Panorama der Landestelle von Apollo 11

Das Panorama zeigt die Mondoberfläche nach der Landung von Apollo 11. Links sind Schubdüsen, rechts fällt der Schatten des Landemoduls auf den Mondboden. Die Landschaft ist von Geröll und Staub übersät. Vorne sind ein paar Krater.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr in letzter Zeit ein Panorama von einer anderen Welt gesehen? Dieses entstand aus hoch aufgelösten Digitalisierungen der Originalbilder. Es zeigt die prachtvolle Öde am Landeplatz von Apollo 11 auf dem Mond. Er liegt im Meer der Ruhe. Neil Armstrong fotografierte die Bilder nach der Landung am 20. Juli 1969 durch die Fenster der Mondlandefähre. Der linke Teil (AS11-37-5449) ist das erste Bild, das je ein Mensch auf einer fremden Welt fotografiert hat.

Links im Süden sind die Schubdüsen. Rechts im Westen fällt der Schatten der Landefähre Eagle auf den Boden. Zum Größenvergleich: Der große, flache Krater rechts ist etwa 12 Meter groß. Die Bilder wurden ungefähr eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre fotografiert, noch bevor die Mondoberfläche betreten wurde. Sie sollten die Landestelle dokumentieren, falls man verfrüht abreisen müsste.

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Von der galaktischen Ebene zu Antares

Die Himmelsregion um Rho Ophiuchi gehört zu den fotogensten am Himmel. Dort versammeln sich bunte Nebel, Kugelsternhaufen und Dunkelnebel neben der Milchstraße. Das Bild zeigt eine große Region in den Sternbildern Schlange, Schlangenträger, Skorpion und Schütze.

Bildcredit und Lizenz: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Hier seht ihr eine der fotogensten Regionen am Nachthimmel. Sie wurde hier eindrucksvoll abgebildet. Ganz links verläuft diagonal das Band unserer Milchstraße. Rechts neben der Mitte seht ihr die farbenprächtige Rho-Ophiuchi-Region mit dem hellen orangefarbenen Stern Antares. Der Nebel Sharpless 1 (Sh2-1) befindet sich ganz rechts. Vor dem Band der Milchstraße liegen mehrere berühmte Nebel. Dazu gehören der Adlernebel (M16), der Trifidnebel (M21) und der Lagunennebel (M8). Weitere namhafte Nebel sind die Pfeife und der blaue Pferdekopf.

Allgemein stammt Rot von Nebeln, in denen das Licht von angeregtem Wasserstoff stammt. Blau markiert interstellaren Staub, der bevorzugt das Licht heller junger Sterne reflektiert. Dichter Staub erscheint dunkelbraun, wenn er nicht beleuchtet wird. Auch große Sternkugeln sind zu sehen. Dazu gehören die Kugelsternhaufen M4, M9, M19, M28 und M80. Jeder davon ist auf dem beschrifteten Begleitbild markiert.

Dieses sehr breite Feld misst etwa 50 Grad. Es umfasst die Sternbilder Schütze links unten, Schlange links oben, Schlangenträger in der Mitte und rechts den Skorpion. Um dieses Bild zu erstellen, brauchte es mehr als 100 Stunden Himmelsfotografie, kombiniert mit minutiöser Planung und digitaler Bildbearbeitung.

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Dunkle Nebel im Stier

Die Wolken im Bild sind rötlich-braun und dunkel. Dazwischen leuchten einige blaue Sterne.
Bildbearbeitung und Bildrechte: Oliver CzernetzDaten: Digitized Sky Survey (POSS-II)

Manchmal ist sogar der dunkle Staub im interstellaren Raum eine stille Schönheit. Ein solcher Ort liegt im Sternbild Stier. Diese Fasern ziehen am Himmel zwischen dem Sternhaufen der Plejaden und dem Kaliforniennebel. Der Staub ist nicht für sein Leuchten bekannt. Stattdessen ist er dunkel und undurchdringlich.

