Manhattan-Mondaufgang

Über den Türmen von Manhattan aus Stahl und Glas geht der rot leuchtende Vollmond auf. An den Glasfassaden spiegelt sich das Abendrot nach dem Sonnenuntergang.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Als die Sonne am 9. Juni unterging, ging der Vollmond auf. Manche kennen ihn als Erdbeermond. Die voll beleuchtete Mondscheibe stand nahe am Horizont. Sie hatte die warme Farbe des reflektierten Sonnenlichts, das durch die dichte, staubige Atmosphäre gefiltert wurde. Auf diesem Teleobjektivbild posierte er mit den Wolkenkratzern der Südsilhouette von Manhattan.

Das Bild entstand im Eagle Rock Reservat. Das ist ein Park in West Orange in New Jersey auf der Erde. Das Eagle Rock Reservat ist etwa 21 Kilometer von Südmanhattan entfernt und ungefähr 384.400 Kilometer vom Mond. Im Vordergrund stehen die Fronten der modernen Türme aus Stahl und Glas. Sie haben auch die warme Farbe des Mondes, weil sie die letzten Strahlen der untergehenden Sonne reflektieren. Der höchste Turm mit der glänzenden dreieckigen Facette ist das One World Trade Center in New York City.

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Fünf Monde und Jupiter

Oben leuchtet der Mond der Erde, unten die vier galileischen Monde des Gasriesen Jupiter. Von den Monden im Bild ist der Erdmond der viertgrößte, nur Europa ist kleiner. Der Himmel war von dünnen Wolken bedeckt.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Am 10. April teilten sich der Vollmond und Jupiter dieses Sichtfeld. Es wurde mit einem Teleobjektiv fotografiert. Beide waren fast in Opposition. Das bedeutet, sie standen am irdischen Himmel gegenüber der Sonne. Als das Einzelbild entstand, zog gerade eine Wolkenbank vorbei. Sie dunkelte das helle Mondlicht leicht ab.

Das Bild zeigt die vertraute Vorderseite unseres natürlichen Begleiters und die vier galileischen Monde des größten Gasriesen im Sonnensystem in einer Reihe. Die winzigen Lichtpünktchen über dem hellen Jupiter sind – von oben nach unten – Kallisto, Europa, Ganymed und Io.

Unser natürlicher Begleiter ist näher und heller. Er ragt riesig auf. Doch Kallisto, Ganymed und Io sind physisch größer als der Mond der Erde. Nur die Wasserwelt Europa ist etwas kleiner. Von den sechs größten Begleitern der Planeten im Sonnensystem fehlt in dieser Szenerie nur der Saturnmond Titan.

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Supermond über Castell de Bellver in Spanien

Über einem der Türme von Castell de Bellver auf der spanischen Baleareninsel Palma de Mallorca ging der Vollmond auf. Das Kastell wirkt wie eine überdimensionale Lampe.

Bildcredit und Bildrechte: Tomeu Mas

Nein, diese Festung wurde nicht mit angeheftetem Mond gebaut. Für diese spektakuläre Ausrichtung waren sorgfältige Planung und ein bisschen gutes Wetter nötig. Das Bild zeigt den letzten Supermond von 2016 von letzter Woche. Er ging genau hinter einem der Türme von Castell de Bellver auf. Das Castell steht in Palma auf der spanischen Baleareninsel Mallorca.

Der Supermond war der letzte Vollmond 2016. Manche kennen ihn als Eichenmond. Castell de Bellver wurde Anfang des 14. Jh. gebaut und diente zahlreichen Königinnen und Königen als Wohnstätte – und gelegentlich als Gefängnis. Der Mond entstand vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren, vermutlich durch eine große Kollision der Erde mit einem marsgroßen Himmelskörper.

Der nächste Supermond, bei dem der Mond ein bisschen größer und heller als sonst erscheint, tritt am 3. Dezember 2017 auf. Man wird ihn nicht nur hinter Burgen sehen, sondern auf der ganzen Welt.

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Vollmond beim Perigäum über Philadelphia

Hinter rötlich beleuchteten Hochhäusern nach Sonnenuntergang, die sich in einem Gewässer spiegeln, geht links der rötliche Vollmond auf.

Bildcredit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Hinter der Metropole Philadelphia geht ein Supermond unter. Dieser Schnappschuss entstand am 14. November morgens um 6:21 EST (Eastern Standard Time) in der Dämmerung. Es war nur wenige Stunden von der exakt vollen Phase des Mondes im Mondperigäum. Das Perigäum ist der erdnächste Punkt auf der elliptischen Bahn des Mondes um die Erde.

Der Vollmond leuchtet im Perigäum etwas heller und größer. Doch er wirkt durch die Brechung in den Luftschichten entlang der Sichtlinie am Horizont flach gedrückt und verzerrt. Wie ein normaler Vollmond leuchtet er in der warmen Farbe des Sonnenlichts. Das Perigäums-Mondlicht und die Gebäude der Silhouette von Philadelphia spiegeln sich im Wasser des mächtigen Schuylkill.

