Ringgalaxie AM 0644-741 von Hubble

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Hubble Heritage Team (AURA / STScI), J. Higdon (Cornell) ESA, NASA

Beschreibung: Wie kann eine Galaxie die Form eines Ringes annehmen? Der Rand der abgebildeten blauen Galaxie ist eine gewaltige ringähnliche Struktur mit einem Durchmesser von 150.000 Lichtjahren, bestehend aus jungen, extrem hellen massereichen Sternen. Die Galaxie AM 0644-741 ist als Ringgalaxie bekannt und entstand durch eine gewaltige Galaxienkollision. Wenn Galaxien kollidieren, durchdringt eine die andere – ihre Einzelsterne kommen selten in Kontakt. Die ringähnliche Form ist das Ergebnis des gravitativen Auseinanderreißens, verursacht durch eine kleine eindringende Galaxie, die als Ganzes eine große durchdringt. Wenn das geschieht, werden interstellares Gas und Staub verdichtet, dadurch entsteht eine Sternbildungsfront, die vom Einschlagspunkt aus wie eine Welle auf der Oberfläche eines Teiches nach außen wandert. Die eindringende Galaxie liegt knapp außerhalb des Bildes, das mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert wurde. Das dargestellte Bild wurde zur Feier von Hubbles Start 1990 fotografiert. Die Ringgalaxie AM 0644-741 ist etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt.

Zur Originalseite

Der große Krater Hokusai

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ. APL, Arizona State Univ., CIW

Beschreibung: Der 114 Kilometer große Krater Hokusai ist einer der größten jungen Krater Merkurs, seine hellen Strahlen erstrecken sich über einen großen Teil des Planeten. Dieses Mosaik aus schrägen Ansichten fokussiert auf eine Nahaufnahme von Hokusai mit seinen sonnenbeleuchteten Zentralbergen, den stufenförmigen Kraterwänden und dem gefrorenen Meer aus Impaktschmelze auf dem Kraterboden. Die Bilder stammen von der Raumsonde MESSENGER. Diese befindet sich seit 2011 als erste Sonde im Merkurorbit, führte wissenschaftliche Untersuchungen durch und fotografierte den innersten Planeten des Sonnensystems großflächig ab. Nun, da der Treibstoff zu Ende geht, kann sie die Bahnstörungen nicht mehr ausgleichen, welche durch die Gravitation der Sonne entstehen, daher wird MESSENGER voraussichtlich am 30. April auf Merkurs Oberfläche einschlagen.

Zur Originalseite

M46 plus zwei

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Denis Priou

Beschreibung: Galaktische oder offene Sternhaufen sind jung. Diese Sternenschwärme werden zusammen in der Ebene der Milchstraße geboren, doch ihre Zahl schrumpft stetig, da Haufenmitglieder durch galaktische Gezeiten und Gravitationswechselwirkung hinausgeschleudert werden. Dieser helle, als M46 bekannte Haufen ist etwa 300 Millionen Jahre jung. Er enthält immer noch einige Hundert Sterne, die auf ungefähr 30 Lichtjahre verteilt sind. M46 ist zirka 5000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Puppis und scheint Widersprüche zu seiner Jugendlichkeit zu enthalten. Der farbige kreisrunde Fleck auf dieser hübschen Himmelslandschaft rechts über der Mitte von M46 ist der planetarische Nebel NGC 2438. Ein zweiter, blasserer planetarischer Nebel, PK231+4.1, ist im Rahmen rechts zu finden und im Einschub darüber vergrößert. Planetarische Nebel sind eine kurze Schlussphase im Leben sonnenähnlicher, mindestens eine Milliarde Jahre alter Sterne, deren Zentralvorrat an Wasserstoff aufgebraucht ist. Man vermutet jedoch, dass NGC 2438 nur 3000 Lichtjahre entfernt ist und sich mit einer anderen Geschwindigkeit bewegt als die Haufenmitglieder von M46. Der planetarische Nebel NGC 2438 sowie sein blasserer Kollege liegen wahrscheinlich nur zufällig in einer Sichtlinie mit den jungen Sternen von M46.

