Wo ist HD 189733?

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Bildcredit: NASA, ESA, A. Fujii, and Z. Levay (STScI)

Beschreibung: Der Stern mit der Katalogbezeichnung HD 189733 ist nur 63 Lichtjahre entfernt. Auf diesem detailreichen Weitwinkelbild des nördlichen Sternbildes Schwan (Cygnus) ist seine Position eingezeichnet.

Angesichts der vielen vertrauten hellen Sterne, Nebel und Sternhaufen in dieser Region erscheint HD189733 nicht besonders interessant. Man weiß jedoch, dass er mindestens einen heißen, ungefähr jupitergroßen Planeten besitzt, der in einem sehr geringen Abstand um ihn kreist, und zwar mit einer beeindruckend kurzen Umlaufzeit von 2,2 Tagen.

Da der Planet seinen Heimatstern regelmäßig abdunkelt, können Astronomen das Sternenlicht, das direkt durch die Atmosphäre des Planeten dringt, mittels Spektroskopie analysieren und die Moleküle bestimmen. Zuerst wurde Wasserdampf in der Atmosphäre des Planeten entdeckt. Nun berichten Forschende, dass die Daten des Weltraumteleskops Hubble auch die chemische Signatur von Methan (CH4) aufweisen. Dieses interessante Ergebnis ist der erste Nachweis eines organischen Moleküls auf einem Planeten, der um einen fremden Stern kreist.

Wahrscheinlich ist der Planet von HD 189733 zu heiß und zu unwirtlich für Leben. Doch diese Arbeit ist ein erster Schritt zur Messung der Bedingungen und der Chemie auf anderen extrasolaren Planeten, auf denen es Leben geben könnte.

Zur Originalseite

Der Kokon-Nebel, aufgenommen vom CFHT

Links im Bild leuchtet ein runder, roter Nebel. Rechts daneben sind zwei Sterne von runden, blau leuchtenden Wolken umgeben. Die Nebel liegen in einem Teppich voller Sterne.

Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Wie entstehen die Farben im Kokon-Nebel? Er ist als IC 5146 katalogisiert. Der auffallend schöne Nebel ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Schwan (Cygnus). Im Kokon-Nebel entsteht ein offener Sternhaufen.

Wie auch andere Orte mit Sternbildung enthält der Kokon-Nebel einen leuchtend roten Emissionsnebel, blaue Reflexionsnebel und dunkle Staubwolken. Die turbulente Mischung der drei Prozesse bringt eine Menge Farbe ins Bild. Es wurde unlängst mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop (CFHT) auf Hawaii (USA) aufgenommen.

Aktuelle Analysen zeigen, dass der massereiche Stern links im Bild anscheinend ein Loch in einer Molekülwolke öffnete. Durch dieses strömt leuchtende Materie. Der Stern entstand vor etwa 100.000 Jahren. Er liefert nun die Energie für einen Großteil des abgestrahlten und reflektierten Lichts im Nebel.

Zur Originalseite

NGC 6888: Der Sichelnebel

Der Sichelnebel leuchtet unten heller als oben. Er entsteht, indem ein Wolf-Rayet-Stern im Schwan seine äußeren Hüllen abstößt. Die rosarote Hülle ist von vielen nadelfeinen Sternen umgeben.

Credit und Bildrechte: Franck Bugnet

Wie entstand der Sichelnebel? Er liegt mitten im Bild und sieht aus wie ein Kokon im Weltraum, der sich entfaltet. Der Sichelnebel entstand durch den hellsten Stern in seiner Mitte. Eine führende Hypothese besagt, dass die Entstehung des Sichelnebels vor 250.000 Jahren begann. Damals wurde der massereiche Zentralstern zu einem Wolf-Rayet-Stern (WR 136).

Er warf seine äußeren Hüllen mit einem starken Sternenwind ab. Dabei stößt er alle 10.000 Jahre soviel Masse aus, wie die Sonne besitzt. Dieser Wind traf auf das umgebende Gas, das von einer früheren Entwicklungsphase übrig war. Er komprimierte es zu einer Reihe komplexer Hüllen und brachte es zum Leuchten.

Der Sichelnebel ist auch als NGC 6888 bekannt. Er ist etwa 4700 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schwan (Cygnus). Der Stern WR 136 explodiert vielleicht in den nächsten Millionen Jahren als Supernova.

Zur Originalseite

IC 5067 im Pelikannebel

Zwischen grauen und dunklen Nebelfetzen und Fasern leuchtet ein bunter Wulst, aus dem scheinbar kleine Fortsätze dringen. Die Nebellandschaft befindet sich im Sternbild Schwan.

Credit und Bildrechte: Antonio Fernandez

Diese dramatische Himmelslandschaft zeigt einen markanten Emissionswulst. Er ist als IC 5067 katalogisiert. Der Wulst ist Teil eines größeren Emissionsnebels, der wegen seiner markanten Form auch Pelikannebel genannt wird. Er ist 10 Lichtjahre breit und folgt der Kurve von Kopf und Nacken eines kosmischen Pelikans.

Diese Ansicht in Falschfarben zeigt auch den überall vorhandenen Schimmer schmaler Emissionslinien. Sie stammen von Atomen im Nebel. Dargestellt sind sie in einer Farbpalette, die durch Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble von Regionen mit Sternbildung bekannt wurde.

Die fantasievollen, dunklen Formen in dem ½ Grad weiten Feld sind Wolken aus kühlem Gas und Staub. Sie wurden von den Winden und der Strahlung heißer, massereicher Sterne verformt. Nahaufnahmen einiger der interessant geformten Wolken zeigen klare Hinweise auf neu entstandene Sterne. Der Pelikannebel ist als IC 5070 katalogisiert. Er ist etwa 2000 Lichtjahre entfernt. Man findet ihn nordöstlich vom hellen Stern Deneb im hoch fliegenden Sternbild Schwan (Cygnus).

Zur Originalseite