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Sojus trifft Supermond

Eine Sojus-Rakete ist bereit zum Start. Rechts daneben leuchtet der orangerote Mond, er ist verzerrt und von Wolken gestreift.

Bildcredit: NASA, Bill Ingalls

Sie ist schneller als ein Geschoß, mächtiger als eine Lokomotive und kann große Gebäude in einem Satz überspringen. Diese Sojus-Rakete stand am 14. November auf der Startrampe im Kosmodrom von Baikonur in Kasachstan. Dahinter geht ein Supermond auf. Doch der Vollmond im November wird nicht wegen außergewöhnlicher Schnelligkeit noch wegen seiner Stärke oder Geschicklichkeit so genannt.

Das Perigäum ist der erdnächste Punkt auf der elliptischen Bahn des Mondes. Wenn ein Vollmond dort in der Nähe steht, erscheint er größer und heller als weiter entfernte Vollmonde. So kam es zum Supermond im November. Er war sogar der zweite von drei Supermonden 2016 in Serie. Es war sogar der erdnächste und schönste Vollmond seit 1948. Inzwischen steht die Sojus-Rakete bereit. Sie soll heute, am 17. November, die Besatzung der Expedition 50/51 zur Internationalen Raumstation ISS bringen.

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Supermond und Raumstation

Vor dem Vollmond zieht die Internationale Raumstation ISS durchs Bild. Sie bildet winzige Silhouetten, an denen man deutlich ihre Solarpaneele erkennt.

Bildcredit und Bildrechte: Kris Smith

Was sind diese Flecken vor dem Mond? Es sind Silhouetten der Internationalen Raumstation ISS. Die Planung für das Bild war sekundengenau. Ein akribischer Mondfotograf fotografierte letzten Monat zehn Bilder der ISS, als sie vor dem Vollmond vorbeizog. Doch es war nicht irgendein Vollmond. Es war der erste der drei Supermonde 2016 in Serie.

Ein Supermond ist ein Vollmond, der ein paar Prozent größer und heller ist als andere Vollmonde. Diese Bildfolge entstand bei Dallas in Texas. Heute sehen wir den zweiten Supermond dieser Serie. Dieser Vollmond ist nicht nur der größte und hellste des Jahres, sondern jedes Jahres seit 1948. Um den Super-Supermond zu sehen, geht einfach nachts hinaus und seht nach oben. Der dritte Supermond der Serie folgt Mitte Dezember.

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Supermond versus Mikromond

Der Vollmond links im Bild ist viel größer als der rechts daneben. Der linke Vollmond wurde 2012 nahe dem Perigäum fotografiert, der kleine Vollmond stand in der Nähe des Apotäums.

Bildcredit und Bildrechte: Catalin Paduraru

Was ist so toll am Supermond, den wir morgen sehen? Der Vollmond wirkt morgen etwas größer und heller als sonst, weil die voll beleuchtete Phase des Mondes kurz nach dem Perigäum eintritt – dort erreicht der Mond den erdnächsten Punkt seiner elliptischen Bahn. Die genauen Definitionen für einen Supermond variieren. Doch der Supermond von morgen ist zweifellos einer. Er ist der nächste, größte und hellste Vollmond seit mehr als 65 Jahren.

Supermonde sind unter anderem deshalb so beliebt, weil man sie so leicht beobachten kann. Geht bei Sonnenuntergang hinaus seht zu, wie der Vollmond eindrucksvoll aufgeht! Weil der volle Mond das Perigäum eigentlich morgen früh erreicht, ist er auch heute Abend ab Sonnenuntergang eindrucksvoll.

Der Supermond oben wurde 2012 fotografiert. Daneben ist zum Vergleich ein Mikromond – dabei ist der Vollmond beim erdfernsten Punkt der Mondbahn, dem Apogäum. Er wirkt kleiner und dunkler als sonst. Weil es viele verschiedene Definitionen für Supermonde gibt, gibt es jedes Jahr mindestens einen. Doch bis 2034 kommt kein Vollmond der Erde so nahe.

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Monduntergang bei Whitby Abbey

Das Panorama zeigt die Whitby-Abbey, ein verfallenes Benediktinerkloster an der englischen Yorkshireküste. Dahinter leuchtet der Jagdmond im Oktober.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Der Jagdmond im Oktober leuchtet in dieser schaurigen Nachtszene über dem Horizont. Er geht hinter den Bögen der Whitby-Abbey unter. Das Mondlicht beleuchtet den Grund und die Wände des verfallenen Benediktinerklosters. Es steht auf einer Klippe mit Blick über die Nordsee an der englischen Yorkshireküste.

Freunde des Romans Dracula von Bram Stoker aus dem Jahr 1897 kennen das Kloster und die Stadt Whitby. Es ist der Schauplatz, wo der Graf aus Siebenbürgen vor der englischen Küste Schiffbruch erlitt. Der berühmteste Vampir der Literatur verwandelte sich in einen gewaltigen Hund, sprang an Land und lief die Klippe zum verfallenen Kloster hinauf. Das 360-Grad-Panorama ist eine dramatische Fischaugenansicht. Es entstand aus 23 Fotos, die digital zusammengefügt wurden.

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