Mond, Mars und Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Beschreibung: Erst vor zwei Wochen bot der dunkle Himmel über der Wüste im Nordiran diese faszinierende Himmelsansicht. Das dramatische Digitalmosaik zeigt Mond und Mars neben den staubigen Rissen, Sternen und Nebeln der Milchstraße. Um einen größeren Helligkeitsbereich abzudecken, wurde eine Belichtungsserie fotografiert.

Der eigentlich volle Mond dieser Nacht ist in den Erdschatten getaucht. Während der von vielen beobachteten totalen Mondfinsternis erschien er sogar blasser und röter als der Rote Planet. Kosmischen Touristen bietet die Himmelslandschaft auch den Lagunennebel (M8), den Trifidnebel (M20) und den Planeten Saturn, die vor dem blassen Sternenlicht der Milchstraße leuchten. Doch der Mond ist noch nicht ganz fertig mit seinen Schattenspielen. Heute verdunkelt der Neumond im Norden des Planeten Erde teilweise die Sonne.

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Mondfinsternis über Rio

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Bildcredit: Carlos ‚Kiko‘ Fairbairn

Beschreibung: Ein Mondaufgang sieht normalerweise nicht so interessant aus. Erstens ist der Vollmond sonst nicht so dunkel – aber letzten Freitag ging der Mond so auf, weil er gleichzeitig durch den Erdschatten wanderte. Außerdem leuchtet der Mond meist nicht so rotletzten Freitag wurde er jedoch vom roten Anteil des Sonnenlichtes schwach beleuchtet, das von der Erdatmosphäre bevorzugt gebrochen wird. Weiters geht der Mond für gewöhnlich nicht neben einem Planeten auf, aber weil der Mars ebenfalls gleichzeitig fast gegenüber der Sonne stand, war der Rote Planet rechts über dem Vollmond zu sehen. Und schließlich geht der Mond aus der Perspektive der meisten Menschen nicht über Rio de Janeiro in Brasilien auf.

Die Sonnenuntergangsfinsternis letzten Freitag – diese außergewöhnliche MikroBlutmond-totale Mondfinsternis – wurde am Botafogo-Strand in Rio zusammen mit einer ungewöhnlich großen Menge interessierter Schaulustiger fotografiert.

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Der Mond in der East 96th Street

Hinter einer dicht befahrenen Straße geht der Vollmond auf. Durch die lange Sichtlinie am Horizont ist er dunkelgelb und wirkt etwas zerzaust.
Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Am 28. Juni ging in Manhattan über der Upper Eastside ein sehr voller Mond auf. Manche kennen ihn als Erdbeermond. Die Scheibe des Mondes ist in einem warmen Gelb gefärbt. Die lange Sichtlinie am Horizont führte durch die dichte, dunstige Atmosphäre. Dadurch wirkte der Mond ein bisschen zerzaust und matt. Trotzdem passt er auf diesem urbanen Astrobild gut zu den Ampeln und Straßenlampen an der East 96th Street.

Das Bild entstand mit Teleobjektiv im Central Park auf dem Planeten Erde an einem sicheren, höher gelegenen Ort mit Blick nach Ostsüdost. Der Vollmond in der 96. Straße lag zeitlich nahe an der Sonnenwende des Jahres im nördlichen Sommer.

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Schatten der Raumfährenschwade zeigt zum Mond

Die Raumfähre Atlantis hinterließ eine breite Abgasschwade bei ihrem Start am Abend. Oben scheint noch die Sonne auf die Abgaswolke. Daher wirft sie dort einen Schatten zum Vollmond.
Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Warum zeigt der Schatten der Abgasfahne beim Start der Raumfähre zum Mond? Anfang 2001 standen Sonne, Erde, Mond und Rakete beim Start der Raumfähre Atlantis passend für diese fotogene Anordnung in einer Reihe.

Die beste Tageszeit ist etwa zu Sonnenaufgang oder –untergang. Nur dann wirft die Rauchschwade der Raumfähre einen Schatten, der lang genug ist, um bis zum Horizont zu reichen. Außerdem stehen bei Vollmond Sonne und Mond auf zwei Seiten am Himmel, die einander gegenüber liegen.

Kurz nach Sonnenuntergang stand hier die Sonne knapp unter dem Horizont. In die andere Richtung glänzte der Mond tief über dem Horizont. Als die Atlantis am frühen Abend donnernd abhob, fiel ihr Schatten von der Sonne weg zum Horizont gegenüber, wo der Vollmond stand.

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Monduntergang hinter dem Vulkan Teide

Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Prelude in C Major (J. S. Bach)

Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Von links kommt etwas Großes runter, doch es ist nur der weit entfernte Mond. Luna wirkt hier so groß, weil sie mit einem Teleskop gefilmt wurde. Was sich bewegt, ist hauptsächlich die Erde. Durch ihre Rotation verschwindet der Mond langsam hinter dem Pico del Teide, einem Vulkan auf den Kanarischen Inseln vor der nordwestlichen Küste von Afrika.

