Der offene Sternhaufen NGC 290: Ein Sternenschmuckkästchen

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Bildcredit: ESA und NASA; Danksagung: E. Olszewski (U. Arizona)

Beschreibung: Juwelen leuchten nicht so hell – nur Sterne können das. Wie Edelsteine in einem Schmuckkästchen glitzern jedoch die Sterne des offenen Haufens NGC 290 in einer schönen Zurschaustellung von Helligkeit und Farbe. Der oben abgebildete fotogene Haufen wurde kürzlich vom Weltraumteleskop Hubble im Orbit fotografiert. Offene Sternhaufen sind jünger, enthalten wenige Sterne und weisen einen viel größeren Anteil an blauen Sternen auf als Kugelsternhaufen. NGC 290 ist ungefähr 200.000 Lichtjahre entfernt und liegt in einer Nachbargalaxie, die als Kleine Magellansche Wolke (KMW) bezeichnet wird. Der offene Haufen enthält Hunderte Sterne und ist etwa 65 Lichtjahre groß. NGC 290 und andere offene Haufen sind gute Forschungsstätten, um herauszufinden, wie sich Sterne mit unterschiedlicher Masse entwickeln, da alle Sterne im offenen Haufen etwa zur gleichen Zeit entstanden sind.

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M16 und der Adlernebel

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, Univ. Arizona

Beschreibung: M16, ein ungefähr 2 Millionen Jahre alter Sternhaufen, ist von Geburtswolken aus Staub und leuchtendem Gas umgeben, die als Adlernebel bekannt sind. Dieses schöne, detailreiche Bild der Region zeigt kosmische Skulpturen, die durch eine Nahaufnahme des Sternbildungskomplexes berühmt wurde, die das Weltraumteleskop Hubble fotografierte. Nahe der Mitte ragen dichte, staubige Säulen empor, die als Elefantenrüssel oder Säulen der Schöpfung beschrieben werden. Sie sind Lichtjahre lang und schrumpfen durch die Gravitation, um Sterne zu bilden. Die energiereiche Strahlung der Haufensterne trägt Materie an den Spitzen ab und legt schlussendlich die eingebetteten jungen Sterne frei. Vom linken Rand ragt eine andere staubige Sternbildungssäule ins Bildfeld, die als Fee des Adlernebels bekannt ist. M16 und der Adlernebel sind etwa 7000 Lichtjahre entfernt und ein leichtes Ziel für Ferngläser oder kleine Teleskope in einem nebelreichen Himmelsbereich im geteilten Sternbild Serpens Cauda (Schwanz der Schlange).

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Komet PanSTARRS mit Galaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Falesiedi

Beschreibung: Der Komet PanSTARRS C/2012 K1 streift langsam über den Nordhimmel und posiert auf diesem Teleskop-Porträt vom 2. Juni im Sternbild Großer Bär. Jetzt, wo er im inneren Sonnensystem ist, stellt der eisige Körper aus der Oortschen Wolke zwei Schweife zur Schau, einen helleren, breiten Staubschweif und unten rechts einen krummen Ionenschweif. Die dichte grünliche Koma bildet einen hübschen Kontrast zu dem gezackten gelblichen Hintergrundstern darüber. NGC 3319 steht oben links in einem Bildfeld, das fast zwei scheinbare Vollmonddurchmesser breit ist. Die Spiralgalaxie ist etwa 47 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt weit hinter den Sternen unserer Milchstraße. Der Komet war im Vergleich dazu zirka 14 Lichtminuten von unserem hübschen Planeten entfernt. Dieser Komet PanSTARRS wird in den nächsten Monaten langsam heller und somit zu einem guten Ziel für Kometenbeobachter mit Teleskop, wenn er Ende August das Perihel erreicht – den sonnennächsten Punkt seiner Bahn knapp außerhalb der Erdbahn.

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Hubble Ultra Deep Field 2014

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Bildcredit: NASA, ESA, H.Teplitz und M.Rafelski (IPAC/Caltech),
A. Koekemoer (STScI), R. Windhorst (ASU), Z. Levay (STScI)

Beschreibung: Wie bunte Bonbons füllen Galaxien das Hubble Ultra Deep Field 2014. Die schwächsten Galaxien sind mehr als 10 Milliarden Mal blasser als Sterne, die man mit bloßem Auge sieht. Sie stellen das Universum in der extremen Vergangenheit dar, wenige 100 Millionen Jahre nach dem Urknall. Das Bild selbst wurde mit der wesentlichen Ergänzung durch Ultraviolettdaten zum Hubble Ultra Deep Field – eine Aktualisierung von Hubbles berühmtem fernsten Blick ins südliche Sternbild Chemischer Ofen. Es deckt nun das gesamte Spektrum ab, das für Hubbles Kameras verfügbar ist – von Ultraviolett über das sichtbare Licht bis hin zum nahen Infrarot. Ultraviolettdaten bieten die wichtige Möglichkeit, in den Galaxien des Hubble Ultra Deep Field Sternbildung in einer Entfernung von 5-10 Milliarden Lichtjahren zu untersuchen.

