Detailaufnahme: Nebel des Schützen

Zwischen dichten Sternwolken und Staubnebeln leuchten drei Nebel: Links unten der Lagunennebel, links oben der kleinere Trifidnebel und rechts unten der Nebel NGC 6556.

Bildcredit und Bildrechte: Emilio Rivero Padilla

Diese drei hellen Nebel zeigt man gerne bei Teleskopreisen im Sternbild Schütze und den dicht gedrängten Sternfeldern der zentralen Milchstraße. Charles Messier, ein kosmischer Tourist im 18. Jahrhundert, katalogisierte zwei davon: M8 ist der große Nebel links neben der Mitte. Der farbige M20 schimmert links oben. Die dritte Emissionsregion ist NGC 6559. Sie liegt rechts neben M8. Alle drei Sternschmieden sind ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt.

Der ausgedehnte M8 ist auch als Lagunennebel bekannt. Er ist mehr als hundert Lichtjahre breit. Der gebräuchliche Name für M20 lautet Trifid. Die markante rote Farbe im Emissionsnebel stammt von leuchtendem Wasserstoff. Im Trifidnebel stammt der starke Kontrast der blauen Farbtöne von Staub, der Sternenlicht reflektiert. In der Nähe leuchten helle blaue Sterne, die kürzlich entstanden sind. Die farbige Komposit-Himmelslandschaft wurde 2018 im Teide-Nationalpark fotografiert. Er liegt auf den Kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören.

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Vom Kreuz des Südens bis zu Eta Carinae

Quer durchs Bild verläuft die Milchstraße. Links sind das Kreuz des Südens und der Kohlensacknebel. Etwa in der Mitte leuchtet IC 2948, rechts ist der Carinanebel.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Dieses schöne Himmelsmosaik folgt der Spur der südlichen Milchstraße. Es zeigt den dunklen brasilianischen Himmel. Das Panorama ist etwa 20 Grad breit. Es beginnt bei der dunklen Fläche des Kohlensacknebels links unten. Dieser hängt unter einem Arm im Kreuz des Südens.

An der Spitze des kompakten Sternbildes steht der helle, gelbliche Stern Gamma Crucis. Der kühle Riesenstern ist ungefähr 88 Lichtjahre entfernt. Wenn man eine Linie von Gamma Crucis zu Alpha Crucis zieht – das ist der blaue Stern am unteren Ende des Kreuzes -, dann zeigt diese zum Himmelssüdpol. Wenn ihr der Milchstraße nach rechts folgt, findet ihr IC 2948. Er wird Running-Chicken-Nebel genannt. Dann erreicht ihr Eta Carinae und den Carinanebel am rechten Bildrand. Der Carinanebel ist eine Sternbildungsregion. Sie ist etwa 200 Lichtjahre groß, also viel größer als der Orionnebel im Norden. Der Carinanebel ist etwa 7500 Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt in der Ebene der Milchstraße.

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Pan-STARRS über der Lagune

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Bilddaten-Credit: Pan-STARRS, Eric Coles, Martin PughBearbeitung: Eric Coles

Beschreibung: In den turbulenten kosmischen Tiefen des Lagunennebels gibt es Grate aus leuchtendem interstellarem Gas und dunklen Staubwolken. Die helle Sternbildungsregion ist auch als M8 bekannt und ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Sie ist auch ein beliebter Halt bei Teleskopspaziergängen im Sternbild Schütze, das in Richtung des Zentrums unserer Milchstraße liegt.

Diese atemberaubende Ansicht des Lagunennebels ist größer als 100 Lichtjahre, darin dominieren die verräterischen roten Emissionen ionisierter Wasserstoffatome, die mit abgestreiften Elektronen rekombinieren. Die helle, kompakte Sanduhrform in der Mitte besteht aus Gas, das von der energiereichen Strahlung und den extremen Sternwinden eines massereichen jungen Sterns ionisiert und geformt wird. Die vielen hellen Sterne des offenen Haufens NGC 6530, die im Nebel treiben, sind erst vor wenigen Million Jahren im Lagunennebel entstanden.

Für dieses breite, detailreiche Porträt des Lagunennebels wurden Breitbandbilddaten von Pan-STARRS (Panoramic Survey Telescope & Rapid Response System) mit Schmalbanddaten von Amateurteleskopen kombiniert.

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Messier 81

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Bildcredit und Bildrechte: Paolo De Salvatore (Zenit Observatory)

Beschreibung: Eine der hellsten Galaxien am Himmel des Planeten Erde ist ähnlich groß wie unsere Milchstraße: die große, schöne Messier 81. Sie ist auch als NGC 3031 sowie nach ihrem Entdecker aus dem 18. Jahrhundert als Bodes Galaxie bekannt. Diese prächtige Spirale befindet sich im nördlichen Sternbild Großer Bär (Ursa Major).

Die detailreiche Teleskopansicht zeigt den hellen, gelblichen Kern von M81, blaue Spiralarme, rosarote Sternbildungsregionen und ausladende Bahnen aus kosmischem Staub. Manche Staubbahnen verlaufen sogar durch die galaktische Scheibe (links neben der Mitte), jedoch entgegengesetzt zu den anderen markanten Spiralstrukturen. Die fehlgeleiteten Staubbahnen sind vielleicht das bleibende Ergebnis einer nahen Begegnung von M81 mit ihrer kleineren Begleitgalaxie M82. Untersuchungen der veränderlichen Sterne in M81 lieferten eine der besten Entfernungsbestimmungen einer externen Galaxie – 11,8 Millionen Lichtjahre.

