Asteroid 2012 DA14 zieht an der Erde vorbei


Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Da zieht er hin. Der kleine Punkt, der sich im obigen Video vor dem Hintergrund der Sterne bewegt, ist ein potenziell gefährlicher Asteroid, der über der Erdatmosphäre dahinzieht. Letzten Freitag verfehlte der 50 Meter große Asteroid 2012 DA14 knapp die Erde, indem er nicht nur innerhalb der Mondbahn passierte, was für einen Asteroiden dieser Größe ungewöhnlich nahe wäre, sondern sogar innerhalb der Bahn geosynchroner Satelliten. Unglücklicherweise treffen Asteroiden dieser Größe oder sogar noch größere etwa alle 1000 Jahre die Erde. Hätte 2012 DA14 die Erde getroffen, so hätte er ein Stück Land von der Größe einer Stadt verwüsten können, wenn er aber einen Ozean getroffen hätte, wären gefährliche Tsunamis entstanden. Obwohl die Suche und das Verfolgen potenziell gefährliche Asteroiden ein wichtiges Anliegen der heutigen Astronomie ist, wurde, da diese kleinen Körper aus Eis und Gestein üblicherweise sehr dunkel sind, bisher nur ein kleiner Teil davon gefunden. Noch kleinere Brocken aus Eis und Gestein, wie die (nicht damit zusammenhängenden) spektakulären Meteore, die in den vergangenen Tagen über Russland und Kalifornien dahinzogen, sind sogar noch schwieriger zu entdecken, stellen aber eine geringere Gefahr dar.

Galerie: Videos und Bilder von 2012 DA14
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Streifzug über den Südhimmel

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Bild/Videocredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Fürs Erste streifen Komet Lemmon (C/2012 F6a) und Komet PanSTARRS (C/2011 L4) über den Südhimmel. Lemmons limettengrüne Koma und sein dünner Schweif sind auf dieser Teleobjektivszene links zu sehen – sie ist ein Einzelbild aus einem Zeitraffervideo (hier auf Vimeo), das am 12. Februar aufgenommen wurde und seine Bewegung vor den Hintergrundsternen zeigt. Komet Lemmons Bahn brachte ihn in die Nähe der Sichtlinie markanter Südhimmelsschätze, etwa der Kleinen Magellanschen Wolke oder des Kugelsternhaufens 47 Tucanae (rechts). Komet PanSTARRS, der einen breiteren, weißlicheren Schweif zur Schau stellt, wandert auf späteren Videobildern durch das blasse Sternbild Mikroskop. Beide Kometen sind mit Ferngläsern und kleinen Teleskopen zu sehen, werden heller und steuern in den nächsten Monaten auf den Nordhimmel zu.

Videos und Diskussion: Russische Meteorexplosion
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Schatten auf Jupiter

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Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Beschreibung: Auf dieser gestochen scharfen Teleskopansicht zeichnen sich über der gebänderten, marmorierten Wolkenoberfläche Jupiters zwei dunkle Schatten ab. Doch die Szenerie, die am 3. Januar etwa einen Monat nach der Oppositionsstellung des mächtigen Gasriesen am Himmel des Planeten Erde fotografiert wurde, zeigt auch die Schattenwerfer: Bemerkenswert detailreich sind links die großen galileischen Monde Ganymed (oben) und Io zu sehen. Während die beiden Mondschatten noch queren, hat Jupiters schnelle Rotation seinen berühmten Großen Roten Fleck (GRF) von rechts um den Planetenrand gedreht. Dem blassen GRF lief das kleinere, aber ähnlich gefärbte Oval BA voraus, der den Spitznamen „Kleiner Roter Fleck“ trägt. Auf diesem kopfstehenden Bild befindet sich der Norden unten.