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Ein grüner Blitz von der Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Viele glauben, es wäre ein Märchen. Andere denken, es gibt ihn, aber die Ursache wäre unbekannt. Abenteurer brüsten sich damit, ihn gesehen zu haben. Es geht um einen grünen Blitz von der Sonne. Die Wahrheit ist, dass es den grünen Blitz gibt, und seine Ursache ist bekannt. Genau dann, wenn die untergehende Sonne vollständig aus der Sicht verschwindet, leuchtet der letzte Schimmer erstaunlich grün. Der Effekt ist üblicherweise nur an Orten mit einem niedrigen, fernen Horizont zu sehen und dauert nur wenige Sekunden. Ein grüner Blitz ist auch bei aufgehender Sonne sichtbar, die Beobachtung erfordert aber eine bessere Zeitplanung. Im obigen Foto wurde ein dramatischer grüner Blitz zusammen mit einem sogar noch selteneren roten Blitz festgehalten. Beides wurde kürzlich bei einem Sonnenuntergang beobachtet, der am Roque-de-los-Muchachos-Observatorium auf den Kanarischen Inseln in Spanien zu sehen war. Die Sonne selbst wird nicht teilweise grün oder rot – der Effekt entsteht durch Schichten in der Erdatmosphäre, die sich wie Prismen verhalten.

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WR 104: Ein Windrad-Sternsystem

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Bildcredit und Bildrechte: P. Tuthill (U. Sydney) und J. Monnier (U. Michigan), Keck Obs., ARC, NSF

Beschreibung: Kann uns dieses gewaltige Windrad eines Tages vernichten? Wahrscheinlich nicht, aber die Forschung an dem ungewöhnlichen Sternsystem Wolf-Rayet 104 brachte eine unerwartete Gefahr zutage. Man fand heraus, dass das ungewöhnliche Windradmuster durch energiereiche Winde aus Gas und Staub entstand, die ausgestoßen werden und ineinandergreifen, weil zwei massereiche Sterne einander umkreisen. Ein Bestandteil des Systems ist ein Wolf-Rayet-Stern – eine tosende Kugel im letzten Entwicklungsstadium vor der Explosion als Supernova, die in den nächsten Millionen Jahren jederzeit explodieren kann. Die Untersuchung der Spiralmuster im abgestoßenen Staub lässt jedoch den Schluss zu, dass wir fast senkrecht auf die Rotationsachse des Systems blicken – möglicherweise die gleiche Achse, in der ein mächtiger Strahl ausströmt, falls die Supernova von einem Gammablitz begleitet wird. Zwar wird die WR 104-Supernova selbst wahrscheinlich ein eindrucksvolles, aber harmloses Spektakel sein. Falls sich die Erde jedoch nahe der Mitte des mächtigen Gammablitzstrahls befindet, könnte vielleicht sogar die Entfernung von 8000 Lichtjahren zur Explosion nicht ausreichen, um uns zu schützen. Derzeit wissen wir weder über WR 104 noch über Gammablitzstrahlen genug, um die tatsächliche Gefahr abschätzen zu können.

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Die Raumstation fängt eine Dragon-Kapsel

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Bildcredit und Bildrechte: Steve Swanson, Besatzung der Expedition 39, NASA

Beschreibung: Die Raumstation hat einen Drachen eingefangen. Genauer gesagt fing die Internationale Raumstation Mitte April die unbesatzte SpaceXDragon-Kapsel ein, die geschickt wurde, um den Außenposten im All zu versorgen. Oben ist zu sehen, wie der Canadarm2 der Station gerade das kommerzielle Raumschiff gefasst hat. Die Dragon-Kapsel war mit mehr als 2260kg Versorgungsgütern und Experimenten bestückt, zur Versorgung der aktuellen Gruppe der sechs ISS-Astronauten der Expedition 39 sowie der sechs Astronauten der Expedition 40. Nach dem Andocken an die ISS wurde die Dragon-Kapsel entladen und schließlich freigesetzt. Am 18. Mai wasserte sie im Pazifischen Ozean. Die aktuelle Besatzung Expedition 40, die nun vollständig ist, wird sich selbst viele Aufgaben stellen, darunter die Freisetzung des Experiments Napor-mini RSA, das mithilfe einer Phased-Array-Antenne und einem kleinen optischen Teleskop mögliche Gefahrensituationen auf der Erde unten überwachen wird.

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Der Hof des Katzenauges

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Bildcredit und Bildrechte: R. Corradi (Isaac Newton Group), Nordic Optical Telescope

Beschreibung: Der Katzenaugennebel (NGC 6543) ist einer der bekanntesten planetarischen Nebel am Himmel. Seine eindringlichen Symmetrien befinden sich in der Zentralregion dieses bildgewaltigen Falschfarbenbildes. Das Bild wurde so bearbeitet, dass der riesige, aber extrem blasse, mehr als drei Lichtjahre große Hof aus gasförmigem Material sichtbar wird, der den helleren, bekannteren planetarischen Nebel umgibt. Das Kompositbild wurde aus Daten des Nordic Optical Telescope auf den Kanarischen Inseln erstellt und zeigt die ausgedehnte Absonderung des Nebels. Planetarische Nebel wurden lange Zeit für die Schlussphase im Leben eines sonnenähnlichen Sterns gehalten. Vor Kurzem jedoch wurden bei einigen planetarischen Nebeln Höfe wie dieser gefunden, die wahrscheinlich aus Material bestehen, das während früherer aktiver Episoden der Entwicklung des Sterns abgestoßen wurde. Während die Phase des planetarischen Nebels vermutlich etwa 10.000 Jahre dauert, schätzen Astronomen das Alter der äußeren faserartigen Bereiche dieses Hofes auf 50.000 bis 90.000 Jahre.

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