Die Aurigiden in 15.000 Meter Höhe

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Jeremie Vaubaillon, Caltech, NASA

Beschreibung: Am 1. September zeigte der Aurigiden-Meteorstrom eine starke Präsenz am Nachthimmel. Neue Vorhersagemethoden haben es ermöglicht, das Eintreffen dieses in der Vergangenheit ungemein schwer vorauszusagenden Meteorstroms genau zu bestimmen. Um das Ereignis gut beobachten zu können, flogen die Astronomen auf 15.000 Meter Höhe um die Sternschnuppen in einer speziell diesem Zweck gewidmeten Kampagne zu beobachten. Dabei entstand diese Montage heller und farbiger Streifen (für eine vergrößerte Darstellung in das Bild klicken). Als Quelle dieses Meteoritenstroms wird der Komet Kiess vermutet, der sich zuletzt vor etwa 2000 Jahren im inneren Sonnensystem befand. Beeinflusst durch die Gravitation bewegt sich seitdem Staub aus dem Schweif des Kometen in Richtung Erdorbit. Für dieses Jahr war ein Aurigidenschauer vorausgesagt aber bereits früher passierte die Erde die zurückgelassene Staubwolke dieses Kometen. Beobachtet wurden Durchgänge in den Jahren 1935, 1986 und 1994. Und woher haben die Aurigiden ihren Namen? Nun, der Radiant dieses Meteorstroms liegt im namengebenden Sternbild Auriga, dem Wagenlenker.

Zur Originalseite

Der Weg in den Victoria-Krater

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Mars Exploration Rover Mission, Cornell, JPL, NASA; Danksagung: Eduardo Tesheiner

Beschreibung: Was erwartet uns im Viktoria-Krater? Langsam setzt sich der Staub, den die regionalen marsianischen Staubstürme der letzten Wochen aufgewirbelt haben. Während dieser Zeit waren die beiden Mars-Rover lahmgelegt. Doch jetzt können die nächsten Aufgaben in Angriff genommen werden. Opportunity erreichte vor einigen Monaten den Victoria Krater und war bereits dabei, in den Krater einzufahren als unerwartet die Staubstürme auflebten. Dieses Bild wurde letzte Woche vom Rover Opportunity übermittelt. Es zeigt eine möglicherweise befahrbaren Böschung hinab auf den Grund des 750 Meter durchmessenden Kraters. Der Victoria Krater ist der größte Krater den jeder der beiden Rover während ihrer Forschungsfahrt zu Gesicht bekommen haben. Die Schichtung in den Wällen gibt möglicherweise Anhaltspunkte über die Beschaffenheit der Marsoberfläche vor dem gewaltigen Einschlag, der den Viktoria Krater geschaffen hat.

Zur Originalseite

Die farbenprächtigen Wolken von Rho Ophiuchi

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Adam Block, KPNO Visitor Program, NOAO, AURA, NSF

Beschreibung: Die zahlreichen eindrucksvollen Farben der Rho Ophiuchi-Wolken (sprich: o-fi-u-chi) zeugen von vielen Prozessen, die dort stattfinden. Die blauen Regionen leuchten hauptsächlich in reflektiertem Licht. Das blaue Licht des Sterns Rho Ophiuchi und anderen Sternen aus der Umgebung wird von diesem Teil des Nebels effizienter reflektiert als rotes Licht. Der Taghimmel der Erde erscheint aus dem gleichen Grund blau. Die roten und gelben Regionen leuchten wegen der Emissionen des atomaren und molekularen Gases des Nebels. Licht von blauen Sternen in der Umgebung – energiereicher als der helle Stern Antares – stößt Elektronen aus den Hüllen der Atome heraus. Das Gas leuchtet, wenn diese Elektronen sich wieder mit dem Atom verbinden. Die dunklen Regionen werden von Staubwolken gebildet – erzeugt in den Atmosphären von jungen Sternen – welche das Licht, das hinter ihnen ausgestrahlt wird, effizient abblocken. Die Rho-Ophiuchi-Sternenwolken, die genau vor dem Kugelsternhaufen M4 stehen – dieser ist oben im linken unteren Teil des Bildes zu sehen – enthalten sogar wesentlich mehr Farben, als Menschen sehen können – die Wolke strahlt Licht auf jeder Wellenlänge aus – vom Radiobereich bis hin zu den Gammastrahlen.

Zur Originalseite

Mondzyklus

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: António Cidadão

Beschreibung: Unser Mond sieht Nacht für Nacht immer ein wenig anders aus. Diese Zeitraffer-Sequenz zeigt, wie sich der Erdtrabant im Laufe eines lunaren Zyklusses verändert. Beim Weg des Mondes um die Erde wird zunächst die von der Sonne beleuchtete Hälfte zunehmend zunächst immer mehr, danach immer weniger sichtbar. Der Mond zeigt der Erde immer dieselbe Seite. Wenn sich der Mond während eines Zyklusses entlang seines elliptischen Orbits um die Erde bewegt, ändert sich seine scheinbare Größe geringfügig. Außerdem ist eine Taumelbewegung erkennbar, die so genannte Libration. Während des Phasenablaufs reflektiert der Mond Sonnenlicht unter verschiedenen Winkeln und beleuchtet so die Oberflächenmerkmale unterschiedlich. Ein vollständiger Mondzyklus dauert etwa 29,5 Tage, also etwas weniger als einen Monat. Klicken Sie in das Bild und betrachten sie den Ablauf eines Mondzyklus.

