Möglicherweise bewohnbare Monde

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Bildcredit: Forschung und Zusammenstellung – René Heller (McMaster Univ.) et al.; Bildfelder – NASA/JPL/Space Science Institute – Bildrechte: Ted Stryk

Beschreibung: Für Astrobiologen sind diese vier die vielleicht interessantesten Monde in unserem Sonnensystem. Sie sind in gleichem Maßstab dargestellt, und ihre Erforschung durch interplanetare Raumsonden führte zur Idee, dass Monde, nicht nur Planeten, Umbebungen bieten könnten, die günstig für Leben sind. Die Galileo-Mission zu Jupiter entdeckte Europas globalen Ozean aus flüssigem Wasser unter der Oberfläche sowie Hinweise auf Meere in Ganymeds Innerem. Bei Saturn entdeckte die Sonde Cassini ausbrechende Fontänen aus Wassereis auf Enceladus, was ein Hinweis auf wärmeres Wasser unter der Oberfläche sogar auf diesem kleinen Mond ist, während sie immer noch Oberflächenseen aus gefrorenen, aber dennoch flüssigen Kohlenwasserstoffen unter der dichten Atmosphäre des großen Mondes Titan findet. Bei der Suche außerhalb des Sonnensystems lassen neue Forschungen den Schluss zu, dass ansehnliche Exomonde die Zahl der Exoplaneten in den habitablen Zonen von Sternen sogar übertreffen könnten. Damit wären Monde die häufigsten bewohnbaren Welten im Universum.

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Kokonnebel-Weitwinkelfeld

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Bildcredit und Bildrechte: Federico Pelliccia

Beschreibung: Auf diesem dicht gedrängten Sternfeld, das mehr als 2 Grad im hoch fliegenden Sternbild Schwan zeigt, wird der Blick vom Kokonnebel angezogen. Der kosmische Kokon, eine kompakte Sternbildungsregion, betont einen langen Pfad undurchsichtiger interstellarer Staubwolken. Der als IC 5146 katalogisierte Nebel ist fast 15 Lichtjahre groß und etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Wie viele Sternbildungsregionen sticht sie rot hervor – leuchtender Wasserstoff, der von jungen, heißen Sternen angeregt wird, und am Rand der ansonsten unsichtbaren Molekülwolke leuchtet blaues, von Staub reflektiertes Sternenlicht. Tatsächlich ist der helle Stern nahe der Mitte dieses Nebels wahrscheinlich nur wenige Hunderttausend Jahre alt und bringt das Nebelgas zum Leuchten, während er eine Höhlung im Sterne bildenden Staub und Gas aufbläht. Doch die langen, staubigen Fasern, die auf diesem im sichtbaren Licht erstellten Bild dunkel erscheinen, bergen selbst Sterne im Entstehungsprozess, die in Infrarotwellenlängen zu sehen sind.

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Polarlicht über Maine

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Bildcredit und Bildrechte: Jeremy P. Gray

Beschreibung: Es war eine gute Woche für Polarlichter. Zu Beginn des Monats rotierte die aktive Sonnenfleckenregion 2158 in Sicht und entließ auf ihrer Reise über die Sonnenvorderseite eine Serie Sonneneruptionen und Plasmaauswürfe ins Sonnensystem. Ein Paar koronaler Massenauswürfe (KMAs) traf Ende letzter Woche auf die Magnetosphäre der Erde und erzeugte den bisher intensivsten geomagnetischen Sturm dieses Jahres. Obwohl einige Leute Stromausfälle befürchteten, war der dramatischste Effekt dieser eintreffenden Plasmawolken Polarlichter, die sogar noch in Wisconsin in den USA beobachtet werden konnten. Auf dem oben gezeigten Bild, das letzte Freitagnacht fotografiert wurde, sind Strahlen und Schleier vielfarbiger Polarlichter über dem Acadia-Nationalpark in Maine (USA) festgehalten. Da sich derzeit eine weitere KMA-Plasmawolke der Erde nähert, bietet die heutige Nacht eine weitere Chance eindrucksvolle Polarlichter zu sehen.

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Milchstraße über Atacama-Salzlagune

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Tudorica (AIfA, U. Bonn)

Beschreibung: Galaxien, Sterne und ein ruhiger, spiegelnder See sind auf dieser denkwürdigen Land- und Himmelsszenerie vereint. Das dargestellte Panorama ist ein Mosaik aus 12 Bildern, das letzten Monat in der Salzwüste Salar de Atacama im Norden Chiles fotografiert wurde. Das ruhige Wasser ist die Laguna Cejar, eine salzhaltige Lagune mit einer großen Doline in der Mitte. Links im Bild fotografiert die Verlobte des Astrofotografen die gleiche fotogene Szenerie. Der Nachthimmel ist von zahllosen Sternen erhellt, links leuchten die Große und die Kleine Magellansche Wolke, das Band unserer Milchstraße verläuft diagonal nach rechts oben. Die Milchstraße verursacht scheinbar Chaos am Horizont, doch das sind nur die normalen Lichter einer nahen Stadt.