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Porträt des Sonnensystems

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Bildcredit: Voyager-Projekt, NASA

Beschreibung: An einem anderen Valentinstag (14. Februar 1990) blickte die sechs Milliarden Kilometer von der Sonne gereiste Raumsonde Voyager 1 zurück, um dieses erste Familienporträt unseres Sonnensystems der Geschichte zu fotografieren. Das vollständige Porträt ist ein Mosaik aus 60 Bildern, die an einem Aussichtspunkt fotografiert wurden, der 32 Grad über der Ekliptik lag. Die Bilder stammen von Voyagers Weitwinkelkamera und schweifen links durch das innere Sonnensystem bis hinüber zum Gasriesen Neptun auf der rechten Seite, der zu dieser Zeit der äußerste Planet des Sonnensystems war. Die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind durch Buchstaben markiert, während die Sonne der helle Punkt nahe der Mitte des aus Einzelbildern angeordneten Kreises ist. Die eingefügten Bildfelder für jeden Planeten stammen von Voyagers Teleobjektiv-Kamera. Unsichtbar sind auf diesem Porträt der Merkur, der zu nahe an der Sonne stand, um fotografiert zu werden, und Mars, der unglücklicherweise hinter dem von der Kameraoptik gestreuten Sonnenlicht versteckt war. Die Position des kleinen, blassen Pluto wurde nicht abgedeckt.

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Infraroter Orion von WISE

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA

Beschreibung: Der große Nebel im Orion ist ein faszinierender Ort. Er ist mit bloßem Auge sichtbar und erscheint als kleiner, verschwommener Fleck im Sternbild Orion. Doch dieses Bild, ein Falschfarbenkomposit aus vier Farben des infraroten Lichts, das mit dem WISE-Observatorium in der Erdumlaufbahn aufgenommen wurde, zeigt den Orionnebel als betriebsame Gegend für kürzlich entstandene Sterne, heißes Gas und dunklen Staub. Die Energie für einen Großteil des Orionnebels (M42) liefern die Sterne des Trapez-Sternhaufens, der im obigen Weitwinkelbild in der Mitte zu sehen ist. Das unheimliche grüne Leuchten, das die hier abgebildeten hellen Sterne umgibt, ist ihr eigenes Sternenlicht, reflektiert von komplexen Staubfasern, die einen Großteil der Region bedecken. Der aktuelle Orionnebel-Wolkenkomplex, zu dem der Pferdekopfnebel gehört, wird im Lauf der nächsten 100.000 Jahre langsam verdampfen.

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Reflektiertes Polarlicht über Alaska

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Bildcredit und Bildrechte: Todd Salat (AuroraHunter); Himmelsbeschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Manche Polarlichter sind nur mit einer Kamera zu sehen. Sie werden als subvisuell bezeichnet und sind zu blass für das bloße Auge. Im obigen Bild war das grüne Polarlicht leicht zu sehen, während das rote Polarlicht erst nach einer Belichtungszeit von 20 Sekunden sichtbar wurde. Der Grund dafür ist, dass das menschliche Auge das Licht nur für den Bruchteil einer Sekunde sammelt, während ein Kameraverschluss viel länger geöffnet werden kann.

Beim Fotografieren einer ohnehin sehr pittoresken Szenerie, die letzten Herbst bei Anchorage in Alaska (USA) zu beobachten war, hielt eine Kamera sowohl das sichtbare grüne als auch das unsichtbare rote Polarlicht fest, das sich in einem mit Seerosen bedeckten See spiegelte. Hoch darüber waren Tausende Sterne sichtbar, unter ihnen der Sternhaufen der Plejaden, während der Planet Jupiter rechts knapp über den Wolken am Horizont posierte.

Polarlichter werden von energiereichen Teilchen verursacht, die von der Sonne auf die Magnetosphäre der Erde treffen, wobei Elektronen und Protonen an den Polen der Erde herabregnen und auf die Luft treffen. Sowohl rote als auch grüne Polarlichter entstehen üblicherweise durch angeregte Sauerstoffatome, wobei die roten Emissionen – wenn welche sichtbar sind – in größerer Höhe anzutreffen sind. Polarlichter sind für ihre mannigfachen Formen und Farben bekannt.