Zur Originalseite

Mondfinsternis über dem Kalamalka-See

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Yuichi Takasaka

Beschreibung: Dieser friedliche Ablauf einer Mondfinsternis wurde am 28. August am Kalamalkasee mit Blick nach Südwesten über den Lichtern der Stadt Coldstream in British Columbia aufgenommen. Alle vier Minuten wurden Einzelbilder fotografiert, diese zeigen die Mondposition und den jeweiligen Bedeckungsstand, bis der Mond schließlich über den Lichtern der Stadt hinter einem Hügel am Horizont untergeht.

Der Bildtakt zeigt auch die Dauer der Mondfinsternis. Schon um 270 vor Christus maß der griechische Astronom Aristarch die Dauer von Mondfinsternissen ohne Digitaluhren und Kameras. Dennoch entwickelte er mithilfe der Geometrie ein einfaches, aber beeindruckend genaues Verfahren, um die Entfernung des Mondes von der Erde anhand der Finsternisdauer in Erdradien zu bestimmen.

Zur Originalseite

Sternbildung im Sternbild Schlange

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: ESO, Team des Instruments HAWK-1

Beschreibung: Sterne entstehen in einer dichten Molekülwolke im Sternbild Serpens Cauda, das nur 1000 Lichtjahre von uns entfernt ist. Dieses scharfe Infrarotbild der aktiven Sternbildungsregion in Serpens zeigt etwa zwei Bogenminuten, das entspricht in dieser Entfernung einer Breite etwas mehr als einem halben Lichtjahr.

Beobachtungen im nahen Infrarot kann man zwar mit Teleskopen auf Berggipfeln durchführen,  die mit speziellen Detektoren ausgerüstet sind, doch nahes Infrarotlicht hat eine zu lange Wellenlänge für unsere Augen.

Diese Ansicht wurde mit der empfindlichen Kamera HAWK-I (High Acuity, Wide field K-band Imaging) aufgenommen, die kürzlich auf dem Paranal-Observatorium in Chile in Betrieb genommen wurde. Um die eindrucksvolle Leistungsfähigkeit von HAWK-I darzustellen, betont dieses interessante Bild rötliche junge Sterne und Protosterne, die wahrscheinlich wenige Millionen Jahre alt sind und aus dem Gas und Staub des Nebels entstehen.

Zur Originalseite

Ein Mond für Astronomen

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Der Mond wanderte am 28. August knapp am Zentrum des Erdschattens vorbei. Himmelsbeobachter konnten dies am besten im Westen von Nordamerika und in der Pazifikregion beobachten. Die Mondfinsternis war ziemlich dunkel und dauerte etwa 90 Minuten. Auf diesem Teleskopbild, das etwa zur Mitte der Totalität in Yass in New South Wales (Australien) aufgenommen wurde, liegt der 85 Kilometer große Strahlenkrater Tycho auf der beschatteten Mondoberfläche rechts oben.

Selbst während einer totalen Mondfinsternis ist die beschattete Mondoberfläche nicht völlig schwarz. Der Mond bleibt auch während der Totalität sichtbar, weil er das rötliche Licht reflektiert, das in den Schatten der Erde hineingestreut wird. Dieses Licht stammt von den Sonnenauf– und -untergängen sowie – vom Mond aus gesehen – den Rändern der Erdsilhouette.

Zur Originalseite

Riesige Strahlen über Oklahoma

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Richard Smedley

Beschreibung: Haben Sie je einen riesigen Blitzstrahl gesehen? Sie sind sehr selten, aber außergewöhnlich energiereich. Riesige Blitzstrahlen sind eine neu entdeckte Form der Blitzentladung zwischen manchen Gewittern und der Ionosphäre der Erde. Oben ist ein solcher Strahl zu sehen, der zufällig in Oklahoma (USA) von einer Meteorkamera aufgenommen wurde. Dieser riesige Strahl im linken unteren Bereich des Bildes durchquerte etwa 70 Kilometer in weniger als einer Sekunde. Wenn Sie auf das Bild klicken, sehen Sie in vielen Browsern einen Film.

Riesige Strahlen unterscheiden sich stark von den üblichen Blitzen zwischen zwei Wolken oder einer Wolke und dem Boden. Die unteren Enden dieser riesigen Strahlen sehen einer anderen Erscheinung ähnlich, nämlich den Wolke-zu-Ionosphäre-Einschlägen, auch blaue Strahlen genannt, doch die oberen Enden sehen ähnlich aus wie Rote Kobolde in der oberen Atmosphäre.