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Rigil Kentaurus und Sandqvist 169

Vor den dichten Sternwolken der Milchstraße im Sternbild Zentaur liegen dunkle Staubwolken, in denen Sterne entstehen. Rechts oben leuchtet der helle, bläuliche Stern Rigil Kentaurus.

Bildcredit und Bildrechte: Roberto Colombari

Rigil Kentaurus ist der helle Stern am oberen Rand dieser weiten Landschaft am Südhimmel. Man kennt ihn besser mit der Bezeichnung Alpha Centauri. Er ist das sonnennächste Sternsystem. Darunter wuchert ein dunkler Nebelkomplex. Die undurchsichtigen interstellaren Staubwolken sind die Silhouetten der Wolken 169 und 172 im Sandqvist-Katalog. Sie liegen vor den dichten Sternfeldern in der südlichen Milchstraße.

Rigil Kent ist an die 4,37 Lichtjahre entfernt. Doch die staubigen dunklen Nebel liegen am Rand der Molekülwolke Circinus-West. Sie ist ungefähr 2500 Lichtjahre entfernt und bildet Sterne. Das breite Sichtfeld ist am Südhimmel mehr als 12 Grad breit, das wären 24 Vollmonde nebeneinander.

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Eine kosmische Rose: Der Rosettennebel im Einhorn

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Bildcredit und Bildrechte: Jean Dean

Beschreibung: NGC 2237, der Rosettennebel, ist nicht die einzige kosmische Wolke aus Gas und Staub, die an das Bild einer Blume erinnert, doch sie ist die berühmteste. Die Blütenblätter dieser kosmischen Rose am Rand einer großen Molekülwolke im Einhorn sind eigentlich ein ungefähr 5000 Lichtjahre entferntes Sternbildungsgebiet.

Die hübsche, symmetrische Form wird von den Winden und der Strahlung ihres zentralen Haufens geformt, der aus heißen jungen O-Sternen besteht. Die Sterne im energiereichen Haufen, der als NGC 2244 katalogisiert ist, sind nur wenige Millionen Jahre jung. Die zentrale Höhlung im Rosettennebel hat einen Durchmesser von ungefähr 50 Lichtjahren. Der Nebel ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Einhorn (Monoceros) zu sehen. Das natürlich erscheinende Teleskopporträt des Rosettennebels entstand mithilfe von Breitband- und Schmalbandfiltern, weil Rosen manchmal nicht rot sind.

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Himmelsspektakel im Skorpion

Das Sternbild Skorpion ist hier viel prachtvoller abgebildet, als man es mit bloßem Auge sieht.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard, TWAN

Wenn der Skorpion mit bloßem Auge betrachtet so interessant wäre, würden die Menschen ihn besser kennen. Doch der Skorpion ist Form eher weniger heller Sterne in einem gut bekannten Sternbild im Tierkreis, das selten ins Blickfeld rückt. Für ein so eindrückliches Bild braucht man eine gute Kamera, Farbfilter und digitale Bildbearbeitung.

Für die Details in diesem Bild wurden nicht nur lang belichtete Aufnahmen in mehreren Farben verwendet. Es entstand auch eine Aufnahme in einer sehr speziellen roten Farbe, die von Wasserstoff abgestrahlt wird. Das Bildergebnis zeigt viele atemberaubende Details. Links verläuft ein Teil der Ebene unserer Milchstraße senkrecht durchs Bild. Dort ballen sich gewaltige Wolken heller Sterne und lange Streifen aus dunklem Staub.

Aus der Milchstraße ragen mitten im Bild diagonale dunkle Staubbahnen. Sie sind als „Dunkler Fluss“ bekannt. Der Fluss ist eine Verbindung zu mehreren hellen Sternen rechts. Sie bilden Kopf und Krallen des Skorpions. Dazu gehört auch der helle Stern Antares. Rechts über Antares strahlt der noch hellere Planet Jupiter. Durchs ganze Bild ziehen viele rote Emissionsnebel und blaue Reflexionsnebel.

Der Skorpion steht in der Jahresmitte nach Sonnenuntergang markant am Südhimmel.

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NGC 1333: Sternentstehung im Perseus

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Bildcredit und Bildrechte: Steve Milne, Barry WilsonBearbeitung: Steve Milne

Beschreibung: NGC 1333 ist im sichtbaren Licht ein Reflexionsnebel mit überwiegend bläulichen Farbtönen, diese sind charakteristisch für Sternenlicht, das von interstellarem Staub reflektiert wird. Er liegt an die 1000 Lichtjahre entfernt im heroischen Sternbild Perseus, am Rand einer großen, Sterne bildenden Molekülwolke.

Diese beeindruckende Nahaufnahme umfasst am Himmel ungefähr zwei Vollmonde, das entspricht in der geschätzten Entfernung von NGC 1333 etwas mehr als 15 Lichtjahren. Sie zeigt Details der staubhaltigen Region, aber auch die verräterischen Hinweise der kontrastreichen roten Emissionen von Herbig-Haro-Objekten – sie stammen von Strahlen und komprimiertem leuchtendem Gas um jüngst entstandene Sterne.

NGC 1333 enthält Hunderte Sterne, die weniger als eine Million Jahre alt sind, und von denen die meisten durch den allgegenwärtigen Sternstaub noch vor optischen Teleskopen verborgen sind. Die chaotische Umgebung könnte ähnlich sein wie jene, in der vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren unsere Sonne entstand.

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