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62 Kilometer über dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko

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Bildcredit: ESA / Rosetta / MPS für das OSIRIS Team; MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA; Zusätzliche Bearbeitung und Bildrechte: Elisabetta Bonora und Marco Faccin (Alive Universe Images)

Beschreibung: Die Raumsonde Rosetta nähert sich, umkreist und kartiert weiterhin den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Die robotische Raumsonde kreuzte zehn Jahre lang durchs innere Sonnensystem, um letzten Monat in die Nähe des Kometen zu gelangen, und fotografiert weiterhin den ungewöhnlichen doppellappigen Kometenkern. Das oben gezeigte rekonstruierte Farbbild wurde vor etwa zehn Tagen aufgenommen und zeigt, wie dunkel dieser Kometenkern ist. Die Oberfläche des Kometen reflektiert durchschnittlich nur vier Prozent des einfallenden sichtbaren Lichts, womit er so dunkel wie Kohle ist. Komet 67P/Tschurjumow–Gerassimenko ist etwa vier Kilometer lang und hat eine so geringe Oberflächenbeschleunigung, dass ein Astronaut wegspringen könnte. In etwa zwei Monaten soll Rosetta die erste Sonde freisetzen, die je kontrolliert auf einem Kometenkern landen soll.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator
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M27 – der Hantelnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Bill Snyder (Bill Snyder Photography)

Beschreibung: Der erste Hinweis darauf, was aus unserer Sonne werden könnte, wurde 1764 versehentlich entdeckt. Zu dieser Zeit erstellte Charles Messier eine Liste diffuser Objekte, die nicht mit Kometen verwechselt werden sollten. Das 27. Objekt auf Messiers Liste, bekannt als M27 oder Hantelnebel, ist ein planetarischer Nebel – jene Art Nebel, den unsere Sonne erzeugen wird, wenn die Kernfusion in ihrem Inneren zum Erliegen kommt. M27 ist einer der hellsten planetarischen Nebel am Himmel und ist mit einem Fernglas im Sternbild Fuchs (Vulpecula) zu sehen. Licht von M27 braucht etwa 1000 Jahre, um uns zu erreichen, und ist oben in Farben dargestellt, die von Wasserstoff und Sauerstoff emittiert werden. Die Physik und Bedeutung von M27 zu verstehen überstieg die Wissenschaft des 18. Jahrhunderts bei Weitem. Noch heute sind viele Dinge im Zusammenhang mit bipolaren planetarischen Nebeln wie M27 rätselhaft, etwa der physikalische Mechanismus, durch den die gasförmige äußere Hülle eines Sterns mit geringer Masse abgestoßen wird und ein im Röntgenlicht heißen weißen Zwerg zurückbleibt.

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Mittelwert-Collage: Hubbles beste 100

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Bildcredit und Bildrechte: Michael West (Maria Mitchell Observatory)

Beschreibung: Während Sie an Ihrem kosmischen Latte nippen, sehen Sie 100 Bilder des Weltraumteleskops Hubble zur gleichen Zeit. Die bekanntesten Szenen des Kosmos, abgebildet im niedrigen Erdorbit, sind zu dieser digitalen Einzelpräsentation kombiniert. Um das zu bewerkstelligen, wurden Hubbles beste 100 Bilder heruntergeladen und neu skaliert, sodass sie identische Pixelmaße aufwiesen. Für jedem Bildpunkt wurden die 100 Pixel-Werte vom niedrigsten zum höchsten sortiert, für das Ergebnisbild wurde der Mittelwert (Median) gewählt. Das kombinierte Bild ist eine visuelle Abstraktion – Licht, das durchs Universum zu uns gelangte, umgeben von Dunkelheit.

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Supernovaüberrest Puppis A

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Bildcredit: Röntgen: NASA/CXC/IAFE/ G. Dubner et al., ESA/XMM-Newton; Infrarot: NASA/ESA/JPL-Caltech/GSFC/ R. Arendt et al.