Zur Originalseite

Die einarmige Spiralgalaxie NGC 4725

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Während die meisten Spiralgalaxien, auch unsere eigene Milchstraße, zwei oder mehr Spiralarme besitzen, hat NGC 4725 nur einen. Auf diesem scharfen Farbkompositbild windet sich die einzelne spira mirabilis um einem markanten Ring bläulicher junger Sternhaufen und rötlicher Sternbildungsregionen. Die seltsame Galaxie weist auch undurchsichtige Staubbahnen und eine gelbliche Zentralbalkenstruktur auf, die aus einer älteren Sternpopulation besteht. NGC 4725 ist mehr als 100.000 Lichtjahre groß und liegt 41 Millionen Lichtjahre entfernt im gut gekämmten Sternbild Coma Berenices. Computersimulationen zur Entstehung einzelner Spiralarme legen den Schluss nahe, dass es sich – bezogen auf die Gesamtrotation der Galaxie – um vorausziehende oder nachfolgende Arme handeln kann. Außerdem liegt im Hintergrund des Bildfeldes eine sehr viel weiter entfernte Spiralgalaxie mit einer wesentlich traditionellerem Erscheinung.

Zur Originalseite

Mystischer Berg und Staubsäulen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Hubble Legacy Archive, NASA, ESA; Bearbeitung und Bildrechte: David Forteza)

Beschreibung: Im Carinanebel kämpfen Sterne gegen Staub, und die Sterne gewinnen. Genauer gesagt, das energiereiche Licht und die Winde massereicher, kürzlich entstandener Sterne verdampfen die staubhaltigen Sternkrippen, in denen sie entstanden sind, und lösen sie auf. Diese Säulen im Carinanebel, formlos als mystischer Berg bekannt, erscheinen wie dunkler Staub, obwohl sie hauptsächlich aus durchsichtigem Wasserstoff bestehen. Staubsäulen wie diese sind eigentlich viel dünner als Luft und sehen nur deshalb wie Berge aus, weil sie einen relativ geringen Anteil an undurchsichtigem interstellarem Staub enthalten. Das gezeigte, etwa 7500 Lichtjahre entfernte Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert und von einem fleißigen Amateur digital neu bearbeitet. Es zeigt eine etwa drei Lichtjahre große innere Region von Carina. In wenigen Millionen Jahren sitzen die Sterne am längeren Hebel, und der ganze Staubberg wird zerstört.

Haben Sie’s gewusst? Diese Woche ist internationale Dark Sky Week!
Zur Originalseite

Durch den Schatten des Mondes


Videocredit und -rechte: Stephan Heinsius (Eclipseland)

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man durch eine totale Sonnenfinsternis fliegt? Ein Beobachter, der sich bei einer totalen Sonnenfinsternis an einem Ort auf der Erde auf dem Pfad des dunklen Mondschattens befindet, würde sehen, wie der Mond die Vorderseite der Sonne kreuzt und sie wenige Minuten lang zur Gänze bedeckt. Eine besonders gute Sicht auf die Dunkelheit, die auf der Erde während der totalen Sonnen finsternis letzten Monat entstand, wurde in einem Flugzeug fotografiert, das durch den Kernschatten des Mondes flog. Eine Sekunde im Zeitraffervideo entspricht etwa einer Minute Echtzeit. Der Mondschatten zieht von rechts ins Bild und verlässt es nach links, während Orte auf der Erde außerhalb des Kernschattens – mehr als 100 Kilometer entfernt – teilweise von der Sonne beleuchtet bleiben. Bei der nächsten Sonnenfinsternis Mitte September wird der Mond höchstens einen Teil der Sonne abdecken.

Zur Originalseite

Milchstraße über ausbrechendem Vulkan

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar

Beschreibung: Die Aussicht war eine Reise wert. Durch den Kampf mit starken Winden, eisigen Temperaturen und wenig Sauerstoff – und das Tragen empfindlicher Fotoausrüstung – war der Aufstieg zum Gipfel des Vulkans Santa Maria in Guatemala einsam und schwierig. Sobald die Kamera jedoch montiert war, fotografierte sie in den frühen Morgenstunden des 28. Februar diese atemberaubende Aussicht. Am Boden sind sechs Vulkane des zentralamerikanischen Vulkanbogens zu sehen, darunter der Volcán de Fuego – der Feuervulkan -, dessen Ausbruch in der Ferne zu sehen ist. Einige Minuten später wurden die vielen am Himmel sichtbaren, viel weiter entfernten Sterne auf eigenen Aufnahmen festgehalten, wie auch das zentrale Band unserer Galaxis, der Milchstraße, das oben waagrecht verläuft.

