiden 8,4-Meter-Spiegel im Inneren des LBT befinden sich nebeneinander auf einer gemeinsamen Montierung – diese Anordnung ahmt die Bauweise eines einfachen optischen Geräts nach, das normalerweise am Nacken getragen wird. Auch wenn die großformatigen Fernglas-Anordnung nicht gerade transportabel ist, liegen die Vorteile darin unter anderem in einer größeren Empfindlichkeit gegenüber einem Fernrohr mit nur einem Spiegel sowie einer hohen Auflösung bei lichtschwachen Objekten in einem relativ großen Gesichtsfeld. Das LBT-Observatorium wird von einer internationalen Arbeitsgemeinschaft betrieben.

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Junge Sterne in der Wolke von Rho Ophiuchi

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Credit: NASA JPL-Caltech, Harvard-Smithsonian CfA

Beschreibung: Kosmische Staubwolken und darin eingebettete neugeborene Sterne leuchten im Infrarot-Wellenlängenbereich auf diesem atemberaubenden Falschfarben-Bild des Spitzer-Weltraumteleskops. Hier ist eine der nächstgelegenen Sternbildungsregionen zu sehen – ein Teil des Wolkenkomplexes Rho Ophiuchi, etwa 400 Lichtjahre entfernt nahe dem südlichen Ende des aussprechbaren Sternbildes Ophiuchus. Die Ansicht erstreckt sich über fünf Lichtjahre in der geschätzten Entfernung. Nachdem neu geborene Sterne sich in einer riesigen Wolke aus kaltem molekularem Wasserstoff gebildet haben, heizen sie den umgebenden Staub auf und erzeugen so das infrarote Leuchten. Eine Untersuchung der Region im alles durchdringenden Infrarot-Licht brachte in etwa 300 entstehende und neu gebildete Sterne zutage, deren durchschnittliches Alter auf etwa 300.000 Jahre geschätzt wird – extrem jung, verglichen mit dem Alter der Sonne von fünf Milliarden Jahren.

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Langstielige Rosette

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Credit und Bildrechte: Adam Block (Caelum Observatory) und
Tim Puckett

Beschreibung: Der Rosettennebel (alias NGC 2237) ist nicht die einzige kosmische Wolke aus Gas und Staub, die an das Bild einer Blume erinnert. Doch sie wird am häufigsten als ein zu Valentinstag passendes astronomisches Bild vorgeschlagen. Unter den vielen ausgezeichneten an die APOD-Herausgeber geschickten Bidern des Rosettennebels schien diese Ansicht am passendsten – mit einem langen Stiel aus leuchtendem Wasserstoffgas in der auf der Bildkomposition enthaltenen Region. Die Blütenblätter dieser Rose am Rand einer riesigen Molekülwolke im Einhorn, etwa 5000 Lichtjahre entfernt, sind eine Sterngeburtstätte, deren liebliche, symmetrische Form von den Winden und der Strahlung von den jungen heißen Sternen des zentralen Haufens geformt wird. Die Sterne in dem energiereichen Haufen, katalogisiert als NGC 2244, sind nur wenige Millionen Jahre alt, während die Höhlung in der Mitte des Rosettennebels etwa 50 Lichtjahre misst. Herzlichen Valentinstag!

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