Einige helle Sterne sind sichtbar, weil der braune Staub ihr blaues Licht reflektiert. Andere Sterne wirken ungewöhnlich rot, denn ihr Licht dringt kaum durch eine Säule aus dunklem Staub. Übrig bleibt nur die rote Farbe, nachdem das blaue Licht gestreut wurde. Noch mehr Sterne liegen hinter Staubsäulen. Sie sind so dicht, dass man die Sterne nicht sieht.

Die Szene wirkt ruhig, doch sie zeigt einen ständigen Kreislauf aus Tumult und Neuschaffung. Viele massereiche Knoten aus Gas und Staub kollabieren durch Gravitation und bilden neue Sterne. In den Atmosphären der Sterne entsteht neuer Staub. Die Gestirne zerstören wiederum mit ihrem energiereichen Licht und ihren Sternwinden den alten Staub.

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Curiositys staubiges Porträt

Das Panorama zeigt den Rover Curiosity auf dem Mars. Links daneben ist ein Felsen mit einem Bohrloch. Der Staubsturm trübt die Atmosphäre, sodass der Rand des Kraters Gale im Hintergrund verschwommen ist.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Ein Lüftchen auf dem Mars kann eine Raumsonde nicht umwerfen. Doch der Mars hat ein sehr schwaches Schwerefeld. Daher können planetenweite Stürme auf dem Mars feine Staubteilchen hochblasen. Das geschah auch bei dem Staubsturm, der gerade auf dem Roten Planeten tobt.

Dieses Selbstporträt des Rovers Curiosity entstand am Sol 2082 (15. Juni) auf der Oberfläche des Mars. Es zeigt die Auswirkung des Staubsturms, der das Sonnenlicht und die Sichtbarkeit am Standort des Rovers im Krater Gale reduziert. Der Mars Hand Lens Imager fotografierte die Einzelbilder für das Mosaik. Sein mechanischer Arm wurde digital entfernt. Auf dem Felsen links vor dem Rover ist Curiositys aktuelle Bohrstelle Duluth. Der ostnordöstliche Kraterrand von Gale ist etwa 30 Kilometer entfernt. Er verschwimmt im Hintergrund.

Curiosity wird mit einer Radionuklidbatterie betrieben. Daher schadet ihn die größer werdende Menge an Staub im Krater Gale wahrscheinlich nicht. Doch der Rover Opportunity, der auf der anderen Seite des Mars steht, bezieht seine Energie von der Sonne. Er stellte seine Aktivität ein, denn an seinem Standort am westlichen Rand des Kraters Endeavour ist ein noch größerer Mangel an Sonnenlicht zu erwarten.

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Der verhüllte Mars

Zwei Bilder des Planeten Mars. Auf dem linken Bild erkennt man dunkle und rote Gebiete sowie die Polkappen. Das rechte Bild ist fast gleichmäßig rotbraun gefärbt.
Bildcredit: J. Bell (ASU), M. Wolff (Space Science Inst.), Hubble-Vermächtnisteam (STScI / AURA), NASA

Was ist mit dem Mars passiert? 2001 war der Mars in einen gewaltigen planetenweiten Staubsturm gehüllt. Er war einer der größten, die man je von der Erde aus beobachtet hat. Diese beiden Sturmbilder des Weltraumteleskops Hubble veranschaulichen sein Ausmaß. Die beiden Ansichten der Marsoberfläche entstanden Ende Juni und Anfang September 2001. Sie unterscheiden sich stark voneinander.

Am rechten unteren Marsrand liegt die Hellas-Tiefebene. Dort und bei der nördlichen Polkappe ist im linken Bild der Beginn kleinerer „Startwinde“ erkennbar. Das rechte Bild zeigt einen ähnlichen Ausschnitt der Oberfläche. Es wurde mehr als zwei Monate später aufgenommen und zeigt das ganze Ausmaß des globalen Sturms, der den Mars verdunkelt. Der Sturm ließ schließlich nach. Doch in den letzten Tagen erfasste ein neuer großer Staubsturm den Roten Planeten.