Zur Originalseite

Wächter der Arktis

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Niccolò Bonfadini

Beschreibung: Wer bewacht den Norden? Dem Foto oben nach zu urteilen, vielleicht riesige mit Schnee und Eis bedeckte Bäume. Das Bild wurde vor einigen Wintern in Lappland fotografiert, wo Temperaturen unter Null und Schneetreiben ganz normales Wetter sind. Manchmal entstehen surreale Landschaften, in denen gewöhnliche Bäume weiß ummantelt werden und wie wachsame Außerirdische aussehen. In der Ferne bot sich hinter diesem ungewöhnlichen irdischen Anblick eine Ansicht, die häufiger vorkommt – ein Venusgürtel, der den abgeschatteten vom sonnenbeleuchteten Himmel trennte, als die Sonne hinter dem Fotografen aufging. Natürlich tauten die Bäume im Frühling ab, und Lappland sieht jetzt ganz anders aus.

Zur Originalseite

Venus im Westen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: In den nächsten Tagen leuchtet die Venus bei Sonnenuntergang im Westen. Um den Schwesterplaneten der Erde in der Dämmerung zu finden, suchen Sie einfach den gleißend hellen Abendstern. Venus, die heute Abend sehr nahe beim Sternhaufen der Plejaden steht, strahlt hell auf dieser Frühlingshimmelslandschaft, die vor wenigen Tagen bei Lich in Deutschland fotografiert wurde. Die Sterne des kompakten Haufens der Plejaden, auch als Sieben Schwestern bekannt, befinden sich hier über der Venus. Die knospenden Zweige links davon umrahmen den hellen Stern Aldebaran – das Auge des Stieres – und den v-förmigen Sternhaufen der Hyaden.

Zur Originalseite

NGC 2903 – fehlendes Juwel im Löwen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tony Hallas

Beschreibung: Die Balkenspiralgalaxie NGC 2903 ist nur etwa 20 Millionen Lichtjahre entfernt. Bei Amateurastronomen ist sie beliebt und leuchtet im nördlichen Frühlingssternbild Löwe am oberen Rand des Löwenkopfes. Dieser Teil des Sternbildes wird manchmal als verkehrtes Fragezeichen oder Sichel gesehen. NGC 2903 ist eine der helleren von der Nordhalbkugel aus sichtbaren Galaxien, fehlt aber überraschenderweise in Charles Messiers Katalog schimmernder Himmelsanblicke. Dieses farbenprächtige Bild wurde vom Boden aus mit einem kleinen Teleskop fotografiert und zeigt die prächtigen Spiralarme der Galaxie, die von jungen blauen Sternhaufen und rötlichen Sternbildungsregionen gesäumt sind. Zu sehen sind faszinierende Details des hellen Kerns von NGC 2903, eine beachtliche Mischung alter und junger Sternhaufen mit gewaltigen Staub- und Gaswolken. Tatsächlich weist NGC 2903 nahe der Mitte eine außergewöhnlich hohe Sternbildungsaktivität auf und leuchtet auch in Radio-, Infrarot-, Ultraviolett- und Röntgenwellenlängen hell. Mit einem Durchmesser von etwa 80.000 Lichtjahren ist NGC 2903 nur wenig kleiner als unsere Milchstraße.

Zur Originalseite

Golden-Gate-Finsternis

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Schatten spielen auf dem Wasser und am Himmel dieser Panorama-Ansicht vom 4. April der Mondfinsternis über der Golden Gate Bridge in San Francisco. Die Vollmondscheibe liegt knapp innerhalb des Erdschattens und ist während ihrer kurzen totalen Phase noch leicht erkennbar. Die nächtliche Stadt- und Himmelslandschaft zeigt die großen Helligkeitsunterschiede, die man mit bloßem Auge erkennen kann. Diese totale Mondfinsternis war die kürzeste des Jahrhunderts und die dritte von vier aufeinanderfolgenden totalen Mondfinsternissen einer als Tetrade bekannten Serie. Sie ereignen sich fast exakt in Sechsmonatsintervallen, die letzten beiden fanden letztes Jahr am 15. April und am 8. Oktober statt. Die nächste und letzte Finsternis dieser Tetrade ist am 28. September zu beobachten. Diese 2014-2015-Tetrade ist eine von 8 Tetraden totaler Mondfinsternisse des 21. Jahrhunderts.

Zur Originalseite