Die Wirkungsweise und Auslöser solcher riesigen Strahlen werden noch erforscht, klar ist jedoch, dass die Strahlen einen Ladungsunterschied zwischen verschiedenen Teilen der Erdatmosphäre reduzieren. Am besten sucht man nach riesigen Blitzstrahlen, indem man an einem wolkenlosen Ort ein gewaltiges, weit entferntes Gewitter beobachtet.

Zur Originalseite

Könnte Wasserstoffperoxid-Leben auf dem Mars überleben?

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Viking-Projekt, NASA

Beschreibung: Gibt es Leben auf dem Mars? Zwar wurden noch keine eindeutigen Beweise für Leben entdeckt, das sich auf dem Mars entwickelt hat, doch die spekulativere Frage, ob einige Lebensformen auf dem Mars überleben könnten, hat eine neue Wende genommen.

Zwei Planetologen erwogen kürzlich folgende Möglichkeit: Wenn extremophile Mikroben eine Mischung aus Wasserstoffperoxid (H₂O₂) und Wasser (H₂O) einbinden würden, wären diese Mikroben sehr wohl in der Lage, in der dünnen, kalten und trockenen Marsatmosphäre zu überleben. Hier auf der Erde existiert Leben, das Wasserstoffperoxid einbindet, merken die Wissenschaftler an, und solches Leben wäre eher in der Lage, auf dem Mars Wasser aufzunehmen. Die Wissenschaftler behaupten auch, dass solches Leben kein Widerspruch zu den unklaren Ergebnissen der Experimente für die Suche nach Leben an Bord der Viking-Landesonden wäre.

Die Debatten über Leben auf dem Mars sind zwar nicht abgeschlossen, erwiesen sich aber wieder einmal als spannend und sind ein Aufmerksamkeitsmagnet für die Medien. Dieses ungewöhnliche Bild der Marsoberfläche wurde 1979 von der Landesonde Viking 2 fotografiert, es zeigt eine dünne Schicht aus jahreszeitlich bedingtem Wassereis.

Zur Originalseite

Hinweise auf einen riesigen Hohlraum im fernen Universum

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Illustrationscredit: Bill Saxton, U. Minnesota, NRAO, AUI, NSF NASA

Beschreibung: Wie entstand diese schier unermessliche Leere im Universum? Niemand weiß das genau, und sogar die Ausdehnung der Leere von schätzungsweise einer Milliarde Lichtjahre wird noch untersucht. Diese Leere ist kein Loch im Raum wie etwa ein Schwarzes Loch, sondern anscheinend eher eine riesige Region im Universum, die weitgehend frei von normaler (baryonscher) Materie und sogar von Dunkler Materie ist. Vermutlich enthält sie jedoch Dunkle Energie und ist offensichtlich lichtdurchlässig.

Die Existenz dieses Hohlraums wurde postuliert, nachdem es Spekulationen darüber gab, warum auf der Karte von WMAP in der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung (CMB) ungewöhnlich kalte Stellen auftreten. Eine Möglichkeit wäre, dass diese CMB-Region nicht wirklich sehr kalt ist, sondern das Licht an dieser Stelle auf irgendeine Weise weniger rotverschoben ist, als es eigentlich sein müsste.

Es sind auch andere Hohlräume im Universum bekannt, doch diese Leere scheint einen ungewöhnlichen Gravitationseinfluss auszuüben und ist daher vermutlich die größte derartige Stelle im gesamten sichtbaren Universum. Weitere Forschungen ergaben kürzlich, dass sich zwischen der Erde und dieser kalten Stelle in der Hintergrundstrahlung ungewöhnlich wenige kosmische Radioquellen befinden, was zur Schlussfolgerung auf diese riesige Leere führte. Oben sehen Sie eine künstlerische Illustration der riesigen kosmischen Leere.

Zur Originalseite

Eine totale Mondfinsternis über North Carolina

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: David Cortner

Beschreibung: Am Dienstag verschwindet unser Mond scheinbar. Eine vergleichbare totale Mondfinsternis sehen Sie oben auf einer Zeitrafferaufnahme, die 2003 über North Carolina in den USA aufgenommen wurde. Während die Erde zwischen Mond und Sonne hindurchwanderte, fiel der Schatten der Erde auf den Mond und verdunkelte ihn relativ stark.

Auf diesem Bild führte die Rotation der Erde, eine Mehrfachbelichtung und digitale Nachbearbeitung zu einem Zeitraffereffekt, der eindrucksvoll darstellt, wie der Mond aussah, als er während der drei Stunden dauernden Mondfinsternis verblasste und wieder auftauchte. Als der Schatten der Erde den Mond umfloss, wurden die Mondbilder schwächer und schwächer und verschwanden praktisch während der Totalität.

Normalerweise reflektiert der Mond das direkte Sonnenlicht. Während der Totalität leuchtete er nur im Sonnenlicht, das von der Erdatmosphäre in den Kernschatten der Erde gebrochen wird.

Nach dieser totalen Mondfinsternis ist bis Februar 2008 auf der Erde keine zu beobachten.

Zur Originalseite