Beschreibung: Der Supernovaüberrest Puppis A, entstanden durch die Explosion eines massereichen Sterns, breitet sich etwa 7000 Lichtjahre entfernt ins interstellare Medium aus. In dieser Entfernung ist diese beachtliche Falschfarben-Sondierung seiner komplexen Expansion etwa 180 Lichtjahre groß. Sie basiert auf den vollständigsten Röntgen-Daten, die bislang mit Chandra- und XMM/Newton-Beobachtungen sowie Infrarot-Daten des Weltraumteleskops Spitzer erstellt wurden. Das faserartige Röntgen-Leuchten in blauen Farbtönen stammt von Gas, das durch die Stoßwelle der Supernova aufgeheizt wird, während die rot und grün dargestellten Infrarotemissionen von warmem Staub stammen. Die hellen Pastelltöne zeigen Regionen, wo sich komprimiertes Gas mit aufgewärmtem Staub mischt. Das Licht der ursprünglichen Supernova, sie durch den Kollaps des massereichen Sterneninnerenausgelöst wurde, sollte die Erde vor etwa 3700 Jahren erreicht haben, doch der Supernovaüberrest Puppis A ist weiterhin eine starke Quelle am Röntgenhimmel.

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Zodiakallicht vor der Dämmerung

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las Campanas Observatory, Carnegie Institution)

Beschreibung: Kaum zu glauben, aber es war Stunden vor Sonnenaufgang, als diese Nachtlandschaft fotografiert wurde – ein Blick über den östlichen Horizont einer abgeschiedenen Gegend in der chilenischen Atacamawüste.

Das ungewöhnlich helle, kegelförmige Leuchten, das sich hoch in den ansonsten dunklen, sternklaren Himmel erstreckt, ist jedoch Sonnenlicht, das von Staub in der ekliptischen Ebene des Sonnensystems gestreut wird. Die Erscheinung ist als Zodiakallicht bekannt und wird auch als „falsche Dämmerung“ bezeichnet.

Nahe der Mitte sind der helle Stern Aldebaran und der Sternhaufen der Plejaden ins Zodiakallicht getaucht, mit Orion am rechten Bildrand. Die rötlichen Emissionen von NGC 1499, dem Kaliforniennebel, sind durch Nachthimmellicht am Horizont getönt.

Schieben Sie den Mauspfeil über das Bild (oder folgen Sie diesem Link), dann sehen Sie den Himmel über dieser künftigen Stätte des Giant Magellan Telescope am Las-Campanas-Observatorium beschriftet.

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Laniakea: Unser Heimat-Supergalaxienhaufen

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Bildcredit: R. Brent Tully (U. Hawaii) et al., SDvision, DP, CEA/Saclay

Beschreibung: Es ist nicht nur eine der größten Strukturen, wie wir kennen – es ist unsere Heimat. Der kürzlich beschriebene Supergalaxienhaufen Laniakea enthält Tausende Galaxien, zu denen unsere Milchstraße, die Lokale Gruppe sowie der gesamte nahe Virgo-Galaxienhaufen gehört. Der kolossale Superhaufen ist auf der oben gezeigten computergenerierten Visualisierung zu sehen, grüne Bereiche sind reich an Galaxien, die als weiße Punkte dargestellt sind, und die weißen Linien zeigen die Bewegung zum Zentrum des Superhaufens an. Der Umriss von Laniakea ist orange dargestellt, während der blaue Punkt unsere Lage anzeigt. Außerhalb der orangefarbenen Line fließen Galaxien in andere Galaxienansammlungen. Der Laniakea-Superhaufen umfasst etwa 500 Millionen Lichtjahre und enthält ungefähr die 100.000-fache Masse unserer Galaxis. Die Entdecker von Laniakea gaben ihm einen Namen, der auf hawaiisch „unermesslicher Himmel“ bedeutet.

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Ein Polarlichttörtchen mit Milchstraßenglasur

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Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Beschreibung: Dieser Himmel sah köstlich aus. Doppelpolarlicht-Ovale wurden letzte Woche über den Stadtlichtern von Östersund in Schweden fotografiert. Die oben abgebildeten grünen Ovale traten näher am Boden auf als die violetten Polarlichtstrahlen dafüber, weshalb die ganze Darstellung ein bisschen wie ein Törtchen aussah. Oben in weiter Ferne neigt sich das Zentralband unserer Galaxis, der Milchstraße nach unten links. Die Polarlichter wurden durch unsere Sonne verursacht, die wenige Tage zuvor Plasmawolken ins Sonnensystem katapultierte ionisierte Teilchen, welche später auf die Magnetosphäre der Erde trafen. Polarlichter könnten noch die ganze Woche auftreten, da erst vor wenigen Tagen eine aktive Sonnenfleckengruppe in unsere Richtung rotierte.

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