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Staubig mit Aussicht auf Staub

Die rötlich-braune Landschaft im Bild ist verschwommen und wirkt nebelig, weil die Atmosphäre voller Staub ist.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Auf dem Mars ist es stürmisch. „Staubig mit Aussicht auf Staub“ lautet der Wetterbericht für den Krater Gale. Der Staubsturm wütet derzeit auf dem ganzen Planeten. Am 10. Juni fotografierte die Mastcam des Rovers Curiosity dieses Bild seiner Umgebung. Der Blick reichte zum ostnordöstlichen Rand des Kraters Gale, der etwa 30 km entfernt ist.

Der Rover Opportunity ist mehr als 2000 Kilometer entfernt und stellte inzwischen seine wissenschaftlichen Aktivitäten ein. Der Sturm wurde dort dichter. Der Standort des Rovers liegt am westlichen Rand des Kraters Endeavour. Er beendete seine Kommunikation und wartet das Ende des Sturms ab.

Curiosity bezieht seine Energie aus einem thermoelektrischen Generator, der mit Radioisotopen arbeitet. Doch der kleinere Rover Opportunity ladet seine Batterien mit Solarpaneelen auf. Der Mangel an Sonnenlicht wird immer ernster. Er führt dazu, dass seine Batterien leer werden.

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Sieben staubige Schwestern

Die Plejaden im Sternbild Stier sehen in Infrarot anders aus als im vertrauten sichtbaren Licht.

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Ist das wirklich der berühmte Sternhaufen der Plejaden? Sie sind für ihre markanten blauen Sterne berühmt. Dieses Bild zeigt sie in Infrarotlicht. Daher überstrahlt der umgebende Staub die Sterne. Drei Wellenlängen von Infrarot wurden in sichtbare Farben übersetzt: Rot in 24, Grün in 12 und Blau in 4,6 Mikrometer. Die Ausgangsbilder stammen von der Raumsonde Wide Field Infrared Survey Explorer (WISE) der NASA im Erdorbit.

Die Plejaden sind als M45 katalogisiert. Man nennt sie die „Sieben Schwestern„. Der Sternhaufen liegt in einer Staubwolke, die zufällig vorbeizieht. Licht und Sternwinde der massereichen Plejadensterne stoßen bevorzugt kleinere Staubteilchen ab. Dadurch wird der Staub – wie man hier sieht – in Fasern geschichtet.

Die Plejaden liegen im Sternbild Stier (Taurus) und sind ungefähr 450 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist das Bild etwa 20 Lichtjahre breit.

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Gaias Milchstraße

Die ovale Abbildung zeigt unsere ganze Milchstraße. Sie entstand, indem der Satellit Gaia die Helligkeit, Farbe, Position und Distanz von 1,3 Milliarden Sternen präzise vermaß. Rechts unten sind die Magellanschen Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: ESA, Gaia, DPAC

Dieses prachtvolle Panorama zeigt unsere Milchstraße und Galaxien in ihrer Nähe. Es ist kein Foto, sondern eine Karte. Dafür wurden fast 1,7 Milliarden Sterne einzeln vermessen. So entstand ein großer astronomischer Datensatz. Er ist die zweite Veröffentlichung von Daten des Satelliten Gaia, der den Himmel abtastet. Der Datensatz enthält präzise Angaben zu Position, Helligkeit, Farbe und parallaktischer Distanz für 1,3 Milliarden Sterne. Das sind etwa ein Prozent der Sterne in der Milchstraße.

Die Ebene der Milchstraße liegt flach im Sichtfeld von Gaias Karte der Sterndaten. Die meisten Sterne der Galaxis befinden sich in dieser Scheibe. Hohlräume und Risse in der galaktischen Ebene zeigen Staubwolken zwischen den Sternen und verdecken ihr Licht. Rechts unten schimmern die Große und Kleine Magellansche Wolke. Die beiden Nachbargalaxien liegen etwas unter der Milchstraße.

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