Hier wurden Menschen gefilmten, die 16 Kilometer entfernt sind. Viele blicken zur Kamera, um zu sehen, wie hinter dem Fotografen die Sonne aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht, weil die Sonne bei Vollmond am Himmel immer dem Mond gegenüber steht.

Dieses Video entstand letzte Woche beim Milch-Vollmond. Es ist kein Zeitraffervideo, sondern zeigt, wie schnell der Mond tatsächlich unterging.

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Der Blaue Mond und der Baum

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Bildcredit und Bildrechte: Eric Houck

Gibt es so eine Anordnung nur alle heiligen Zeiten? Nein. Doch diese Einzelaufnahme wurde bei „blauem Mond“ fotografiert. Ende Jänner knipste der Fotograf diese Anordnung bei Vollmond. Es war der zweite des Monats und wird daher als „blauer Mond“ bezeichnet. Für die Aufnahme lief er schnell umher, um einen Punkt zu finden, wo der Mond im Hintergrund hinter dem Bogen eines Baumes im Vordergrund zu sehen war.

Leider gab es keine andere Möglichkeit, als sich in den Schlamm zu werfen und die Kamera auf einem Zaun aus Stacheldraht abzustellen. Zuvor schufen hungrige Kühe den Bogen in der Eiche, die in Knight’s Ferry in Kalifornien in den USA steht.

Solche skurrilen Anordnungen mit Mond und Baum gibt es bei jedem Vollmond, wenn man genug Zeit und Planung investiert. Eine neue Gelegenheit bietet sich dieses Wochenende. Dann geht wieder ein „blauer Mond“ auf. Es ist schon der zweite „blaue“ Mond des Jahres 2018. Somit ist dieser Monat der zweite des Jahres, in dem zwei Vollmonde auftreten. Jahre mit zwei blauen Monden sind recht selten. Das letzte solche Jahr war 1999, das nächste ist 2037.

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Mondphasen und Finsternis

25 Bilder wurden zu einer Matrix kombiniert. Sie zeigen die Phasen des Mondes bei einer Lunation, soweit man sie beobachten konnte. In der Mitte leuchtet der Vollmond rötlich, weil er bei einer Mondfinsternis in den Erdschatten getaucht war.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Gout, Tom Polakis

Wenn ihr jede Nacht den Mond beobachtet, seht ihr, wie sich der Anteil, den die Sonne beleuchtet, schrittweise verändert. Ein Mondzyklus wird auch Lunation genannt. Er verläuft in Phasen von Neumond über Vollmond und wieder zu Neumond und dauert etwa 29,5 Tage.

Die Bilder sind von links oben nach rechts unten geordnet. Sie zeigen die Mondphasen einer fast vollständigen Lunation in 25 Nächten ab dem 18. Jänner. Die zwei Tage nach Neumond und zwei Tage davor wurden ausgelassen, weil die Mondphase bestenfalls eine schmale Sichel in der Nähe der Sonne war, die man nur schwer erkennen konnte.

Für das Mondzyklus-Projekt wurde der meist klare Nachthimmel über Arizona und die Hilfe eines Freundes genützt. In der ersten Hälfte der Lunation wurden die Bilder am frühen und späteren Abend fotografiert. In der zweiten Hälfte entstanden sie früh am Morgen. Als Bonus wurde der Zyklus am Vollmond des 31. Jänner ausgerichtet. Es war der zweite Vollmond im Jänner, also ein blauer Mond, und der Mond stand nahe beim erdnächsten Punkt der Mondbahn (Perigäum). Außerdem wurde er bei der totalen Mondfinsternis rötlich.

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Totale Mondfinsternis über Tadschikistan

Videocredit und -rechte: Jean-Luc Dauvergne (Ciel et Espace); Musik: Valère Leroy und Sophie Huet (Space-Music)

Was sieht man, wenn der Vollmond plötzlich verblasst? Dieses mitreißende Zeitraffervideo zeigt die Antwort. Es wurde bei der totalen Mondfinsternis 2011 in Tadschikistan gefilmt. Bei einer totalen Mondfinsternis wandert die Erde zwischen Sonne und Mond. Dadurch verblasst der Mond dramatisch. Er wird jedoch niemals ganz dunkel, weil die Erdatmosphäre etwas Licht bricht.

Der Beginn dieses Videos wirkt wie eine Tagesszene im Sonnenlicht, doch es ist Nacht. Das Licht des Vollmondes beleuchtet die Szene. Während der Mond verdunkelt wird, ebbt der Wind ab. Vorne spiegeln sich die Sterne im See. Sehr eindrucksvoll füllt sich der Himmel um den verfinsterten Mond plötzlich mit Sternen. Dahinter verläuft die belebte Ebene der Milchstraße. Der Ablauf wiederholt sich mit kleinerem Bildausschnitt. Das Schlussbild zeigt den verfinsterten Mond nahe bei Adler-, Schwanen-, Trifid– und Lagunennebel.

Fast zwei Stunden nach Beginn der Finsternis tritt der Mond aus dem Erdschatten. Sein voller Glanz erhellt wieder den Himmel. Diesen Mittwoch findet wieder eine totale Mondfinsternis statt – diesmal mit einem seltenen blauen Super-Butmond.

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