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N11: Sternwolken der GMW

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Bildcredit: NASA, ESA, J. Lake (Pomfret School)

Beschreibung: Massereiche Sterne, aggressive Winde, Berge aus Staub und energiereiches Licht formen eine der größten und malerischsten Sternbildungsregionen in der Lokalen Gruppe. Die Region ist als N11 bekannt und im oberen rechten Bereich vieler Bilder ihrer Heimatgalaxie zu sehen, dem als Große Magellansche Wolke (GMW) bekannten Nachbarn der Milchstraße. Das obige Bild wurde vom Weltraumteleskop Hubble für wissenschaftliche Zwecke aufgenommen und nach künstlerischen Gesichtspunkten von einem Amateur für den Hubbles-verborgene-Schätze-Wettbewerb neu bearbeitet. Der oben dargestellte Abschnitt ist als NGC 1763 bekannt, doch der ganze Emissionsnebel N11 ist nach 30 Doradus nur der zweitgrößte in der GMW. Eine Untersuchung der Sterne in N11 zeigte, dass er sogar drei aufeinanderfolgende Sternbildungsgenerationen beherbergt. Auch kompakte Globulen aus dunklem Staub mit neu entstehenden jungen Sternen sind über das ganze Bild verteilt sichtbar.

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Asteroiden in der Ferne

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Bildcredit: R. Evans und K. Stapelfeldt (JPL), WFPC2, HST, NASA

Beschreibung: Jeden Tag treffen Gesteinsbrocken aus dem Weltraum auf die Erde. Je größer das Felsstück, desto seltener wird die Erde getroffen. Viele Kilogramm Weltraumstaub klatschen täglich auf die Erde. Größere Stückchen erscheinen zunächst als heller Meteor. Tennisballgroße Steine und Eiskugeln streifen jeden Tag durch unsere Atmosphäre, die meisten verdampfen rasch und vollständig. Eine erhebliche Bedrohung geht von Felsbrocken mit einem Durchmesser von um die 100 Meter aus, welche die Erde etwa alle 1000 Jahre treffen. Ein Objekt dieser Größe kann erhebliche Tsunamis verursachen, wenn es einen Ozean trifft, und möglicherweise sogar ferne Ufer verwüsten. Kollisionen mit massereichen Asteroiden, die größer sind als 1 km sind, kommen seltener vor und ereignen sich üblicherweise in Abständen von Millionen Jahren, könnten jedoch wahrhaft globale Auswirkungen haben. Viele Asteroiden bleiben unentdeckt. 1998 wurde einer auf dem oben dargestellten Archivbild des Weltraumteleskops Hubble als langer, blauer Streifen gefunden. Weiters wurde erst letztes Jahr der 50 Meter große Asteroid 2012 DA14 entdeckt, der am Freitag innerhalb der Umlaufbahn geosynchroner Satelliten vorbeiziehen wird. Eine Kollision mit einem großen Asteroiden würde den Erdorbit weniger stark beeinflussen, als der aufgewirbelte Staub das Klima der Erde beeinträchtigen würde. Ein wahrscheinliches Ergebnis wäre eine globale Auslöschung vieler Lebensformen, die wahrscheinlich das derzeit stattfindende Artensterben in den Schatten stellen würde.

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Die große Meteorprozession 1913

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Bildcredit und Bildrechte: RASC-Archiv; Danksagung: Bradley E. Schaefer (LSU)

