Äquinoktium auf Saturn

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Credit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wie würden die Saturnringe aussehen, wenn die Ringebene genau auf die Sonne zeigt? Diese Situation ergab sich Anfang des Monats, als auf dem Saturn das Äquinoktium stattfand. Da die Erde von Saturn aus gesehen fast in der gleichen Richtung steht wie die Sonne, schienen die Ringe von der Erde aus zu verschwinden. Von der Roboter-Raumsonde Cassini aus, die Saturn umrundet, war die ungewöhnlich beleuchtete Ringebene von oben zu sehen. Oben abgebildet wurden Saturns Ringe, dunkler als je zuvor, nur wenige Stunden vor der Tag- und Nachtgleiche am 10. August 2009 abgebildet. Der Grund für die ungewöhnliche Helligkeit eines inneren Ringes ist noch nicht bekannt, hängt jedoch vielleicht damit zusammen, dass die Partikelgrößen dort mehr als die durchschnittlichen 10 Meter Dicke der restlichen Saturnringe betragen. Kurze Lichtspuren im Bildfeld sind künstliche Bildartefakte und haben nichts mit der Saturnringebene zu tun. Planetologen werden die zeitlich nahe dem Äquinoktium aufgenommenen Ringbilder untersuchen, um die Dynamik und Partikelgrößenverteilung im größten Ringsystem des Sonnensystems besser zu verstehen.

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