Beschreibung: Heute vor hundert Jahren ereignete sich die große Meteorprozession 1913, ein Himmelsereignis, das von manchen als „prachtvoll“ und „hinreißend“ beschrieben wurde, und das die Menschen „verzaubert“ und „privilegiert“ zurückließ. Weil man sich an einem geeigneten Ort aufhalten musste – im Freien unter klarem Himmel -, berichteten nur etwa 1000 Menschen, die Prozession gesehen zu haben. Die Augen der Sterngucker, die Glück hatten, vor allem jene in der Nähe von Toronto in Kanada, wurden von einem eindrucksvollen Zug heller Meteore angezogen, die über den Himmel zogen, in Gruppen, mehrere Minuten lang. Eine plausible Vorläuferhypothese besagt, dass ein einzelner großer Meteor einmal die Erdatmosphäre streifte und dabei zerbrach. Als die dabei entstandenen Brocken das nächste Mal auf die Erde trafen, kamen sie über Süd-Zentralkanada an, wanderten Tausende Kilometer weit, während sie über dem Nordosten der USA passierten, und fielen schlussendlich mitten in den Atlantik. Oben ist eine aktuelle Digitalisierung eines inzwischen verblassten Gemäldes des Künstlers Gustav Hahn dargestellt, der das Glück hatte, das Ereignis mit eigenen Augen zu sehen. Obwohl seit der großen Meteorprozession 1913 nichts Vergleichbares zu beobachten war, wurden seither zahlreiche helle Feuerkugeln aufgezeichnet – jede davon ziemlich spektakulär, manche sogar auf Video.

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NGC 6822: Barnards Galaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Leshin, Mitarbeit: Deidre Hunter und LARI

Beschreibung: Große Spiralgalaxien ziehen scheinbar häufig die ganze Aufmerksamkeit an, wenn sie ihre jungen, hellen blauen Sternhaufen in schönen, symmetrischen Spiralarmen zur Schau stellen. Doch kleine Galaxien bilden ebenfalls Sterne, wie etwa die nahe gelegene NGC 6822, auch bekannt als Barnards Galaxie. NGC 6822 liegt jenseits der reichhaltigen Sternfelder im Sternbild Schütze und ist ein etwa 1,5 Millionen Lichtjahre entferntes Mitglied unserer Lokalen Gruppe. Die irreguläre Zwerggalaxie mit einem Durchmesser von etwa 7000 Lichtjahren ist auf diesem Farbkompositbild sichtlich mit jungen, blauen Sternen gefüllt und mit dem vielsagenden rosaroten Wasserstoffleuchten von Sternbildungsregionen gesprenkelt. Dieses Porträt einer kleinen Galaxie trägt zur Wissenschaft der Kleinen Dinge bei und entstand im Rahmen der Lowell Amateur Research Initiative (LARI), die Amateurastronomen zur Mitarbeit einlädt.

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Komet Lemmon beim Himmelssüdpol

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Bildcredit und Bildrechte: Peter Ward (Barden Ridge Observatory)

Beschreibung: Komet Lemmon (C/2012 F6), der zurzeit über den südlichen Himmel streift, erhielt seinen Namen nach seiner Entdeckung im letzten Jahr im Rahmen der Mount Lemmon Survey. Er ist heller als erwartet, aber noch nicht mit bloßem Auge sichtbar. Komet Lemmon stellt auf diesem Teleskopbild vom 4. Februar eine atemberaubende, limettengrüne Koma und einen blassen, geteilten Schweif zur Schau. Der grünliche Farbton stammt vom zweiatomigen C2-Gas, das im Sonnenlicht fluoresziert. Das Farbkompositbild, das an einer Sternwarte in der Nähe von Sydney (Australien) fotografiert wurde, entstand aus einer Serie von Einzelbildern, die dem Kometen nachgeführt wurden. Die Sternspuren im ein Grad breiten Sichtfeld sind eine Konsequenz der relativ raschen Bewegung des Kometen vor dem Sternenhintergrund in der Nähe des Himmelssüdpols. Bei seiner Wanderung nach Norden wird der Komet voraussichtlich heller werden und Ende März seine größte Helligkeit (etwa 3. Größenklasse) erreichen, wenn er der Sonne am nächsten steht. Anfang April sollte er auf der Nordhalbkugel sichtbar sein. Natürlich könnte Komet Lemmon dieses Jahr bloß ein weiterer hübscher Komet sein, da Himmelsbeobachter auf dem Planeten Erde auch sehnsüchtig auf die Kometen PANSTARRS und ISON warten.

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